• Heute wurde mein Anschluss in Linsengericht in Betrieb genommen. Ich bin etwas enttäuscht, weil der ONT nur GbE hat. Tatsächlich dachte ich eigentlich es wäre verboten (weil wettbewerbswidrig), Anschlüsse mit 1 Gbit/s zu vermarkten, wenn technische Vorkehrungen getroffen werden (ONT), so dass ausgeschlossen ist, dass der Wert tatsächlich erreicht werden kann.

    Wenn Vodafone den ONT-Zwang abschafft, wechsele ich auf einen anderen ONT mit 2,5GbE (aufgrund der Platzierung des HÜP steht mein Router woanders und dazwischen kann ich kein Glasfaserkabel verlegen - andernfalls ginge vermutlich auch dieses oder dieses SFP-Modul). Oder es kommt XGS-PON um die Ecke und der ONT wird getauscht.

    Das verstehe ich nicht, wenn du 1 GBit eingekauft hast, reicht es doch. Beim ONT, egal ob separat oder als SFP, wird in Ethernet gewandelt, unter Abzug der Protokolle, kommen da nutzbar ca. 990 bis 930 MBit/s raus. Du kannst einfach nicht die physikalische Verbindung eines Anschlusses auf Schicht 1 mit den Datenraten auf Schicht 3 und höher beim OSI-Modell vergleichen.
    Die Telekom schickt einfach ein bisschen mehr Bandbreite auf die Faser, um dieser Diskussionen aus dem Weg zu gehen, sehr wohl wissend, dass das dann doch gar nicht im LAN ankommt.

  • Phino Es wird in Ethernet gewandelt, aber ich möchte nicht, dass der Provider absichtlich in einen Ethernet-Standard wandelt, dessen Netto-Datenrate geringer ist als die gebuchte Geschwindigkeit. Wenn im OLT oder im Backbone irgendwas gewandelt wird, dann geht das ja auch nicht zu meinen Lasten. Warum also im ONT? Beispiel Telekom: Wenn der Kunde ein Glasfaser Modem 2 an eine neuere Fritzbox klemmt mit schnelleren WAN/LAN-Ports bzw. WLAN, dann kommt das durchaus auch an?

    Und nochmal anders darauf geschaut: In der Werbung wird zumindest der Eindruck erweckt, dass es sich um tätsächlich nutzbare Datenraten handelt und außerdem, und das ist für mich der eigentliche Kern der Sache: 70 € im Monat nur für's Festnetz ist für mich viel Geld - das leistet man sich eben häufig gerade deshalb, weil man Spaß an der Sache hat und "ein bisschen Nerd" ist. Ich kaufe mir schließlich auch keinen Porsche und ziehe dann Reifen auf, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit (Geschwindigkeitsindex) niedriger liegt als was das Auto fahren kann. Ich glaube der Vergleich ist ganz passend :)

    Viele Grüße,
    Lars

  • Ich finde einen 930-Mbps-Tarif alleine in der Vermarktung zu sperrig.

    Wenn ich dann noch bedenke, dass dies für den Kunden keinerlei Auswirkung hat, muss ich mich immer daran erinnern, dass eine derartige Diskussion ausschließlich in Deutschland existiert.

    Nachtrag: Dank der Endgerätefreiheit kann der Kunde ein passendes ONT an seinem Anschluss betreiben.

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  • Phino Es wird in Ethernet gewandelt, aber ich möchte nicht, dass der Provider absichtlich in einen Ethernet-Standard wandelt, dessen Netto-Datenrate geringer ist als die gebuchte Geschwindigkeit. Wenn im OLT oder im Backbone irgendwas gewandelt wird, dann geht das ja auch nicht zu meinen Lasten. Warum also im ONT? Beispiel Telekom: Wenn der Kunde ein Glasfaser Modem 2 an eine neuere Fritzbox klemmt mit schnelleren WAN/LAN-Ports bzw. WLAN, dann kommt das durchaus auch an?

