Deutsche GigaNetz und Routerfreiheit

  • In anderen Ländern gibt es ja auch Millionen von GF-Anschlüssen bei jedermann. Und es funktioniert egal ob GPON oder AON.

    In anderen Ländern gibt es keine Endgerätewahlfreiheit. Wenn du hier den Provider-ONT benutzt, hast du auch keine Probleme, von den letzten beiden Punkten meiner Liste mal abgesehen.

    Ich sehe aber das Nadelöhr bei den Neuen am Markt eher bei den zu dünnen und zu wenige Peering-Points im Hintergrund.

    Das kann man natürlich zusätzlich vergeigen und grundsätzlich kann man beide Systeme kaputtsparen. Das Problem, dass ein paar Intensivnutzer in der Nachbarschaft genug sind, um einen GPON OLT-Port auszulasten, der noch Dutzende andere Kunden versorgen soll, kann man aber nicht wegplanen. Wenn man ein AON-Netz richtig plant, dann werden mehr Kunden auf mehr Bandbreite aggregiert. Das ist selbst dann besser, wenn die Contention Ratio ansonsten gleich ist.

  • In anderen Ländern gibt es keine Endgerätewahlfreiheit. Wenn du hier den Provider-ONT benutzt, hast du auch keine Probleme, von den letzten beiden Punkten meiner Liste mal abgesehen.

    Das kann man natürlich zusätzlich vergeigen und grundsätzlich kann man beide Systeme kaputtsparen. Das Problem, dass ein paar Intensivnutzer in der Nachbarschaft genug sind, um einen GPON OLT-Port auszulasten, der noch Dutzende andere Kunden versorgen soll, kann man aber nicht wegplanen. Wenn man ein AON-Netz richtig plant, dann werden mehr Kunden auf mehr Bandbreite aggregiert. Das ist selbst dann besser, wenn die Contention Ratio ansonsten gleich ist.

    Aber wie HubeBube schon schrieb gibt es bei den ONT ja jetzt nix was bremst/einschränkt und die Masse ist glücklich damit. Wirklich interessan/wichtig ist ja erst der Router. Hier kann der Provider schon mehr eingreifen/verhunzen.

    Das Vorteile zw. Baum/Stern-Struktur sehe ich auch so, ist / wird aber, so glaube ich, bei GF nicht so schlimm sein wie bei Koaxial.
    Da spielten ja auch noch die häufig uralten Leitung eine Rolle. Oder ganz besonders Krass, wenn einer im Haus renovierte und an den Antennedosen rumbastelte/weiterverzweigte.
    Wir hatten KabelDeutschland incl. Internet bei 18 Parteien.

    Ich hatte mich mal grob schulen/einweisen lassen und bin mit Messinstrument und einer großen Kiste mit Endosen verschiedener Dämpfungen und Verteiler durchs Haus gezogen. Es waren danach alle begeistert Internet stabil und Fersehen störungs frei. ;)

  • Dir fällt nichts ein, was bei GPON problematisch ist?

    • Echte und vorgeschobene Inkompatibilitäten der Endgeräte mit den OLTs
    • Endgeräte nicht ad-hoc tauschbar
    • Auf dem freien Markt teurere Endgeräte
    • Kein standardisiertes Onboarding: oft umständlich, fehlerhaft oder gar nicht vorhanden.
    • Im Verhältnis zu den angebotenen Tarifbandbreiten niedrige Systembandbreite.
    • Zu frühe Aggregation, um hohe Bandbreiten garantieren zu können.

    Jetzt mal Butter bei die Fische: Sind das wirkliche Probleme oder lediglich Unannehmlichkeiten?

    Es könnte in einer GPON-Topologie natürlich einfacher sein, eigene Hardware zu provisionieren, da ist man hier in D doch auf einem guten Weg.

    Zu der Aggregation: wo Bandbreiten benötigt werden, da werden sie auch geschaffen. Auch wenn das einen Technologiewechsel bedeutet. Letztlich war das doch der Grund, warum wir ein Glasfaserkabel bei uns haben.

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  • Dass Endgeräte nicht ad-hoc austauschbar sind, kann z.B. im Fehlerfall ein ernstes Problem sein, wenn das Onboarding vom Support gemacht werden muss und der erstmal nicht erreichbar ist (Wochenende, Feiertage, etc.).

