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Beiträge von Silverio

  • Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

    • Silverio
    • 12. August 2026 um 07:12
    Zitat von Sowieso

    Wann war "damals"? Im Breitbandprogramm des Bundes (seit 2015) gibt es z.B. keine solche Einschränkung.

    Ja, die sind schon länger dabei.

    Nachdem sich bis Mitte der 2000er nie irgend ein ernsthaftes Angebot von Telekom oder damals Kabel Deutschland in irgend einer der Gemeinden für den Ausbau ergeben hatte, sind die Stadtwerke selbst mit dem Ausbau von Glasfaser tätig geworden.

    Die ersten Projekte fingen 2009 an. Angefangen wurde primär dort, wo die Not am größten war. Also in den Orten, in denen es quasi kein DSL oder höchstens DSL-light gab. Dort gab es dann auch oft recht beeindruckende Vorvertragsquoten von über 90 Prozent der Haushalte einer Gemeinde.

    Auch Gewerbegebiete und Schulen, sowie Krankenhäuser und die Gemeindeverwaltungen wurden priorisiert.

    Die größeren Orte / Städte, wie Bad Oldesloe, Mölln und Ratzeburg, die zumindest noch VDSL hatten, kamen fast zuletzt dran.

  • Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

    • Silverio
    • 11. August 2026 um 16:31
    Zitat von Funker

    Dort wo eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau sich lohnt, haben die Hälfte der Haushalte haben gar kein Auto, schon mangels Stellplatz.

    Da muss ich widersprechen.

    In dem von mir weiter vorne schon dargestellten Ausbau von immerhin fast zwei Landkreisen haben wir ja folgende Situation:

    1. Der eine Kreis recht dünn besiedelt. Bevölkerungsdichte lt. Wikipedia 163 EW/km²
      Der andere etwas dichter mit 323 EW/km²
    2. Eigenfinanzierter Ausbau durch die Stadtwerke. Förderung gab es damals nicht, da die Stadtwerke ja schon "dem Staat" gehören.

    Inzwischen läuft das so gut, das in dem Teil der Stadtwerke bei einem Umsatzerlös von 40,6 Mio Euro (laut Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021) und Verbindlichkeiten von 5,0 Mio Euro, ein Jahresüberschuss von 4,4 Mio Euro raus kam.

    Langer Rede, kurzer Sinn: Man kann also, wenn man nicht nur in 3 bis 5 Jahres-Zeiträumen mit einem Gewinn rechnen "muss" (wie viele Aktiengesellschaften), eben auch zwei eher dünn besiedelte Landkreise fast komplett mit FTTH ausbauen. Und mit fast komplett ist auch wirklich das gemeint, da hier nich nur Dorfkerne oder sowas angeschlossen wurden, sondern wo immer möglich, auch abgelegene Bauernhöfe, Splittersiedlungen mit manchmal nur 5 Häusern etc...

    Abgesehen von kontinuierlichen Investitionen in Hardware und Anbindungen, ist das gröbste geschafft und die Städte und Gemeinden, denen die Stadtwerke gehören, profitieren davon.

  • Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

    • Silverio
    • 10. August 2026 um 14:21

    Ich bin wie schon beschrieben auch für eine Verpflichtung aller Marktteilnehmer (zumindest der Teilnehmer mit regionalem Monopol in bestimmten Zugangsarten).

    Wundere mich trotzdem über die Telekom. Sicher haben die noch genug Umsatz und Reichweite, wenn man an Gesamt-Deutschland denkt. Da ich aber den Blick eben auch hier in der Region und Schleswig-Holstein habe, kommt mir manchmal die Frage auf, ob die Telekom sich hier größtenteils Verabschieden möchte oder es so lange aussitzt, bis die Netzagentur den Zugang zu Telekom-Bedingungen zulässt?

