Glasfaser in Celle (SVO)

  • Wenn im PoP 500kW Abwärme anfallen, sehe ich eigentlich gar keine andere Möglichkeit als die Einspeisung in ein Fernwärmenetz, oder vielleicht ein angeschlossenes Schwimmbad. ;)

    Die typischen GPON-SFPs werden deutlich wärmer als AON-SFPs. Außerdem ist die Hürde für eine Integration in einen Router höher als bei AON. Allgemein stört mich aber dieses "spart Strom" Argument, wenn es um so kleine Einsparungen geht. Das ist die selbe Sorte Unsinn, wie immer noch Lebenszeit darauf zu verschwenden, täglich Geräte von Hand an- und auszuschalten, um den Standbyverbrauch zu senken. Selbst wenn GPON als Gesamtsystem etwas stromsparender als AON wäre, was ich nicht glaube, dann wären andere Argumente trotzdem deutlich gewichtiger als der Stromverbrauch. Soll der Provider lieber ein Balkonkraftwerk auf den PoP schrauben als mir GPON mit Umweltschutz zu verkaufen. Die Provider wissen, dass die Kunden lieber AON hätten, also ist jedes Argument für GPON recht.

  • Wenn im PoP 500kW Abwärme anfallen, sehe ich eigentlich gar keine andere Möglichkeit als die Einspeisung in ein Fernwärmenetz, oder vielleicht ein angeschlossenes Schwimmbad. ;)

    Die typischen GPON-SFPs werden deutlich wärmer als AON-SFPs. Außerdem ist die Hürde für eine Integration in einen Router höher als bei AON. Allgemein stört mich aber dieses "spart Strom" Argument, wenn es um so kleine Einsparungen geht. Das ist die selbe Sorte Unsinn, wie immer noch Lebenszeit darauf zu verschwenden, täglich Geräte von Hand an- und auszuschalten, um den Standbyverbrauch zu senken. Selbst wenn GPON als Gesamtsystem etwas stromsparender als AON wäre, was ich nicht glaube, dann wären andere Argumente trotzdem deutlich gewichtiger als der Stromverbrauch. Soll der Provider lieber ein Balkonkraftwerk auf den PoP schrauben als mir GPON mit Umweltschutz zu verkaufen. Die Provider wissen, dass die Kunden lieber AON hätten, also ist jedes Argument für GPON recht.

    Das nächste Argument ist, bei AON geht nur 1Gbit/s. Ja. Symetrisch. Also genau so, wie üblicherweise im LAN einer Firma. Aber mehr geht von der Faser z.B. als 10GBase-LR eben auch.

  • Wenn Sie eine Fritzbox mit direktem Glasfaseranschluss (5530/5590) nutzen möchten stellen wir Ihnen auf Anfrage einen passiven Netzanschluss anstatt des regulären aktiven Anschlusses zur Verfügung.

    Warum muss man hier den Anschluss "umstellen"? Beide Fritzen können doch sowohl mit aktiven als auch mit passiven Anschlüssen umgehen? Mit der 7590 habe ich echt ein Störgefühl. Was soll so ein Murks?

    So wie ich das lese wird bei dem aktiven Netzanschluss bei dir ein ONT montiert (aktiv = benötigt Stromanschluss), beim passiven Netzanschluss wird nur eine Gf-TA Dose installiert, an dem in deinem Fall eine FRITZ!Box mit AON oder GPON SFP-Modul angeschlossen wird. Über die Art der Topologie sagt das zitierte Schreiben gar nichts aus.

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  • Das nächste Argument ist, bei AON geht nur 1Gbit/s. Ja. Symetrisch. Also genau so, wie üblicherweise im LAN einer Firma. Aber mehr geht von der Faser z.B. als 10GBase-LR eben auch.