    Der ISP liefert dir auf der Glasfaser die 1 GBit/s, Dass es hinterher Wandlerverluste gibt, ist, zumindest bei der aktuellen Gesetzgebung, nicht sein Problem. Die Verluste hast du auch bei AON-Anschlüssen, allerdings geringer.
    Wenn man sich die Richtlinien anschaut, dann geht man von 10 % Verlust/Minderleistung als vertretbar aus. Es sei denn, es ist etwas konkret anderes vereinbart, wie bei Business-Anschlüssen.
    Dass es nach einer FB im WLAN ankommt, bezweifle ich ein wenig. ;) Die einzige, die es schaffen könnte, ist die FRITZ!Box 5690 Pro, aber sicher nur, wenn dein Handy 6 GHz kann und du es neben die Box stellst. Schon wenn du mit ca. 80 Kg Körpermasse dazwischenstehst, wird dies nicht mehr klappen. Aber die hängt dann ja direkt an der Glasfaser, ohne Modem und Ethernet dazwischen.

    Das ist aber alles egal, fast alle anderen ISPs machen es nicht, die Glasfaser höher zu befeuern, im Gegensatz zur Telekom. Also musst du zur Telekom wechseln. :D

  • Da geht's doch gar nicht drum.

    An einem popeligen GPON-Anschluss eines gewissen anderen Netzbetreibers kommst du dank 2,5 Gbit ONT mühelos auf knapp 1100 Mbit/s netto. Oder auch mit Kabelinternet mit 40 Jahre altem Coax im Boden, auch mit WiFi 6 mit 160 MHz Kanalbandbreite, kein Wifi 7 oder 6 GHz notwendig.

  • Der ISP liefert dir auf der Glasfaser die 1 GBit/s, Dass es hinterher Wandlerverluste gibt (...)

    Das ist aber alles egal, fast alle anderen ISPs machen es nicht, die Glasfaser höher zu befeuern

    Ich verstehe ja Dein Argument, aber die Ironie, die da mitschwingt, ist ja, dass sich gleichzeitig gerade Vodafone ja auf den Standpunkt stellt, dass der Endpunkt zum Kunden am bzw. hinter dem von ihnen breitgestellten ONT liegt. In diesem Fall greift Deine Argumentation nicht, weil die Geschwindigkeitsangabe sich nicht bloß auf "Teilstrecken" bezieht.

    Ich weiß auch leider nicht so genau welche Geschwindigkeit im MKK provisioniert wird. Der Upload kommt so auf 530 mbit, also durchaus etwas mehr als vertraglich zugesichert. Ich vermute das ist auch im Download so.

    Viele Grüße,
    Lars

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  • Die Telekom schickt einfach ein bisschen mehr Bandbreite auf die Faser, um dieser Diskussionen aus dem Weg zu gehen, sehr wohl wissend, dass das dann doch gar nicht im LAN ankommt.

    Jein. Der Standard-ONT der Telekom, das Glasfasermodem2 hat ja einen 2G5BaseT Port, d.h. da kommen die vertraglich zugesagten brutto 1Gbps (beim Glasfaser 1000 Tarif) auch an, und beri entsprechendem eigenen ONT und Router auch. IMHO kann man von einem ISP in dieser Hinsicht nicht mehr verlangen, wenn er Kunde da einen Router per 10, 1000, oder 1000 Mbps Ethernet dran haengen will, so it es dessen eigene Entscheidung und er/sie muss halt mit den Konsequenzen leben...

    Phino Es wird in Ethernet gewandelt, aber ich möchte nicht, dass der Provider absichtlich in einen Ethernet-Standard wandelt, dessen Netto-Datenrate geringer ist als die gebuchte Geschwindigkeit.

    Das ist in der Tat eine offene Frage, aus Sicht der BNetzA zaehlt momentan wohl nur, ob man in einer bretibandmessung.de Kampagne eine Minderung bescheinigt bekommt oder nicht, d.h. es muss hin und wieder zumindest 90% der vertraglichen Maximalrate gemessen werden koennen. Und das geht mit Gigabitethernet bei einem vertraglichen Maximum von 1000 Mbps, auch wenn der ISP seine Sicherheitsreserve da anzapft... Ich teile allerdings die Ansicht, dass es problematisch ist, wenn ein ISP mit technisch unerreichbaren Raten wirbt, nur bin ich nicht sicher ob die BNetzA da der richtige Ansprechpartner ist, weil eventuell das TKG hier aussen vor ist und statt dessen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) (z.B. § 5 Irreführende geschäftliche Handlungen Satz (2).1) relevant ist. Ist halt die Frage ob ca. 5% zu viel zu versprechen bereits relevant ist wenn die naechste Tarifstufe 40% tiefer liegt...