    Die zu frühe Aggregation ist insofern problematisch, weil Überbuchung, die dazu führt, dass dem Kunden regelmäßig wesentlich weniger als die Tarifbandbreite zur Verfügung steht, jede Chance auf gute QoS vereitelt. Ob die Pakete über Klingeldraht oder Glasfaser übertragen werden, ändert daran nichts. Natürlich könnte man zu schnelleren PON-Standards wechseln, aber wie zu erwarten reden die Provider lieber über höhere Preise als über bessere Qualität. Die Möglichkeit für den Provider, schon auf der letzten Meile massiv zu überbuchen, ist die eine große Falle von passiven optischen Netzen. Ich hoffe inständig, dass AVM die Glasfaserfritzboxen um eine Belegungsstatistik des Shared Mediums erweitert, um Transparenz in die Sache zu bringen.

  • Wie schlimm ist die Überbuchung eigentlich? Es wird auf der DGN Homepage mit folgendem Passage geworben:

    Zitat

    Denn kabelbasierte Glasfaser zeigt besonders dann Schwächen, wenn mehrere Personen in der Nachbarschaft gleichzeitig streamen oder Daten hochladen. Glasfaser-Internet mit Lichtgeschwindigkeit hingegen überträgt Datenströme ohne einen Wechsel der Kabeltechnologie. So steht Ihnen jederzeit die Bandbreite zur Verfügung, für die Sie bezahlen.


    Stellt das eine Falschaussage dar? Irgendwann stellt sich die Frage, inwiefern sich der Wechsel lohnt wenn im Endeffekt altes Wein in neuen Schläuchen untergejubelt wird. Als Endverbraucher ist mir egal mit welcher Leitung Internet ins Haus kommt.

    Wenn Überbuchung tatsächlich zu regelmäßigen Leistungseinbußen führt kann ich ja bei Kabel bleiben. Hausbegehung hatten wir noch nicht, ich kann also aus dem Geschäft noch rauskommen.

  • Bei GPON teilen sich im Ernstfall 32 oder 64 Kunden 2,5 Gbit im Downstream und 1,25 Gbit im Upstream. Das könnte vielleicht knapp werden, wenn da viele Poweruser dabei sind, in der Regel liegt der Engpass aber weiter hinten Richtung Provider und wenn es dort Probleme gibt, kann das schneller behoben werden.

    Beim Kabelnetz gibt's im Segment derzeit ca. 2,6 Gbit/s im Downstream und etwas über 200 Mbit/s im Upstream, die sich, wenn es schlecht läuft, mehrere hundert Kunden teilen müssen.

    Rechne 400 Kunden und 200 Mbit/s Upstream, der wird meist zuerst eng, bleiben 500 kbit/s pro Kunde übrig. Das wird dir bei GPON wohl eher nicht passieren.

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  • Ich glaube, dass das Problem bei Glasfaser längst nicht so sehr in der Baumstruktur liegt wie noch bei Koaxialkabel. Hier trafen drei Umstände aufeinander. 1. Alte Kabel (Störstrahlung), 256 Nutzer an einem Strang (gerade in Wohnsilos) und die Anbindung der Kopfstellen war damals eher bescheiden.
    Ich kannte Wohnblocks in Friedrichshain, die waren vor 10 Jahren mit 10 MBit angebunden, da ging Abends fast nichts.

    Bei Glasfaser habe ich in der Regel 32, seltener bis 64 Nutzer auf nagelneuen Leitungen/Technik. Und die Anbindung der PoP ist auch besser. Wenn also alle am Abend 4k Netflix schauen würden, dann hat man 64x 30 MBit down. Da ist schon noch Luft nach oben für einen Download. Stellt sich ja nur noch die Frage, wie viel/schnell liefert die Gegenseite. Selbst bei "guten" Server im DFN-Netz wird man die GF nicht dicht machen. Also ich habe aktuell 250/40 MBit und bei down habe ich sie sehr selten geschafft auszureizen, entweder war der Download zu schnell vorbei oder die Gegenseite liefert gar nicht so schnell. Upstream schon eher, aber das ist dann auch nur ein paar mal im Jahr beim Hochladen von Foto-Alben etc.

    Aber wie überall und immer im Leben kann man natürlich Pech haben. 5 User mit 500 MBit 24/7 saugen und dann wird es träge. ;) Ich weiß bloß nicht, was die andauernd saugen wollen/müssen, so oft kommt WoW auch nicht mit Updates um die Ecke. :P
    Was ich wichtiger und interessant finde ist, wie verhält es sich mit den Latenzzeiten, werden die merkbar ausgebremst?

  • Servus nochmal ...

