Erfahrung mit Glasfaser Anbieder Deutsche GigaNetz

  • die scheinen bei Allem neu zu sein, Technik _und_ Marketing/Kundenkommunikation

    Da geb ich Dir absolut Recht. Ich musste 8 mal über verschiedene Kanäle anfragen, was der kleinste Geschäftskundentarif PROnet 300 kostet, bis ich endlich eine Aussage hierzu bekam (Staffelpreise je nach abgeschlossener Vertragsdauer).

    Unsere Stadt hat aber nun diesen Anbieter erstmal auserwählt den Ausbau hier zu machen und vielleicht scheitert es ja an der 40% Hürden. Den Anschluß wollte ich bei den gegebenen Kosten iHv 775€ allerdings nicht verpassen. Habe auch extra keine Rufnummernportierung beantragt, so daß ich meinen jetzigen HFC/Kabel Vertrag erstmal weiter habe bis ich weiß, ob das GigaNetz taugt. Dann kann ich HFC immer noch kündigen...

    • ex DGN (Purtel) 600/300 - T-SVDSL 250/40
    • ex ONT Nokia G-010G-R - Zyxel VMG3006-D70A
    • Router: PC Engines APU.4B4 - OPNsense
    • WiFi/DECT: Fritz!Box 7530 AX / Fritz!Box 7490 / Fritz!Repeater 1200 AX
  • Über Deutsche Giganetz wurde an etlichen Stellen schon berichtet. Dennoch und trotzdem ist der Spatz in der Hand besser als die Taube auf dem Dach. Im Falle von DGN und Glasfaserausbau kann man hier etwas lesen:

    HubeBube
    13. August 2022 um 11:21
  • Über Deutsche Giganetz wurde an etlichen Stellen schon berichtet. Dennoch und trotzdem ist der Spatz in der Hand besser als die Taube auf dem Dach. Im Falle von DGN und Glasfaserausbau kann man hier etwas lesen:

    HubeBube
    13. August 2022 um 11:21

    Im Nachbardorf auf der anderen Mainseite gibt es angeblich schon erste aktive Nutzer, nur kenne ich dort niemanden :)

    Ich werd den Anschluss trotzdem mal bestellen; die Faser zu haben erfreut mein Technikerherz, ich hab das Geld für die 2 Jahre Vertragsdauer derzeit übrig, ich werd die Telekom einfach noch ein paar Monate länger behalten. In 1-2 Jahren wird vielleicht die DGN auch interessanter aus Techniksicht.

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  • Unsere Stadt hat aber nun diesen Anbieter erstmal auserwählt den Ausbau hier zu machen und vielleicht scheitert es ja an der 40% Hürden. Den Anschluß wollte ich bei den gegebenen Kosten iHv 775€ allerdings nicht verpassen.

    Solange die Anschlussherstellung noch "gratis" ist (die Kosten im 2. Jahr werden das wohl dann doch bezahlen), werde ich es jetzt auch machen. Ich vermute allerdings auch dass es hier mit den 40% eng werden wird: die Anzahl der Rentner hier ist nicht zu unterschätzen, und viele Nachbarn mit denen ich geredet habe (auch junge Familien) sehen keinen Grund zu wechseln, entweder weil es nicht billiger ist bzw die Geschwindigkeit nicht gebraucht wird. Wenn schon einige wegziehen weil sie sich

    die Mieten nicht mehr leisten können, wird Glasfaser wohl bei vielen relativ weit unten in der Prioritätenliste stehen.

    Das Argument der Wertsteigerung der Immobilie zieht wohl auch nur bei sehr wenigen.

  • Meines Erachtens schneiden sich die Vertriebler mit dem Argument über Wertsteigerung in eigenes Fleisch. Ich kenne mindestens niemanden, bei dem das funktioniert hat. Eher das Gegenteil. Aus meiner Sicht der einzige gute Argument - man kriegt fast ohne Zusatzkosten eine Glasfaserleitung verlegt.

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  • Danke HubeBube - die Verlinkung zum Thema in Kelkheim kenne ich schon. Die Stadt ist ja auch nicht soooo weit von hier (65451 Kelsterbach) weg.

    Wie gesagt, ich habs mir ausgerechnet für die 24 Monate und komme in Summe auf Kosten iHv 775€ bei DGN. Das lass ich mir den Spaß gerne kosten. Beim Online-Infoabend wurde mir auch bestätigt, dass man nach den 24 Monaten zu nem anderen Anbieter wechseln kann (wohl sofern es einen gibt, der einem auf der Faser der DGN was anbietet, nehme ich an).

