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Die Zukunft des FTTH Netzes, und generelle Diskussion

  • pufferueberlauf
  • 17. Oktober 2026 um 14:39
  • Phino
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    • 18. Oktober 2026 um 19:02
    • #61

    Es gibt ja einen Gesetzentwurf zu Änderung des TKG und anderes mit dem Text:
    „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Verbesserung der telekommunikationsrechtlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau von Telekommunikationsnetzen)“
    Es gab am 9. Okt. die 1. Lesung im BT
    Am 4. Nov. gibt es eine öffentliche Experten-Anhörung beim Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung.
    aul-Löbe-Haus, Sitzungssaal E.600, Konrad-Adenauer-Str. 1, 10557 Berlin
    Die Sitzung ist öffentlich und wird auf http://www.bundestag.de übertragen.

    Ein Thema ist z. B. der NE4‑Ausbau durch Netzbetreiber auch gegen den Willen von Eigentümern bei MFH.

  • Online
    BlackMage2
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    • 18. Oktober 2026 um 19:20
    • #62
    Zitat von pufferueberlauf

    Als Abnehmer moegen ISP P2P bevorzugen, als Ausbauer halt nicht... sonst wuerden sie das bauen, macht aber (fast?) keiner...

    wieso auch? ist ja nicht klar wie viele Kunden letztlich davon abnehmen, vielleicht sind es ja nur ein paar und da rentiert es sich dann so gut wie gar nicht. es braucht eine Vereinbarung mit gemeinsamer Nutzung zu festgelegten realistischen Preisen

    Zitat von Phino

    Es gibt ja einen Gesetzentwurf zu Änderung des TKG und anderes mit dem Text:
    „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Verbesserung der telekommunikationsrechtlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau von Telekommunikationsnetzen)“
    Es gab am 9. Okt. die 1. Lesung im BT
    Am 4. Nov. gibt es eine öffentliche Experten-Anhörung beim Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung.
    aul-Löbe-Haus, Sitzungssaal E.600, Konrad-Adenauer-Str. 1, 10557 Berlin
    Die Sitzung ist öffentlich und wird auf http://www.bundestag.de übertragen.

    Ein Thema ist z. B. der NE4‑Ausbau durch Netzbetreiber auch gegen den Willen von Eigentümern bei MFH.

    Spannend, was ist da die primäre Begründung das der NE4‑Ausbau stattfinden kann?

  • pufferueberlauf
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    • 18. Oktober 2026 um 20:35
    • #63
    Zitat von BlackMage2

    es braucht eine Vereinbarung mit gemeinsamer Nutzung zu festgelegten realistischen Preisen

    Und warum sollten ISPs das wollen? Bzw. genau das beabsichtigt die BNetzA mit den neuen TKG Paragraphen 22a und b... der Vorschlag fier die Preisfindung bei freiwilligen OpenAccess ist mMn. auch ein Testballon fuer eine Regelung die Vorleistungskosten fuer symmetrische Regulierungseingriffe. Da kannst Du nachlesen was aus Sicht der BNetzA realistische Preise sind. Spoiler alert: das duerfte sich nicht mit Deinen Ideen decken.

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  • Thomas1978
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    • 18. Oktober 2026 um 20:52
    • #64
    Zitat von BlackMage2

    Spannend, was ist da die primäre Begründung das der NE4‑Ausbau stattfinden kann?

    Im Kern sind es drei Punkte, die die Bundesregierung zum Recht auf Vollausbau (§ 144 TKG neu) anführt:

    1. Beschleunigung: Der Glasfaserausbau im Gebäude soll vereinfacht und beschleunigt werden. In Mehrfamilienhäusern endet die Glasfaser bisher oft am Hausübergabepunkt im Keller, weil die Verkabelung bis in die Wohnungen von der Zustimmung des Eigentümers abhängt. Der Bundesrat bezeichnet den Schritt deshalb als „elementaren und richtigen Schritt“.

