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Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

  • Silverio
  • 7. August 2026 um 08:16
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    Silverio
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    • 7. August 2026 um 08:16
    • #1

    Ich weiß nicht, ob es hier schon irgendwo Thema ist, habe aber nichts gefunden.

    Laut Spiegel-online, wollen die kleineren Glasfaseranbieter wohl ein Abkommen schließen, nach denen sie sich {und auch allen anderen, wie der Telekom), Zugang zu ihren Netzen gewähren wollen, um einen Mehrfachausbau zu verhindern.

    Hier der Artikel, der zumindest momentan noch frei lesbar ist.

    Spiegel Artikel

    Meiner Meinung nach, ist das zwar ein richtiger Schritt und setzt die großen, also vor allem die Telekom unter Zugzwang. Andererseits fürchte ich, ist eine Regulierung durch die Netzagentur doch nötig, um es dann mal für alle verbindlich zu machen.

    Wie seht ihr das?

  • HubeBube
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    • 7. August 2026 um 08:37
    • #2

    Ich sehe dies eher so, dass diese "Fairplay-Vereinbarung" als Vorwand genutzt werden soll, günstigere Konditionen für die Mobilfunknutzung zu erhalten.

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    Silverio
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    • 7. August 2026 um 09:28
    • #3

    Ja, das stimmt natürlich.

    Wobei auch in dem Bereich deutlich mehr Möglichkeiten wären, gerade im ländlichen, dünnbesiedelten Raum, Funkmasten durch Zugang für andere Netzanbieter nutzen zu können. Aber vielleicht ist das auch schon in Gange.

    Wie auch immer, für mich macht es ohnehin keinen Sinn, Glasfaser mehrfach physisch zu verbuddeln. Letztendlich zahlen das immer nur wir, die Kunden. Das Gebaren, dass manche dabei an den Tag legen, beispielsweise bei der Telekom, wenn überhaupt, muss es eine Darkfiber sein, mit der wir machen können, was wir wollen. Und umgekehrt, will sich jemand im Telekom-Glasfasernetz einmieten, hat der gefälligst die Konditionen der Telekom zu schlucken.

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  • HubeBube
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    • 7. August 2026 um 10:48
    • #4

    Ich glaube wir sind uns hier alle einig, dass ein Doppelausbau volkswirtschaftlich in den seltesten Fällen einen Sinn ergibt. Zumindest mir fällt kein allgemeindienliches Szenario ein.

    Leider hat es der Gesetzgeber, die regierenden Parteien, in den letzten Jahrzehnten versäumt ein belastbares und zukunftsorientertes Regelwerk für Aufbau und Betrieb von allgemeindienlicher Infrastruktur zu schaffen.

  • HubeBube
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    • 7. August 2026 um 19:07
    • #5

    Daher weht der Wind: Vermeidung der symmetrischen Regulierung!

    Gegen § 22a TKG: Kommunale Netzbetreiber setzen auf Selbstverpflichtung - Golem.de
    Kommunale Glasfaser-Betreiber wollen eine Regulierung nach Paragraf 22a im TKG abwenden und versprechen deshalb Open Access in Fest- und Mobilfunk-Netzen.
    www.golem.de
    TKG-Änderungsgesetz 2026: Kabinett verschärft Zugangsregulierung
    Das TKG-Änderungsgesetz 2026 bringt neue Regeln zur Zugangsregulierung. Erfahren Sie, was sich bei § 22a TKG-E und der Glasfaserstrategie ändert.
    www.grantthornton.de
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    Silverio
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    • 8. August 2026 um 07:55
    • #6

    Ja, das war schon klar, dass auch die "kleinen", einer Regulierung zuvorkommen wollen.

    Ich wäre, wie oben beschrieben, eher für eine weitreichendere und vor allem auch mit konkreten Standard versehene verpflichtende Regelung.

    Dann aber eben auch für ALLE gleich und zu gleichen (oder nach bestimmten Kriterien) festgelegten Konditionen.

    Einzig eine Zeitspanne könnte man einbauen, damit kleinere, regionale Anbieter (hier im Norden sind es oftmals Gemeindezweckverbände) in Ruhe ausbauen und vermarkten können und beispielsweise erst nach 2 Jahren die "großen" sich auf den Lorbeeren anderer ausruhen können.