    Kontakt mit DGN ergab folgendes (es wird schnell geantwortet, dass rechne ich denen vorerst hoch an!):

    1)

    Frage von mir:

    Ich gehe davon aus, dass in der Wohnung eine passive, stromlose Glasfaser-Teilnehmer-Anschlussdose (GF-TA) als Netzabschluss installiert wird (gemäß TK-Gesetz). Also vom Hausübergabepunkt per LWL-Kabel bis in die Wohnung zum GF-TA). Daran würde von der DGN üblicherweise der DGN eigene ONT installiert werden, an den wiederum die Fritz-Box 7530 per WAN-Anschluss angeschlossen wird.

    Antwort DGN:

    Nach dem Hausübergabepunkt wird der ONT via Glasfaserkabel angeschlossen. Dies kann näher oder weiter entfernt sein, das beigefügte Kabel ist 2m lang.

    2)

    Diesen ONT tausche ich gegen die Fritz-Box Fiber (5530 oder 5590) aus. Also in der Wohnung vom GF-TA direkt an meine eigene Fritz-Box-Fiber.

    Antwort DGN:

    Eine Gewährleistung der Verbindung wird nur über Deutsche GigaNetz eigene Geräte gegeben, Fremdhardware ist von unserem Support ausgeschlossen, wir benötigen in dem Fall dann aber die Seriennummer.

    3)

    Frage von mir:

    Brauche ich dazu einen Adapter SC/APC <-> LC/APC oder hat die GF-TA einen passenden Anschluss für die Fritz-Box Fiber (Fritz-Box hat LC/APC)?

    Antwort DGN:

    Kein Adapter notwendig.


    Frage an Euch im Forum:

    a)

    Also doch keine GF-TA in der Wohnung, sondern vom Keller per Glasfaser in die Wohnung und direkt in den ONT oder?

    b)

    Kann ich den ONT entfernen und habe dann eine Glasfaserleitung, die ich direkt (und laut deren Aussage) ohne Adapter an die Fritz Box Fiber anschließen kann?

    Was wäre sonst noch zu beachten?

    Sollte ich noch was gezielter beim Anbieter nachfragen oder auf etwas bestehen?

    c)

    Nehmen wir mal an, ich lasse den ONT dran und hänge dahinter meine bisherige Fritz-Box 7590. Wenn ich nun den Anbieter Wechsle, z. B. zur Telekom gehe, dann muss ein Telekom-Techniker kommen und den DGN-ONT gegen einen Telekom-ONT tauschen? Ein einfaches Wechseln des Providers ist somit nicht bzw. nur mit hohen Einmal-/Einrichtungskosten verbunden?

    Lieben Dank für weitere Infos!

    Edit:

    DGN garantiert die Bandbreite laut Vertrag. Ob sie das dann auch halten können bei GPON weiß ich nicht.

    Ist das hier rechtlich ok gemäß TKG?

    Auf deren FAQ-Seite steht:

    Brauche ich ein zusätzliches Glasfaser-Modem?

    Nein, wir setzen am optischen Netzabschluss (ONT) des Übertragungsnetzes der Deutschen GigaNetz, dem Glasfaser-Modem, die Signale auf Ethernet um. Damit kann ein Router direkt an den Ethernet-Port des ONTs angeschlossen werden.

    Kann ich meinen eigenen Router benutzen?

    Ja, grundsätzlich ist es möglich, den eigenen Router zu benutzen. Wir haben uns dazu verpflichtet, die Router-Freiheit zu gewährleisten.

    Einmal editiert, zuletzt von Unbekannt (1. Februar 2023 um 15:21)

  • a) ja

    b) nicht wirklich. Laut DGN Downloads benötigt ONT LC/APC (HÜP) auf SC/APC (ONT) Kabel. FritzBox braucht dagegen LC/APC Stecker. Du brauchst also entweder ein Adapter, oder ein neues Glasfaser ziehen

    c) tausch sollte zumindest theoretisch einfach sein. ONT ist nichts anderes als ein Modem. Also Stecker ab, DGN ONT weg, neuer ONT rein, Stecker rein.

    ETA: Routerfreiheit (dein Router hinter dem ONT) ist nicht Endgerätefreiheit (dein Modem/Router direkt an Glasfaser angeschlossen).

