Erfahrungen mit OpenInfra und Internetnord

  • Ich mache sie an meinen Beobachtungen fest. Und die sind negativ, wie in der Vergangenheit schon öfter gesehen und oben wieder gezeigt. Wenn ich nicht das bekomme, was ich aufrufe, dann ist das eine negative Erfahrung.

    Und das ist völlig valide, solange du nicht mithilfe dieser Einzelerfahrung einen Test mit 800 Millionen Datenpunkte diskreditieren willst.

  • Die Anbieter können sich jederzeit um direktes Peering bemühen.
    Das machen ja auch die meisten.

    Eine Sichtweise. Eine andere Sichtweise ist, dass die Telekom hier gegen den Geist der EU Verordnung 2015/2120 verstoesst:

    Zitat

    (4)

    Ein Internetzugangsdienst bietet unabhängig von den vom Endnutzer verwendeten Netztechnologien und Endgeräten den Zugang zum Internet und somit grundsätzlich zu all seinen Abschlusspunkten. Es ist jedoch möglich, dass aus nicht von den Internetzugangsanbietern zu vertretenden Gründen bestimmte Abschlusspunkte des Internets nicht immer zugänglich sind. Daher sollte gelten, dass ein Anbieter seiner Verpflichtung im Zusammenhang mit der Bereitstellung eines Internetzugangsdienstes im Sinne dieser Verordnung nachgekommen ist, wenn der betreffende Dienst eine Anbindung an nahezu alle Abschlusspunkte des Internets bereitstellt. Daher sollten die Internetzugangsanbieter die Anbindung an keinen zugänglichen Abschlusspunkt des Internets beschränken.

    Zitat

    (9)

    Ziel eines angemessenen Verkehrsmanagements ist es, zu einer effizienten Nutzung der Netzressourcen und zur Optimierung der Gesamtübermittlungsqualität entsprechend den objektiv unterschiedlichen Anforderungen an die technische Qualität der Dienste bei speziellen Verkehrskategorien und somit den übermittelten Inhalten, Anwendungen und Diensten beizutragen. Von den Internetzugangsanbietern angewandte angemessene Verkehrsmanagementmaßnahmen sollten transparent, nichtdiskriminierend und verhältnismäßig sein, und sie sollten nicht auf kommerziellen Erwägungen beruhen. Die Anforderung, dass Verkehrsmanagementmaßnahmen nicht diskriminierend sein dürfen, schließt nicht aus, dass die Internetzugangsanbieter zur Optimierung der Gesamtübermittlungsqualität Verkehrsmanagementmaßnahmen anwenden, bei denen zwischen objektiv verschiedenen Verkehrskategorien unterschieden wird. Um die Gesamtqualität und das Nutzererlebnis zu optimieren, sollte jede derartige Differenzierung nur auf der Grundlage objektiv verschiedener Anforderungen an die technische Qualität der Dienste (beispielsweise in Bezug auf Verzögerung, Verzögerungsschwankung, Paketverlust und Bandbreite) bei bestimmten Verkehrskategorien, nicht aber auf Grundlage kommerzieller Erwägungen zulässig sein. Derartige differenzierende Maßnahmen sollten in einem angemessenen Verhältnis zum Zweck der Optimierung der Gesamtqualität stehen und gleichartigen Verkehr gleich behandeln. Derartige Maßnahmen sollten nicht länger als erforderlich beibehalten werden.

    Zitat

    (15)