    Wie gesagt, hier bieten die lokalen Stadtwerke im größten Teil der beiden Landkreise, FTTH an., bereits 2010 wurde mit dem Ausbau begonnen und ist bis auf ganz wenige Einzel-Höfe oder sowas, durch. Und das in einem Gebiet mit doch recht kleinen Dörfern, die oft weit unter der 500 Einwohner Grenze liegen. Klar, dass die Telekom damals überhaupt kein Interesse am Ausbau hatte. Kommt noch dazu, dass es überhaupt keine Förderung für den Ausbau gab, das die Stadtwerke in Hand der Gemeinden ist und somit eine Förderung nicht in Frage kam.

    Stand jetzt, sind sicher über 70 Prozent der Anschlüsse im Kreis bei den Stadtwerken, wenn nicht sogar mehr. Selbst bis heute bietet die Telekom in vielen Dörfern der Gegend DSL BIS 16k an, Hybrid mit LTE gekoppelt, um überhaupt eine nennenswerte Datenrate anbieten zu können.

    Preise für die Anschlüsse bei den Stadtwerken:
    Kleinster Anschluss: 300 MBit/s symmetrisch, 39,90 Euro/Monat ohne Telefonie und 49,90 Monat inkl. Telefon mit Festnetz-Flat und 60 Minuten Ins Mobilfunknetz.
    1000 MBit/s symmetrisch: 59,90 /Monat mit Telefonie dann 69,90

    Und hier im Norden gibt es ja viele ähnliche Regionen, wo die Telekom Glasfasermäßig überhaupt nichts mehr zu melden hat. Da sie sich aber ja auch nicht einmieten will, ist Schleswig-Holsten (von den größeren Städten abgesehen) wohl uninteressant geworden.

    Vielleicht sollte sich die Deutsche Telekom bald umbenennen und "Mittel- und Süddeutsche Telekom" ^^

  • Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

    • Silverio
    • 8. August 2026 um 13:57

    Ja, da kenne ich mich technisch nicht so.

    Aber wie es manchmal läuft, nämlich: Telekom bietet Zugang zu ihrem Netz nur und ausschließlich nach den Regeln der Telekom, möchte aber Zugang zu anderen Netzen ebenfalls nur nach den Regeln der Telekom? Das passt für mich nicht zusammen, bzw. verstehe ich NICHT unter Chancengleichheit.

    Wobei es die Telekom hier in der Gegend der beiden Lankreise "Herzogtum Lauenburg" und Stormarn auch schwer haben dürfte. Hier ist zu 100 Prozent über AON gebaut worden. Also nix mit GPON. Ob man GPON over AON quasi tunneln kann, damit die Telekom ihr geliebtes PPPoE weiter verwenden kann, weiß ich nicht. Bei AON lässt sich an die Faser im Prinz7ip ja quasi jedes AON Modul anschließen, Zugangdaten gibt es nicht, da die Faser eindeutig den Kunden/Vertrag identifiziert, ein Router mit AON-SFP-Modul bekommt am WAN-Port automatisch eine oeffentliche IP und fertig.

  • Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

    • Silverio
    • 8. August 2026 um 07:55

    Ja, das war schon klar, dass auch die "kleinen", einer Regulierung zuvorkommen wollen.

    Ich wäre, wie oben beschrieben, eher für eine weitreichendere und vor allem auch mit konkreten Standard versehene verpflichtende Regelung.

    Dann aber eben auch für ALLE gleich und zu gleichen (oder nach bestimmten Kriterien) festgelegten Konditionen.

    Einzig eine Zeitspanne könnte man einbauen, damit kleinere, regionale Anbieter (hier im Norden sind es oftmals Gemeindezweckverbände) in Ruhe ausbauen und vermarkten können und beispielsweise erst nach 2 Jahren die "großen" sich auf den Lorbeeren anderer ausruhen können.

    Umgekehrt würde ich dann aber ebenfalls nach angemessener (aber nicht zu langer) Frist, Kupfer abschalten lassen.

  • Endlich Glasfaser in Lübeck

    • Silverio
    • 7. August 2026 um 11:00

    So, mal ein neuer Zwischenstand.