    Einmal editiert, zuletzt von belegdol (1. Februar 2023 um 17:43)

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  • Hallo zusammen,

    ich würde mich hier gerne mal dranhängen. Bei uns (Schöneck/Hessen) hat DGN nun auch ausgebaut. In diesem Zusammenhang hatte ich schon mehrfach Kontakt mit der Hotline in Bezug auf die Nutzung eines Routers ohne vorgeschalteten ONT. Nach diversen Ausssagen am Telefon, von wegen "senden Sie uns einfach die Seriennummer des Routers zu" bis hin zu "geht nicht", war schon alles dabei.

    Letztlich erhielt ich dann noch mal folgende Mail:

    Sehr geehrte Damen und Herrn,

    Wir nehmen selbstverständlich Ihre Anmerkung zur Kenntnis und möchten Ihnen als Antwort gern unseren Standpunkt darlegen. Die Frage des Routers und ONTs wurde intensiv bei uns diskutiert, die Geräte umfassenden Tests unterzogen und die Entscheidung für bestimmte Geräte mit Bedacht getroffen.

    Der ONT (Optical Network Termination = optischer Netzabschluss) bei Ihnen zu Hause, sowie die Gegenseite, der OLT (Optical Line Terminal) bei uns im Hauptverteiler, bilden technisch gesehen bei Glasfasernetzen eine Funktionseinheit. Sollte diese Funktionalität durch einen eigenen ONT nicht mehr gegeben oder das System fehlerhaft konfiguriert sein, wird nicht nur Ihr Internetanschluss gestört, darüber hinaus möglicherweise auch andere Nutzerinnen und Nutzer geschädigt.

    Aus diesem Grund wird diese komplexe Fragestellung momentan von Bundesnetzagentur, Verbraucherschutz und Branchenverbänden diskutiert, inwiefern ein Glasfaseranschluss bis in die Wohnung (FttH) eine begründete Ausnahme darstellt, wie es das Telekommunikationsgesetz vorsieht.

    Die Entkopplung von Router und ONT gibt Ihnen darüber hinaus die Möglichkeit der freien Router Wahl. In unserer Konfiguration können Sie verschiedenste (Bestands-) Geräte benutzen, die über einen Gigabit-Ethernet WAN-Port verfügen, auch wenn sie für xDSL-Technik konstruiert wurden.

    Da wir gerade erst dabei sind uns mit Fibre Geräten zu beschäftigen kann ich Ihnen keinen genauen Zeitpunkt nennen bitte haben sie noch einen Moment Geduld.

    So viel dazu...

    Gruß

    mathoc

  • Da wir gerade erst dabei sind uns mit Fibre Geräten zu beschäftigen kann ich Ihnen keinen genauen Zeitpunkt nennen bitte haben sie noch einen Moment Geduld.

    Man baut ein Glasfasernetz und beschäftigt sich erst danach mit den Endgeräten, die ja eine Einheit mit ihrem Netzwerk bilden???? WTF

  • Willkommen im Forum!

    Aus diesem Grund wird diese komplexe Fragestellung momentan von Bundesnetzagentur, Verbraucherschutz und Branchenverbänden diskutiert, inwiefern ein Glasfaseranschluss bis in die Wohnung (FttH) eine begründete Ausnahme darstellt, wie es das Telekommunikationsgesetz vorsieht.

    Der E-Mailschreiber hat einen veralteten Stand!

    Es wird da gar nichts mehr diskutiert. Die BNetzA hat vor Monaten festgelegt, das es für die Glasfaserprovider keine Ausnahme geben wird und das TKG ist eindeutig.

    Deutsche Giganetz muss dem Teilnehmer direkten Zugang zur Glasfaser gewähren und der Teilnehmer darf an die Faser ein geeignetes Gerät, welches den EU Regularien entspricht, anschließen. Das TKG untersagt sogar explizit den Zwang einen Provider-ONT benutzen zu müssen!

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  • Danke für die freundliche Aufnahme im Forum.

    Ja, ich nehme die Mail der DGN nicht ernst, zeigt mir allerdings, was man als Kunde zu erwarten hat und wie dilettantisch das Vorgehen ist. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man direkt darüber schmunzeln...

    Anfrage bei der Netzagentur läuft.

    Aber grundsätzlich habe ich auch keine andere Antwort erwartet. Alleine die bei der Inbetriebnahme eingesetzten "Techniker" konnten nur mit den Begriffen "Fritzbox" und "ONT" etwas anfangen. Aber da hörte es schon auf. Was beispielsweise die einzelnen LEDs am ONT bedeuten, wussten die leider nicht. Ein Trauerspiel. Werde irgendwann noch mal einen Erfahrungsbericht zu diesem Thema verfassen.
    Hätte nicht gedacht, dass man im 21. Jahrhundert noch so arbeitet. Aber gut...