    Drittens könnten Maßnahmen, die über derartige angemessene Verkehrsmanagementmaßnahmen hinausgehen, auch erforderlich sein, um eine drohende Netzüberlastung zu vermeiden, d. h. in Situationen, in denen sich die Überlastung abzeichnet, und zur Milderung der Auswirkungen einer Netzüberlastung, sofern diese Netzüberlastung nur zeitweilig oder unter außergewöhnlichen Umständen auftritt. Nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist es erforderlich, dass auf diese Ausnahme gestützte Verkehrsmanagementmaßnahmen gleichartige Verkehrskategorien gleich behandeln. Eine zeitweilige Überlastung sollte so verstanden werden, dass sie sich auf spezielle Situationen von kurzer Dauer bezieht, in denen ein plötzlicher Anstieg der Zahl der Nutzer über die Zahl der regelmäßigen Nutzer hinaus oder ein plötzlicher Anstieg der Nachfrage nach einzelnen Inhalten, Anwendungen oder Diensten die Übertragungskapazität einiger Netzkomponenten übersteigt und den Rest des Netzes schwerfälliger reagieren lässt. Eine zeitweilige Überlastung könnte insbesondere in Mobilnetzen auftreten, die variableren Bedingungen — wie etwa physische Störungen, geringere Versorgung in Gebäuden oder eine variable Zahl aktiver Nutzer mit Standortveränderungen — unterliegen. Es kann zwar vorhersehbar sein, dass eine derartige zeitweilige Überlastung gelegentlich an einigen Punkten des Netzes auftritt, und zwar so, dass sie nicht als außergewöhnlich betrachtet werden kann, ohne jedoch oft genug oder für so lange Zeiträume aufzutreten, dass eine Kapazitätserweiterung in wirtschaftlicher Hinsicht gerechtfertigt wäre. Eine außergewöhnliche Überlastung sollte so verstanden werden, dass sie sich — sowohl in Mobil- als auch in Festnetzen — auf unvorhersehbare und unvermeidbare Situationen der Überlastung bezieht. Mögliche Gründe für diese Situationen sind beispielsweise technisches Versagen — etwa ein Diensteausfall aufgrund beschädigter Kabel oder anderer beschädigter Infrastrukturkomponenten, unerwartete Änderungen bei der Verkehrslenkung oder eine erhebliche Zunahme des Netzverkehrs aufgrund von Notsituationen oder andere außerhalb der Kontrolle des Internetzugangsanbieters liegende Situationen. Diese Überlastungsprobleme dürften nicht sehr häufig auftreten, sind aber möglicherweise schwerwiegend und nicht zwangsläufig von kurzer Dauer. Die Erforderlichkeit, über die angemessenen Verkehrsmanagementmaßnahmen hinausgehende Verkehrsmanagementmaßnahmen anzuwenden, um den Auswirkungen einer zeitweiligen oder außergewöhnlichen Netzüberlastung vorzubeugen oder sie zu mildern, sollte den Betreibern von Internetzugangsdiensten nicht die Möglichkeit bieten, das allgemeine Verbot der Blockierung, Verlangsamung, Veränderung, Beschränkung, Störung, Schädigung oder Diskriminierung bestimmter Inhalte, Anwendungen oder Dienste oder bestimmter Kategorien derselben zu umgehen. Für wiederkehrende und länger dauernde Fälle von Netzüberlastungen, bei denen es sich weder um außergewöhnliche noch um zeitweilige Überlastungen handelt, sollte nicht auf diese Ausnahmen zurückgegriffen werden können, sondern sie sollten vielmehr im Wege einer Erweiterung der Netzkapazität angegangen werden.


    Die Telekom verkauft ihren Kunden Internetzugang und steht damit in der Pflicht diesen nicht aus kommerziellem Interesse artifiziell einzuschraenken. Aber genau das tut die Telekom beim vorsaetzlichen Unterpeering prinzipiell. Die heisslaufenden Peerings (die die Telekom mit geringen Kosten erweitern koennte) dienen nur dem Zweck den Zugang zu den Endkunden der Telekom nochmals verkaufen zu koennen. Aber es ist eine Sache dem Geiste der Verordnung zu wider zu handeln und eine Andere dafuer belangt zu werden.

    Die Kritik konnte ich beim letzten Mal bereits nicht nachvollziehen und da kommt dann der Punkt, wo ich das zu den Akten lege, da wir uns im Kreis drehen. Auch heute gibt es für mich keinerlei Erkenntnisgewinn.

    Dann eruebrigt sich eine weitere Diskussion zwischen uns beiden zu diesem Thema, mehr als explizit klar machen warum der Test fuer unseren Zweck ungeeignet ist kann ich kaum leisten.

    Da halte ich mich lieber an Messpunkte, die bei 736.000 Anschlüssen erhoben wurden. Im realen Leben.

    Messpunkte, von denen Du erkennbar nicht weisst wie die zu interpretieren sind. Du laesst Dich da IMHO von einer grossen Zahl blenden ohne zu hinterfragen in wie weit diese Zahl repraesentativ ist.

  • Und das ist völlig valide, solange du nicht mithilfe dieser Einzelerfahrung einen Test mit 800 Millionen Datenpunkte diskreditieren willst.

    Letzte Meldung, die Crowsourcing-Messung hat weder den Zweck die Peeringqualitaet von ISPs objektiv zu vergleichen, noch ist sie zu diesem Zweck geeignet. Daher sind diese 800 Millionen/Milliarden/... Datenpunkte fuer unsere Diskussion komplett irrelevant.

