Glasfasernetzwerk im Haus aufbauen

  • Guten Morgen zusammen!

    Seit kurzem hat die Deutsche Glasfaser unseren Anschluss freigeschaltet.

    Im Moment ist die Situation im Haus so, dass der HÜP und der NT direkt nebeneinander im Keller montiert sind und von dort per Leerrohr ein Cat7 Kabel in den Flur im Erdgeschoss läuft, wo der Router hängt.

    Soweit, so gut. Nun habe ich überlegt, ein Netzwerk im Haus aufzubauen und dafür die nicht mehr benötigte Infrastruktur der alten Koaxialkabel vom Fernsehanschluss zu nutzen. Die Leerrohre liegen folgendermaßen: Es geht eins vom Hausanschluss im Keller bis ins Zimmer unterm Dach. Da sitzt ein Verteiler, von dem aus die Kabel wieder runter in die einzelnen Räume laufen. Warum die Verteilung nicht im Keller ist, weiß ich nicht, weil wir das Haus nicht gebaut haben. Aber egal, die Leerrohre liegen jetzt so.

    Jetzt zur Frage: Wenn ich diese Verteilung nutzen möchte, was benötige ich für Hardware und wie gehe ich da vor?

    Meine Vermutung wäre, vom Router wieder runter in den Hausanschlussraum, um in das Leerohr nach oben zu kommen. Dann dort einen Verteiler setzen und die Netzwerkkabel dann in die einzelnen Räume legen?

    Oder wäre es nicht sogar sinnvoller, den Router mit in den Keller zu hängen, von dort hoch zur Verteilung zu gehen und dann fürs WLAN einen Access Point an eine der dann verlegten Netzwerkdosen anzuschließen?

    Ich hoffe, ich konnte das halbwegs verständlich beschreiben und freue mich über jeden Tipp!

  • James : Im Obergeschoss zwei Kinderzimmer, plus ein Arbeitszimmer. Im Erdgeschoss das Wohnzimmer. Also vier Räume. Das wäre also kein Problem mit dem Router unterm Dach. Jetzt gibt’s nur ein Problem. Im ehemaligen Elternschlafzimmer im OG, dass inzwischen mein Sohn nutzt, ist auf der Dose ein Blinddeckel, unter den ich gerade mal geschaut habe. Leider liegt da aber kein Fernsehkabel, sondern analoges Telefon, das separat mit Leerrohr aus dem Keller kommt. Aber da die Leitung ja auch nicht mehr benötigt wird, wäre es ja möglich, doch den Router in den Keller zu hängen, von dort einmal durch die Kabel der alten Telefonleitung ins Kinderzimmer und den Rest über die Verteilung unterm Dach anschließen, oder?

    OK, dann bräuchte ich unterm Dach nen Switch, aber so teuer scheinen die ja nicht zu sein. Außerdem bräuchte ich ja dann den Premiumrouter (Fritz Box) nicht mehr zu mieten, sondern könnte die Standardausführung nehmen und das WLAN, wie gesagt, über AP betreiben.
    Was die bisherige Verteilung der Fernsehkabel angeht, die habe ich auch noch nicht zu 100% verstanden, ehrlich gesagt. Der Verteiler hat einen Eingang und vier Ausgänge. Entsprechend ist die Anzahl der Leerrohre, die oben liegen. Aber es liegen im Arbeits, und einem Kinderzimmer im OG, im Wohnzimmer zwei und in einem Wohnraum im Keller eine Fernsehdose. Macht also fünf. :/ Allerdings bin ich auch erst am Anfang meiner Überlegungen und würde mit der Demontage der nicht mehr benötigten Fernseh- und Telefonkabel auch erst anfangen, wenn ich weiß, dass es technisch möglich ist, das Netzwerk über die vorhandenen Leerrohre zu erstellen. Bzw wenn ich genau weiß, wie ich vorgehe.

  • Das ist nicht sinnvoll. Bitte den Vertrag lesen, und zwar die Leistungsbeschreibung, Abschnitt 10, "Tarif und Router-Wechsel".

    Danke für den Hinweis. Wäre theoretisch höchstens was im Rahmen der Wechselgarantie (haben den Giga1000 und wollen dann in den Classic400 Tarif, so hat es uns der Außendienstler der DG empfohlen). Aber da es ja den Classic Router auch nicht ohne Mietgebühr gibt, lohnt es sich wohl wirklich nicht. Dann sollte ich vielleicht lieber die FritzBox im Keller behalten und das WLAN für Smartphone etc. anstatt der Access Points über über die Fritz Box per Mesh aufbauen!?

  • Dann sollte ich vielleicht lieber die FritzBox im Keller behalten und das WLAN für Smartphone etc. anstatt der Access Points über über die Fritz Box per Mesh aufbauen!?

    Hi und willkommen im Forum,


    ich würde an deiner Stelle bei der FRITZ!Box als Premium-Router bleiben, damit hast Du auch zwei "Telefonleitungen" über die Du gleichzeitig telefonieren kannst. Das kann durchaus vorteilhaft sein und der Provider (hier die deugl) ist für die korrekte Basiskonfiguration verantwortlich.


