GF von UGG und Telekom

  • Es gehören immer zwei Seiten dazu. Auch in Langenbach überbaut die Telekom nicht, sondern hat sich den Kernort gesichert und nur die Randbezirke stehen erstmal bedeppert da.

    Wie war das: Alles oder nichts!

    Haben die Bürgermeister tatsächlich geglaubt, wenn erstmal der Kernort ausgebaut ist, würden die für den Provider unattraktiven Randgebiete (wenig Anschlüsse pro Kilometer Leitungsweg) ebenfalls erschlossen werden? Seltsame Vorstellungen im Landkreis Freising.

    Man darf natürlich auch laut fragen, warum die Allianz Versicherungen AG in dieses Glasfasergeschäft eingestiegen ist. Das war die Aussicht auf höhere Rendite bei Infrastrukturmaßnahmen als im klassischen Zinsgeschäft. Nun steigen die Zinsen und da wird mit ganz spitzer Feder gerechnet, welche Ausbaumaßnahme sich wirklich positiv für die Bilanz entwickelt. Randbezirke sicher nicht.

    Gut das es den Steuerzahler gibt, der nun für verfehlte Politik aufkommt. Es wird so kommen wie @alfalfa in #11 geschrieben hat.

  • Wieso? Wir entfernen uns ein wenig vom Thema, klar. Das Wirtschaftssystem funktioniert sehr gut, die (Partei-)Politik ist das eigentliche Problem. Sachpolitik findet nur sehr selten statt.

    Interessant ist, das von den 3,1 Mrd € bundesweiter Ausbauförderung im Jahr 2022 2 Mrd. € von der bayerischen Landesregierung bewilligt worden sind. Noch verwunderlicher ist, das 1/4 dieser Summe in den Heimatbezirk Oberpfalz des baye­rischen Finanz­ministers Albert Füra­cker geflossen sind. Das fremde Geld gibt sich immer leichter aus als das Eigene und wenn es dem Machterhalt dient, dann umso besser. Aber ich lasse es nun mal gut sein...

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  • Es gehören immer zwei Seiten dazu. Auch in Langenbach überbaut die Telekom nicht, sondern hat sich den Kernort gesichert und nur die Randbezirke stehen erstmal bedeppert da.

    Wie war das: Alles oder nichts!

    Haben die Bürgermeister tatsächlich geglaubt, wenn erstmal der Kernort ausgebaut ist, würden die für den Provider unattraktiven Randgebiete (wenig Anschlüsse pro Kilometer Leitungsweg) ebenfalls erschlossen werden? Seltsame Vorstellungen im Landkreis Freising.

    Man darf natürlich auch laut fragen, warum die Allianz Versicherungen AG in dieses Glasfasergeschäft eingestiegen ist. Das war die Aussicht auf höhere Rendite bei Infrastrukturmaßnahmen als im klassischen Zinsgeschäft. Nun steigen die Zinsen und da wird mit ganz spitzer Feder gerechnet, welche Ausbaumaßnahme sich wirklich positiv für die Bilanz entwickelt. Randbezirke sicher nicht.

    Gut das es den Steuerzahler gibt, der nun für verfehlte Politik aufkommt. Es wird so kommen wie @alfalfa in #11 geschrieben hat.

    Da sollten der BM und der Ortsrat/Breitbandbeauftrage mal die Bürger ansprechen und aushorchen, die dann nicht versorgt werden sollen, also die in den Nichtausbaubereichen wohnen. Insbesondere, wenn es derzeit überhaupt keinen Ausbau dort gibt. Die Bürger anhalten, meinetwegen auch mit Unterstützung von freiwillgen Fachleuten, Breitbandmessungen nach BNetzA zu machen und alle die Adressen sammeln, die die TKMV nicht erfüllen. Und für diese Adressen dann bei der BNetzA, mit Hinweis auf die Ausbauplanung des GF-Ausbauers, eine Unterversorgung (TKG Abschnitt 9) feststellen lassen. Möglicherweise ergibt sich dann die Chance, das die BNetzA den GF-Ausbauer gleich "weiterverpflichtet".