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  • Und das ist völlig valide, solange du nicht mithilfe dieser Einzelerfahrung einen Test mit 800 Millionen Datenpunkte diskreditieren willst.

    Wenn es nur eine Einzelerfahrung wäre. Und das lässt zumindest mich auch an diesem Test erheblich zweifeln.

  • Leider doch, denn sie spiegeln die Nutzererfahrung wider. Und nur die ist aus Kundensicht relevant, oder etwa nicht?

    Jetzt kenne ich aber keinen dieser vielen Nutzer persönlich, um ihn zu fragen, ob das so stimmt oder nicht.

    Aber ich "kenne" einen Nutzer mit gegenteiliger Erfahrung.

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  • Leider doch, denn sie spiegeln die Nutzererfahrung wider.

    In wie weit das? Der Test hat aktive Messungen gegen Server die die Nutzer in dem moment gar nicht brauchen, und passive Tests bei denen der Test nicht weiss was gerade passiert, ist die Uebertragungsrate gerade Sender-, Empfaenger-, oder Netzwerk-limitiert und wie bewertet der Nutzer das. Das weiss der Test nicht und da fragt er Test auch den Nutzer nicht nach...

  • Der Test hat aktive Messungen gegen Server die die Nutzer in dem moment gar nicht brauchen, und passive Tests bei denen der Test nicht weiss was gerade passiert, ist die Uebertragungsrate gerade Sender-, Empfaenger-, oder Netzwerk-limitiert und wie bewertet der Nutzer das.

    Die genauen Metriken wird umlaut wohl nicht preisgeben. Aber deine Schlussfolgerung ist ebenso einfach Spekulation.

    Da in vielen Haushalten über viele verschiedene Provider gemessen wird, kann man das durchaus in Bezug setzen. Auch passive Daten in den genutzten Apps lassen einige Schlussfolgerungen zu.

    Such doch mal den Kontakt zu umlaut und äußere deine Bedenken. Vielleicht wird man sie ausräumen.

    Und für mich gilt darüber hinaus: Einer mir (zwar im Detail unbekannten), aber umfangreichen Datenbasis schenke ich deutlich mehr Glauben, als die hier angeführte anekdotische "Evidenz". Insbesondere dann, wenn darauf basierend hanebüchene Schlussfolgerungen ("schlechtester ISP" oder ähnliche Stammtischparolen) gezogen werden.

  • Die genauen Metriken wird umlaut wohl nicht preisgeben. Aber deine Schlussfolgerung ist ebenso einfach Spekulation.

    Das ist inkorrekt, meine Schlussfolgerungen sind aus der Beschreibung des Tests bei Connect abgeleitet (ich zitiere den Text explizit). Mir draengt sich der Eindruck auf, Du hast weder die Beschreibung bei Connect noch meine Analyse/Zerlegung derselben gelesen... ja natuerlich spekuliere ich auf Basis dieser unvollstaendigen Informationen, aber auf welcher Basis spekulierst Du denn?

    Da in vielen Haushalten über viele verschiedene Provider gemessen wird, kann man das durchaus in Bezug setzen. Auch passive Daten in den genutzten Apps lassen einige Schlussfolgerungen zu.

    Ja, aber keine Aussage zur Peering/Transit-Qualitaet eines ISPs... aber darum geht es hier...

    Such doch mal den Kontakt zu umlaut und äußere deine Bedenken. Vielleicht wird man sie ausräumen.

    Ich habe auf Basis der veroeffentlichen Informationen ein relativ klares Bild gewonnen was der Test leistet, und was er nicht leistet. Wenn Umlaut da mit mir drueber sprechen will, berate ich die gerne, allerdings nicht aus reiner Herzensguete und fuer ein warmes Wort.

    Und für mich gilt darüber hinaus: Einer mir (zwar im Detail unbekannten), aber umfangreichen Datenbasis schenke ich deutlich mehr Glauben,

    Es geht hier nicht um Glauben, es geht um Wissen, also um Fakten, und da verwechselst Du IMHO Masse mit Klasse. Ist aber auch egal, das vorsaetzliche Unterpeering der Telekom ist kein Geheimnis und deren hohe Transit-/Peeringpreise auch nicht, das mag Dir gehen den Strich gehen, aendert aber nichts an der Lage. Und da ich erwarte, dass nichts diesseits von einem expliziten Gestaendnis von Timotheus Höttges oder einem einschlaegigen Urteil eines Gerichtes davon ueberzeugen wird, dass dem so ist, werde ich das jetzt hier im Thread wo es klar OT ist ruhen lassen.

