EWE TEL via Glasfaser Nordwest mit eigenem Endgerät

  • :Wie du vielleicht in meiner Signatur siehst habe ich 2022 den AON Anschluss bekommen und da war die Schnittstellenbeschreibung veraltet.

    Eben. Ein EWE AON Anschluß. Das ist nicht wirklich ein Problem. Bucht der Kunde aber bei EWE einen Anschluß an das GFNW Netz, dann muß ein GPON ONT entsprechend beim Provider registriert werden. Das wird etwas herausfordernder.

  • ..dann muß ein GPON ONT entsprechend beim Provider registriert werden. Das wird etwas herausfordernder.

    Und gerade an dieser Stelle vermisse ich Aktivitäten der BNetzA. Im TKG ist klar definiert, das jedes die einschlägigen EU-Normen erfüllendes Endgerät durch den Provider provisioniert werden muss. Gerade diese verweigern sich in der Sache gegenüber dem Gesetzgeber und dem Kunden sowieso. Der Klassenprimus bei der Umsetzung der Endgerätewahlfreiheit in einer GPON-Topologie ist immer noch die Deutsche Telekom. Alle anderen unterstützen neben dem Provider-ONT bestenfalls noch die AVM Glasfaserfritzboxen. Mir ist nicht bekannt, das beispielsweise bei Deutscher Glasfaser auch ein Huawei, ZTE,... -ONT provisioniert werden kann. Lediglich der von Haus aus mitgelieferte ONT von Nokia wird anstandslos funktionieren.

    Die Schnittstellenspezifikation nach TKG §73 ist bei allen Providern unvollständig, wenn es um eine GPON-Topologie geht. Hier fehlen die Angaben der für die erfolgreiche Provisionierung erforderlichen Managed Entities der OMCI-Spezifikation. Diese werden nämlich zusätzlich zur PLOAM-ID und ggf. MAC benötigt. Auch die häufig erwähnte Equipment ID scheint mir durch unreflektiertes Copy/Paste aufgenommen worden zu sein. Im Falle der AVM Fritzboxen kann damit gerade nicht zwischen PON und XGS-PON differenziert werden, obwohl es so z.B. bei Deutsche Glasfaser zu lesen ist.

    Sollte die erwünschte Allgemeinverfügung der BNetzA kommen, die den ONT als Netzabschlusspunkt gestattet, so hoffe ich das mindestens die Verbraucherzentralen und viele Endkunden (also wir) die unvollständige Schnittstellenspezifikation bemängeln.

    Nun habe ich hier häufig Deutsche Glasfaser erwähnt. Ganz einfach deshalb, weil ich dort Kunde bin. Immerhin wird dort im Kundenportal die Möglichkeit eines Wechsels des Nokia ONTs hin zu Glasfaserfritzboxen im Self-Service durch den Kunden ermöglicht. Ein Anfang ist damit gemacht, jedoch muss man sich immer noch in dieser Sache im Schatten der Telekom verstecken.

  • Es fehlt wirklich eine, für jeden Provider und Netzbetreiber verbindliche Spezifikation, welche Daten mit welcher einheitlichen Bezeichnung für das Onboarding von xGPON ONT beim OLT notwendig sind und genannt werden müssen. Diese kann dann jeder HW-Hersteller in seinem Handbuch oder dem Typenschild für den Endkunden ebenso benennen und damit das Onboarding entsprechend vereinfachen.

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  • Ich muss im Nachgang mein Wording schärfen. Die grundsätzliche Spezifikation ist vorhanden, jedoch welche Managed Entity mit welchem Wert belegt ist, das fehlt bei den Daten, die dem Kunden ausgehändigt werden (GPON-Topologie).

  • Mir ist nicht bekannt, das beispielsweise bei Deutscher Glasfaser auch ein Huawei, ZTE,... -ONT provisioniert werden kann.

    Das geht nicht, da ist die Deutsche Glasfaser ja deutlich. Sie dokumentieren ja, dass die Equipment-ID auswerten, damit sind Geräte, die nicht exakt zur Vorgabe passen, raus. Im Moment funktionieren nur die Haus-eigenen ONTs und die 5530/5590.

    Das ist ja das, was ich schon lange bemängle: Von einer Endgerätefreiheit sind wir weiter weg denn je, und das ist auch eine Folge dieses Gesetzes.