    AON geht deutlich mehr, gibts z.b. 24x 10GE Karten oder 2x 100GE Karten für OLTs

    Oder nimmst halt Switche mit N-Ports

  • Allgemein stört mich aber dieses "spart Strom" Argument, wenn es um so kleine Einsparungen geht. Das ist die selbe Sorte Unsinn, wie immer noch Lebenszeit darauf zu verschwenden, täglich Geräte von Hand an- und auszuschalten, um den Standbyverbrauch zu senken. Selbst wenn GPON als Gesamtsystem etwas stromsparender als AON wäre, was ich nicht glaube, dann wären andere Argumente trotzdem deutlich gewichtiger als der Stromverbrauch. Soll der Provider lieber ein Balkonkraftwerk auf den PoP schrauben als mir GPON mit Umweltschutz zu verkaufen. Die Provider wissen, dass die Kunden lieber AON hätten, also ist jedes Argument für GPON recht.

    Faktor 4 bei den Stromkosten ist für dich nichts ?

    Und da sind, wie @patrickhanft schon richtig sagte, noch keine Energie- und Anschaffungskosten für die Kühlung, die bei einer entsprechenden Portdensity notwendig wird, enthalten.

    Link zur Studie: https://studylib.net/doc/25528667/studie-gpon

  • Faktor 4 bei den Stromkosten ist für dich nichts ?

    Und da sind, wie @patrickhanft schon richtig sagte, noch keine Energie- und Anschaffungskosten für die Kühlung, die bei einer entsprechenden Portdensity notwendig wird, enthalten.

    Link zur Studie: https://studylib.net/doc/25528667/studie-gpon

    Also. Ein AON Port verbraucht auf beiden Seiten 1,9W. Mit dem Switch oder ohne?

    Ein GPON Port verbraucht auf Provider Seite 11,51W. Mit der Rechenleistung davor oder ohne?

    Wie Du auf die 0,44W bei den Teilnehmern kommst kann ich nicht nachvollziehen. ONT im Internet fand mit 12V 0,5A Spannungsversorgung, also max. 6W.

    Ich stelle mir die Frage, wer die Studie in Auftrag gegeben hat.

    Und noch etwas: die erhöhten Support-Kosten für die GPON Anschaltung nach TKG (passive Schnittstelle!) nicht vergessen.

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  • Faktor 4 bei den Stromkosten ist für dich nichts ?

    "Nichts" habe ich nicht gesagt, aber der Unterschied ist absolut gesehen klein und wird vom Mehrverbrauch auf Kundenseite praktisch zunichte gemacht. Selbst wenn die Einsparung absolut in der genannten Höhe auch bei einer Betrachtung des Gesamtsystems erhalten bliebe, wären knapp 3€ Einsparung im Jahr für mich kein Argument, das mich von AON zu GPON treiben würde. Lass mir die Wahl, dann zahle ich die 25ct/Monat mehr für AON.

    Wie Du auf die 0,44W bei den Teilnehmern kommst kann ich nicht nachvollziehen.

    Ein GPON-Port braucht viel mehr Strom, aber bedient auch viel mehr Kunden. In der Studie sind das 11,51W für durchschnittlich 26 Kunden, also 0,44W ISP-seitig pro Kunde. Der Stromverbrauch der Endgeräte auf Kundenseite wurde nicht berücksichtigt. U.a. deshalb höre ich mir nicht gerne an, GPON wäre stromsparender und deshalb umweltfreundlicher als AON.

    Aber auch eine kleine Senkung des ISP-seitigen Stromverbrauchs ist für ISPs natürlich vorteilhaft. Dass der Kunde dafür etwas mehr verbraucht, stört den ISP nicht.

    Man sollte auch daran denken, dass es zwei Welten gibt: Die Telecoms-Welt und die Netzwerker-Welt (ITU vs. IETF). GPON ist "typisch Telecom": Bürokratie. Ein komplexes System zur Verwaltung von gerade genug Leistung. AON ist typisch Netzwerker: Pragmatismus. Klotzen statt Kleckern.

  • Also. Ein AON Port verbraucht auf beiden Seiten 1,9W. Mit dem Switch oder ohne?

    Ein GPON Port verbraucht auf Provider Seite 11,51W. Mit der Rechenleistung davor oder ohne?

    Wie Du auf die 0,44W bei den Teilnehmern kommst kann ich nicht nachvollziehen. ONT im Internet fand mit 12V 0,5A Spannungsversorgung, also max. 6W.

    Ich stelle mir die Frage, wer die Studie in Auftrag gegeben hat.

    Und noch etwas: die erhöhten Support-Kosten für die GPON Anschaltung nach TKG (passive Schnittstelle!) nicht vergessen.