    Ueber den Connect Test koennen wir hier weiterdiskutieren.

    Fuer die Unterpeering Situation sollten wir einen neuen Thread eroeffnen...

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  • aber keine Aussage zur Peering/Transit-Qualitaet eines ISPs... aber darum geht es hier...

    Und damit dürften wir das Problem gefunden haben.

    Diese (akademische) Baustelle machst du auf. Ich habe nicht davon gesprochen, sondern nehme explizit die Sicht des Kunden ein. Mir scheint, dass du mir nicht sonderlich gut folgst, um mal deinen Vorwurf aufzugreifen.

    Und damit erklärt sich auch meine Schlussfolgerung zu den Ergebnissen von umlaut.

  • Davor zu warnen, durch einen Wechsel von Glasfaser zu DSL unnötigerweise seine Internetanbindung durch die Wahl des falschen Providers zu verschlechtern. Der Wechsel des Mediums ist ja traurig genug, da muss man nicht noch mehr riskieren.

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  • Deutsche Glasfaser

    Ping wird ausgeführt für dietpi.com [188.114.96.3] mit 32 Bytes Daten:
    Antwort von 188.114.96.3: Bytes=32 Zeit=6ms TTL=58
    Antwort von 188.114.96.3: Bytes=32 Zeit=6ms TTL=58
    Antwort von 188.114.96.3: Bytes=32 Zeit=6ms TTL=58
    Antwort von 188.114.96.3: Bytes=32 Zeit=6ms TTL=58

    Ping-Statistik für 188.114.96.3:
    Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0
    (0% Verlust),
    Ca. Zeitangaben in Millisek.:
    Minimum = 6ms, Maximum = 6ms, Mittelwert = 6ms


    Ping wird ausgeführt für nordee.de [104.21.9.158] mit 32 Bytes Daten:
    Antwort von 104.21.9.158: Bytes=32 Zeit=7ms TTL=58
    Antwort von 104.21.9.158: Bytes=32 Zeit=6ms TTL=58
    Antwort von 104.21.9.158: Bytes=32 Zeit=6ms TTL=58
    Antwort von 104.21.9.158: Bytes=32 Zeit=6ms TTL=58

    Ping-Statistik für 104.21.9.158:
    Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0
    (0% Verlust),
    Ca. Zeitangaben in Millisek.:
    Minimum = 6ms, Maximum = 7ms, Mittelwert = 6ms

  • Davor zu warnen, durch einen Wechsel von Glasfaser zu DSL unnötigerweise seine Internetanbindung durch die Wahl des falschen Providers zu verschlechtern. Der Wechsel des Mediums ist ja traurig genug, da muss man nicht noch mehr riskieren.

    Nun ja, das muss ja jeder für sich entscheiden. Vorab: ich bin kein Telekom-Fan oder Telekom-Gegner. Ich hatte bis vor kurzem beides (VDSL Telekon, GF OpenInfra) parallel laufen. Auf beiden Seiten muckt‘s gelegentlich. Die Zeit oder Muse, mich mit den Ursachen so ausführlich zu beschäftigen, wie Ihr das in Eurer etwas erhitzten Diskussion tut, habe ich nicht. Als einigermaßen Normalo-Nutzer kann ich mit beiden gut leben. Mir ist wichtig, dass es keine Komplettausfälle gibt (hatte ich bei GF jetzt einmal, unter Anfangsproblemen verbucht) und dass unter der Woche mein VPN zum Arbeitgeber stabil läuft. Ist/war auch auf beiden Anschlüssen gegeben, wenngleich ich den subjektiven Eindruck hatte, dass das über GF flüssiger lief/läuft. Also falls ich wechseln wollen würde, was aktuell gar nicht der Fall ist, wüsste ich, was mich bei meinem Nutzungsverhalten im Regelfall erwartet. Besser darf‘s natürlich immer werden. ;)
    Schöne Feiertage!

  • Nun ja, das muss ja jeder für sich entscheiden.

    Kann er ja nicht, wenn Falschinformationen immer wiederholt werden.

    Also falls ich wechseln wollen würde, was aktuell gar nicht der Fall ist, wüsste ich, was mich bei meinem Nutzungsverhalten im Regelfall erwartet.

