Endgerätewahlfreiheit - aktueller Bericht

  • Mir fällt keine praktikable Lösung dafür ein. Man kann das nicht jedem zutrauen, ist einfach so, ein eigenes Endgerät anzuschließen und zugleich ist es unfair es deswegen allen unmöglich zu machen. Wirklich schwierig.

    Es gibt keine Praktikable Lösung dafür. Die Computer DAUs, die nicht mal eine Kaffeemaschine einschalten können wird’s immer geben.

    Allerdings deshalb einen eigenen Router festzunageln ist nicht der Weg und löst keine Probleme, schon gar keine die eigentlich gar nicht da sind. Auch da kann der DAU genug falsch machen.

    Ich finde, technisch ist die Variante, passiver Abschluss für die Technikaffinen, wie auch Modem mit Router oder auch gerne als Kombigerät vom Provider, wenn gewünscht, perfekt.

  • Man kann das nicht jedem zutrauen, ist einfach so, ein eigenes Endgerät anzuschließen und zugleich ist es unfair es deswegen allen unmöglich zu machen.

    Schwierig ist es auf dieser Ebene gar nicht. Wer ein aktives Providergerät nutzen möchte, kann das ja auch durchaus tun. Es geht ja gar nicht um ein Verbot von Providergeräten.

    Nur denjenigen, die ein eigenes Endgerät verwenden oder verwenden möchten, darf ich das nicht unmöglich machen.

    Und Anwender vor deren vermeintlichen Unfähigkeit schützen zu müssen halte ich für ein sehr gefährliches populistischen/demagogisches Argument.

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  • Und Anwender vor deren vermeintlichen Unfähigkeit schützen zu müssen halte ich für ein sehr gefährliches populistischen/demagogisches Argument.

    Das ist weder ein populistischen noch ein demagogisches Argument, sondern ein wirtschaftliches.

    Die Unfähigkeit des Endkunden sich mit Problemen auseinander zusetzen, die gar keine sind, wenn man mal die Anleitung lesen würde, ist einfach sehr viel stark vertreten.
    Selbst bei einer bekanntermaßen, benutzerfreundlichen Fritz!Box musste ich hier in der Straße bei der GF-Umstellung x-Mal helfen, wobei es eine sehr gute Anleitung dazu gab/gibt.

  • Das ist weder ein populistischen noch ein demagogisches Argument, sondern ein wirtschaftliches.

    Die Unfähigkeit des Endkunden sich mit Problemen auseinander zusetzen, die gar keine sind, wenn man mal die Anleitung lesen würde, ist einfach sehr viel stark vertreten.
    Selbst bei einer bekanntermaßen, benutzerfreundlichen Fritz!Box musste ich hier in der Straße bei der GF-Umstellung x-Mal helfen, wobei es eine sehr gute Anleitung dazu gab/gibt.

    Das ist aber wohl eher dem System GPON geschuldet. Bei AON wären die Probleme wohl eine ganze Ecke geringer.

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  • Nein, sicher nicht. Sollte die Allgemeinverfügung Realität werden, dann wird der Zwangs-ONT auch in der AON-Topologie Pflicht.

    Die Auffassung von Phino teile ich nicht. Mit technischen Verfahren kann ich keine unwilligen Kunden (= zu faul zum Lesen) einfangen. Verbote helfen da auch nicht viel, drakonische Strafen schrecken ab. Und schon bin ich bei Staatsgebilden die ich nicht (wieder) haben möchte. Regeln muss es geben, das steht außer Frage. Jedoch mit Augenmaß und schon gar nicht privatwirtschaftlich motiviert.

  • Ich denke auch das es mehr ein Shared Medium Prob ist (GPON). Im AON stören sich doch keine Kunden gegenseitig. Bis zu 64 Kunden pro Leitung kann dann ja schon mal zu Probs führen. Ein schlechtes Geräte und schon liegt vieles lahm da. Oder 2 Geräte, die sich nicht mögen. Das kann keiner vorher überhaupt teste.

    Und es sind die Großen, die es ja wollen. Da kleine private die gleich richtig ausbauen haben da mit weniger Probleme.

    Aber vielleicht übernimmt das ja HubeBube das alles zu testen.

  • Dafür gibt es bereits einen Präzedenzfall. DOCSIS.

    Und das funktioniert gut bei vielen hundert Haushalten am gleichen Medium.

    Lasst euch mal nicht bange machen von den Märchen.

    Wenn selbst die Telekom, die nicht als besonders progressiv gilt, hier Vorreiter ist, sollte man hellhörig werden.

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  • Selbst F Stecker vom Koaxialkabel sind erheblich robuster. Bis kürzlich war auch ein gratis Kabelrouter üblich, den haben die meisten DAUs genommen.