    Als wir vor 5 Jahren das EFH hier gebaut haben, kostete mich der T-Klingeldraht in den Keller rund 599€ und das ganz ohne Nutzung. Da scheint das Angebot der DGN wie ein Megaschnäppchen.

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  • Das wird erst mit dem Verkauf der Immobilie oder deren Vermietung interessant. Eine "Telefondrahtinsel" im Glasfasermeer bekommt man deutlich schlechter und nur zu geringeren Preisen los.

    Und wurde diese Theorie bereits getestet? Wenn die Immobilie mehrere Hunderttausend Euro kostet, ist ein paar Tausend für ein Nachanschluss mehr oder weniger statistische Fehler. Grunderwerbsteuer und Notar alleine kosten deutlich mehr. Wie lange es bis zu einem Nachanschluss dauert ist eine andere frage, aber solange DSL oder Kabel mit vernünftigen Bandbreiten vorliegen, würde es mich persönlich vom Immobilienkauf nicht abhalten. Es ist auch meistens nicht der Fall, dass zwei gleiche Häuser einmal mit und einmal ohne Glasfaser verkauft werden.

    Ich bin für Glasfaser, ich habe nur die Befürchtung, dass man mit solchen aus der Luft genommenen Argumenten die Leute eher abschreckt als überzeugt. Genauso wie mit Angsmacherei dass die andere Anschlüsse bald gekappt werden. Die Technologie ist gut genug ohne solche billige Tricks zu benötigen. Bei uns hat die Nachfragebündelung gerade so geklappt, die unprofessionellen Drückerkollonnen haben aber das Überzeugen von Bekannten nicht einfacher gemacht.

  • die unprofessionellen Drückerkollonnen haben aber das Überzeugen von Bekannten nicht einfacher gemacht.

    Da hab ich nun auch schon von Freunden Stories gehört. Angeblich würden alle anderen in der Strasse GF buchen und dann würde ihnen der T-Anschluß abgeklemmt werden und sie wären ohne alles.

    Das sind natürlich Dinge, die überhaupt gar nicht gehen. Und die waren auch total wütend über so viel Druck, der da für sie aufgebaut wurde. Nachdem ich Ihnen dann die Sache auch mal anders erklärte, waren sie gleich schon interessiert am Thema und nicht mehr abgeneigt. Aber ob sie das nun buchen, weiß ich nicht.

    Ansonsten hab ich auch schon von einigen das typische, auch hier schon genannte gehört. Was soll ich damit, mir reicht, was ich habe. Mehr brauch ich nicht usw usw.

    Auch kann ich verstehen, dass die Leute Angst vor der Inhouseverkabelung haben. Nicht jeder hat es so einfach wie ich und muss im Keller nur Modem X gegen Modem Y tauschen und ist wieder im ganzen Haus online. Das sind dann schon Hemmnisse. Ich sag denen immer, sie sollen es buchen, in den Keller legen lassen und im Zweifel einfach den Stecker am ONT ziehen und einfach 2 Jahre den Service zahlen und frühzeitig kündigen. Aber dies verstehen auch nur die wenigsten, dass es ein sinnvoller Ansatz ist.

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  • Hallo Nachbar, auch Neubaugebiet?

    Auch hallo Nachbar :)

    Ich dachts mir schon so irgendwie...

    Ja, Neubaugebiet. Nähe Kindergarten...

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  • Und wurde diese Theorie bereits getestet? Wenn die Immobilie mehrere Hunderttausend Euro kostet, ist ein paar Tausend für ein Nachanschluss mehr oder weniger statistische Fehler.

    Die häufig zitierte Wertsteigerung in Höhe von 20% für eine Immobilie mit Glasfaser im Gegensatz zu derjenigen ohne, stammt nicht von den Gf-Providern, sondern aus dem Maklerumfeld. Ich war damals auch misstrauisch und habe die Quelle gefunden aber leider nicht griffbereit, die reiche ich nach sobald ich sie wieder entdeckt habe.

    Natürlich sind das zuerst einmal theoretische Werte. Ganz wie bei Aktien: über Gewinn oder Verlust kann ich erst dann sprechen, wenn ich sie nicht mehr habe.

    In meinen Augen hat der Nachanschluss gar keinen finanziellen Aspekt, sondern einen substanziellen. Kein Gf-Provider beauftragt Tiefbaumaßnahmen für einen einzelnen Anschluss, da hat man als Telefondrahtinsulaner einfach Pech gehabt und kann nur darauf hoffen, das in X Jahren ein Überbau geschieht und man daran teilhaben kann.