    Grundsätzlich würde ich in jedes Zimmer eine LAN-Dose für kabelgebundenes Netzwerk installieren und zusätzlich einen Accespoint für WLAN. Leider gibt es von AVM aktuell keine Lösung wie Ubiquiti diese bietet. Du benötigst daher für den AVM Repeater (der als Accesspoint genutzt wird) eine separate Steckdose, um diesen dort einzustecken. PoE (d.h. Stromversorgung über das Netzwerkkabel) ist für AVM ebenfalls noch ein Fremdwort.


    Für AVM spricht natürlich eine hervorragende Integration aller Produkte aus deren Portfolio und ein überragender Updateservice über Jahre hinweg. Das Gesamtpaket ist sehr stimmig von den Berlinern! Ab FRITZ!OS 7.21 funktioniert das MESH ausgezeichnet, sofern man im AVM Universum bleibt. Jeder Hersteller hat seine eigene MESH-Lösung, die auch leider nicht zueinander kompatibel sind.

    Wie ein AVM Repeater via LAN-Brücke zum Accesspoint im MESH wird, ist hier beschrieben:

    https://at.avm.de/service/supp…-der-FRITZ-Box-verbinden/


    Die FRITZ!Box würde ich an dem Ort aufstellen, an dem auch ein DECT-Telefon benutzt wird, sofern diese direkt mit den Mobilteilen verbunden werden soll. Ist dies keine Voraussetzung, ist es gleich, wo diese steht und da würde ich den Aufstellort nach den geringsten baulichen Veränderungen auswählen. Im feuchten Keller oder einem Dachboden mit seinen extremen Temperaturschwankungen hat allerdings ein Consumergerät nichts verloren, das ist bitte zu bedenken.


    Und noch ein Tipp: Bevor Du die alten Kabel aus den Leerrohren ziehst, verbinde die neuen Kabel oder zumindest einen Einziehdrat daran, da sparst Du dir viel Arbeit!

  • Im feuchten Keller oder einem Dachboden mit seinen extremen Temperaturschwankungen hat allerdings ein Consumergerät nichts verloren, das ist bitte zu bedenken.

    Da ich nicht denke dass Sirius eine Tropfsteinhöhle in seinem Keller hat würde ich sagen das der Router dort schon betrieben werden kann. Je nach Ausbau des Dachbodens könnten sehr hohe Temperaturen dort schon zum Problem werden, wenn das Dach aber gut gedämmt ist sollte es kein Problem sein.

  • Also mit unterm Dach meinte ich einen Wohnraum, keinen Dachboden. Die Temperaturen sind also auch im Sommer ok.

    Und der Hausanschlussraum hat auch eine ganz normale Luftfeuchtigkeit. Da hängen ja auch schon HÜP und NT, sowie auch die Hausanschlüsse von Telefon und Kabelfernsehen. Was mir da mehr zu schaffen macht ist das Argument mit dem Telefon, denn das habe ich nicht bedacht. Dect wird wohl vom Keller aus nicht gehen, vermute ich mal. Oder man müsste erst ein Telefonkabel zum Router runter ziehen. Das ganze scheint doch nicht ganz so einfach zu sein...

  • Was mir da mehr zu schaffen macht ist das Argument mit dem Telefon, denn das habe ich nicht bedacht. Dect wird wohl vom Keller aus nicht gehen, vermute ich mal. Oder man müsste erst ein Telefonkabel zum Router runter ziehen. Das ganze scheint doch nicht ganz so einfach zu sein...

    Nun ja, eine zweite FB als MESH-Repeater dort wo DECT benötigt wird, könnte die Lösung sein:

    https://avm.de/service/fritzbo…Mesh-Repeater-einrichten/


    Das muss keine zweite 7590 sein, es darf gerne auch kleiner und/oder älter sein. Die Anforderungen sind im Link zu finden.

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  • Es gibt noch eine weitere, etwas radikalere Lösung. Telefonie ganz normal in dem MESH Master einrichten und auf dem iOS bzw. Android Gerät die FRITZ!App Fon installieren und an dem Master anmelden. Damit hast Du deine Festnetznummern auf dem mobilen Gerät und die Telefonie findet technisch über WLAN statt. Dies kann auch zusätzlich zu dem bisherigen Telefon genutzt werden.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das es ganz hervorragend funktioniert. Einfach ausprobieren, kostet ja nichts. Ältere Smartphones können so wiederverwendet und auf DECT verzichtet werden. Der WAF ist allerdings niedriger als die "klassische" Lösung.

