Deutsche Glasfaser - Performance bei Netzen im Aufbau

  • Es ist nicht unmöglich, dass es am Provider liegt, aber wenn es zu keiner Tageszeit möglich ist, die volle Bandbreite zu messen, sollte man überprüfen, ob man im eigenen Netz einen Flaschenhals hat. Das macht man, indem man eine vergleichbare Messung im LAN macht (z.B. mit iPerf3 zwischen zwei Endgeräten). Außerdem sollte man den Router als Engpass ausschließen, indem man eine Messung direkt am NT macht, möglichst außerhalb der Hauptverkehrszeiten am Morgen und abends zwischen 20 und 24 Uhr. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, warum ein Netzwerk nicht die erwartete Leistung bringt. Das geht von störender Software über Konfigurationsfehler, schlechte Kabel und Powerline Adapter bis zu ungeeigneter oder defekter Hardware. Wenn man es geschafft hat, stabil mindestens 940Mbit/s zu messen, dann kann man dem Messsystem halbwegs vertrauen.

    Hi alfalfa,

    genau deine Maßnahmen habe ich alle ausprobiert.

    iperf zwischen fritzbox und Rechner (über udp).

    Code
    1. Client connecting to 192.168.1.100, UDP port 4711
    2. UDP buffer size: 64.0 KByte (default)
    3. ------------------------------------------------------------
    4. [ 3] local 192.168.1.13 port 47394 connected with 192.168.1.100 port 4711
    5. [ ID] Interval Transfer Bandwidth
    6. [ 3] 0.0000-10.0002 sec 1.11 GBytes 956 Mbits/sec

    iperf3 zwischen den einzelnen Rechnern.

    Code
    1. [ ID] Interval Transfer Bandwidth
    2. [ 4] 0.00-10.00 sec 1.10 GBytes 941 Mbits/sec sender
    3. [ 4] 0.00-10.00 sec 1.09 GBytes 939 Mbits/sec receiver

    iperf3 ins Internet

    Code
    1. [SUM] 0.00-300.01 sec 18.3 GBytes 525 Mbits/sec 54205 sender
    2. [SUM] 0.00-300.00 sec 18.3 GBytes 524 Mbits/sec receiver
    3. snd_tcp_congestion cubic

    Direkt an der fritzbox gemessen ...

    Die Bandbreite ist auch nicht fest bei 600 MBit im Download. Die schwankt zwischen 300 und 600, je nach Tageszeit.

    Heute z.B. (PS Uhrzeit ist GMT)

    Code
    1. "Download IST";"Upload IST";"Ping IST";"Version";"Betriebssystem";"Internet-Browser";"Datum";"Uhrzeit"
    2. "619672077";"523148580";"9";"4.7";"Linux";"Chrome Headless 80.0.3987.0";"26.09.2021";"07:26:22"
    3. "550046295";"521828110";"9";"4.7";"Linux";"Chrome Headless 80.0.3987.0";"26.09.2021";"07:28:54"
    4. "513441083";"522272559";"8";"4.7";"Linux";"Chrome Headless 80.0.3987.0";"26.09.2021";"07:39:56"
    5. "616950889";"521226564";"11";"4.7";"Linux";"Chrome Headless 80.0.3987.0";"26.09.2021";"07:49:50"
    6. "489656853";"520768929";"7";"4.7";"Linux";"Chrome Headless 80.0.3987.0";"26.09.2021";"09:25:25"
    7. "603475775";"523109372";"7";"4.7";"Linux";"Chrome Headless 80.0.3987.0";"26.09.2021";"09:28:21"
    8. "574720144";"501496045";"7";"4.7";"Linux";"Chrome Headless 80.0.3987.0";"26.09.2021";"09:30:15"
    9. "504100081";"520690904";"7";"4.7";"Linux";"Chrome Headless 80.0.3987.0";"26.09.2021";"10:49:51"
  • Es ist nicht unmöglich, dass es am Provider liegt, aber wenn es zu keiner Tageszeit möglich ist, die volle Bandbreite zu messen, sollte man überprüfen, ob man im eigenen Netz einen Flaschenhals hat. Das macht man, indem man eine vergleichbare Messung im LAN macht (z.B. mit iPerf3 zwischen zwei Endgeräten). Außerdem sollte man den Router als Engpass ausschließen, indem man eine Messung direkt am NT macht, möglichst außerhalb der Hauptverkehrszeiten am Morgen und abends zwischen 20 und 24 Uhr. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, warum ein Netzwerk nicht die erwartete Leistung bringt. Das geht von störender Software über Konfigurationsfehler, schlechte Kabel und Powerline Adapter bis zu ungeeigneter oder defekter Hardware. Wenn man es geschafft hat, stabil mindestens 940Mbit/s zu messen, dann kann man dem Messsystem halbwegs vertrauen.


    Edit: Überschneidung bei den Antworten. Wenn du sicher bist, dass es ein Problem mit der Leistung des Providers ist, solltest du das bei der DG melden. Erfahrungsgemäß ändert sich daran kurzfristig nichts, aber auf Dauer ist es notwendig, dass die DG merkt, dass die Kunden es merken, wenn das Netz nicht die versprochene Bandbreite liefert. Meine persönliche Einstellung dazu ist mittlerweile, dass das eine einfache Möglichkeit für eine Sonderkündigung ist. Den Anspruch an die eigene Leistungsfähigkeit, den die DG in der Werbung vermittelt, hat sie offensichtlich im praktischen Netzbetrieb nicht. Die meisten Kunden haben den Gigabit-Tarif aber wahrscheinlich sowieso nur im Rahmen der Wechselgarantie gebucht und wechseln am Ende des ersten Jahres in einen günstigeren Tarif.

    Hallo,


    ja, sehe ich auch so. Wollte nur wissen ob es anderen vlt. in "meinem" Ausbaugebiet auch so geht ...

  • Wenn Virtualisierung verwendet wird, kann ich nur dringend zu einer aktiven Netzwerkkarte (Hardware) raten, die mindestens TCP offloading beherrscht. Das sind natürlich nicht die on-Board Karten in der billigsten Preiskategorie. Für ab und an Mal eine Messung reichen auch die billigen Karten, nur muss man das bei der Interpretation der Messergebnisse berücksichtigen. Ebenfalls schluckt natürlich auch eine Firewall in der Kette Bandbreite und die RTT ist sogar bei Profihardware extrem in die Höhe getrieben.

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