Installation mit DG

  • Guten Morgen,


    bei uns gibt es eine gemeinsame Vorvermarktung von Deutsche Glasfaser und M-Net, wobei DG die letzte Meile ausbaut und M-Net zur Verfügung stellt.


    Ich habe ein Haus aus den 1930ern mit sehr dicken Außenmauern und einem halbhohen Keller (die Kellerdecke ist also auf Bauchhöhe wenn man vor dem Haus steht).


    Ich hätte es am liebsten so, dass DG nicht in den Keller geht, sondern von außen direkt in mein Wohnzimmer und dort in der Ecke hinter dem Sofa alles installiert. Dann hätte ich alles dort wo es gebraucht wird. Und Installationen durch die Kellerwand möchte ich bei so einem alten Gebäude eher vermeiden. Nicht, dass es dann noch Probleme mit Drainage oder Abdichtung gibt.


    In der besagten Wohnzimmerecke gibt es auch eine Wandsteckdose und es wäre zugleich die kürzeste denkbare Strecke vom Straßenrand zum Gebäude. Die Installation selbst dürfte für den Subunternehmer auch am schnellsten und einfachsten sein.


    Machen die das aber auch? Der Tiefbau wird ja in Deutschland auch angewendet um die Infrastruktur zu schützen. Prinzipiell kann man natürlich auch am Haus einen kleinen Aufputzkabelkanal festschrauben um die Glasfaser zu schützen.


    Ich möchte, dass die DG alles selbst macht und keinerlei Eigenleistung einbringen müssen.


    Hat jemand mit so einer Installation direkt im Erdgeschoss Erfahrung?

  • Moin,


    wir wohnen ebenfalls alt und Hochparterre, das Kellergewölbe schaut 1,70m aus dem Boden. Bei der Erstbegehung mit dem DG-Bautruppleiter haben wir damals einfach gemeinsam die Stelle festgelegt, an der die Faser aus dem Boden kommen sollte und er hat mir gesagt, was ich besorgen müsste, wenn ich die Faser oben (Büro) durch die Wand haben wolle.

    Brauchte dann nur die 20-iger Kunststoffrohre und Wandschellen aus dem Baumarkt holen (wichtig: außen muss alles geschlossen sein, also auch an die Rundbögen für den unmittelbaren Wandanschluß denken) und als der Installationstechniker kam, brauchte er nur durch die Bürowand (45cm) bohren, die Faser durch die Leerrohre fädeln, diese in die Wandschellen klemmen und die Faser im Büro auf dem HÜP aufspleissen. Somit hängt bei mir der ONT jetzt Huckepack auf dem HÜP.

    Die anfängliche Frage des Bautruppleiters, warum ich denn den HÜP im Büro hätte haben wollen, konnte ich damals damit kontern, dass niemand anders im Haus Glasfaser hatte haben wollen (obwohl ich extra noch mal alle gefragt hatte...), der Hausanschlußraum 50m entfernt im Gewölbekeller sei und die Gewölbewände 1,5m dick seien - somit war für ihn die Thematik erledigt. Er hat mir noch verraten, dass ihr längster Bohrer nur gut einen Meter lang sei.


    Vielleicht kannst das Ganze ja ähnlich einfach hinter dich bringen - mit etwas Eigenleistung in Form von Vorbereitung und freundlichen Reden, sollte es auf jeden Fall möglich sein, den HÜP ins Wohnzimmer zu bekommen. Unter https://www.deutsche-glasfaser.de/service/downloads/ findest du die DG_broschuere_leitungswege.pdf, standardmäßig bohren die halt von außen durch die Wand in den Keller, aber wie gesagt: reden könnte helfen...


    Dann wünsche ich mal Glück bzw. Überzeugungskraft :thumbup:

  • Bei meiner Schwester hat die deugl den Hausanschluss ebenfalls nicht in den Keller gelegt, sondern die Hauseinführung einige Zentimeter über der Grasnarbe in einen Nebenraum vorgenommen.


    Bei mir musste ein unter der Bodenplatte liegendes Leerrohr verwendet werden. Dieses Leerrohr ist knapp 15 Meter lang und liegt 1,2 Meter tief. Bei der Hausbegehung haben sowohl meine Schwester und ich klargemacht, das es nur so wie beschrieben geht oder gar nicht. Bei mir musste noch an einer weiteren Stelle nachgefragt werden und die vorliegenden Baupläne haben meine Argumentation gestützt. Auch wurde das Kopfloch vom Tiefbautrupp erstellt, auch das war Gegenstand des Gesprächs bei der Hausbegehung und wurde auch so im Protokoll festgehalten.

    Also es geht eigentlich alles, manchmal muss ein bisschen gepokert werden.

  • Naja, die Sache ist echt easy. Zwischen Wohnzimmerwand und Straßenrand sind es ein paar Meter. Das Pflaster müssen die so oder so teilweise öffnen und wieder verschließen.