  • Danke schon mal für die Tipps. Habe das mit der Fritz Fon App einfach schonmal ausprobiert, funktioniert super. Trotzdem werde ich mich nochmal gründlich in das Thema mit dem Mesh einlesen, aber das wird ja auf jeden Fall hinzukriegen sein:)

    Ich habe mir inzwischen die alten Fernsehkabeldosen mal angesehen. Da ist es ja, wie gesagt, so, dass ich eine Dose mehr habe als von oben Kabel aus der Verteilung kommen. Und zwar ist es so:

    Ein Kabel geht von oben in eine der beiden Dosen ins Wohnzimmer, ein zweites geht durchs selbe Leerrohr, geht aber an der Dose vorbei in den Wohnraum im Keller. Da ist auch eine Fernsehdose angeschlossen. Von dieser aus geht dann das Kabel wieder hoch, in die andere Ecke des Wohnzimmers, wo die zweite Fernsehdose sitzt. Und diese ist leider die, wo unser TV steht, und die ich auf jeden Fall nutzen möchte.

    Jetzt stellt sich mir folgende Frage:

    Kann man eine Netzwerkdose auch so anschließen wie derzeit die Fernsehdose? Also quasi auf „Durchgang“? Wenn nicht, hätte ich ja nur die Möglichkeit, die Dose im Keller einfach nur als Durchgangspunkt ohne Anschluss zu nutzen, um wieder nach oben zum TV zu kommen. Also Blinddeckel drauf und gut. Lieber wäre mir ja, falls technisch möglich, die erste Variante.

    Ich hoffe, ihr könnt meinen Aufführungen soweit folgen. Ich weiß, es ist immer etwas kompliziert, wenn man das nicht live sieht...


    EDIT: Was mir gerade noch einfällt: Falls eine Durchgangsdose nicht möglich ist, ginge doch bestimmt eine Doppeldose? Also von oben das Netzwerkkabel anschließen, am zweiten Anschluss wieder weg gehen ins Wohnzimmer, und die beiden Anschlüsse einfach mit einem kurzen Kabel verbinden. Ggf ein Switch, um unten den Netzwerkanschluss nutzen zu können?

    Sähe sicher nicht so elegant aus, aber müsste technisch funktionieren, oder?

  • Kann man eine Netzwerkdose auch so anschließen wie derzeit die Fernsehdose? Also quasi auf „Durchgang“? Wenn nicht, hätte ich ja nur die Möglichkeit, die Dose im Keller einfach nur als Durchgangspunkt ohne Anschluss zu nutzen, um wieder nach oben zum TV zu kommen. Also Blinddeckel drauf und gut. Lieber wäre mir ja, falls technisch möglich, die erste Variante.

    Twisted Pair/RJ45-Verkabelung ist immer sternförmig! Durchgangsdosen vergleichbar mit Token-Ring gibt es nicht. Jede Dose erfordert ihr eigenes Kabel, wenn man von Schweinereien nach dem Motto aus dem Gigabit-Kabel mal schnell 2 x 100 Mbit gemacht absieht. Dafür sind wir hier aber im falschen Forum;)

    Möglich ist es natürlich immer mit einem Switch mehrere Dosen/Kabel auf eine Leitung zu bringen.

  • Bisher waren wir bei der Telekom, das lief sich übers Internet (vectoring). Ich hatte dafür schon ein Cat7 Kabel liegen, vom Router im Flur bis zum Fernseher. Allerdings über/ hinter den Fußleisten entlang und mit Aufputz Dosen. Die Installation wollte ich mit den neuen Kabeln/ Unterputzdosen ersetzen. Deshalb sind die Koaxialkabel jetzt schon überflüssig.

  • Also ist nur das Problem dass nicht jede Dose ein eigenes Leerrohr hat, du könntest versuchen ob du zwei Cat7 Kabel durch ein Leerrohr bekommst. Das eine lässt du dann in der ersten Dose enden und das andere in der nächsten.

  • Nicht ganz. Also das Kabel zu der Dose, das ich für den Fernseher nehmen möchte, macht einen Umweg durch den Keller da ist eine Fernsehdose abgeschlossen, von dieser Dose aus geht es dann durch ein separates Rohr wieder hoch zu der gewünschten Fernsehdose. Man kann also die gewünschte Dose ( die zweite im Wohnzimmer liegt in der komplett anderen Ecke) nur über den Umweg durch den Keller erreichen. Aber da werde ich dann entweder einfach glatt durch legen und die Dose im Keller blind machen, oder mit der Doppeldose und Patchkabel arbeiten. Da hätte ich immer noch die Option für ein Switch, wenn ich den Anschluss da unten mal benötige.

  • OK, damit wären die grundlegenden Fragen für mich erstmal geklärt. Zu den Dosen: Wir haben im Haus Steckdosen und Lichtschalter von Gira (Abdeckungen System 55). Ich habe hier im Forum schon mal was von Telegärtner gelesen, und die Dosen kosten ja deutlich weniger als Gira. Weiß jemand, ob die Telegärtner Dosen mit Gira System 55 kompatibel sind?

  • Ich empfehle, die Anschlüsse mit Keystone-Modulen und Tragringen zu machen, die kompatibel zu TAE-Abdeckungen sind. Diese Lösung ist günstiger und meiner Meinung nach auch viel angenehmer zu installieren als Doppelnetzwerkdosen. Einfach mal nach Tragring TAE Keystone suchen.

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