Erfahrungen mit DG und Installationsort des HÜP

  • Hallo zusammen,


    nachdem unser kleines Dörfchen nun auch mit Glasfaser der Deutschen Glasfaser ausgestattet werden soll bin ich auf der Suche nach ein paar Erfahrungsberichten.

    Konkret geht es dabei darum, wo der HÜP durch die DG ins Haus geführt wird.

    Ich kann leider diesbezüglich nichts finden und will vermeiden, dass der HÜP in den "falschen" (weil direkt an der Straße liegend) Raum gelegt wird.

    So habe ich hier den Wunsch, dass der HÜP in den Hausanschlussraum des Hauses verlegt wird, was aber bedeutet, dass die DG keine 3 Meter, sondern ca. 15m durch einen Hof gehen muss und dann erst an den Hausanschlussraum kommt. Natürlich steht nirgendwo etwas in den AGBs und auch so wird nur mündlich erwähnt man kann sich das raussuchen.

    Ich will allerdings vermeiden, dass ich jetzt irgendwelche Verträge abschließe, mir dann der Generalunternehmer ein Strich durch die Rechnung macht und den HÜP direkt in den an der Straße liegenden Raum legt und ich dann selbst zusehen kann, wie ich ca. 10m durch 2 Räume und einen Zwischengang überbrücken kann.

    Ziel ist es idealerweise ca. 15m von der Straße durch den Innenhof, unter einem halbhohen Kellerraum (der unter dem Aufgang zur Haustür liegt) drunter durch in den eigentlichen Kellerraum zu kommen. Ein Kopfloch wäre in dem Fall aber nicht möglich, denn an der "Außenwand" liegt der halbhohe Raum drüber. Alternativ kann man unter einem angelegten Beet welches direkt an den Kellerraum angrenzt ca. 2m tief graben um an die entsprechende Eintrittsstelle in diesen halbhohen Raum zu kommen, der noch kein Estrich hat und somit könnte ich dort auch ein Leerrohr legen, was später unter Estrich verschwindet und über dieses dann durch zum eigentlichen Anschlussraum kommen.


    Allerdings bekomme ich wenig verbindliche Aussagen von der DG, ob die den HÜP so weit in den Hof führen und dann in den Keller kommen (dazu müsste auch noch eine Linkskurve vom Hof zum Haus gemacht werden) wobei die Einfahrt auch noch etwas ansteigt, man also unter die mir bekannten 60cm Tiefe kommen wird.


    Hat hier jemand schon mal ähnliches gehabt, oder weiß hier jemand, ob die DG das in der Regel macht und statt 2-3m direkt zum Haus in dem Fall auch den längeren Weg zum Anschlussraum durch den Hof (ca. 15m bis maximal 20m) geht? Vielleicht hat ja jemand einen Anschluss auch über die längere Strecke gelegt bekommen und kann mir sagen, ob die DG das so ohne Weiteres gemacht hatte.


    Danke und Grüße aus der Pfalz!

  • Ich hab mir damals in Eigenregie ein Leerrohr legen lassen, von der Grundstücksgrenze bis in meinen Hausanaschlussraum. Dieses hat die DG damals auch dankend angenommen und ihr Kabel einfach durchgeschoben und dort angeschlossen, wo ich es wollte.


    Nachteil: Du musst dich selber drum kümmern. Vorteil: Kabel liegt da, wo du es willst, und Bauarbeiten werden ggf. mit entsprechender Sorgfalt ausgeführt.

  • Vorab: Ich spreche nicht für die DG. Dies sind nur meine persönlichen Einschätzungen.


    Solange der Weg über den Hof mit der Erdrakete zurückgelegt werden kann, und die wegen der Distanz nötigen ein bis drei Zwischenlöcher nicht an einer schwer zu öffnenden und wiederherzustellenden Oberfläche scheitern, ist die Weglänge wahrscheinlich kein großes Problem. Aber: In der Leistungsbeschreibung gibt es ein paar Hinweise, was geht und was nicht. So heißt es dort: "Der Hausanschluss wird mindertief auf dem Grundstück verlegt." Damit ist quasi ausgeschlossen, dass der Anschluss unter einem halbhohen Raum hindurch verlegt wird oder irgendwo 2m tief gegraben wird. Ob solche Leitungswege möglich sind, wenn die Erdarbeiten vom Kunden in Eigenleistung ausgeführt werden, müsste man mit dem Bauunternehmen besprechen. Ich würde aber auch dafür eine Absage erwarten, wenn es einen deutlich einfacheren Weg ins Haus gibt.


    Der HÜP wird in dem Raum installiert, wo die Glasfaser von außen ins Haus kommt, und zwar im 3m Umkreis von der Eintrittsstelle (siehe Leistungsbeschreibung). Inzwischen wird der NT nicht mehr direkt am HÜP angeschlossen. Stattdessen wird eine passive Glasfasersteckdose installiert. Die kann (im Einfamilienhaus) bis zu 20m Leitungslänge vom HÜP entfernt positioniert werden. Der Kunde muss aber den Leitungsweg entsprechend den Anforderungen der DG vorbereiten. Es kann sein, dass vom Bauunternehmen ein zusätzliches Installationspaket angeboten wird, in dem diese Arbeiten zu einem Pauschalpreis abgerechnet werden.

