Gelöst: Fritz Box 5590 an AON Deutsche Glasfaser

  • Was aus diesem Passus erfüllt die DG denn nicht? Wenn der Kunde ein eigenes Gerät betreiben will - egal ob am ONT oder am passiven Anschluss - bekommt er die Daten.

    Sorry, aber sich über den Prozess noch zu beklagen, ist Korinthenkackerei. Da haben wir andere Fälle in Deutschland, da wäre es nötiger. Ab einem gewissen Grand ist es nicht verboten, auch mal den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und beurteilen, welchen Unterschied es in der Praxis für den Kunden am Ende noch macht.

  • Naja, offensichtlich ist der "unaufgefordert [...] bei Vertragsschluss" Teil nicht erfüllt, wenn man einen Router von der DG verwendet. Der "bei Bedarf" Ablauf bei der DG ist ein Artefakt der Unterscheidung zwischen Providerrouter und kundeneigenem Router, die auch sonst problematisch ist. Deshalb finde ich durchaus, dass die DG eine Erinnerung gebrauchen könnte, dass alle Informationen zum Anschluss von eigenen Endgeräten unaufgefordert bereitgestellt werden müssen. Das würde z.B. auch die Information über VLANs betreffen und schließt eigentlich die Erfordernis aus, dass DG den Anschluss für einen kundeneigenen Router umstellt.

  • Was aus diesem Passus erfüllt die DG denn nicht? Wenn der Kunde ein eigenes Gerät betreiben will - egal ob am ONT oder am passiven Anschluss - bekommt er die Daten.

    Sorry, aber sich über den Prozess noch zu beklagen, ist Korinthenkackerei. Da haben wir andere Fälle in Deutschland, da wäre es nötiger. Ab einem gewissen Grand ist es nicht verboten, auch mal den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und beurteilen, welchen Unterschied es in der Praxis für den Kunden am Ende noch macht.

    Gesunder Menschenverstand? Es dem Kunden nach Gesetz am einfachsten zu machen. Einstöpseln und geht. Und zwar mit kundeneigenem Equipment! Und wenn z.B. AON dafür die Lösung wäre, dann sagt der gesunde Menschenverstand, das der Provider lieber AON verbaut hätte!

    Welchen Unterschied macht es dann für die DG, sich grundsätzlich an das Gesetz zu halten und die Zugangsdaten jedem Kunden detailliert und unaufgefordert zur Verfügung zu stellen?

    Ebenso ihre Prozesse grundsätzlich auf "kundeneigener Router" einzustellen, egal ob dieser Router gekauft oder gemietet ist? Dann bräuchte man diese Diskussion nämlich nicht.

    Aber das lernen die Provider, insbesondere mit GPON, nicht, weil es für sie nämlich umständlich wird.

    Das was man bei der Technik einspart (AON versus GPON) muss man dann in den Prozess investieren. Dann steigt die Zeitspanne bis zum erreichen des RoI eben an ...

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  • Ich warte auf den Zeitpunkt, das bei Endgeräten in AON-Topologien eine Authentifizierung notwendig wird, damit endlich die Topologie A ist besser als Topologie B Diskussion, auch wenn sie hier nur angedeutet wird, endet.

  • Was die GPON vs. AON Diskussion angeht, bin ich da ja einer Meinung mit dir.

    In der Praxis muss der Kunde doch bei der Bestellung angeben, ob er den DG Router mitbestellt, oder nicht. Das muss er machen, vollkommen egal, ob er im Hintergrund dadurch einen anderen Prozess auslöst. Das Ergebnis für den Kunden ist am Ende in der Praxis absolut identisch! Im einen Fall nutzt er seinen eigenen Router und muss die Daten von Hand eintragen, im anderen Fall nutzt der den DG Router und der richtet sich von allein ein. Es ist Sch...egal, wie man den Modus dahinter nun nennt. Wer sich nicht im Detail mit der Technik auseinandersetzt, der bemerkt es nicht.