    Gestern war die Firma zum Einblasen und Auflegen der Glasfaser im Haus.

    Was war? Sie konnten das Ende der Speedpipe nicht identifizieren. Ob es nicht durchgängig war, was eher auf einen Knick / eine Unterbrechung hindeuten würde oder ob am anderen Ende in der entsprechenden Farbcodierung einfach nicht raus kam, weiß ich nicht.

    Im blödesten Fall hat die Firma, die die Speedpipe durch die Hauswand gebracht hat, versehentlich die Speedpipe der Telekom verwendet und nicht die, unserer Stadtwerke... 😁

    Hier wurden ja im Abstand von einigen Monaten alles zweimal aufgemacht und verlegt. Die Firma, die dann den Hausanschluss gemacht hat, kam dann erst ein dreiviertel Jahr später und ist eben auch nicht die Firma, die die Speedpipes vor unseren Reihenhäuschen verlegt hat.

    Meine Frau hat nun nochmal mit den Stadtwerken telefoniert, die wollen jetzt mal eigene Leute schicken, die sich das anschauen. Ist wahrscheinlich auch besser, diese ganzen Drittfirmen sagen natürlich immer: "Können wir nichts machen, da muss Drittfirma X oder Y gucken..."

    Ich bin gespannt und werde berichten.

  • Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

    • Silverio
    • 7. August 2026 um 09:28

    Ja, das stimmt natürlich.

    Wobei auch in dem Bereich deutlich mehr Möglichkeiten wären, gerade im ländlichen, dünnbesiedelten Raum, Funkmasten durch Zugang für andere Netzanbieter nutzen zu können. Aber vielleicht ist das auch schon in Gange.

    Wie auch immer, für mich macht es ohnehin keinen Sinn, Glasfaser mehrfach physisch zu verbuddeln. Letztendlich zahlen das immer nur wir, die Kunden. Das Gebaren, dass manche dabei an den Tag legen, beispielsweise bei der Telekom, wenn überhaupt, muss es eine Darkfiber sein, mit der wir machen können, was wir wollen. Und umgekehrt, will sich jemand im Telekom-Glasfasernetz einmieten, hat der gefälligst die Konditionen der Telekom zu schlucken.

  • Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

    • Silverio
    • 7. August 2026 um 08:16

    Ich weiß nicht, ob es hier schon irgendwo Thema ist, habe aber nichts gefunden.

    Laut Spiegel-online, wollen die kleineren Glasfaseranbieter wohl ein Abkommen schließen, nach denen sie sich {und auch allen anderen, wie der Telekom), Zugang zu ihren Netzen gewähren wollen, um einen Mehrfachausbau zu verhindern.

    Hier der Artikel, der zumindest momentan noch frei lesbar ist.

    Spiegel Artikel

    Meiner Meinung nach, ist das zwar ein richtiger Schritt und setzt die großen, also vor allem die Telekom unter Zugzwang. Andererseits fürchte ich, ist eine Regulierung durch die Netzagentur doch nötig, um es dann mal für alle verbindlich zu machen.

    Wie seht ihr das?

  • Telekom muss Leerrohre fünf Jahre lang zu festen Konditionen öffnen

    • Silverio
    • 28. Juli 2026 um 10:45

    Ich bin ja grundsätzlich auch für einen diskriminierungsfreien, niedrigschwelligen Zugang aller Teilnehmer untereinander. Im Rückblick hätte meiner Meinung nach die Telekommunikations-Infrastruktur auch nicht privatisiert werden dürfen.

    Wie auch immer: Ich komme ja aus Norddeutschland und hier in den Nachbarkreisen war die Situation bis 2009 so, dass die Gemeinden oft an Kilometer weit entfernten Vermittlungsstellen hingen und über das Netz der Telekom oft nur eingeschränkt DSL verfügbar war. DSL-768, DSL-2000... Daran hat sich in den Gemeinden auch bis heute in weiten Teilen nichts geändert.

