Nach zwei Jahren DG wieder zurück zu Telekom DSL?

  • Aufgrund von eigener Schusseligkeit hat die Deutsche Glasfaser letzten Sonntag meinen Anschluss wieder deaktiviert – nach einem Jahr im DG Giga Tarif hatte ich in den DG classic Tarif gewechselt und dabei auch gleich den Anschluss zum Laufzeitende gekündigt – eine entsprechende Bestätigung der Kündigung landete auch in der Postbox im Kundencenter (und nur dort…) Meine Hoffnung bestand darin, dass in diesem Jahr OpenAccess möglich wird und ich zu einem anderen Anbieter (auf Glasfaser) hätte wechseln könnte. Naja, blöd, wenn man sich Termine nicht aufschreibt, denn am Sonntag morgen war dann meine GF-Leitung tot und Kundenrückgewinnung scheint bei der DG noch kein Thema zu sein, dann ich habe während des ganzen Jahres keine einzige Werbung oder gar ein Angebot von der DG erhalten.

    Den Sonntag habe ich dann erst einmal mit einer Day-Flat eine Telekom-Prepaid Karte verbracht (270 Mbit/s via 5G – nicht schlecht) – jetzt weiß ich wenigstens, dass ein ZTE-Router am WAN-Port der 5530 einwandfrei funktioniert (inkl. IPv6 und Telefonie).

    Am Montag dann die DG angerufen – mit der Dame am Telefon war aber kaum eine Verständigung möglich („Leitung sein aus, müssen machen neu“). Also Telekom an gerufen , denn die mobilen DayFlats für 7€/Tag laufen ja auch ins Geld - mein DSL Anschluss könnte in einem Flex-Tarif über Nacht wieder aktiviert werden – was auch tatsächlich funktionierte. Da kann man nur feststellen, dass das Kundencenter der Telekom echt kompetent ist und Dinge, die normalerweise Tage benötigen auch abkürzen kann – Ich habe zwar bis heute noch keine Kundennummer bei der Telekom (die man für eine Portierung benötigt), aber die Internetverbindung via DSL steht wie versprochen.

    Hinzu kommt, dass die 100MBit/s via VDSL performanter sind als die 300 Mbit/s vorher bei der DG. Ich hatte es hier schon mehrfach geschrieben – das liegt ganz einfach an der Latenz der Leitung (bei DSL ca. 3ms bis zum nächstgelegen POP in München), bei der DG 10 ms bis Frankfurt bzw 12 ms bis Düsseldorf – mit dem Unterschied, dass die Telekom halt auch in München Peerings zu allen wichtigen Anbietern unterhält, d.h. ein ping zu google bleibt halt bei 3-5ms, weil die Daten nicht wie bei der DG quer durch Deutschland geschickt werden. Und gerade bei interaktiven Anwendungen wie z.B. Remote Desktop oder SSH merkt man jede ms.

    Bei der DG habe ich gestern nochmal angerufen und mehr Glück gehabt, die Dame sprach deutsch und kannte die Tarife: Bei einer erneuten (kostenlosen) Aktivierung gäbe es den DG Classic für €49,99 (also 5 € teurer als bisher, dafür inkl. Festnetz-Flat). Erfolgt die Bestellung unter einem anderen Namen (z.B. des Partners), dann gibt es Neukundenkonditionen, also wieder ein Jahr DG giga mit Wechseloption – auf zwei Jahre gerechnet kommt man im Mittel bei günstigen €30/Monat heraus. Erneute Aktivierung dauert dann aber ca 3-4 Wochen.

    Das wird also echt eine schwierige Entscheidung.

  • Netter Versuch, heute ist aber der erste Mai, nicht der erste April :)

    Im Ernst: 100 Mbit/s mit der Telekom fühlen sich schneller an, als dein alter Anschluss bei der DG? Ich komme zumindest ab und zu in den Genuss, einen DG-Anschluss nutzen zu können, allerdings nur über WLAN und selbst da fühlt es sich mit Abstand am schnellsten an. Der Anschluss hat allerdings auch nur 2-3 ms Latenz bis Düsseldorf.

    Ich kann verstehen, dass man die dauerhaft recht hohem Preise der DG nicht zahlen möchte, wenn man die Anforderung nicht hat. Aber auch da wäre Telekom DSL meine vorletzte oder letzte Wahl. Es gibt mittlerweile so viele gute Angebote anderer Provider mit brauchbarem Peering, die sich bei der VDSL-Vorleistung der Telekom bedienen. Vielleicht solltest du den Blick über den Tellerrand mal wagen.

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  • Es gibt Kundenbindungsprogramme bei DG, je nachdem wie lange man bereits Kunde ist, erfolgt eine Rabattierung zwischen 5 und 10 €/Monat. Damit ist jedoch, das sei an dieser Stelle auch erwähnt, ein Neuvertrag mit 24 Monaten Laufzeit, allerdings mit der zu letzt gebuchten Bandbreite, verbunden.

    Beispiel: ein bestehender 400/200 Vertrag läuft ab, rechtzeitig erhält der Kunde das Angebot zum Neuabschluss (rabattiert, 24 Monate Laufzeit). Die Bandbreite bleibt gleich, obwohl es im Produktportfolio den 400/200 Tarif nicht mehr gibt.

  • Man muss ja auch mal beachten dass die Anbieter dich gar nicht kontaktieren dürfen wenn du das Marketingeinverständniss irgendwann mal entzogen hast.

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

  • Das ist zum Teil überhaupt nicht verwunderlich. Denn wie kammann ja richtig schreibt, entscheidet sich die Netzqualität nicht ausschließlich auf den letzten 500m. Der Rest des Netzes ist von großer Bedeutung.

    Im alltäglichen Gebrauch des Internets merkt niemand den Unterschied, ob die Leitung mit maximal 100 oder 300 Mbps gefahren wird. Die Latenz merkt man bei den genannten Anwendungen sehr wohl. Ich konnte immer anhand der Geschwindigkeit feststellen, ob ich via Kabelinternet oder Telekom mit dem Firmen-VPN verbunden war.

    Sobald es um den Download von Dateien geht, merkt man dann natürlich schon, dass die Glasfaser mehr Bandbreite anbietet.

    Und über Upload, Stabilität, sowie zukünftige Potenziale brauchen wir natürlich auch nicht zu sprechen. Da ist bei VDSL einfach das Ende erreicht.

    So gesehen ist es doch gut, dass du die Leitung im Haus, aber trotzdem die freie Wahl hast.

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  • Es mag Situationen geben, wo der VDSL Ping besser ist. Aber wie man ja auch im anderen Thread zu lesen ist, ist der Ping an Telekom VDSL Anschlüssen im Mittel 30% schlechter, als an DG Anschlüssen. Das entspricht ziemlich gut meinen Erfahrungen, es sind keine Welten dazwischen, aber Glasfaser hat schon Vorteile.

    Einmal editiert, zuletzt von frank_m (2. Mai 2024 um 13:22)