    Ich finde einen 930-Mbps-Tarif alleine in der Vermarktung zu sperrig.

    Wenn ich dann noch bedenke, dass dies für den Kunden keinerlei Auswirkung hat, muss ich mich immer daran erinnern, dass eine derartige Diskussion ausschließlich in Deutschland existiert.

    Wird allerdings im UK (also nicht ausschliesslich in D ;) ) so gehandhabt, da darf nur mit Datenraten aus oeffentlichen Kapazitaetstests geworben werden, daher bietet BT z.B. auch keinen 1000er Tarif an sondern "nur" 900...

    Der ISP liefert dir auf der Glasfaser die 1 GBit/s, Dass es hinterher Wandlerverluste gibt, ist, zumindest bei der aktuellen Gesetzgebung, nicht sein Problem. Die Verluste hast du auch bei AON-Anschlüssen, allerdings geringer.

    Ich wuerde das differenzierter sehen, wenn ein ISP auf der Faser ueberprovisioniert aber nur einen 1 Gbps-ONT liefert ist das schon sein Problem...

    Wieso sollte der Verlust bei AON geringer sein? Das haengt eigentlich nur von der Verkapselung ab (PPPoE vs IPoE, VLAN vs kein VLAN, ds-lite vs DualStack).

    Ich weiß auch leider nicht so genau welche Geschwindigkeit im MKK provisioniert wird.

    Wenn Du bei Vodafone gebucht hast, ist die MKK da raus, Dein Ansprechpartner ist Dein ISP, und wenn der einen falschen ONT liefert sollte der IMHO dafuer gerade stehen, nur wird es mit breitbandmessung.de knifflig die ca. 5% systematische Minderleistung bescheinigt zu bekommen.

    Ich habe ja einen leisen Verdacht, dass dieser 10% Abschlag in der Nachweismethode zu gewaehlt wurde, dass nicht alle (normal mit maximale Vertragsrate als Brutto-Limit provisionierten) Bestandvertraege ploetzlich Minderleistung aufweisen wuerden, aber in der Begruendung der BNetzA zu dem Abschlag steht davon kein Wort, statt dessen findet sich da eine herrlich sophistische Betrachtung dazu was "maximal" bedeuten kann.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (17. Januar 2026 um 16:29)

  • Ich wuerde das differenzierter sehen, wenn ein ISP auf der Faser ueberprovisioniert aber nur einen 1 Gbps-ONT liefert ist das schon sein Problem...

    Wieso sollte der Verlust bei AON geringer sein? Das haengt eigentlich nur von der Verkapselung ab (PPPoE vs IPoE, VLAN vs kein VLAN, ds-lite vs DualStack).

    Bei GPON kommen noch die Verschlüsselung und das Handling von bis zu 127x anderen Daten auf der Faser dazu.
    Bei AON wird in den meisten ISP schon Ethernet und DHCP gesprochen, da wird wirklich nur Licht in Strom gewandelt.

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  • Bei GPON kommen noch die Verschlüsselung und das Handling von bis zu 127x anderen Daten auf der Faser dazu.

    Das ist in der Tat so, dass es bei PON noch eine Menge extra-Traffic pro Nutzer gibt, aber die werden i.d.R. nicht auf die Kundenkapazitaet angerechnet... d.h. das laeuft quasi auf einer anderen Schicht und betrifft die Gesamtkapazitaet im Segment aber die individuelle Obergrenze nur dann wenn das Segment in Volllast laeuft (und das ist IMHO momentan die Ausnahme).

    Bei AON wird in den meisten ISP schon Ethernet und DHCP gesprochen, da wird wirklich nur Licht in Strom gewandelt.

    Schon richtig, aber z.B. hat echtes Ethernet mehr effektiven Overhead als GPONs GEM (oder XGSPONs XGEM)...

  • In der Leistungsbeschreibung wie ich oben geschrieben habe steht folgendes "...Bei einem Glasfaser-Anschluss benötigst Du einen Router mit integriertem Glasfaser-Modem (ONT) oder ein externes Glasfaser-Modem (ONT)." Das lässt einem quasi alles offen.