    Umgekehrt würde ich dann aber ebenfalls nach angemessener (aber nicht zu langer) Frist, Kupfer abschalten lassen.

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  • DLMttH
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    • 8. August 2026 um 09:50
    • #7

    Gleiche Konditionen reichen da aber nicht. Sofern man tatsächlich sein "eigenes" Internet auf einem kleinen regionalen Netz anbieten möchte, muss man sich ja auch als größerer Provider mit diesem kleinen Netz Zusammenschalten und das ist für kleinere Provider deutlich teurer, als für Große. So hat man am Ende eine ähnliche Situation wie bei den kleineren VDSL-Netzbetreibern. Die Telekom mietet sich vielleicht ein, 1&1 ganz ganz vielleicht und das war's.

    Eine DSL-Abschaltung kann hier auch schaden, denn an manchen Orten würde die Providerauswahl so schlecht sein, dass man je nach beabsichtigter Nutzung bei DSL bleiben muss oder es zumindest als zweites Standbein beibehält.

  • Edding
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    • 8. August 2026 um 10:39
    • #8
    Zitat von Silverio

    Dann aber eben auch für ALLE gleich und zu gleichen (oder nach bestimmten Kriterien) festgelegten Konditionen.

    Da muss man aber auch schauen das es noch zu Wettbewerb kommen kann.
    Alle gleich in form von Bitstrom würde das verhindern.

    Die Glasfaser-TAL würde bei für alle gleich aber noch erlauben das dann dort ein Wettbewerb stattfindet.

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    Silverio
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    • 8. August 2026 um 13:57
    • #9

    Ja, da kenne ich mich technisch nicht so.

    Aber wie es manchmal läuft, nämlich: Telekom bietet Zugang zu ihrem Netz nur und ausschließlich nach den Regeln der Telekom, möchte aber Zugang zu anderen Netzen ebenfalls nur nach den Regeln der Telekom? Das passt für mich nicht zusammen, bzw. verstehe ich NICHT unter Chancengleichheit.

    Wobei es die Telekom hier in der Gegend der beiden Lankreise "Herzogtum Lauenburg" und Stormarn auch schwer haben dürfte. Hier ist zu 100 Prozent über AON gebaut worden. Also nix mit GPON. Ob man GPON over AON quasi tunneln kann, damit die Telekom ihr geliebtes PPPoE weiter verwenden kann, weiß ich nicht. Bei AON lässt sich an die Faser im Prinz7ip ja quasi jedes AON Modul anschließen, Zugangdaten gibt es nicht, da die Faser eindeutig den Kunden/Vertrag identifiziert, ein Router mit AON-SFP-Modul bekommt am WAN-Port automatisch eine oeffentliche IP und fertig.

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  • DLMttH
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    • 8. August 2026 um 14:04
    • #10

    Da vermischst du Einiges.

    AON verhindert nicht die Verwendung von PPPoE: https://ftthtabelle.pages.dev/?i=aon

    Wenn sich die Telekom nicht auf AON-Netze einmietet, dann weil sie nicht möchte und nicht weil sie nicht könnte. Die Telekom betreibt auch selbst Kabelanschlüsse, die ohne PPPoE auskommen.

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    BlackMage2
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    • 8. August 2026 um 16:02
    • #11

    Warum sollte sich die Telekom auch irgendwo einmieten? Die haben doch selbst ihre ach so tollen Anschlüsse..

    GPON über AON wäre jetzt technisch nicht schwierig umzusetzen, aber wenn sowieso schon AON im Gebiet existiert wäre der Sinn fraglich, und natürlich die Frage warum sollte die Telekom das machen..

    Und natürlich könnte der Anschluß auch ohne PPPoE betrieben werden, ist alles Sache der Willen der ISPs..

    PPPoE stammt noch auch Urzeiten des Internets, wo alle auf ein gemeinsames Netz zugegriffen haben. bei Glasfaser werden aber ohnehin spezfisch nur die Datenpakete die für den jeweiligen Anschluß gesendet und Pakete für andere User können sowieso nicht empfangen werden, also von daher eigl. obsolet

    aber es gibt trotzdem bei den meisten ISPs immer noch eine PPPoE Verbindung innerhalb der Glasfaserverbindung.