    Die Schnittstellenspezifikation nach TKG §73 ist bei allen Providern unvollständig, wenn es um eine GPON-Topologie geht. Hier fehlen die Angaben der für die erfolgreiche Provisionierung erforderlichen Managed Entities der OMCI-Spezifikation. Diese werden nämlich zusätzlich zur PLOAM-ID und ggf. MAC benötigt. Auch die häufig erwähnte Equipment ID scheint mir durch unreflektiertes Copy/Paste aufgenommen worden zu sein. Im Falle der AVM Fritzboxen kann damit gerade nicht zwischen PON und XGS-PON differenziert werden, obwohl es so z.B. bei Deutsche Glasfaser zu lesen ist.

    Und das ist genau der Aspekt, wenn ich von einem Standard fürs GPON-Onboarding rede. Genau diese Dinge sollte nicht jeder Provider im stillen Kämmerlein regeln, sondern dafür sollte es eine Norm geben. Erst dann kann der Endkunde das GPON Modem seiner Wahl kaufen und muss nicht vorher aufwendig Schnittstellenbeschreibungen lesen. Das wäre für alle Beteiligten vorteilhaft: Gerätehersteller, Provider und Endkunde. Alle wüssten, worauf sie achten müssen, damit die Geräte problemlos miteinander funktionieren. Im Moment weiß man ja nicht mal, ob man die Parameter, die man fürs Onboarding braucht, aus dem Endgerät seiner Wahl überhaupt auslesen kann.

    Aber hier lässt das aktuelle TKG die Hersteller und Provider gnadenlos im Stich: Es fordert die Umsetzung einer Lösung, für die die technischen Grundlagen fehlen. Und da das Gesetz eine deutsche Sonderlocke ist und der passive Abschluss international überhaupt keine Rolle spielt, wird ein Wunschtraum bleiben, dass es die erwähnte Norm kurzfristig geben wird. Und so leid mir das tut für Fälle wie Unto: Solange das nicht der Fall ist, führt am Studium der Schnittstellenbeschreibung kein Weg vorbei. Denn auch da ist das TKG eindeutig: Die Verantwortung, dass das am freien Markt erworbene Modem am Anschluss funktioniert, trägt der Kunde.

    DAS ist die Krux in Bezug auf die Kundenfreundlichkeit, und nicht ein (fehlendes) GPON Modem auf der Webseite eines ISPs.

  • Nun bin ich wahrlich kein Freund der Überregulierung.

    Warum die DTAG und alle anderen Provider mit ähnlicher technologischer Basis relativ problemlos normgerechte Hardware provisionieren (GPON) hat ein Kürzel: PPPoE

    Dies ist der marktmächtigen Telekom aus (V)DSL-Zeiten geschuldet. Im Glasfaserumfeld für Privatkunden war man da lange Zeit sehr zurückhaltend und der Rest der Welt hat sich nun mal für andere Provisionierungsverfahren entschieden.

    Das Bessere ist der Feind des Guten, insofern begrüße ich das sehr. Ich habe nichts dagegen, wenn jeder Provider andere Managed Entities verwendet. Diese müssen jedoch offengelegt werden! Das ist letztlich auch nichts anderes als die Konfigurationsdaten für SIP/VoIP. Jeder Anbieter kann da machen, was er will, jedoch müssen die Key/Value Paare bekannt und öffentlich zugänglich sein. Dies könnte, um wieder auf die MEs zurückzukommen, beispielsweise durch herunterladbare XML-Dateien auf der Website des Hardwareanbieters geschehen.

    Insofern gebe ich dir Recht, das es völlig unnötige Geheimniskrämerei bei den TK-Providern gibt. Diese würde ich jedoch nicht in ein Korsett der Gleichmacherei zwingen, sondern mit empfindlichen Strafen drohen und diese auch durchsetzen, wenn gegen geltendes Gesetz verstoßen wird.

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  • Aber hier lässt das aktuelle TKG die Hersteller und Provider gnadenlos im Stich: Es fordert die Umsetzung einer Lösung, für die die technischen Grundlagen fehlen.