    Wie ich hier schon an verschiedenen Stellen angemerkt habe, kann man sich über sowas aufregen. Man kann seine Energie aber auch für sinnvolle Dinge einsetzen => gesunder Menschenverstand. Ab einem gewissen Punkt hat es einfach keinen Zweck mehr.

    Diskussion beendet. Glaubt mir, ihr werdet es nicht schaffen, mich diesbezüglich von der Unpraktikabilität des DG Vorgehens zu überzeugen. Da könnt ihr noch so viel mit Juristendeutsch kleinkariert argumentieren.

  • mit Juristendeutsch kleinkariert argumentieren

    Große Worte in einem Thema, das nur deswegen existiert, weil die DG verschiedene Anschlusskonfigurationen hat und das nicht ordentlich dokumentiert.

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  • ... für die es technisch sehr gute Begründungen gibt. Rein aus QoS Sicht müsste man nur DG Router Anschlüsse bauen - leider kann man die manuelle Einrichtung keinem Kunden zumuten. Tja, schade, dass die Gesetzgebung mal wieder die technischen Möglichkeiten ausbremst.

  • Es fängt doch schon mit dem ersten Wort an. „Notwendig“

    Ist es Notwendig, wenn man von der DG den Router bekommt? Nein.

    Bestellt man den Kundeneigenen Router bekommt man doch unaufgefordert die Daten.

  • Nein, das Gesetz ist eindeutig. Die "notwendigen" Informationen zum Anschluss von "Telekommunikationsendeinrichtungen" sind nicht nur die für die Providergeräte notwendigen Informationen sondern allgemein die für den Anschluss von Endgeräten notwendigen Informationen, und die müssen "unaufgefordert" und "bei Vertragsschluss" zur Verfügung gestellt werden. Wenn du einen Vertrag mit der DG hast, musst du auch mit Mietrouter eigentlich alle Informationen haben, um deinen eigenen Router anschließen zu können, und nicht erst bei der DG danach fragen müssen oder irgendetwas beauftragen müssen.

    Diese Konstruktion mit der Anschlussumstellung ist eine Extrawurst, die sich die DG leistet, und das verursacht immer wieder Probleme, weil Kunden das einfach nicht wissen, und z.B. einen Mietrouter mitbestellen, um im Supportfall ein Providergerät zu haben, aber dann mit dem eigenen Router nicht ins Internet kommen, weil diese Anschlussunterscheidung eben nicht dokumentiert ist. Andere haben den Mietrouter bestellt und zunächst benutzt, aber dann gemerkt, dass der einfache Mietrouter ziemlicher Mist ist. Die laufen dann mit einem eigenen Router in das selbe Problem, weil das nicht dokumentiert ist. Ist es wirklich so ein Problem, diese Informationen bereitzustellen, und muss man wirklich den eigentlich klaren Gesetzestext in Frage stellen, um das echte und ständig wiederkehrende Probleme verursachende Verhalten in Schutz zu nehmen?

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  • Ich bin kein Fan von übertriebener Hervorhebung, aber vielleicht war ich nicht deutlich genug:

    Das Problem ist nicht, dass die Konfiguration so ist, sondern dass das nicht dokumentiert ist, und mehr als Dokumentation verlangt das Gesetz auch nicht. Es geht um die Informationen, die man braucht, um eigene Geräte anzuschließen.

    Die "technischen Vorteile" rechtfertigen kein rechtswidriges Verhalten, weil man die selben technischen Vorteile auch legal haben kann.

  • Das hatten wir schon. Neben dem Umstand, dass die meisten Router die zusätzliche VLAN ID für Telefonie gar nicht unterstützen, wäre es auch für die Kunden nicht zumutbar, diese händisch zu konfigurieren.