    3 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (8. August 2026 um 16:12)

  • mbo77
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    • 8. August 2026 um 16:13
    • #12
    Zitat von BlackMage2

    GPON über AON wäre jetzt technisch nicht schwierig umzusetzen

    Das finde ich sogar erstaunlich schwierig.

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    • 8. August 2026 um 16:15
    • #13
    Zitat von mbo77

    Das finde ich sogar erstaunlich schwierig.

    wieso? einfach das VLAN weiterleiten, finde ich jetzt nicht so schwierig

  • NDiGF
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    • 8. August 2026 um 16:21
    • #14

    Und auch völlig unnötig. Was soll diese absurde Idee "GPON über AON tunneln" denn überhaupt bringen?

    Für PPPoE o.ä. wie schon geschrieben auch überhaupt nicht notwendig. Ob IPoE oder PPPoE zum Einsatz kommt ist nicht davon abhängig ob man PtMP mit xPON (GPON, XGS-PON usw.) oder PtP mit AON (1GBase-BX, 10GBase-LR usw.) verwendet sondern das bestimmt letztlich der BRAS/BNG.


    Edit:

    Zitat von BlackMage2

    wieso? einfach das VLAN weiterleiten,

    Ich habe immer mehr den Eindruck, dass du keinen blassen Schimmer von der ganzen Thematik hast…

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    • 8. August 2026 um 16:28
    • #15
    Zitat von NDiGF

    Und auch völlig unnötig. Was soll diese absurde Idee "GPON über AON tunneln" denn überhaupt bringen?

    Für PPPoE o.ä. wie schon geschrieben auch überhaupt nicht notwendig. Ob IPoE oder PPPoE zum Einsatz kommt ist nicht davon abhängig ob man xPON (GPON, XGS-PON usw.) oder AON (1GBase-BX, 10GBase-LR usw.) verwendet sondern das bestimmt letztlich der BRAS/BNG.


    Edit:

    Ich habe immer mehr den Eindruck, dass du keinen blassen Schimmer von der ganzen Thematik hast…

    naja, also technisch wäre es möglich einen AON Anschluss über GPON tunneln, bringen tut es natürlich überhaupt nichts.

    das mit PPPoE stimmt, sind halt nur noch Altlasten, aber wenn es der ISP so betreibt kann man es ja nun mal nicht ändern

    natürlich habe ich Ahnung von der Thematik

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  • mbo77
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    • 8. August 2026 um 16:28
    • #16

    Du willst also eine Zugangstechnik im Layer 1/2 mit einer Technik im Layer 2.. ja was eigentlich - tunneln?

    Und welche Funktion nimmt das VLAN (welches überhaupt) dabei ein?

  • Marvin911
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    • 8. August 2026 um 16:31
    • #17

    Bei der Deutschen Glasfaser ist es z.b. so das jeder eine eigene Leitung hat ab den PoP (das hatte ich mal bei Golem gelesen), egal ob bei alten AON-Anschlüssen (was man bei AON ja sowieso hat) oder bei GPON und XGS-PON Anschlüssen.

  • Online
    BlackMage2
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    • 8. August 2026 um 16:33
    • #18
    Zitat von mbo77

    Du willst also eine Zugangstechnik im Layer 1/2 mit einer Technik im Layer 2.. ja was eigentlich - tunneln?

    na den IP-Traffic bzw. PPPoE Traffic, Inhalt dabei völlig egal; nennt sich IEEE 802.1ad(auch Q-in-Q genannt)

    aber war ja sowieso nur mal theoretisch betrachtet

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  • mbo77
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    • 8. August 2026 um 16:34
    • #19
    Zitat von Marvin911

    Bei der Deutschen Glasfaser ist es z.b. so das jeder eine eigene Leitung hat ab den PoP (das hatte ich mal bei Golem gelesen), egal ob bei alten AON-Anschlüssen (was man bei AON ja sowieso hat) oder bei GPON und XGS-PON Anschlüssen.

    Die neueren Ausbaugebiete haben die Splitter aus dem PoP in die Fläche verlagert.

  • mbo77
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    • 8. August 2026 um 16:34
    • #20
    Zitat von BlackMage2

    na den IP-Traffic bzw. PPPoE Traffic, Inhalt dabei völlig egal

    Jetzt springst du in den Layer 3.

    Am besten malst du das mal auf. So kann dir keiner mehr folgen.

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