    Versuche der Gemeinden, die Telekom zu einem Ausbau zu bringen scheiterten quasi überall. Kein Interesse, oder es wurde gesagt. Zahlt uns Summe X, dann bauen wir aus.

    2009 Haben die örtlichen Stadtwerke, die den größten Teil der beiden Landkreise mit Strom, Erdgas und teilweise Wasser versorgen beschlossen, selbst Glasfaser auszubauen. Das wurde denen natürlich oft aus der Hand gerissen. Die Anschlussquoten in den Gemeinden lag oft bei 60, 70 sogar oft über 95 Prozent der Haushalte.

    Inzwischen sind fast alle Gemeinden im Versorgungsgebiet mit FTTH (AON) versorgt, die Telekom hat, bis auf ein paar Neubaugebiete quasi NICHTS.

    Open Access ist ist bislang mit wenigen Interessenten realisiert, so beispielsweise mit 1&1 Versatel. Nicht aber mit 1&1 für den Endkunden.

    Geht also schon alles. Und ja, das ist ein regionales Monopol. Und es steht offen für Mitbewerber. Die Telekom hat offenbar kein Interesse. Und in Schleswig-Holstein scheint sich die Telekom, von den Städten abgesehen, weitgehend verabschiedet zu haben.

  • Endlich Glasfaser in Lübeck

    • Silverio
    • 27. Juli 2026 um 14:06

    Hallo zusammen,

    da unser Glasfaseranschluss nun kurz vor der Vollendung (Einblasen und Inbetriebnahme) steht, habe ich mich mal hier angemeldet und werden berichten.

    Zur Historie und Einordnung hole ich etwas weiter aus.

    Hier in Schleswig-Holstein sind wir ja in den meisten Regionen schon etwas weiter mit dem Glasfaserausbau, als im Rest Deutschlands, insbesondere im Vergleich der ländlichen Regionen.

    Bereits 2009 / 2010 haben die Stadtwerke im Kreis Herzogtum Lauenburg und Stormarn (das Gebiet südlich von Lübeck bis nach Hamburg hin) angefangen FTTH im Versorgungsgebiet auszubauen.
    Angefangen hat man dort, wo die Not am größten war, meist noch nicht mal DSL oder nur DSL-light verfügbar war.

    Ich wohne nun seit 10 Jahren in Lübeck. Dort gab es bis vor einigen Jahren kein FTTx.
    Vor etwa dreieinhalb Jahren kam dann ein Flyer ins Haus, dass die Stadtwerke nun in unserem Stadtteil FTTH planen. Also gleich mal dort geschaut, was und wie es geplant ist und welche Tarife es gibt und.... bestellt.

    Kurz darauf kam natürlich die Telekom und hat auch mit Ausbau geworben. :o

    Etwa alle dreiviertel Jahr ging es dann ein Stück voran.

    Erst kam die Telekom Truppe und hat vor unserer Reihenhaus-Reihe den Speedpipe-Verbund verlegt.
    Ein halbes/dreiviertel Jahr später kamen dann die Stadtwerke.
    Nochmal ein dreiviertel Jahr später dann die Verlegung der Speedpipe in unseren Keller, das ist aber nun auch wieder über ein halbes Jahr her.

    Nun soll nächste Woche die Faser eingeblasen werden und der HÜP / OAP gesetzt.

    Ob das dann schon gleich aktiviert wird, weiß ich nicht. Jedenfalls gibt es hier eine Fritzbox 55xx (ich vermute die kleine 5530) kostenlos als Leihgabe dazu. Hier wurde in XGS-PON-Technik ausgebaut, das passende SFP-Modul kommt natürlich auch mit.

    Als Tarif gibt es hier für Endkunden immer 1000/500 MBit/s. Es gibt inzwischen auch "kleinere" Tarife, da manche natürlich auch immer was suchen, das nur 19,90 oder max. 29,90 kosten darf... ^^

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