    Wenn du dir die verlinkte Studie durchlesen möchtest, da stehen sämtliche Randbedingungen, die gelten, drin. Auch wer die Studie in Auftrag gegeben hat. Im vorliegenden Fall sind die Supportkosten zu vernachlässigen, wenn man beim Ausbau 32 mio € sparen kann. OPEX ist da noch gar nicht betrachtet, der ebenfalls wesentlich höher liegt (siehe oben, Faktor 4, mindestens).

    Zur Studie des Breko sei noch anzumerken, das wir z.B. 16-Port Shelfs mit 16-Port GPON-Karten verbauen können:

    Damit wäre, mit einem Split von 1:32, 8192 Kunden möglich, was die Effizienz weiter steigern würde.

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  • Ich hatte schon vorher erwähnt, dass GPON häufiger verhindert, dass Kunden ihr eigenes Endgerät nutzen. Mit AON ist es viel einfacher, einen Router mit integriertem Glasfaserinterface zu verwenden, und das AON Glasfaserinterface verbraucht auch weniger Strom. Der Vergleich eines GPON-ONTs mit einem Genexis Fibertwist AON-ONT ist deshalb nicht ganz ehrlich. Der Fibertwist ONT ist außerdem faktisch ein abgespeckter Router. Es ist kein einfacher Medienkonverter. Darauf läuft ein OpenWRT.

    Auch wenn man nur die ISP-Seite betrachtet, ist die Stromeinsparung nicht gewaltig. Es geht um knapp 2W pro Kunde, selbst mit Kühlungsbedarf. Wenn mir jemand erzählt, ich soll statt AON lieber GPON nehmen, um der Umwelt etwas gutes zu tun, dann denke ich mir meinen Teil, aber ernst kann ich das nicht nehmen. Es ist ein unredlicher Versuch, das Umweltbewusstsein der Kunden auszunutzen. Bitte seid so ehrlich und sagt einfach, dass die Geldgeber sich für die billigere Technik entschieden haben.

    Das Hauptproblem mit GPON ist, dass es zum Überbuchen verleitet. Weil die Schnittstelle schnell ist, mit 2,5Gbit/s sogar schneller als GbE, kann man auf dem Papier schnelle Tarife anbieten, aber wehe, wenn die Kunden die auch nutzen.

  • I

    Das Hauptproblem mit GPON ist, dass es zum Überbuchen verleitet. Weil die Schnittstelle schnell ist, mit 2,5Gbit/s sogar schneller als GbE, kann man auf dem Papier schnelle Tarife anbieten, aber wehe, wenn die Kunden die auch nutzen.

    Das ist auch war mir beim Einlesen in GPON negativ aufgefallen ist, vor allem wenn man einen 1G/1G Tarif bucht: Da könnte ich als Einzelner den Upstream (fast) monopolisieren und die anderen Kunden ausbremsen. Was wenn ich das nicht nur 4-5 Minuten pro Tag mache, sondern 24/7 so wie ich es bezahle?

  • Ich hatte schon vorher erwähnt, dass GPON häufiger verhindert, dass Kunden ihr eigenes Endgerät nutzen. Mit AON ist es viel einfacher, einen Router mit integriertem Glasfaserinterface zu verwenden, und das AON Glasfaserinterface verbraucht auch weniger Strom. Der Vergleich eines GPON-ONTs mit einem Genexis Fibertwist AON-ONT ist deshalb nicht ganz ehrlich. Der Fibertwist ONT ist außerdem faktisch ein abgespeckter Router. Es ist kein einfacher Medienkonverter. Darauf läuft ein OpenWRT.

    Auch wenn man nur die ISP-Seite betrachtet, ist die Stromeinsparung nicht gewaltig. Es geht um knapp 2W pro Kunde, selbst mit Kühlungsbedarf. Wenn mir jemand erzählt, ich soll statt AON lieber GPON nehmen, um der Umwelt etwas gutes zu tun, dann denke ich mir meinen Teil, aber ernst kann ich das nicht nehmen. Es ist ein unredlicher Versuch, das Umweltbewusstsein der Kunden auszunutzen. Bitte seid so ehrlich und sagt einfach, dass die Geldgeber sich für die billigere Technik entschieden haben.