    Ich muss sie außerdem erst noch überreden, mir Dualstack zu schalten... Nicht, dass ich es mir vorher schon mir ihnen verderbe ^^

    Mir ist nicht bekannt dass die Vodafone bei Glasfaseranschlüssen DualStack schaltet, bei Kabelanschlüssen unter bestimmten Voraussetzungen ja, aber bei Glasfaser meine ich nicht. Bei M-Net gehts ja z.B. über die Option oder ist ab 1000 Mbit/s bereits inklusive, mal davon abgesehen dass da ja sogar ein eigenes Modem direkt zu Beginn an geht.

  • Verwendet Vodafone nicht auf dem eigenen Netz diese komische 192.0.0.1 als IPv4-Adresse? Also ohne dass das Wort DS Lite im Online-Monitor auftaucht.

    Wobei ich immer noch nicht weiß, ob das falsch Implementiertes DS Lite oder irreführend implementiertes CG-NAT ist.

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  • Mir ist nicht bekannt dass die Vodafone bei Glasfaseranschlüssen DualStack schaltet, bei Kabelanschlüssen unter bestimmten Voraussetzungen ja, aber bei Glasfaser meine ich nicht.

    OMG, ohne öffentliche IPv4 kann ich den Anschluss quasi in die Tonne treten, ich muss für IPsec-VPN von außen erreichbar sein (ein paar Gegenstellen haben nur IPv4). Werde berichten.

    Verwendet Vodafone nicht auf dem eigenen Netz diese komische 192.0.0.1 als IPv4-Adresse? Also ohne dass das Wort DS Lite im Online-Monitor auftaucht.

    Die Adresse taucht bei mir auch auf. Wobei in den IPv6-Einstellungen der Fritzbox der Haken bei DS-Lite gesetzt ist.

    Viele Grüße,
    Lars

  • Genau, der Haken ermöglicht erst einmal DS Lite. Er kann aktiv sein, obwohl kein DS Lite eingesetzt wird und schadet dann nicht, taugt also nicht um zu wissen womit man es zu tun hat. Aber man könnte ihn mal rausnehmen und schauen, ob danach noch das Glasfaserforum erreichbar ist :)

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  • man könnte ihn mal rausnehmen und schauen, ob danach noch das Glasfaserforum erreichbar ist :)

    Hatte ich gestern direkt mal testweise gemacht und das Internet ging nicht mehr. Hatte aber auch nur einige wenige Seiten probiert :)

    Bei mir hat ein Anruf beim Kundenservice genügt, um auf Dual Stack geschaltet zu werden. Da war ich positiv vom freundlichen Support überrascht 👍.

    :) Danke für die Info, dann bekomme ich volle IPv4- und IPv6-Konnektivität.

    Viele Grüße,
    Lars

  • Vielleicht hat man, wenn man klont, bessere Karten im Störungsfall? Weil man

    • mal eben testweise die eigene Hardware gegen deren ONT tauschen kann
    • sich nicht am Telefon anhören muss, dass man an allen Problemen selbst schuld ist, weil man eigene Hardware verwendet

    Zum Klonen brauche ich wohl eines der verlinkten SFP-Module - ein (anderer) ONT geht nicht, meines Wissens.

    Diese Idee ist naheliegend und sorgt zunächst einmal für ein funktionsfähiges kundeneigenes Endgerät. Es besteht jedoch immer noch die Gefahr, dass nicht alle Daten in das andere Gerät übernommen werden, die der Anbieter via OMCI abfragt/abfragen kann. Eine weitere Unsicherheit ist das Einspielen von Updates durch den Provider. Wie verhält sich hierbei der ONT und was ist die Reaktion auf Seite des Providers bei einem Fehler im Updatevorgang?

    Ich würde aus diesen Gründen gar keinen ONT klonen, sondern dem Provider eine Glasfaserfritze vortäuschen. Natürlich ist hierbei die Voraussetzung, dass eine Glasfaserfritze von dem Provider als Endgerät unterstützt wird.

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  • Muss man sich das eigentlich so vorstellen, dass Vodafone im MKK Ankermieter ist und mnet hinter Vodafone hängt, und somit (teilweise) von deren Technik abhängig? Passt (für mich) bloß irgendwie nicht dazu, dass mnet offenbar eigene ONT(-Technik) hat. Es ist nicht so, dass mnet hier (technisch gesehen) das ist, was 1&1 bei DSL, oder?

    Viele Grüße,
    Lars