    2. Effizienz: Statt einzelne Wohnungen nacheinander anzuschließen, soll das ganze Gebäude in einem Zug ausgebaut werden können. Die Regierung beziffert die Entlastung der Wirtschaft auf rund 4,8 Mio. Euro pro Jahr.

    3. EU-Recht: Die Regeln für gebäudeinterne Netze werden an die EU-Gigabit-Infrastrukturverordnung angepasst, soweit der nationale Gesetzgeber dabei Spielraum hat.

    „Gegen den Willen der Eigentümer“ ist dabei etwas relativ: Der Eigentümer kann dem Ausbau widersprechen, indem er die Hausverkabelung selbst übernimmt oder einen anderen Betreiber damit beauftragt. Er muss das nur innerhalb bestimmter Fristen tun. Die Duldungspflicht greift also vor allem dann, wenn er untätig bleibt. Kosten soll er für den Ausbau durch den Betreiber nicht tragen. Die Eigentümerverbände sehen darin trotzdem einen erheblichen Eingriff ins Eigentumsrecht.

    Quellen:
    Bundestag zur ersten Lesung
    Haufe mit Zitaten aus der Begründung
    Drucksache 21/8277

    Bis zur Verabschiedung kann sich an den Details natürlich noch einiges ändern, die Anhörung am 4. November wird da sicher noch interessant.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4 und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+, MikroTik CRS305-1G-4S+IN, ASUS QG-U1080
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    BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 02:54
    • #65

    puh also bspw. der 2. Punkt hätte bei mir keine Relevanz, es wurden ja schon alle Wohnungen bebaut mit Glasfaser im Gebäude bei meinem Vermieter

  • xrandr
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    • 19. Oktober 2026 um 09:45
    • #66
    Zitat von BlackMage2

    wieso auch? ist ja nicht klar wie viele Kunden letztlich davon abnehmen, vielleicht sind es ja nur ein paar und da rentiert es sich dann so gut wie gar nicht. es braucht eine Vereinbarung mit gemeinsamer Nutzung zu festgelegten realistischen Preisen

    Da hätte ich aber noch Hoffnung: Bisher - wenn man DSL mit eigener Anbindung anbieten möchte - musste man entweder
    a) den PoP-Standort erschließen, der bei der Telekom gerne mal jwd ist und man daher ohne Tiefbau nur teuren Telekom-Transport beziehen musste (bspw. bis zum nächsten Knoten)
    oder
    b) direkt an die Kabelzweiger/Vermittlungsstellen in den Ortschaften gehen und per Leitungsendbündelung eigene DSLAMs betreiben. Die wollen dann auch Backhaul haben, also wieder teurer Tiefbau oder wartungsintensive Richtfunkstrecke.

    Jetzt bei FTTH binden die ISPs (außer der Telekom) ihre Netze meist über "freie" (gegen Entgelt nutzbare) Trassen von GasLINE, DB Broadband, Versatel an - und die kann auch der alternative Anbieter recht niederschwellig per DWDM mitnutzen und muss daneben nur für die Hardware im PoP oder Knoten des Netzbetreibers bezahlen.

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  • Thomas1978
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    • 19. Oktober 2026 um 09:46
    • #67
    Zitat von BlackMage2

    puh also bspw. der 2. Punkt hätte bei mir keine Relevanz, es wurden ja schon alle Wohnungen bebaut mit Glasfaser im Gebäude bei meinem Vermieter

    Dann halten wir für deine Situation doch einfach mal ganz nüchtern fest:

    • dir stehen alle drei relevanten Zugangsarten nachweislich zur Verfügung (CuDa, HFC und FTTH) - mehr Auswahl hat kaum jemand in Deutschland.
    • ich vermute mal du könntest sogar Mobilfunk nutzen, aber das ist eine reine Vermutung von mir und nicht nachgewiesen

    Du bist TOP versorgt und meckerst nur wegen eines einzigen Punktes - der Preisgestaltung bei Glasfasertarifen, weil du sie dir aktuell nicht leisten kannst, bzw. leisten willst (das Geld fehlt dann verständlicherweise an anderer Stelle).