    Wobei das TKG ja nicht einen xPON-Anschluß fordert. Man hätte als Netzbetreiber ja auch AON wählen können. Dann wäre das Netz im Aufbau etwas teuerer gekommen, aber das Hick-Hack mit dem ONT Onboarding wäre man los gewesen. Und wenn der Gesetzgeber mal konsequent gewesen wäre, dann hätte er die Strafen gemäß TKG (§73, Abs. 3 Stz 3 in Verbindung mit §228 Abs.2 Punkt 14 und 15 sowie Abs.7 Punkt 4) schön eingestrichen, damit den Haushalt gestützt und die Netzbetreiber hätten mal nachkalkulieren müssen was günstiger wäre. xPON mit Serviceaufwand und Strafandrohung oder lieber den Mehraufwand bei AON.

    Das könnte ja eine EWE besonders gut, da sie ja beides betreiben.

  • Man hätte als Netzbetreiber ja auch AON wählen können.

    Das unterscheidet uns ja z.B. von Österreich. Dort hat man einfach AON zur Auflage gemacht, und schwupps hat sich die ganze Diskussion rund um den passiven Netzabschluss von allein erledigt.

  • schwupps hat sich die ganze Diskussion rund um den passiven Netzabschluss von allein erledigt.

    Und jetzt kann man sich mal überlegen, warum das in DE nicht passiert ist. Lobbyismus, Gier der Provider, Dummheit der Netzbetreiber wirklich alle Kosten zu berücksichtigen oder was war es sonst?

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  • Gute Frage. Vielleicht eine Mischung aus allem? Ich kanns dir leider nicht sagen.

    Es ist inzwischen auch müßig, darüber zu diskutieren. Die Telekom wird bei ihrer Verkabelung mit den dezentralen NVTs keinen Wechsel auf AON mehr durchführen. Und man kann es ja auch mit GPON hinbekommen. Der Ansatz von HubeBube, mit den XML Dateien, würde z.B. auch funktionieren (auf das Format der Datei müssten sich die Hersteller natürlich vorher einigen). Technische Ansätze gäbe es genug, es müsste halt nur mal jemand angehen.

  • Das unterscheidet uns ja z.B. von Österreich. Dort hat man einfach AON zur Auflage gemacht, und schwupps hat sich die ganze Diskussion rund um den passiven Netzabschluss von allein erledigt.

    Nun, A1 bietet Glasfaserzugänge in der GPON-Topologie an:

    Handyhilfe | A1.net

    Zitat

    LED PON beginnt grün zu blinken.

    Und schaut euch mal die Startseite an, da gibt es einen Pranger...

    Handy - Festnetz - Internet - Mobiles Internet - TV
    Alles aus einer Hand. Internet, TV, Mobil- & Festnetztelefonie, unbegrenztes Festnetz-Internet für zuhause und kostenloses WLAN-Modem.
    www.a1.net

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (31. März 2024 um 21:08)

  • Hallo,

    ich lese hier bereits eine Zeitlang interessiert mit weil unser Ort komplett mit Glasfaser versorgt wurde. Ausführendes Unternehmen ist Glasfaser Nord West. Die Amschlüsse werden von der Telekom und der EWE vermarktet.

    Nachdem nun das Leerrohr ins Haus gelegt wurde soll nun nächste Woche die Glasfaser eingeblasen werden. Nur wenige Tage später soll dann der Anschluss von der EWE geschaltet werden. Dazu habe ich von der EWE einen Brief mit den Zugangsdaten für die Fritzbox erhalten.

    Nun ist es so, dass ich meine DSL-Fritzbox weiterhin nutzen möchte. Deshalb habe ich mir bereits das Glasfasermodem 2 von der Telekom besorgt. Nur für den Fall, dass aus welchen Gründen auch immer irgend etwas schief gehen sollte habe ich als Option die 5590 Fiber mitbestellt. Wenn alles klappt geht die ungeöffnet zurück oder ich verkaufe die.

    Meine speziellen Fragen jetzt: Wie spielt sich jetzt das ganze Procedere zeitlich ab? Was muss ich wann tun? Die EWE schreibt, dass bei Verwendung eines eigenen GPON-Routers dieser spätestens am Schaltungstag registriert sein muss. Hierzu solle ich unter der Ruf-Nr. 0441-8000 4727 die Modem-ID bekanntgeben. Dieser Hinweis bezieht sich ja in meinem Fall sicherlich auf das externe Glasfasermodem und nicht auf meine Fritzbox.

    Muss nun zum Zeitpunkt der Schaltung auch bereits meine Fritzbox mit dem Roter verbunden und da die neuen Zugangsdaten eingetragen sein? Oder kann ich die später anschließen, wenn das Modem von der EWE registriert ist? Sofern mein DSL-Anschluss nämlich nicht sofort deaktiviert wird möchte ich diesen nämlich noch bis zur Schaltung des neuen Anschlusses nutzen.