  • Ja schon, jedoch wer finanziert dann diesen Ausbau? Der wird sicherlich nicht ohne Steuergelder stattfinden, es "lohnt" sich ja nicht...

    Auf Rosinenpickerei darf man sich auf der Seite der Lokalpolitik nicht einlassen, gleich welcher Anbieter das ist. Dann lieber gleich in den geförderten Ausbau gehen und gerne auch die Telekom. Dies ist in meinen Augen das Unternehmen mit dem größten Know-how und dem besten Kundendienst aber bitte reguliert wie im (V)DSL Umfeld. Nach wie vor ist der Bonner Konzern ein marktmächtiges TK Unternehmen, das Bürgermeister locker über den Tisch zieht. Das sieht man ja hier in diesem Thread.

  • Bürgermeister haben nicht wirklich Möglichkeiten, dazu irgendwelche Vorschriften zu machen. Die Rahmenbedingungen werden in der Bundespolitik festgelegt, die die Telekom nach wie vor protegiert. Es wird immer genau das gefördert, was der Telekom strategisch hilft.

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  • Ja schon, jedoch wer finanziert dann diesen Ausbau? Der wird sicherlich nicht ohne Steuergelder stattfinden, es "lohnt" sich ja nicht...

    Auf Rosinenpickerei darf man sich auf der Seite der Lokalpolitik nicht einlassen, gleich welcher Anbieter das ist. Dann lieber gleich in den geförderten Ausbau gehen und gerne auch die Telekom. Dies ist in meinen Augen das Unternehmen mit dem größten Know-how und dem besten Kundendienst aber bitte reguliert wie im (V)DSL Umfeld. Nach wie vor ist der Bonner Konzern ein marktmächtiges TK Unternehmen, das Bürgermeister locker über den Tisch zieht. Das sieht man ja hier in diesem Thread.

    Wer das finanziert? Lies doch einfach den Abschnitt 9 des TKG.

  • Bürgermeister haben nicht wirklich Möglichkeiten, dazu irgendwelche Vorschriften zu machen. Die Rahmenbedingungen werden in der Bundespolitik festgelegt, die die Telekom nach wie vor protegiert. Es wird immer genau das gefördert, was der Telekom strategisch hilft.

    Das kann der BM wirklich nicht. Sollte es aber in den nicht geplanten Außenbereichen einiges unterhalb der TKMV geben, besteht eine gute Chance im Ramen des GF Ausbaus, da sollte man dann auch im Austausch mit der BNetzA darauf hinweisen, das diese Lagen nicht versorgt werden sollen, die dort mögliche Unterversorgung nach TKMV zu beheben ...

  • Wenn ich die Situation richtig verstanden habe, geht es dort nicht um Mindestversorgungsstandards. VDSL ist bereits verfügbar, und das lässt vermuten, dass dort die Vermarktung von FTTH schwierig ist, weil die Anwohner nur das Beste und das am liebsten geschenkt bekommen wollen, denn wegen VDSL hat man keine Not und keine Eile. Nach Förderung für FTTH Anschlüsse wird man trotzdem rufen, und weil die Telekom schon vor Ort ist, wird sie auch den Zuschlag dafür bekommen. So wollten es ja sowieso alle haben, und geschenkt nimmt man das doch gerne. So belohnen wir in Deutschland, wenn man sich nicht für eigenwirtschaftliche Angebote entscheidet. Schön blöd, wer bei irgendeinem dahergelaufenen Provider statt der Telekom bestellt und den Anschluss ungefördert nimmt.

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  • Interessant ist, das von den 3,1 Mrd € bundesweiter Ausbauförderung im Jahr 2022 2 Mrd. € von der bayerischen Landesregierung bewilligt worden sind.

    Auf welche Angaben beziehst Du Dich da?