    Gut, das ist ein valider Punkt und der ist auch völlig okay. Ich z.B. kann mir auch keinen Luxuswagen leisten, aber mein KIA vor der Tür bringt mich genauso ans Ziel und ich fahre den sogar gerne - trotzdem meckere ich nicht über die Hersteller von Luxusautos, warum sie ihre Autos so teuer verkaufen, dass ich sie mir nicht leisten kann.

    Dir reichen nachweislich doch 250 Mbit/s aus (den Kompromiss aus Preis und Leistung).

    Dann nimm doch einfach den kleinsten verfügbaren Glasfasertarif und hilf damit aktiv mit, dass sich das Netz schneller refinanziert. Das ist nämlich die Voraussetzung dafür, dass dein Wunsch – günstige Glasfasertarife für alle – irgendwann auch Realität werden kann.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4 und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+, MikroTik CRS305-1G-4S+IN, ASUS QG-U1080
  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 10:48
    • #68
    Zitat von xrandr

    a) den PoP-Standort erschließen, der bei der Telekom gerne mal jwd ist und man daher ohne Tiefbau nur teuren Telekom-Transport beziehen musste (bspw. bis zum nächsten Knoten)
    oder
    b) direkt an die Kabelzweiger/Vermittlungsstellen in den Ortschaften gehen und per Leitungsendbündelung eigene DSLAMs betreiben. Die wollen dann auch Backhaul haben, also wieder teurer Tiefbau oder wartungsintensive Richtfunkstrecke.

    Jetzt bei FTTH binden die ISPs (außer der Telekom) ihre Netze meist über "freie" (gegen Entgelt nutzbare) Trassen von GasLINE, DB Broadband, Versatel an - und die kann auch der alternative Anbieter recht niederschwellig per DWDM mitnutzen und muss daneben nur für die Hardware im PoP oder Knoten des Netzbetreibers bezahlen.

    Ein Datenpunkt aus Amerika, ein mir bekannter WISP recht rural arbeitend beklagt vor allem einen Mangel an bezahlbaren Middle-Mile Verbindungen zu den naechsten Knotenpunkten... dessen Wunschtraum waere gefoerderter Bau solcher Strecken... um nicht darauf angewiesen zu sein diese Links von seinen direkten Konkurrenten mieten zu muessen.

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    mbo77
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    • 19. Oktober 2026 um 12:26
    • #69

    Und das trägt am Ende alles dazu bei, weshalb für die Provider BSA deutlich praktikabler ist, als die passive Faser abzugreifen.

    Ich habe, neben den Problemen mit Weitverkehrsverbindungen, in die ich keinerlei Einblick habe, auch bisher keine Antwort erhalten, wie in Deutschland eine PoP-Struktur aussehen müsste. Falls die von den Betreibern gebauten PoPs dafür aber ungeeignet sind (weil wirtschaftlich zu klein), bleibt es wohl eine Idee.

    Ich denke, von den Open-Access-Anschlüssen in D wurden bisher kaum welche passiv übernommen, weil 1&1 beispielsweise ja erstmal zu dem PoP kommen muss. Ich sehe aber auch keine anderen Signale, dass der Markt auf die dunkle Faser im PoP zugreifen möchte.

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  • Phino
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    • 19. Oktober 2026 um 12:30
    • #70
    Zitat von BlackMage2

    puh also bspw. der 2. Punkt hätte bei mir keine Relevanz, es wurden ja schon alle Wohnungen bebaut mit Glasfaser im Gebäude bei meinem Vermieter

    Wie dies so ist, plus dein DSL, Kabel und Mobilfunk, solltest du einfach die für dich billigste Lösung nehmen und nicht mehr wegen Preise hier herumtrollen. Wenn man sich den »Luxus« von Glasfaser nicht leisten will/kann, ist es in Ordnung. Andere haben da andere Bedarfe und Weitblick.