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    Ja, die Modem-ID ist die Bezeichnung für die "Serial" oder auch "PLOAM-ID" von AVM und der Telekom. Hier auf Seite 9 findest Du einen Hinweis, wo sie abzulesen ist: https://www.telekom.de/hilfe/download…ser-modem-2.pdf Die Modem-ID ist 12 oder 16 stellig, je nach Gerätehersteller und hat nichts mit der 7 stellingen Telekom Glasfaser-ID/Home-ID zu tun! Wenn die Modem-ID 12 stellig ist, beginnt diese mit 4 Buchstaben (bei AVM mit AVMG). Nur die Modem-ID des Telekom Glasfasermodem 2 wird benötigt, eine DSL Fritze besitzt diese ID gar nicht.

    Du musst dich aber entscheiden, welche Modem-ID (5590 oder Glasfasermodem 2) Du mitteilst. Es wird nur das Gerät mit der angegebenen ID provisioniert. Ich gebe dir den ernstgemeinten Hinweis, die DSL-Fritze vor dem Anschluss an das Glasfasermodem 2 auf Werkseinstellungen zurückzusetzen und neu einzurichten! Viele Startschwierigkeiten lassen sich damit vermeiden.

    Ein weiterer Tipp meinerseits: Benutze die 5590 an der Faser und verkaufe das Glasfasermodem 2. Die DSL Fritze (welches Modell?) kannst Du immer noch als WLAN Repeater nutzen, wenn die Festnetznummern portiert wurden und Du den DSL-Anschluss nicht mehr benötigst.

  • Danke für die Rückmeldung! Die Sache mit dem Modem ist ja auch nur ein Versuch der mich lediglich ein Essen beim Griechen kostete (für das Modem). Wenn alles gut läuft bleibt es dabei und ich kann die 5590 mit Gewinn Verkaufen.

    Wenn ich dich also richtig verstanden habe muss ich am Schaltungstag lediglich das Modem ohne die 7590 angeschlossen haben und die telefonisch bei der EWE anmelden. Mit dem Anschluss des Routers kann ich mir dann Zeit lassen.

  • Die Zugangsdaten muss der Provider vorab ausgehändigt haben: TKG § 73 "Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen" Absatz 3, Satz 3

    Zitat

    Notwendige Zugangsdaten und Informationen für den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen und die Nutzung der Telekommunikationsdienste haben sie dem Endnutzer in Textform unaufgefordert und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen.

    Falls nicht, dann eine E-Mail schreiben oder ein Telefonat mit Verweis auf die Aushändigungspflicht führen. Viele Provider haben auch auf ihren Webseiten die Konfigurationen für die gängigsten Router veröffentlicht. Einfach dort mal nachsehen.

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  • In dem Punkt war die EWE vorbildlich. Ich habe die Zugangsdaten für die Fritzbox von der EWE per Brief erhalten. Ein Backup der vorhandenen 7590 habe ich bereits abgespeichert, so dass ich im Bedarfsfall mir die Daten schnell auf die neue Box ziehen kann. Natürlich werde ich die Zugangsdaten manuell eintragen.

  • Ich habe in meiner Computerzeit mehrfach den Router gewechselt (immer Fritzbox) und dabei stets das Backup vom vorigen Router übertragen. Wechselte ich den Anbieter habe ich natürlich die Anmeldedaten überschrieben. Da habe ich noch nie Probleme gehabt. AVM lässt bei der Datenübertragung eines alten Routers auf ein neueres Modell nur die Daten zu die beide gleichermaßen unterstützen.

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  • AVM lässt bei der Datenübertragung eines alten Routers auf ein neueres Modell nur die Daten zu die beide gleichermaßen unterstützen.

    Schön wärs. Backups einspielen klappt recht gut, wenn sich Anschluss und Gerät nicht verändert haben. Sobald sich ein Parameter ändert, heißt es: Frische Einrichtung von Hand. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es plötzlich unerwartete Effekte gibt.

  • Das mag in Ausnahmefällen so sein. Aber das ist eher anekdotische Erfahrung.

    Gerade den wechsel des WAN-Interfaces kriegt AVM schon ziemlich gut hin. Da kann man sich eine Menge Arbeit, gerade bei Smart Home, ersparen.