    Aber du weißt nicht alles, weil du die anderen auf Telekom DSL verfügbaren Provider gar nicht ausprobiert hast. Das war aber mein Punkt, die Telekom ist meiner Meinung nach der schlechteste Provider auf ihrem eigenen VDSL-Netz, je nach Wohnort hast du dort aber 4/5/6/7 verschiedene Anbieter zur Auswahl, deren Internetdienst sich tatsächlich von der Telekom unterscheidet.

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  • Kann er ja nicht, wenn Falschinformationen immer wiederholt werden.

    Aber du weißt nicht alles, weil du die anderen auf Telekom DSL verfügbaren Provider gar nicht ausprobiert hast. Das war aber mein Punkt, die Telekom ist meiner Meinung nach der schlechteste Provider auf ihrem eigenen VDSL-Netz, je nach Wohnort hast du dort aber 4/5/6/7 verschiedene Anbieter zur Auswahl, deren Internetdienst sich tatsächlich von der Telekom unterscheidet.

    Du merkst aber schon, dass der unbeteiligte Normalo-Nutzer deinen Interessen so gar nicht nachvollziehen kann. ;)
    Er hat beides zum Testen gleichzeitig am Start und er kann für sein Nutzerverhalten so gar keine Einschränkungen feststellen. Warum soll er jetzt deine Problem-Server nutzen, wenn die ihn so gar nicht interessieren?
    Und da geht es mir genau so.
    Ich habe in den letzten 2 Tagen mit den 5 Nutzern in unseren beiden Wohnungen mit Telekom Glasfaser und VDSL gesprochen. Keiner hat auch nur ansatzweise Einschränkungen feststellen können. 2 Deutschen davon sind aus Australien (Studium und Arbeit) und arbeiten über die Leitung, den war eine stabile Leitung wichtig.

  • Er hat beides zum Testen gleichzeitig am Start und er kann für sein Nutzerverhalten so gar keine Einschränkungen feststellen. Warum soll er jetzt deine Problem-Server nutzen, wenn die ihn so gar nicht interessieren?

    Das Problem ist hier IMHO "kann für sein Nutzerverhalten so gar keine Einschränkungen feststellen". Die Symptome sind: zur Spitzenzeiten erhoehte Latenz/jitter und Paketverlust und als Konsequenz geringerer Durchsatz.

    Jetzt zeigt mir den "Normalo-Nutzer" der das a) bemerkt und das b) wenn er/sie es denn bemerkt die Verantwortung nicht auf den Serverbetreiber schiebt?

    Das Spiel welches die Telekom (und andere ISPs die die Voraussetzungen erfuellen*) hier spielt ist (IMHO in der Umsetzung kompetent), dafuer zu sorgen, dass Zugang ueber Transitanbieter fuer Inhalteanbieter (die ihren Service praezise ueberwachen duerften) mit messbaren Performanceeinbussen einhergeht, waehrend die Endnutzer das idealer weise entweder nicht bemerken, oder aber es dem Inhalteanbieter zuschreiben...


    *) Das geht nur wenn man selber so gross ist nicht auf Transit angewiesen zu sein**, und zusaetzlich ausreichend viele Endkunden in einem lukrativen Markt versorgt... Das Vodafone, O2, DG, MNet, ... das nicht auch versuchen, hat IMHO weniger mit fairerem Geschaeftsgebaren dieser Unternehmen zu tun (so gerne ich das glauben will) und mehr damit, dass sie im deutschen Markt schlicht nicht so aufegestellt sind, dass sie diese Masche versuchen koennen.

    **) Bzw. wenn man Transit braucht muss man mit einen Transitprovider zusammenarbeiten, so wie Telekom und SwissCom es in der Vergangenheit gemacht hatten, siehe hier bei Init7.

  • Warum soll er jetzt deine Problem-Server nutzen, wenn die ihn so gar nicht interessieren?
    Und da geht es mir genau so.

    Weil die Firmenpolitik der Telekom in der Hinsicht einzigartig ist, dass dir keiner versichern kann, dass es bei den exemplarischen Einschränkungen bleibt. Schon morgen könnte dein Lieblingsdienst betroffen sein, der keine Lust mehr hat, Schutzgeld zu zahlen. Bei allen anderen Providern riskierst du das nicht. Klingt blöd, aber es geht ums Prinzip.