  • Es herrscht Goldgräberstimmung im Glasfaserland D.

    Jeder der nicht farbenblind ist, wird in ein "Installationsteam" berufen. So ist zumindest mein Eindruck. Vor zwei Jahren wussten die Techniker von Deutsche Glasfaser aus den Niederlanden noch was sie tun und konnten das auch gut erklären.

    Es ist wie vor 25 Jahren. Wer damals das Kürzel IT in englischer Sprache aussprechen konnte hat einen gutbezahlten Job bekommen und war spätestens 2004 wieder auf der Straße.

  • Man baut ein Glasfasernetz und beschäftigt sich erst danach mit den Endgeräten, die ja eine Einheit mit ihrem Netzwerk bilden???? WTF

    Ich finde das passt eigentlich zur DGN: Die wollen ja eigentlich gar kein Internet anbieten, sie wollen mit ihrer Infrastruktor die Ersten und Einzigen sein (in den Gebieten wo Andere noch nicht sind bzw keinen wirtschaftlichen Sinn sehen), um sie dann an Andere zu vermieten. Bei der letzten Verkaufsveranstaltung fragte ich einen DGN Vertreter warum nur GPON, und nicht XGS-PON/NG2-PON neu gebaut wird? Weil sie langfristig Geld aus der Infrastruktur ziehen wollen; man baut jetzt halt billig (man muss Internet + Telefonie anbieten sonst gibts kein Bürgerinteresse) und lässt später dann Andere dafür bezahlen bessere Technik auf der DGN Faser zu nutzen.

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  • Ich finde das passt eigentlich zur DGN: Die wollen ja eigentlich gar kein Internet anbieten, sie wollen mit ihrer Infrastruktor die Ersten und Einzigen sein (in den Gebieten wo Andere noch nicht sind bzw keinen wirtschaftlichen Sinn sehen), um sie dann an Andere zu vermieten. Bei der letzten Verkaufsveranstaltung fragte ich einen DGN Vertreter warum nur GPON, und nicht XGS-PON/NG2-PON neu gebaut wird? Weil sie langfristig Geld aus der Infrastruktur ziehen wollen; man baut jetzt halt billig (man muss Internet + Telefonie anbieten sonst gibts kein Bürgerinteresse) und lässt später dann Andere dafür bezahlen bessere Technik auf der DGN Faser zu nutzen.

    Selbst wenn ist es mehr oder weniger egal. Pro Monat kostet der Anschluss mehr oder weniger dasselbe wie Vodafone und man kriegt Glasfaser verlegt. Wenn sich später Telekom oder Vodafone Einmietet kann es dann sogar von Vorteil sein weil man als Partner keine Anfänger hat.

    Wie viele von den neuen Anbieter es noch in 5 Jahre gibt ist eine andere Frage. Der Glasfaser an sich verschwindet aber nicht.

  • So, eben Post von der Netzagentur erhalten:

    ....

    Sie haben dargelegt, dass Ihr Anbieter den Zugang zu seinem Glasfasernetz nur am ONT gewährt.

    Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass nach der Gesetzeslage gem. § 73 Abs. 1 Satz 2 TKG der Zugang auch bei Glasfasernetzen am passiven Netzabschlusspunkt zu gewähren ist.

    Gründe mit Belegen, die eine Ausnahme nach § 73 Abs. 2 TKG rechtfertigen würden, wurden meines Wissens bislang noch nicht entgültig vorgetragen. Ihr Anbieter kann darum ihre Glasfaseranschlüsse zusammen mit einem ONT anbieten, muss aber auf Kundenwunsch auch den Zugang am passiven Netzabschlusspunkt gewähren.

    Ich bitte Sie daher um Mitteilung, wieso dies nicht möglich sein soll.

      

    Glasfasernetzbetreiber haben gegenüber der Bundesnetzagentur geltend gemacht, dass sie den Zugang nur am ONT anböten, weil nur so sichergestellt sei, dass die Netze vor störenden Netzabschlussgeräten (also den gängigen Modem/Router-Kombinationen) geschützt werden könnten. Die Bundesnetzagentur prüft deshalb gerade die Behauptung, dass ein Gerät, das störende Signale ins Netz sendet, nicht nur den einzelnen Anschluss, sondern das gesamte Cluster beeinträchtigen und zu einem erweiterten Leistungsausfall führen würde und deshalb eine Verpflichtung zum Zugang am passiven Netzabschlusspunkt den Glasfaserausbau gefährde.