    Das Hauptproblem mit GPON ist, dass es zum Überbuchen verleitet. Weil die Schnittstelle schnell ist, mit 2,5Gbit/s sogar schneller als GbE, kann man auf dem Papier schnelle Tarife anbieten, aber wehe, wenn die Kunden die auch nutzen.

    Ich frage mich, was du an Technik hinter einem AON-Anschluss erwartest. Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Chassis-System, in dem 10 Gigabit-Linecards mit 20x CSFP stecken, also bis zu 400 Kunden angeschlossen werden und dann dieses System mit bestenfalls 2x 10GB Uplink (meist eher 1x 10GB Uplink) betrieben wird (und das sind die neueren Chassis-Generationen, da sehe ich teilweise noch ältere im Einsatz mit einer Backplane, die teilweise nur 2Gig pro Linecard beherrscht), oder einem 2HE GPON/XGS-Combo-OLT, auf dem bis zu 16x GPON/XGS-PON Kombo-Optiken z.B. in 1:32er-Konfiguration (aber meinetwegen auch 1:64er) unterwegs sind, das typischerweise mit 100G angebunden wird, nehme ich gerne letzteres. Überbuchen kann man AON nämlich auch sehr exzellent – und dafür gibt es in der Aggregationsebene wegen der größeren Anzahl an benötigten aktiven Komponenten mit ihrem Port- und Faserbedarf auch noch einen ordentlichen Anreiz.

    Die 2 Watt sind halt im PoP gerade nicht vernachlässigbar (auch wenn zugegeben auf hunderte Watt und nicht hunderte kW summiert) und die Ersparnis, die du im direkten Vergleich einer aktiven Optik mit einem in SFP-Größe geschrumpften kompletten ONT siehst, da würden mich Zahlen im Detail doch noch interessieren, bevor ich mir dann den Stromverbrauch der Bestandsrouter ansehe, die alle mit SFP-Port kommen (so wie mein Edgerouter 4 z.B., der sowieso schon mit 13W zu Buche schlägt und deshalb garantiert nicht die Wahl der großen Masse darstellt, die angeblich alle schon Hardware mit SFP-Slot zu Hause haben). Weil richtig ernst nehmen kann ich diese Behauptung, dass es genau das ist, was die breite Masse an umweltbewussten Routerfreiheitskunden einsetzt, um Strom zu sparen, dann auch nicht so richtig. Und seien wir ehrlich: Am Ende bezahlt der Kunde auf beiden Seiten den Energieverbrauch, tun wir also nicht so, dass die Einsparung im PoP nur dem Provider nützt.

    Habe heute noch ein Adtran-ONT im Lab gemessen, da lag ich bei 2,9W (zugegeben ohne große Last), worauf sicherlich kein OpenWRT läuft, aber ehrlicherweise hängt ein solches Genexis-Gerät ja oft auch deshalb im Keller, weil da das Kabelfernsehen rausfällt und damit komme ich beim besten Willen in der Masse nicht auf eine angebliche Ersparnis beim Stromverbrauch durch AON beim Kunden, die den Mehrverbrauch im PoP rechtfertigt. Auf der anderen Seite ist es wiederum so, dass der Einsatz eines ONT vielen Kunden gerade erst erlaubt, ihren Bestandsrouter weiter betreiben zu können, weil sie dann eben eine Schnittstelle nutzen, die ihr bestehendes Endgerät bereits besitzt. Was du selbst in diesem Forum Menschen auch immer wieder auch als völlig legitime Lösung nahegelegt hast.

    Ja, die passive Technik ist billiger, wird dafür aber mit XGS-PON in der nächst-leistungsfähigeren Generation schneller bezahlbar. Den Provider, der seine Kunden mit aktiver Technik in Deutschland an 10G hängt, sehe ich auf absehbare Zeit wiederum nicht. Lustigerweise hat ein schwedischer Hersteller, der sich genau auf solche aktive Technik spezialisiert hat, bei seinen 10G-Modellen im Uplink auch nur 10G vorgesehen. So wild ist das mit der Überbuchung am Ende wohl auch gar nicht, wenn man nicht gerade hunderte Kunden in seinem DOCSIS-Segment hat.