    Ich schrieb ja, man kann auf Paragraphen herumreiten. Oder man löst es pragmatisch. Mit Paragraphenreitern komme ich nie auf einen grünen Zweig, weil sie einfach jeden lösungsorientierten Ansatz zugunsten eines (von einem Ahnungslosen) geschriebenen Wortes opfern - koste es, was es wolle.

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  • Man könnte alles so lassen, wie es ist, und einfach die gesetzlich verlangten Informationen bereitstellen. Das wäre dann eine strikt bessere Situation als jetzt. Alles was jetzt geht, ginge dann auch, aber der ISP verhielte sich damit gesetzeskonform und der technisch versierte Kunde könnte z.B. die technischen Vorteile der "DG-Router Konfiguration" auch mit einem eigenen Router nutzen. Das Gesetz verlangt nur Informationen, nicht dass der Anschluss mit jedem Feld-, Wald- und Wiesenrouter nutzbar ist.

    Das ist keine Paragraphenreiterei sondern schlicht die Erkenntnis, dass ein großer Teil der Probleme mit DG Anschlüssen von der Geheimniskrämerei um die Anschlusskonfiguration produziert wird. Meine ersten Kommentare in diesem Forum waren zu der Situation, dass die Anschlüsse für kundeneigene Router mehr oder weniger zufällig eine VLAN ID verlangten, und diese Eigenschaft auch unangekündigt wechselte. Stell dir vor, du hast von diesem Parameter noch nie etwas gehört, und in der offiziellen Anleitung zur Konfiguration deines Routers wird der auch nicht erwähnt, und plötzlich funktioniert dein Anschluss nicht mehr, weil der jetzt eine VLAN ID haben will, die nicht dokumentiert ist. Es gibt kein technisches Argument auf der Welt, das so etwas rechtfertigen kann. Das war vor Jahren so und das ist jetzt noch immer so. Wenn die DG ihren Anschluss mit VLANs für Internet und Telefonie konfiguriert, dann muss sie das dokumentieren. Das ist Gesetz, aber vor allem ist es vernünftig.

  • Man könnte alles so lassen, wie es ist, und einfach die gesetzlich verlangten Informationen bereitstellen. Das wäre dann eine strikt bessere Situation als jetzt.

    Mit der Unterscheidung zwischen kundeneigener Router und DG Router? Mit Konfigurationen im DG Modus, die 80% der frei erhältlichen Router nicht unterstützen? Glaub mir, das würde noch mehr Chaos auslösen.

    Meine ersten Kommentare in diesem Forum waren zu der Situation, dass die Anschlüsse für kundeneigene Router mehr oder weniger zufällig eine VLAN ID verlangten, und diese Eigenschaft auch unangekündigt wechselte.

    Genau. Deine ersten Kommentare. Wie lange ist das her? Das war zu einer Zeit, als bei der DG der Einsatz fremder Hardware nicht vorgesehen war. Ja, nicht gesetzeskonform, aber technisch nun mal so realisiert. Sie brauchten diesbezüglich keine Rücksicht zu nehmen.

    Und wann ist es das letzte Mal vorgekommen, dass sich VLAN IDs an laufenden DG Anschlüssen einfach so verändert haben?

    Stell dir vor, du hast von diesem Parameter noch nie etwas gehört, und in der offiziellen Anleitung zur Konfiguration deines Routers wird der auch nicht erwähnt, und plötzlich funktioniert dein Anschluss nicht mehr, weil der jetzt eine VLAN ID haben will, die nicht dokumentiert ist.

    Wenn du dich an die Dokumentation und die Vorgaben der DG hältst, dann kann der Fall gar nicht vorkommen.

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  • Mit der Unterscheidung zwischen kundeneigener Router und DG Router? Mit Konfigurationen im DG Modus, die 80% der frei erhältlichen Router nicht unterstützen?