  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 12:57
    • #71
    Zitat von mbo77

    Und das trägt am Ende alles dazu bei, weshalb für die Provider BSA deutlich praktikabler ist, als die passive Faser abzugreifen.

    Kurz- und mittelfrostig, ja. Langfristig ist wie gesagt das Zeil (und zwar EU weit), dass Mitbewerber so viel eigenen Technik-Stack betreiben wie moeglich. Ein Treppenwitz, dass ausgerechnet das Nicht-EU-Mitglied Schweiz hier (durch gluecklichen Zufall) zeigt wie man so etwas organisieren kann.

    Zitat von mbo77

    Ich habe, neben den Problemen mit Weitverkehrsverbindungen, in die ich keinerlei Einblick habe, auch bisher keine Antwort erhalten, wie in Deutschland eine PoP-Struktur aussehen müsste. Falls die von den Betreibern gebauten PoPs dafür aber ungeeignet sind (weil wirtschaftlich zu klein), bleibt es wohl eine Idee.

    Jain, Du fragst, ich antworte, und Du ignorierst die Antworten... "einheitlich" ist ein wichtiger Teil der Antwort, wenn (fast) alle FTTH-Netze nach einem Muster organisiert sind kann man sich effizient darauf einstellen, aktuell ist es so, dass der Loewenanteil der Anschluesse fuer Mitbewerber realistisch nur per BSA (oder eigenen L1-Ueberbau) zu bekommen sind, d.h. da gibt es Skaleneffekte die es bei den ca. 2 Millionen gefoerderten und ueber die Republik verteilten Anschluessen nicht gibt. Es ist manchmal wirklich einfach, man bekommt nur den Markt den man zu organisieren bereit ist, und bei uns klaffen Worte und Taten halt auseinander.

    Zitat von mbo77

    Ich denke, von den Open-Access-Anschlüssen in D wurden bisher kaum welche passiv übernommen, weil 1&1 beispielsweise ja erstmal zu dem PoP kommen muss. Ich sehe aber auch keine anderen Signale, dass der Markt auf die dunkle Faser im PoP zugreifen möchte.

    Weil Du mMn, nicht genau genug hinguckst (oder alternativ zu genau ;) )... Schau halt auf die Telekom, die von Mitbewerbern nur in aeussersten Notfaellen BSA einkauft, weil darueber die eigene Qualitaet der Leistung nicht realisierbar waere, die selbe Telekom hat jedoch weniger Probleme fremde Netze komplett (als Betreiber) zu uebernehmen. Das spricht fuer mich eine deutliche Sprache.

    Klar, kann man hingehen und sagen, dass ist im Detail aber nicht die Uebernahme einzelner P2P Fasern, aber dann sieht man mMn. den Wald vor lauter Baeumen nicht.
    Eine Telekom hat die Mittel dann ganze lokale Netze zu uebernehmen, kleine ISP halt nicht... aber wenn wir echten Wettbewerb wollen, brauchen wir mehr (und dadurch zwingend kleinere) ISP, und sollren daher den Markt so organisieren, dass wir dafuer guenstige Startbedingungen schaffen.

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    BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 13:28
    • #72
    Zitat von Phino

    Wie dies so ist, plus dein DSL, Kabel und Mobilfunk, solltest du einfach die für dich billigste Lösung nehmen und nicht mehr wegen Preise hier herumtrollen. Wenn man sich den »Luxus« von Glasfaser nicht leisten will/kann, ist es in Ordnung. Andere haben da andere Bedarfe und Weitblick.

    ja und sind insolvent und erblindet

    Wenn Arbeit im Homeoffice, Cloud-Dienste, Bildungsmaterialien, Behördengänge und datenintensive Medien Standard werden, ist eine stabile, symmetrische Verbindung kein Luxusgüter-Segment mehr, sondern grundlegende Infrastruktur – genau wie Strom, Wasser oder die Straße vor der Tür.