    Ich sehe jedenfalls mehrere Provider unter unseren Kunden, die derzeit aktives Ethernet einsetzen, aber sehr ernsthaft über GPON (bzw. langfristig gerade für Gigabit-Geschwindigkeiten und darüber dann eher über XGS-PON) nachdenken, weil sie eher von Stromersparnis von um die 70% sprechen – und außerdem eben weniger Rackspace in den PoPs.

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  • GPOPN? Alles kein Problem, so lange die Netzbetreiber/Provider sich an das TKG halten. Und zwar strickt!

    D.h. Passiver Abschluß als Standardlösung und alle, und zwar wirklich alle, Informationen bereitzustellen, die der Kunde zum Betrieb seines eigenen Gerätes an der passiven Schnittstelle benötigt.

    Und das betrifft eben auch die Info, welche Angaben zur Registrierung beim Provider in welcher Form (Sedezimal, ASCII, mit Länge etc.) zu nennen oder einzustellen sind. Also Modem ID, VLAN ID SIP Daten etc.

    Alles, was zum korrekten und fehlerfreien Betrieb notwendig ist (§73 Abs.3, Satz 3). Und zwar unaufgefordert und in jedem Fall!

    Und leider fehlt im TKG die Strafandrohung wegen Verstoß gegen §73 Abs. 1, Satz 2 die auch 100.000 EUR je Fall betragen sollte.

  • D.h. Passiver Abschluß als Standardlösung und alle, und zwar wirklich alle, Informationen bereitzustellen, die der Kunde zum Betrieb seines eigenen Gerätes an der passiven Schnittstelle benötigt.

    Was nur leider überhaupt nicht hilft, da der Kunde ja auch seinerseits Informationen für die Registrierung aus seinem Endgerät braucht, und da überhaupt nicht sichergestellt ist, dass er sie bekommt. Häufig wissen die Kunden auch nicht, wie sie die erforderlichen Daten aus ihrem Modem herausbekommen. Und dafür kann man kaum den Provider verantwortlich machen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: es fehlt nach wie vor die standardisierte Schnittstelle für die Registrierung eines ONTs am OLT. Punkt. Solange es das nicht gibt, ist das TKG ein Papiertiger. Die Normungsarbeitsgruppen haben einfach nicht damit gerechnet, dass es sowas wie das deutsche TKG gibt, dass einen passiven Abschluss fordert, und die ganzen Prozesse auf eine vom Provider gestellte Kombination aus ONT und OLT ausgerichtet. Die Kundin hat dann RJ45 Ethernet für den Anschluss der Geräte ihrer Wahl.

    Alternative wäre, dass wir die Provider gesetzlich dazu verpflichten, AON zu machen. Da erledigt sich der ganze Registrierungskrempel.

  • GPOPN? Alles kein Problem, so lange die Netzbetreiber/Provider sich an das TKG halten. Und zwar strickt!

    D.h. Passiver Abschluß als Standardlösung und alle, und zwar wirklich alle, Informationen bereitzustellen, die der Kunde zum Betrieb seines eigenen Gerätes an der passiven Schnittstelle benötigt.

    Und das betrifft eben auch die Info, welche Angaben zur Registrierung beim Provider in welcher Form (Sedezimal, ASCII, mit Länge etc.) zu nennen oder einzustellen sind. Also Modem ID, VLAN ID SIP Daten etc.

    Alles, was zum korrekten und fehlerfreien Betrieb notwendig ist (§73 Abs.3, Satz 3). Und zwar unaufgefordert und in jedem Fall!

    Und leider fehlt im TKG die Strafandrohung wegen Verstoß gegen §73 Abs. 1, Satz 2 die auch 100.000 EUR je Fall betragen sollte.

    Dafür gibt es Schnittstellenbeschreibungen, die allerdings nur für Hersteller von Kommunikationsendgeräten relevant sind. Im Regelfall fragst du also den Hersteller deines gewünschten ONTs, ob er an einem Anschluss von Provider XY kompatibel ist. Im Normalfall werden das die Glasfaserrouter von AVM sein. Es kam ja in der Vergangenheit durchaus vor, das Endgeräte von Providern aufgrund fehlerhafter Parameter bei der Übermittlung (s. Ablehnung der Provisionierung des TC4400 im DOCSIS-Netz der Vodafone mit spezifischen Softwareständen aufgrund eines fehlerhaft übermittelten ASCII-Zeichens) nicht freigeschaltet wurden.