    Meines Wissens hat alleine der Bund etwa 3 Mrd Euro letztes Jahr bewilligt. Die Verteilung für letztes Jahr kenne ich da nicht, aber von den 9,3 Mrd Euro, die von 2016 bis Ende 2021 bewilligt wurden gingen nur 565 Mio Euro nach Bayern (Seite 14). Alleine 5 Bundesländer kommen auf mehr als 1 Mrd Euro. Diese Gelder werden allerdings natürlich nicht von der bayerischen Landesregierung bewilligt.

    Bayern steckt auch sehr viel eigenes Geld in den Breitbandausbau (aktuell über dieses Programm). Meines Wissens mehr als die anderen Bundesländer, das dürfte auch der Grund sein warum Bayern bei der Bundesförderung in den letzten Jahren eher unterrepräsentiert war.

  • Auf welche Angaben beziehst Du Dich da?

    Das habe ich aus verschiedenen Veröffentlichungen aggregiert und dabei ist mir die Unachtsamkeit unterlaufen, die Förderung auf Bundesebene mit der Förderung aus Landesmitteln zu vermischen. Das ist natürlich nicht statthaft und mein Fehler!

    Korrekt ist jedoch die Angabe von 2 Mrd € Förderung 2022 aus Landesmitteln von denen der Bezirk Oberpfalz 456 Mio € und Nieder­bayern mit 428 Mio € die größten Brocken erhalten werden.

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  • Zum Glück ist die UGG bei uns im Ort bald fertig, zumindest hoffe ich das mal, da immer noch die Info fehlt wann die Anschlüsse aktiviert werden.

    Bin mal gespannt, ob in den anderen Gemeinden hier in der Südwestpfalz wo die UGG ausbauen will dies man Ende auch durchzieht.

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  • Und nochmals Oberbayern. Gleiches Pattern der rosa Dino fängt auch an auszubauen. Wobei man hier sagen muss, daß nach einer Infoveranstaltung und einem Verkaufsstand nichts mehr passiert ist.

    In der Nachbargemeinde gleiches Thema. Lt. Gemeindeblatt ist mittlerweile ein zweiter Anbieter aktiv bzw. mit den Gemeinderat in Gesprächen.

    Die Telekom hat auch mit Veröffentlichung der UGG Pläne angefangen ihre Werbeaktivitäten zu verstärken. Drückerkolonne mit T-Com Jacke “von der Telekom” 🤥, Postwurfsendungen und “hier Highspeed mit Glasfaser” auf den DSLAM Kästen. Halt FTTC statt FTTH. 😒

    Ich hoffe das UGG erhalten bleibt, weil was die Telekom hier seit 2020 abliefert ist unterirdisch. Ach wenn es unterirdisch wäre, nein die Kupfer-Kabel hängen an Holzmasten bei Neubauten. 🤦🏻‍♂️

  • Das liest sich aber so, dass die UGG unabhängig von der Telekom es nicht auf die Reihe bekommen hat.

    Ich glaube fast, dass die UGG mittelfristig entweder gänzlich aufhört oder sich zumindest aus Bayern zurückzieht. Ist ja mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme das bei denen in Bayern nichts geht.

    Ich bin gespannt wie es hier mit der Telekom weitergeht. Status bei mir steht auf „Baumaßnahmen werden konkret vorbereitet“.

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  • Wa eigentlich komisch ist, weil UGG ist in Unterschleißheim ? Allianz und O2 sind in München. Wieso sollte man gerade am “Heimatmarkt” scheitern. Oder liegt es eher an der bayrischen Borniertheit & Telekomliebe 🤷🏻‍♂️

  • Möglich. Bin aber kein echter Bayer und die Borniertheit die ich hier kennen gelernt habe ist prozentual nicht größer als auf dem Rest des Planeten. Telekomliebe könnte da eher eine Rolle spielen. Die, die nicht an der „guten alten Post“ hängen, sind meistens nicht die, die Entscheidungen für einen Hausanschluss treffen können. Habe ich bei den Infoveranstaltungen gemerkt. ;)