    Es ist einfach das fehlende Preis-Leistungs-Verhältnis. In vielen europäischen Nachbarländern bekommt man symmetrische Gigabit-Anschlüsse für einen Bruchteil dessen, was deutsche Anbieter im Monopol- oder Exklusivnetz verlangen. Wer diesen Unterschied anspricht, fordert schlicht faire Wettbewerbsbedingungen und bezahlt ungern Aufpreise, die durch ineffiziente Ausbaustrukturen entstehen.

    Nun ja stimmt, wenn ich Glasfaser nicht nehme trage ich nicht zur Lösung des Problems bei, aber wenn ich es nehmen würde wäre ich nur ärmer das würde gar nichts an der Gesamtsituation ändern.

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (19. Oktober 2026 um 13:36)

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    • 19. Oktober 2026 um 14:00
    • #73
    Zitat von BlackMage2

    Wenn Arbeit im Homeoffice,

    Braucht aktuell meist weit weniger als 20 Mbps... (solange man auf Quatsch wie Videokonferenz per RemoteDesktop verzichtet).

    Zitat von BlackMage2

    Cloud-Dienste,

    Brauchen auch meist nur wenig Kapazitaet (kein Wunder weil Kapazitaet dem Cloudanbieter Kostzen verursachen).

    Zitat von BlackMage2

    Bildungsmaterialien, Behördengänge

    Alles aktuell wenig kapazitaetsbeduerftig. Und ist auch nicht absehbar, dass sich das so schnell aendern wird.

    Zitat von BlackMage2

    und datenintensive Medien Standard werden,

    Aber werden die das? Welche Medien schweben Dir da vor?

    Zitat von BlackMage2

    ist eine stabile,

    Zur Abwechslung stimme ich Dir bei diesem Punkt uneingeschraenkt zu ;)

    Zitat von BlackMage2

    symmetrische Verbindung kein Luxusgüter-Segment mehr,

    Symmetrisch ist sicher fein, aber ich finde den aktuell stattfindenden Schritt von DSLs 5:1 oder Kabels 20:1 bis 13.3:1 auf FTTH 2:1 relevanter als ein moeglicher Schritt von 2:1 zu 1:1, oder?

    Zitat von BlackMage2

    sondern grundlegende Infrastruktur – genau wie Strom, Wasser oder die Straße vor der Tür.

    Sieht er Gesetzgeber ja bereits so, dass eine Grundversorgung mit Breitbandinternet garantiert werden soll. Allerdings halt mit geringeren Anforderungen als Du sie aufstellst. (Wobei die Mindestversorgung nicht statisch ist und angepasst werden kann).

    Zitat von BlackMage2

    Es ist einfach das fehlende Preis-Leistungs-Verhältnis. In vielen europäischen Nachbarländern bekommt man symmetrische Gigabit-Anschlüsse für einen Bruchteil dessen, was deutsche Anbieter im Monopol- oder Exklusivnetz verlangen. Wer diesen Unterschied anspricht, fordert schlicht faire Wettbewerbsbedingungen und bezahlt ungern Aufpreise, die durch ineffiziente Ausbaustrukturen entstehen.

    Ich glaube nicht, dass Du die hohen Ausbaukosten und deren Konsequenzen und Grund bereits verinnerlicht hast... bei 3000-4000 Euro Investition pro Anschluss lassen sich Deine Wunschpreise nicht (so schnell) realisieren. Die fixe Idee mehr Wettbewerb wuerde dieses Problem loesen, ist mMn. gefaehrlich naiv. Der Wettbewerb aendert nichts an den Kosten insbesondere der Kosten bereits fertiggestellter Ausbauten.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (19. Oktober 2026 um 14:06)

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    • 19. Oktober 2026 um 14:19
    • #74
    Zitat von pufferueberlauf

    Brauchen auch meist nur wenig Kapazitaet (kein Wunder weil Kapazitaet dem Cloudanbieter Kostzen verursachen).

    falsch, ein einzelnes hochauflösendes 4K-Videominuten-Material verbraucht rund 400 MB. Umfangreiche Foto-Bibliotheken (RAW-Formate) oder professionelle Videoproduktionen belegen schnell mehrere Terabyte (TB).