    Um eine einheitliche Lösung zu erreichen befinden wir uns seit einiger Zeit in einem Austausch mit dem Branchenverband BUGLAS zu dieser Behauptung. Unser Fachreferat ist eingebunden.
    ....

    Jetzt bin ich aber mal komplett verwirrt. Mehr, als ein paar Mails anhängen, in denen DGN sagt, dass der Betrieb nur mit ONT möglich ist kann ich doch nicht. Was soll ich denn da noch mitteilen?
    Heißt für mich, die Netzagentur fährt hier einen Kuschelkurs um ja keinem Anbieter auf die Füße zu treten...
    Ich glaube da macht man es sich mal wieder ein wenig zu leicht. Hätte eigentlich erwartet, dass man eine Stellungnahme des Anbieters einfordert aber nicht, dass ich als Endkunde in der Bringschuld bin...
    Mal abgesehen davon, dass eine Klärung mit dem Branchenverband sicherlich wieder Monate/Jahre (?) dauern könnte...
    Ratlosigkeit macht sich breit... :/

  • Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass nach der Gesetzeslage gem. § 73 Abs. 1 Satz 2 TKG der Zugang auch bei Glasfasernetzen am passiven Netzabschlusspunkt zu gewähren ist.

    Gründe mit Belegen, die eine Ausnahme nach § 73 Abs. 2 TKG rechtfertigen würden, wurden meines Wissens bislang noch nicht entgültig vorgetragen. Ihr Anbieter kann darum ihre Glasfaseranschlüsse zusammen mit einem ONT anbieten, muss aber auf Kundenwunsch auch den Zugang am passiven Netzabschlusspunkt gewähren.

    Ich bitte Sie daher um Mitteilung, wieso dies nicht möglich sein soll.

    Da würde ich der BNetzA antworten, das der Netzbetreiber dir mitgeteilt hat, das er dir den Zugang am passiven Netzabschlusspunkt nicht gewähren will (das kannst Du ja sicher belegen) und dich zum Einsatz eines Provider-ONT zwingt. Dieses Verhalten des Betreibers dir gegenüber findest Du nicht statthaft und bittest um Unterstützung der BNetzA bei deinem Anliegen einen rechtskonformen Router direkt am passiven Netzabschlusspunkt betreiben zu können.

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  • Da würde ich der BNetzA antworten, das der Netzbetreiber dir mitgeteilt hat, das er dir den Zugang am passiven Netzabschlusspunkt nicht gewähren will (das kannst Du ja sicher belegen) und dich zum Einsatz eines Provider-ONT zwingt. Dieses Verhalten des Betreibers dir gegenüber findest Du nicht statthaft und bittest um Unterstützung der BNetzA bei deinem Anliegen einen rechtskonformen Router direkt am passiven Netzabschlusspunkt betreiben zu können.

    Genau dies habe ich ja in meiner Anfrage an die Netzangentur mit diversem Schriftverkehr und Hinweisen aus den Telefonaten mit der Hotline dargelegt. Mehr kann ich nicht tun. Aus dem Schriftverkehr geht genau hervor, dass der Betreiber dies ablehnt.
    Von daher verstehe ich die Reaktion der Netzagentur nicht... Also ich hätte mit allem gerechnet, allerdings nicht mit solch einer Reaktion. Vielleicht hat ja auch der Sachbearbeiter meine ganzen Anhänge und Informationen nicht gelesen?! Kann ich natürlich schwerlich überprüfen. Also alles noch mal von vorne mit dem Hinweis auf meinen Vorgang...

  • Glasfasernetzbetreiber haben gegenüber der Bundesnetzagentur geltend gemacht, dass sie den Zugang nur am ONT anböten, weil nur so sichergestellt sei, dass die Netze vor störenden Netzabschlussgeräten (also den gängigen Modem/Router-Kombinationen) geschützt werden könnten. Die Bundesnetzagentur prüft deshalb gerade die Behauptung, dass ein Gerät, das störende Signale ins Netz sendet, nicht nur den einzelnen Anschluss, sondern das gesamte Cluster beeinträchtigen und zu einem erweiterten Leistungsausfall führen würde und deshalb eine Verpflichtung zum Zugang am passiven Netzabschlusspunkt den Glasfaserausbau gefährde.

    Zumindest bei der FB 5530 und 5590 zieht das Argument nicht, dort wurden Maßnahmen getroffen das z.B. ein falsches SFP Modul nicht zu Störungen führt.