    Das ist exakt die aktuelle Situation, nur dass nicht dokumentiert ist, wie man einen eigenen Router konfigurieren müsste, oder dass man alternativ die Anschlusskonfiguration ändern lassen muss (auch um an die VoIP-Daten zu kommen).

  • Ja, natürlich kann ich mir Sonderfälle an der Haarverlängerung eines Pferdeschwanzes herbeiziehen. Aber welche praktische Relevanz hat das am Ende? Wenn ich einen DG Router habe und dafür zahle, dann kümmern die sich auch um Defekte und Reparaturen. Wie oft kommt es in der Praxis vor, dass jemand im Modus DG Router den Router tauschen will? Ich warte seit langem darauf, denn ich würde gern mal wissen, wie genau es abläuft, wenn eine Fritzbox manuell mit VLAN ID 330 für Telefonie konfiguriert ist. Wie sehen die Logmeldungen aus, in welchem IP-Bereich arbeitet das 2. VLAN? Aber ich kann dir sagen: In diesem Forum hatten wir diesen Fall noch nie.

  • Die verschiedenen Anschlusskonfigurationen hast du als Argument gebracht, weil du darin technische Vorteile siehst. Dass Kunden von DG-Router zu eigenem Router wechseln und warum man das vielleicht tun möchte, habe ich schon erwähnt und kenne auch entsprechende Fälle persönlich. Nicht mal die Tatsache, dass der offizielle Weg eine Umstellung des Anschlusses ist, ist dokumentiert. Das muss man sich irgendwo im Internet von Dritten erklären lassen. Praktisch relevant ist die fehlende Dokumentation z.B. aber auch für den Anschluss von eigenen optischen Endgeräten, weil dann kein ONT die VLAN-ID rausfiltert.

    Deinen Wunsch nach Informationen über VoIP mit kundeneigenem Router an einem Anschluss in DG-Router-Konfiguration kann dir niemand erfüllen, denn die DG rückt die VoIP-Account-Daten (rechtswidrig) nicht heraus, wenn der Anschluss für DG-Router konfiguriert ist. Das ist genau das Fehlverhalten, das du in Schutz nimmst.

    Es bereitet mir ehrlich gesagt große Verständnisschwierigkeiten, wenn jemand glaubt, weniger Dokumentation wäre besser.

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  • Dass Kunden von DG-Router zu eigenem Router wechseln und warum man das vielleicht tun möchte, habe ich schon erwähnt und kenne auch entsprechende Fälle persönlich.

    Die kenne ich auch. Genau dafür ist doch der "kundeneigene Router", und dahin wechseln sie alle.

    Praktisch relevant ist die fehlende Dokumentation z.B. aber auch für den Anschluss von eigenen optischen Endgeräten, weil dann kein ONT die VLAN-ID rausfiltert.

    Wie oft kommt das an Anschlüssen vor, die im Modus DG Router laufen? Wie gesagt, hier im Forum sucht man die Fälle vergeblich, ich warte schon lange darauf. Die werden alle auf "kundeneigener Router" umgestellt, weil da auch ein Betriebsmodus vorliegt, bei dem man keine fachspezifische Ausbildung braucht, um ihn einrichten zu können.

    Es bereitet mir ehrlich gesagt große Verständnisschwierigkeiten, wenn jemand glaubt, weniger Dokumentation wäre besser.

    Ich bin fest davon überzeugt, wenn DG eine Doku rausgeben müsste "Wenn dies, dann so einrichten, und wenn das, dann anders", dann würde das zu erheblich mehr Nachfragen und Supportfällen führen, als heute. Das würde die Leute erst recht verwirren, als wenn man ihnen klipp und klar sagt "Wir stellen deinen Anschluss um, und dann ist die Einrichtung einfach, da ist die Anleitung".

    Und NEIN: Eine Vereinheitlichung der Anschlussmodi ist KEINE Option.

  • Eins von beiden wird die DG wohl machen müssen. Dauerhaft nicht ans Gesetz halten ist nicht drin.