    Zitat von pufferueberlauf

    Aber werden die das? Welche Medien schweben Dir da vor?

    siehe oben, außerdem

    • Bereitstellung von virtuellen Servern mit einer bestimmten Anzahl an CPU-Kernen (vCPUs) und Arbeitsspeicher (RAM), gemessen in Stunden oder Sekunden der aktiven Nutzung.
    • sowie: Serverless Computing / Container: Kapazitäten werden hier dynamisch nur dann beansprucht, wenn tatsächlich Code ausgeführt oder eine Anfrage verarbeitet wird.
    • Downloads von großen KI-Bibliotheken und APIs: unter anderem:

      - Modell-Downloads

      - Frameworks und Bibliotheken

      - Arbeitsspeicher & VRAM: Für die lokale Ausführung oder das Fein tuning (Fine-Tuning) von KI-Modellen reicht normaler RAM oft nicht aus. Hier wird massiv dedizierter Grafikspeicher (VRAM) benötigt – selbst stark komprimierte Modelle belegen im Betrieb rasch 8 bis 40 GB VRAM.

    nur um einige Beispiele zu nennen

  • pufferueberlauf
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    • 19. Oktober 2026 um 14:47
    • #75
    Zitat von BlackMage2

    falsch, ein einzelnes hochauflösendes 4K-Videominuten-Material verbraucht rund 400 MB. Umfangreiche Foto-Bibliotheken (RAW-Formate) oder professionelle Videoproduktionen belegen schnell mehrere Terabyte (TB).

    Als Cloud-Dienst? Welcher Depp verarbeitet so etwas in der Cloud, wenn er/sie das lokal produziert hat? Das ist ein Fall von
    Patient: "Herr Doktor, Herr Doktor, es tut weh wenn ich A mache" (z.B. sich mit dem Finger ins Auge pieken)
    Doktor: "Dann hoeren Sie halt auf A zu machen".

    Mit anderen Worten, das ist jetzt mal wieder arg konstruiert... wie viele Menschen in D machen dann RAW-Photographie oder 4K-Video-Produktion und wuerden das gerne in der Cloud machen?

    Zitat von BlackMage2

    siehe oben, außerdem

    Siehe oben warum das recht konstruierte Beispiele sind.

    Zitat von BlackMage2

    Bereitstellung von virtuellen Servern mit einer bestimmten Anzahl an CPU-Kernen (vCPUs) und Arbeitsspeicher (RAM), gemessen in Stunden oder Sekunden der aktiven Nutzung.
    sowie: Serverless Computing / Container: Kapazitäten werden hier dynamisch nur dann beansprucht, wenn tatsächlich Code ausgeführt oder eine Anfrage verarbeitet wird.

    Wie viele Heimnutzer wollen Deiner Meinung nach ihre eigenen PCs auf diese Art vermieten, und wie viele Interessenten meinst Du gibt es fuer BlackMage2s virtuelle Server? Das ist mit Verlaub noch konstruierter als Dein RAW/4K Beispiel oben. (Der Charme von Cloud-Servern ist, dass man schnell und einfach mehr Ressourcen dazu schalten kann, bei Zugriff auf Privatrechner ist da schnell Ende-Gelaende. Und von den bidirektionalen Privatsphaerenproblemen will ich gar nicht anfangen, oder dem Management-Problem solcher privater Leaf-Server).

    Und Du wunderst Dich, dass es mir manchmal schwer faellt Dich 100% ernst zu nehmen?

    Zitat von BlackMage2

    Downloads von großen KI-Bibliotheken und APIs: unter anderem:

    - Modell-Downloads

    - Frameworks und Bibliotheken

    Auch da, wer macht das denn, wer hat denn die GPU Ressourcen daheim um selber KI-Modelle laufen zu lassen? Da gibt es bestimmt ein paar Kandidaten fuer, aber die Masse duerfte das kalt lassen.