    Keiner hat auch nur ansatzweise Einschränkungen feststellen können

    Das ist aber kein Gegenbeweis. Das ist, wie wenn ich sage, ich musste noch nie hungern und drum gäbe es keinen Hunger und kein Elend in der Welt.

    Meine Logik sieht so aus: Die Telekom hält an ihren Prinzipien fest, jeder der die Wahl hat, sollte dringend unterlassen, dies zu unterstützen. Sie darf sich gern ihre Brötchen als Netzbetreiber verdienen und macht dort gute Arbeit, aber du betrügst dich nur selbst damit, wenn du dich auch für ihren Internetdienst entscheidest.

    Sollte die Telekom sich entscheiden, entweder ihre dauerhaften Preise massiv zu senken, oder ihre Peering-Eigenheiten aufzugeben, bin ich still. In der Zwischenzeit wird es von mir immer wieder die gleichen Einwürfe geben.

    BTW: Der unbeteiligte Normalo liest hier nicht einmal mit. Wenn man aber anfängt, zu recherchieren, kann das schon ein ganz unschöner Aha-Moment sein. Klingt überzogen, aber für mich waren zeitweise zwei der drei Dinge, die ich im Internet machen wollte, wegen der Peering-Geschichte nicht richtig nutzbar und so wie die Meisten wohl habe ich damals die Schuld erst bei instabilem DSL und dann bei den Diensteanbietern vermutet, bis ich später dazulernte und erfuhr, dass unsere Leitung stabil ist und sich das alles über andere Provider rund um die Uhr einwandfrei nutzen lässt.

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  • Aber du weißt nicht alles, weil du die anderen auf Telekom DSL verfügbaren Provider gar nicht ausprobiert hast.

    Nun ja, tatsächlich hatte ich auch Zeiten ohne Telekom DSL. 😉 In dem Fall O2/Telfonica. Was allerdings auch einige Jahre her ist. Da gab‘s das Peering Thema in der Art meines „Wissens“ nach noch nicht.

    Wenn ich recht drüber nachdenke, dann könnte mein Sohn durchaus auch „Opfer“ der Peering-Strategie der Telekom gewesen sein. Der beklagte sich immer wieder, dass die EA-Server zur abendluchen Primetime schlecht erreichbar gewesen seien. Ich hatte das allerdings eher als Unterdimensionierung eingestuft, nicht als Peering-Problem. Ganz sicher, ob das nach Wechsel auf die GF-Leitung auch noch so war, bin ich mir nicht. Und was ich auf die Schnelle herausgefunden habe, gibt es wohl keine gesicherten Erkenntnisse, dass EA Cloudflare nutzt. Ist für mich in meinem konkreten Fall ein wenig Kaffeesatzleserei.


    Grundsätzlich finde ich es ja okay, dass Du auf die Peering-Problematik hinweist. Die Aufklärung darüber gibt es sicherlich, ist aber vermutlich nicht in dem Maße, wie sie sein könnte. Ich habe mal über den aktuellen DSL-Anbietervergleich in der c‘t quergelesen, da habe ich keinen Hinweis auf die Peering-Thematik finden können. Und c‘t hätte ich jetzt schon so eingeschätzt (und erlebt), dass sie auch auf unangenehme Dinge hinweisen, ohne darauf zu achten, ob sie sich damit einen Werbekunden verprellen (die dürften nämlich eine genügend breite Brust haben um zu sagen „wir sind auch ein großer Player mit entsprechender Reichweite, auf die Ihr Werbekunden vielleicht nicht verzichten wollt“).

    Naja, ich bin jetzt bei OpenInfra, habe aktuell keine Wechselpläne und wenn auch bei mir irgendwann eine Preiserhöhung eintrudelt (und das was Anlass für diese Nebendiskussion), dann kann ich immer noch entscheiden

  • Grundsätzlich finde ich es ja okay, dass Du auf die Peering-Problematik hinweist. Die Aufklärung darüber gibt es sicherlich, ist aber vermutlich nicht in dem Maße, wie sie sein könnte. Ich habe mal über den aktuellen DSL-Anbietervergleich in der c‘t quergelesen, da habe ich keinen Hinweis auf die Peering-Thematik finden können.

    Die Problematik ist sogar im Mobilfunk spürbar. Wenn nach dem Umschalten des Dual-SIM-Handys von magenta 5G 3600 MHz auf blaues LTE 800 MHz die Cloudflare wieder flüssig läuft.

    Der Laie wird es immer auf den Empfang schieben.