    Alle anderen Daten (SIP, evtl. PPPoE Zugangsdaten, VLANs etc.) werden doch idr an den Endkunden herausgegeben ?

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  • Was nur leider überhaupt nicht hilft, da der Kunde ja auch seinerseits Informationen für die Registrierung aus seinem Endgerät braucht, und da überhaupt nicht sichergestellt ist, dass er sie bekommt. Häufig wissen die Kunden auch nicht, wie sie die erforderlichen Daten aus ihrem Modem herausbekommen. Und dafür kann man kaum den Provider verantwortlich machen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: es fehlt nach wie vor die standardisierte Schnittstelle für die Registrierung eines ONTs am OLT. Punkt. Solange es das nicht gibt, ist das TKG ein Papiertiger. Die Normungsarbeitsgruppen haben einfach nicht damit gerechnet, dass es sowas wie das deutsche TKG gibt, dass einen passiven Abschluss fordert, und die ganzen Prozesse auf eine vom Provider gestellte Kombination aus ONT und OLT ausgerichtet. Die Kundin hat dann RJ45 Ethernet für den Anschluss der Geräte ihrer Wahl.

    Alternative wäre, dass wir die Provider gesetzlich dazu verpflichten, AON zu machen. Da erledigt sich der ganze Registrierungskrempel.

    Nicht wirklich. Der finanzielle Druck der Strafandrohung sollte genügen. Wenn dann noch der Verstoß gegen §73 Abs. 1 TKG Strafbewehrt wird, dürfte die Last wohl groß genug sein sich zu kümmern.

    Es sollten nur mal Strafen verhängt werden, damit die Provider lernen, dass das kein Spaß ist.

  • Nicht wirklich. Der finanzielle Druck der Strafandrohung sollte genügen.

    Weil eine deutsche BNetzA den Larry macht und einigen Providern Strafe androht? Das verursacht den Telekommunikationsriesen wie Huawei nicht mal ein Jucken in der Hose.

    Fehlende technische Spezifikation kannst du durch Strafandrohung nicht ersetzen. Das ist vielleicht der feuchte Traum eines Juristen, aber in der Praxis schlicht nicht durchsetzbar. Am Ende müsste die BNetzA alle deutschen Provider in den Ruin bestrafen, denn das TKG wird in voller Ausprägung an keinem einzigen deutschen GPON Anschluss erfüllt. Auch die Telekom kann nur ausgewählte GPON Modems in ihr Netz lassen, nicht alle.

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  • Weil eine deutsche BNetzA den Larry macht und einigen Providern Strafe androht? Das verursacht den Telekommunikationsriesen wie Huawei nicht mal ein Jucken in der Hose.

    Fehlende technische Spezifikation kannst du durch Strafandrohung nicht ersetzen. Das ist vielleicht der feuchte Traum eines Juristen, aber in der Praxis schlicht nicht durchsetzbar. Am Ende müsste die BNetzA alle deutschen Provider in den Ruin bestrafen, denn das TKG wird in voller Ausprägung an keinem einzigen deutschen GPON Anschluss erfüllt. Auch die Telekom kann nur ausgewählte GPON Modems in ihr Netz lassen, nicht alle.

    Den Herstellern im ersten Augenblick möglicherweise nicht. Den Providern schon, wenn sie Probleme beim Einsatz des Equipments haben. Dann wählen sie evtl. einen anderen Hersteller ... Und dann trifft es den Hersteller schon.

  • Dann wählen sie evtl. einen anderen Hersteller ... Und dann trifft es den Hersteller schon.

    Der die Provider aber ebenfalls nicht vor Strafe schützt, da auch er die fehlenden Spezifikationen nicht ersetzen kann.

    Wie gesagt, im Moment hätte die BNetzA nur die Möglichkeit, alle deutschen GPON Betreiber in den Ruin zu bestrafen. Völlig egal, auf welchen Hersteller sie setzen. Das TKG ist in der momentanen Fassung mit GPON nicht erfüllbar.