    Zitat von BlackMage2

    - Arbeitsspeicher & VRAM: Für die lokale Ausführung oder das Fein tuning (Fine-Tuning) von KI-Modellen reicht normaler RAM oft nicht aus. Hier wird massiv dedizierter Grafikspeicher (VRAM) benötigt – selbst stark komprimierte Modelle belegen im Betrieb rasch 8 bis 40 GB VRAM.

    nur um einige Beispiele zu nennen

    Wie willst Du Arbeitsspeicher und VRAM ueber das Internetnutzbar machen? Entweder hast Du entsprechende Resspurcen daheim und hast nur die Herausforderung die Daten zum Hardware zu bringen, oder aber beides ist in der Cloud und ist das entweder programmatisch zu erschlagen oder aber per RemoteDesktop zur Cloud-Ressource.

    Jetzt vermute ich habe ich Deinen Vorschlag missverstanden, daher wenn ich mit der Beschreibung falsch liegen sollte erklaer doch bitte wie Du das gemeint hattest.

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    BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 15:24
    • #76
    Zitat von pufferueberlauf

    Auch da, wer macht das denn, wer hat denn die GPU Ressourcen daheim um selber KI-Modelle laufen zu lassen? Da gibt es bestimmt ein paar Kandidaten fuer, aber die Masse duerfte das kalt lassen.

    du hast doch nach Beispielen gefragt? und jetzt lässt du meine Beispiele so aussehen als wären sie gar nicht da. wenn man bei LLM z.B. mit H100 oder A100 arbeitet(bspw. mit einem 70B parameter model) bei nur External Data Ingestion & Model Loading; vom Distributed Multi-Node GPU Modeling will ich gar nichts erst anfangen

    und man wundert sich jetzt noch warum Leute Deutschland gar nicht in Betracht ziehen..

  • Elemir
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    • 19. Oktober 2026 um 15:24
    • #77
    Zitat von BlackMage2

    falsch, ein einzelnes hochauflösendes 4K-Videominuten-Material verbraucht rund 400 MB. Umfangreiche Foto-Bibliotheken (RAW-Formate) oder professionelle Videoproduktionen belegen schnell mehrere Terabyte (TB).

    Wer sich terrabyteweise Cloud-Storage leisten kann, der kann sich auch den schnellen Internetzugang zu aktuellen Preise leisten und jammert nicht wie Du, dass das Preis-Leistungsverhältnis aktueller Zugänge so schlecht sei. Und wenn viel daran hängt, dann nimmt und bezahlt der auch Geschäftskundenpreise, eine Stunde Ausfall würde nämlich weit mehr kosten, weil der meist sein Geld damit verdient.

    Zitat von BlackMage2

    siehe oben, außerdem

    • Bereitstellung von virtuellen Servern mit einer bestimmten Anzahl an CPU-Kernen (vCPUs) und Arbeitsspeicher (RAM), gemessen in Stunden oder Sekunden der aktiven Nutzung.

    Auch diese Serverkosten dürften dann höher sein.

    Zitat von BlackMage2
    • sowie: Serverless Computing / Container: Kapazitäten werden hier dynamisch nur dann beansprucht, wenn tatsächlich Code ausgeführt oder eine Anfrage verarbeitet wird.

    Auch da fallen die Leitungskosten im Verhältnis kaum ins Gewicht. Denn den 5 €-Server bei Hetzner deckt auch VDSL 250 ab.

    Zitat von BlackMage2
    • Downloads von großen KI-Bibliotheken und APIs: unter anderem:

      - Modell-Downloads

    Was kostet die Hardware, um solche Modelle laufen zu lassen? DA ist der Internet-Anschluss Peanuts dagegen.