    Ich habe es schon an anderer Stelle erwähnt: Glasfaserausbau ist wie ein Zug. Wer ein Ticket löst, fährt mit. Alle anderen bleiben stehen.

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  • Wir haben uns für Glasfaser entschieden, weil wir, nach der ganzen Werbung u.a. durch unseren Bürgermeister, davon ausgegangen sind, dass Home-Office mit Glasfaser viel besser klappt als mit der Kupferleitung. Die Geschwindigkeit ist tatsächlich um einiges besser (+20%). Wir haben den empfohlenen MyNet 600 Paket für 24,90 Euros gekauft.

    Das Problem ist dass bei den MyNet pakete die öffentliche IP Addresse mehrmals täglich wechselt. Eigentlich darf das nicht öfters als einmal täglich passieren. Gestern hatten wir Unterbrechungen dadurch bis zu 20+ mal STÜNDLICH. Jedes Mal fliegen wir dann beim Telefongesprächen raus und müssen neu einwählen. Exceltabellen, die gleichzeitig bearbeitet werden, muss man minutlich speichern. usw.

    Ich bin kein IT Mensch und gebe das hier nur wie ich es von unserem IT verstanden habe. Ich zitiere unser Firma IT Abteilung mal dazu, die die Internetprotokolle für das Firma PC angeschaut haben:

    "...So sieht man deutlich, dass sich mehrfach am Tag die öffentliche IPv4-Adresse Ihres Routers ändert. Diese wird von außen dem Router mitgeteilt und kann von uns nicht beeinflusst werden.

    DSlite bedeutet, dass Sie eine eigene öffentliche IPv6-Adresse am Router haben, sich die IPv4-Adresse aber mit etlichen anderen Anschlüssen teilen.

    Damit gab es lange Zeit ein Problem im Zusammenhang mit VPN.

    DSlite darf allerdings nicht bedeuten, dass sich die öffentliche IPv4-Adresse täglich mehrfach und in dieser Häufigkeit ändert.

    Weisen Sie genau auf diesen Umstand beim Provider hin und fordern Sie eine stabile Anbindung über zumindest 24h.."

    Giganetz Hotline antwortete dazu, da können sie nichts bei der Tarif machen, wir sollen die professionelle Upgrade problemlos für nur 24,90 Euros mehr monatlich dazu buchen. Dann hat man eine zuverlässige Verbindung ohne das Pingpong.

    Wir werden das wahrscheinlich zähneknirschend machen und den Zweijahresvertrag kündigen.

  • DSlite darf allerdings nicht bedeuten, dass sich die öffentliche IPv4-Adresse täglich mehrfach und in dieser Häufigkeit ändert.

    Die Aussage finde ich mutig. Warum darf das nicht der Fall sein? Vertraglich wird das kaum ausgeschlossen sein.

    Grundsätzlich arbeitet DS-Lite ja nicht anders, als andere NAT Verfahren, von daher dürfte es technisch nahezu unmöglich sein, einen Wechsel der IP zu verhindern. Ich hab bei der DG mit CGNAT auch schon Wechsel in der Abgangs-IP erlebt. Wenn bei einer IP die Ports belegt sind, gehts halt auf die Nächste. Solche Szenarien werden wir sehr häufig sehen, in Zeiten knapper werdender IPv4 Adressen.

    Dass die Helden deiner IT das Problem selber am einfachsten lösen könnten, indem sie einen IPv6 Zugang anbieten, haben sie vorsichtshalber nicht erwähnt, oder? Na klar, auf den Provider prügeln, aber selber die Hausaufgaben nicht machen. Das hat man gern. Bevor du jetzt Geld ausgibst, würde ich denen das aber sehr warm aufs Brötchen schmieren.

  • Ich hoffe sehr dass es sich hier um Kinderkrankheiten handelt, sonst ist die Verbindung für alles andere als 0815 Nutzung unbrauchbar.

    Klar, man kann sich aufregen und sagen dass die Firmen die VPNs auf IPv6 umstellen sollen, aber Realität ist wie die ist. Und was IPv4 angeht sind die Platzhirsche deutlich im Vorteil.

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  • Klar, man kann sich aufregen und sagen dass die Firmen die VPNs auf IPv6 umstellen sollen, aber Realität ist wie die ist.

    Und das heißt, dass man sie nicht ändern sollte? Mit der Einstellung würden wir heute noch in Höhlen leben.