    Aber die Abdichtung eines so alten Gebäudes ist nicht trivial und die haften dafür ja. Ich denke alleine das sollte ein schlagendes Argument sein.

    So geht es erst auf Brusthöhe in die Gebäudehülle, unter dem Dachüberstand. Möglichst neben dem Fallrohr der Dachrinne aus optischen Gründen, einmal sauber durch die Wand bohren, abdichten, alle sind glücklich. Vielleicht kann ich ja sogar rausholen, dass die auch das mit dem Aufputzleerrohr erledigen. Ich werde es jedenfalls versuchen. Mit der Lösung profitieren alle und das Unternehmen spart sogar Kosten.

  • Bei meiner Schwester hat die deugl den Hausanschluss ebenfalls nicht in den Keller gelegt, sondern die Hauseinführung einige Zentimeter über der Grasnarbe in einen Nebenraum vorgenommen.


    Bei mir musste ein unter der Bodenplatte liegendes Leerrohr verwendet werden. Dieses Leerrohr ist knapp 15 Meter lang und liegt 1,2 Meter tief. Bei der Hausbegehung haben sowohl meine Schwester und ich klargemacht, das es nur so wie beschrieben geht oder gar nicht. Bei mir musste noch an einer weiteren Stelle nachgefragt werden und die vorliegenden Baupläne haben meine Argumentation gestützt. Auch wurde das Kopfloch vom Tiefbautrupp erstellt, auch das war Gegenstand des Gesprächs bei der Hausbegehung und wurde auch so im Protokoll festgehalten.

    Also es geht eigentlich alles, manchmal muss ein bisschen gepokert werden.

    Das klingt interessant. Bei meinem Vater steht der DG Anschluss auch demnächst an und er hat keinen Keller. Allerdings hat er ein Leerrohr (Neubau 2012),w elches mit dem Telekom Kabel ausgestattet ist und in den Hausanschlussraum führt. Diese müsste doch auch noch genug Kapazität haben, um die Glasfaser ins Haus zu bekommen, um am richtigen Platz den HÜP NT und GF-TAE zu setzen oder?

  • In der Situation würde ich der Telekom den Nutzungsvertrag kündigen, so dass die alles ausbauen müssen und das Leerrohr neu für Glasfaser nutzen.

    Wer nutzt den Klingeldraht je wieder wenn er ftth hat. Nimmt dann wortwörtlich nur Platz weg.

    Notfalls nutzt man in der Übergangszeit einen LTE Router mit einem entsprechenden Vertrag.

  • Allerdings hat er ein Leerrohr (Neubau 2012),w elches mit dem Telekom Kabel ausgestattet ist und in den Hausanschlussraum führt. Diese müsste doch auch noch genug Kapazität haben, um die Glasfaser ins Haus zu bekommen, um am richtigen Platz den HÜP NT und GF-TAE zu setzen oder?

    Das erwähnte Leerrohr hat einen Durchmesser von 125 mm. In dieses wurde ein weiteres , auf der Innenseite glattwandiges, Leerrohr mit 7 mm Durchmesser eingezogen. Darin wiederum die eigentliche Bündelfaser mit 4 mm Durchmesser. Sofern technische Bauzeichnungen und Fotos von dem Ende des Leerrohres außerhalb des Hauses mit Tiefenangabe vorliegen, sollte das auf wenig Wiederstand bei der Hausbegehung stoßen.

    Ob diese Ausgangsbedingungen ebenfalls bei dem Haus deines Vaters vorliegen, vermag ich leider nicht zu sagen.

  • In der Situation würde ich der Telekom den Nutzungsvertrag kündigen, so dass die alles ausbauen müssen und das Leerrohr neu für Glasfaser nutzen.

    Wer nutzt den Klingeldraht je wieder wenn er ftth hat. Nimmt dann wortwörtlich nur Platz weg.

    Notfalls nutzt man in der Übergangszeit einen LTE Router mit einem entsprechenden Vertrag.

    DAnke für den Hinweis aber darauf lässt sich mein Vater sicherlich nicht ein ;)
    Mal abwarten was die Hausbegehung, wenn die irgendwann mal stattfinden wird, besprochen wird.

    Das erwähnte Leerrohr hat einen Durchmesser von 125 mm. In dieses wurde ein weiteres , auf der Innenseite glattwandiges, Leerrohr mit 7 mm Durchmesser eingezogen. Darin wiederum die eigentliche Bündelfaser mit 4 mm Durchmesser. Sofern technische Bauzeichnungen und Fotos von dem Ende des Leerrohres außerhalb des Hauses mit Tiefenangabe vorliegen, sollte das auf wenig Wiederstand bei der Hausbegehung stoßen.

    Ob diese Ausgangsbedingungen ebenfalls bei dem Haus deines Vaters vorliegen, vermag ich leider nicht zu sagen.

    So werde ich es versuchen. Es sind Fotos vorhanden und Zeichnungen wie tief das Leerrohr wohl liegen sollte.
    Das wäre ja super wenn das funktioniert.

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