    Zitat von BlackMage2
    • - Frameworks und Bibliotheken

      - Arbeitsspeicher & VRAM: Für die lokale Ausführung oder das Fein tuning (Fine-Tuning) von KI-Modellen reicht normaler RAM oft nicht aus. Hier wird massiv dedizierter Grafikspeicher (VRAM) benötigt – selbst stark komprimierte Modelle belegen im Betrieb rasch 8 bis 40 GB VRAM.

    nur um einige Beispiele zu nennen

    Auch hier: wer das Geld für die nötige HW hat, dem ist der Preis des Anschlusses egal.

  • Elemir
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    • 19. Oktober 2026 um 15:32
    • #78
    Zitat von BlackMage2

    du hast doch nach Beispielen gefragt? und jetzt lässt du meine Beispiele so aussehen als wären sie gar nicht da. wenn man bei LLM z.B. mit H100 oder A100 arbeitet(bspw. mit einem 70B parameter model) bei nur External Data Ingestion & Model Loading; vom Distributed Multi-Node GPU Modeling will ich gar nichts erst anfangen

    und man wundert sich jetzt noch warum Leute Deutschland gar nicht in Betracht ziehen..

    Wer macht sein Wohnland von sowas abhängig? Du doch auch nicht, denn Du bist ja noch hier, weil Du hier Leistungen bekommst, die Du scheinbar woanders nicht bekommt. Auch der Staat kann sein Geld nur einmal ausgeben, entweder für Sozialleistungen oder für schnellere Internetleitungen.

    Welcher der Staaten mit den von dir hoch gelobten schnelleren Zugängen zahlt dieselben Sozialleistungen wie Deutschland? Wenn es den Staat gäbe, warum bist Du nicht schon dort?

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    BlackMage2
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    • 19. Oktober 2026 um 15:36
    • #79

    ich habe z.B. ein NVIDIA Tesla K80 der hat 2 x 12 GB GDDR5 (effektiv 12 GB pro GPU); auch da habe ich schon eine Speicherbandbreite von 240 GB/s.

    Große Datenmengen werden bei solchen Datenraten nicht "live" gestreamt. Stattdessen lädt man die Datensätze einmalig (über Stunden oder Tage, hängt halt von der Internetleitung ab) vorab in den Cloud-Speicher hoch. Für das anschließende Starten und Überwachen des Modellings reicht dann eine normale Internetleitung völlig aus.

    Angenommen ich will meinen Tesla K80 für Berechnungen zur Verfügung stellen..

    natürlich sind 240 GB/s unrealistisch, aber mit 10 Gbit/s würde es erheblich schneller gehen als nur mit 1 Gbit/s

  • Elemir
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    • 19. Oktober 2026 um 15:42
    • #80
    Zitat von BlackMage2

    ich habe z.B. ein NVIDIA Tesla K80 der hat 2 x 12 GB GDDR5 (effektiv 12 GB pro GPU); auch da habe ich schon eine Speicherbandbreite von 240 GB/s.

    Große Datenmengen werden bei solchen Datenraten nicht "live" gestreamt. Stattdessen lädt man die Datensätze einmalig (über Stunden oder Tage, hängt halt von der Internetleitung ab) vorab in den Cloud-Speicher hoch. Für das anschließende Starten und Überwachen des Modellings reicht dann eine normale Internetleitung völlig aus.

    Angenommen ich will meinen Tesla K80 für Berechnungen zur Verfügung stellen..

    natürlich sind 240 GB/s unrealistisch, aber mit 10 Gbit/s würde es erheblich schneller gehen als nur mit 1 Gbit/s

    Und warum sollte man das in einen Cloud-Speicher hochladen, wenn die Karte bei Dir steht und läuft. Und wer sollte diese Karten von Dir nutzen wollen? Da leistet ja jeder kostenlose Dienst mehr.

    Übrigens benötigt die Karte im Dauerbetrieb unter Last ca 70 € Stromkosten pro Monat. Und da reicht es dir nicht mehr für einen vernünftigen Internetanschluss?


    Oder zahlt den Strom etwa jemand anderes?

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