    Gratis Router kenne ich jetzt von keinem großen Glasfaseranbieter. Lest mal die Rezensionen auf Amazon. Da freut sich zB ein Kunde wie schlau er ist, er hat die Automatik beim WLAN abgeschaltet und den noch freien Kanal 2 im 2,4er WLAN manuell eingestellt, das WLAN in seiner Nachbarschaft sei so überlastet, mit Stolz berichtet er diese Einstellung im Fritzboxmenü gefunden zu haben. I mean... ne, ich will am liebsten solchen Leuten gar nichts ermöglichen und denen nur das WLAN Passwort geben und viel Spaß ||

    Genauso wie beim versauten WLAN in der Nachbarschaft betrifft Gemurkse am GPON eben nicht nur denjenigen und die Freiheit des Einzelnen endet dort wo er die Connection des anderen stört, liebe Libertäre des Forums.

  • Dazu kann ich nur sagen, das es sehr wohl möglich ist und in dem ITU-T Regelwerk bzw. den Anhängen hierzu verfahrensweisen aufgezeigt werden, wie eine Rogue Detection realisiert werden kann und natürlich kann und darf ein Betreiber einzelne störende Geräte im GPON isolieren.

    Das oft gehörte Argument, das ein starker Laser ein ganzes Segment blockieren kann ist an den Haaren herbeigezogen. So ein Gerät entspricht nicht den Vorgaben und darf nicht ans Netz. Die Regularien hierfür sind europaweit gleich (GEREK). Mit dem nicht zulässigen Argument kann ich auch die Teilnahme von pinkfarbenen Fahrrädern am öffentlichen Straßenverkehr verbieten, es kann ja zu Unfällen auf einer asphaltfarbenen Fahrbahn kommen. Nur asphaltfarbene Fahrräder des Straßenbauers dieses Abschnittes der Fahrbahn sind zuverlässig unfallfrei unterwegs.

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  • Es darf so vieles nicht und es wird gemacht. Dem Kunden ist das doch total egal. Wenn er zB einen Nachbau einen bekannten Hersteller für 1/5 der Markenhersteller bekommen kann. Da ist ihm das auch sowas von egal das da Sachen drin sind, das Stören können.

    Und ich sage es noch mal ich hoffe auch nicht das es kommt. Aber das schlimme ist halt, es wird vieles gemacht, was die halt wollen.

    Der Kunde ist denn sowas von egal.

  • GPON ist eine uralte Technik und die Anbieter sind bestens darauf eingestellt.

    In der Stellungnahme konnten die auch keine relevanten Beispiele benennen.

    Und wenn die Telekom darin kein Problem sieht, dann muss das schon was heißen.

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  • Meiner Meinung nach liegt die Herausforderung der Provider, die Motivation des ONT-Zwanges ist, im Vendor-Lockin.

    In GPON Netzen mit ZTE OLTs unterstützt ZTE natürlich nur ONTs aus eigenem Hause, Alcatel-Lucent/Nokia OLTs besonders gut die Nokia ONTs und Huawei bleibt lieber auch alleine. Die Managementsoftware ist daher nur auf die Verwaltung von Hardware aus dem eigenen Stall ausgelegt. Muss Fremdhardware unterstützt werden, geht das nicht oder nur schwer mit dem Software-Stack des Systemlieferanten.

    Nun werden Operation Support Systems benötigt, die natürlich Geld kosten und deren Bedienung/Konfiguration auch fachkundiges Personal benötigt. Dies alles wollte man sich sparen, in dem man die Endgerätewahlfreiheit nicht für Ernst genommen hat. Seit 2016 besteht diese Verpflichtung und man wäre gut beraten gewesen, diese Verpflichtung auch in die Systeme zu implementieren. Das haben die Provider nicht getan, lediglich. DTAG und DG haben nachgeliefert. Von anderen Anbietern sind mir die Self-Provisioning Portale nicht bekannt.

    Glücklicherweise haben etliche Kunden gegen diese Selbstherrlichkeit der Provider aufbegehrt, dies hat letztlich zu der aktuellen Situation geführt. Die BNetzA und der Verbraucherschutz sehen genauer hin und die TK-Provider sind unter Zugzwang.

    Anstatt jedoch die Flucht nach vorne im Sinne des Kunden anzutreten, wird versucht via Allgemeinverfügung den Status-Quo zu wahren.

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  • Es darf so vieles nicht und es wird gemacht. Dem Kunden ist das doch total egal. Wenn er zB einen Nachbau einen bekannten Hersteller für 1/5 der Markenhersteller bekommen kann. Da ist ihm das auch sowas von egal das da Sachen drin sind, das Stören können. ...

    Der Kunde ist denn sowas von egal.

    Dem ist das so lange egal, bis die BNetzA bei ihm auftaucht, das störende Gerät einzieht und Strafen gegen den Betreiber verhängt, weil dieser ein nicht konformes Gerät betrieben hat.

    Dann war die Ersparnis nämlich negativ!

  • Wieso bleiben wir nicht einfach bei realistischen Szenarien?

    Das wären zum Beispiel Fritzboxen 55x0 und GPON-SFPs.

    Also exakt so, wie es bei VDSL und DOCSIS gut funktionierende Praxis ist.