    Die Frage ist, warum die Applikationen so empfindlich darauf reagieren. Vor allem SIP sollte mit einem IP-Wechsel eigentlich zurecht kommen und selber die Verbindung automatisch neu aushandeln. Was kommt für die gemeinsamen Excel Tabellen zum Einsatz? Office365 von Microsoft? Das sollte auch per IPv6 funktionieren.

    Ein kurzer Lösungsweg, um die Probleme in den Griff zu kriegen, könnte auch ein VPN sein. OpenVPN zum Beispiel sollte gar kein Problem damit haben, Wireguard sollte bei regelmäßigem bi-direktionalem Traffic (z.B. bei einem Telefonat) ebenfalls sehr gut damit zurecht kommen. Das wird auf jeden Fall deutlich preiswerter, als 24,90 im Monat.

    Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr beschleicht mich das Gefühl, dass nicht nur DS-Lite für das Problem verantwortlich ist. Da spielen auch andere Faktoren rein.

  • Das heißt dass realistisch die große Mehrheit kein Einfluss hat was die IT Abteilung von deren Arbeitgeber treibt. Bei mir ist z.B. neue Software zu genehmigen schon ein Kampf, wenn ein VPN Wechsel verlangen würde, würde ich höchstens Home Office gestrichen bekommen.

    Das Hauptproblem sind die Vertragslaufzeiten. Man kann schlecht für ein Monat die DGN Verbindung testen und zum etablierten Provider zurückkehren wenn einem bestimmte Funktion fehlt. Und zwei Jahre lang doppelt zahlen oder auf Home Office verzichten ist auch keine echte Alternative.

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  • Das heißt dass realistisch die große Mehrheit kein Einfluss hat was die IT Abteilung von deren Arbeitgeber treibt.

    Was die ITler aber auch nicht freispricht von ihrem Versäumnis.


    Und zwei Jahre lang doppelt zahlen oder auf Home Office verzichten ist auch keine echte Alternative.

    Das sind wir ja noch lange nicht. Wie gesagt, mich machen die Symptome an der ein oder anderen Stelle stutzig und möchte erst mal verstehen, was dahinter steckt. Ich halte den IP-Wechsel nicht für den allein Schuldigen. Aber dazu müsste man zumindest wissen, welche konkreten Applikationen Probleme bereiten und wie die Symptome jeweils exakt aussehen.

    Und selbst wenn der IP-Wechsel sich als Problem herausstellt, gibt es Mittel und Wege, das Problem in den Griff zu kriegen. Die IT redet ja selber von VPN: Über ein VPN spielt der IP Wechsel keine Rolle mehr, und das scheinen sie ja anzubieten. Bleibt die Frage, warum sie es von sich aus nicht ins Spiel bringen. Aber im Zweifel bekommt man das auch ohne IT hin.

  • Doppelt zahlen? Denn setz doch diese Kosten für die Steuer extra an. Einen extra Anschluss für das Homeoffice.

    Das würde bestenfalls zu versteuernden Einkommen reduzieren, also höchstens 42 bzw 45 % zurück.

    Was die ITler aber auch nicht freispricht von ihrem Versäumnis.

    Das behaupte ich nicht. Ich meine nur, dass nicht jede bereit ist solche Probleme auszubaden. Klar, die neue Provider können sich keine Unmengen an IPv4 addresen kaufen wenn es keine zum kaufen gibt. Es spricht aber viel dafür alten Vertrag für eine kurze Zeit weiter laufen zu lassen. Zumindest sodass man prüfen kann ob es tatsächlich an dem Providerwechsel liegt.

    Das sind wir ja noch lange nicht. Wie gesagt, mich machen die Symptome an der ein oder anderen Stelle stutzig und möchte erst mal verstehen, was dahinter steckt. Ich halte den IP-Wechsel nicht für den allein Schuldigen. Aber dazu müsste man zumindest wissen, welche konkreten Applikationen Probleme bereiten und wie die Symptome jeweils exakt aussehen.

    Und selbst wenn der IP-Wechsel sich als Problem herausstellt, gibt es Mittel und Wege, das Problem in den Griff zu kriegen. Die IT redet ja selber von VPN: Über ein VPN spielt der IP Wechsel keine Rolle mehr, und das scheinen sie ja anzubieten. Bleibt die Frage, warum sie es von sich aus nicht ins Spiel bringen. Aber im Zweifel bekommt man das auch ohne IT hin.

    Darauf hoffe ich sehr. Bei uns wurde heute DGN Glasfaser eingeblasen, Netz wird also hoffentlich bald aktiv. Ich hoffe dass ich weiterhin im HO arbeiten kann.