  • Der HÜP wird in dem Raum installiert, wo die Glasfaser von außen ins Haus kommt, und zwar im 3m Umkreis von der Eintrittsstelle (siehe Leistungsbeschreibung). Inzwischen wird der NT nicht mehr direkt am HÜP angeschlossen. Stattdessen wird eine passive Glasfasersteckdose installiert. Die kann (im Einfamilienhaus) bis zu 20m Leitungslänge vom HÜP entfernt positioniert werden. Der Kunde muss aber den Leitungsweg entsprechend den Anforderungen der DG vorbereiten. Es kann sein, dass vom Bauunternehmen ein zusätzliches Installationspaket angeboten wird, in dem diese Arbeiten zu einem Pauschalpreis abgerechnet werden.

    ist das in allen Ausbaugebieten der Fall? Auch wo bereits AON ausgebaut wurde, und nun nur noch nachträglich unser EFH angeschlossen werden muss?

    Hat das Vor bzw. Nachteile ?!

    Hat hier jemand schon mal ähnliches gehabt, oder weiß hier jemand, ob die DG das in der Regel macht und statt 2-3m direkt zum Haus in dem Fall auch den längeren Weg zum Anschlussraum durch den Hof (ca. 15m bis maximal 20m) geht? Vielleicht hat ja jemand einen Anschluss auch über die längere Strecke gelegt bekommen und kann mir sagen, ob die DG das so ohne Weiteres gemacht hatte.

    ALso wir haben einen längeren Weg auch zurückgelegt, aber bei uns war das ein DG Business Firmentarif. Ich weiß nicht ob dies einen Unterschied gemacht hat. Es war für die jedenfalls möglich mit der sogenantenn Erdkarete das Kabel bis zum Punkt zu schießen, wo das Loch in unseren Technik/Serverraum gemacht wurde. Das waren dann ungefährt 25 m.

    Für das Bauunternehmen war dies aber auch der einfachste Weg, weil die nur 25m grade aus, dann ein kurzes Loch in die Wand gebohrt und dann innen die HÜP installiert haben.

  • Sicherlich kann man sich orientieren an:

    https://www.deutsche-glasfaser…oschuere-leitungswege.pdf


    Nach meiner Erfahrung mit mehreren Anschlüssen, bei denen der HÜP (bzw. früher die Titanium-Einheit) weiter entfernt von der Straße installiert wurde, kann man dies durchaus realisieren.

    Wie von frank_m beschrieben hängt die Neigung der von der DG beauftragten Installateure dies zu berücksichtigen sehr wesentlich davon ab, ob zu Lasten der DG mehr als die minimal erforderlichen (Tief-)Bauarbeiten anfallen. Dazu s. a. S. 10 im o.g. Dokument.


    Falls man die nötigen Leitungswege einschließlich Mauerdurchbrüchen nicht in Eigenleistung vornehmen will muss man dafür eben Geld in die Hand nehmen.

  • ist das in allen Ausbaugebieten der Fall? Auch wo bereits AON ausgebaut wurde, und nun nur noch nachträglich unser EFH angeschlossen werden muss?

    Hat das Vor bzw. Nachteile ?!

    Wofür der Gf-TA gut ist, wurde schon hier angesprochen: "Deutsche Glasfaser: Gf-TA"

    Ich gehe davon aus, dass das in alten Ausbaugebieten auch so gemacht wird, wenn ein komplett neuer Anschluss gebaut wird. Vorhandene Anschlüsse werden nicht umgebaut, wenn ein Alt- oder Neukunde nur einen neuen Tarif bestellt. Ob es ein AON oder PON Anschluss ist, macht für die Installation des Gf-TA keinen Unterschied.


    Es war für die jedenfalls möglich mit der sogenantenn Erdkarete das Kabel bis zum Punkt zu schießen, wo das Loch in unseren Technik/Serverraum gemacht wurde. Das waren dann ungefährt 25 m.

    Die Erdrakete ist ungelenkt. Man muss also nicht nur am Ausgangspunkt gut zielen, sondern auch hoffen, dass nichts im Boden ist, was die Erdrakete von ihrem Weg abbringt. Deswegen wird meist nur über deutlich kürzere Distanzen "geschossen" und die Erdrakete in regelmäßigen Abständen wieder auf Kurs gebracht. Um die Ecke geht es mit der Erdrakete auch nur mit einem Zwischenloch.

  • Allerdings bekomme ich wenig verbindliche Aussagen von der DG, ob die den HÜP so weit in den Hof führen und dann in den Keller kommen (dazu müsste auch noch eine Linkskurve vom Hof zum Haus gemacht werden) wobei die Einfahrt auch noch etwas ansteigt, man also unter die mir bekannten 60cm Tiefe kommen wird.

    Da die deugl nicht selbst, sondern durch Subs den Tiefbau vornehmen lässt, ist es schwierig an verlässliche Auskünfte zu kommen. Aber: vor dem Baubeginn kommt die Hausbegehung und dort wird in einem Protokoll der Montageort des HÜPs und der ungefähre Kabelweg dorthin festgehalten. An diesen muss sich der Tiefbau auch halten. Vertraglich ist das wie folgt geregelt: Deine Buchung des Anschlusses stellt eine Absichtserklärung dar und nur nach dem von dir unterschriebenen Protokoll der Hausbegehung tritt der Vertrag rechtswirksam in Kraft. Sollte dir der Hausbegeher dein Anliegen nicht erfüllen können, dann kannst Du den Anschluss ablehnen und Du bist raus aus dem Vertrag.

    In der Praxis ist es durchaus nicht unüblich, das der Anschluss/die Verlegung des Kabels in die Immobilie/das Kopfloch tiefer als 30 bis 40 cm ausgeführt wird. Das musst Du dem Hausbegeher mitteilen! Bei uns im schönen Hessenland ist die Erdrakete extrem selten zum Einsatz gekommen, da war die menschliche Arbeitskraft der Arbeiter wahrscheinlich billiger als der Technikeinsatz, will sagen: hier wurde gegraben!

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