Warum wird die Telekom immer ausgezeichnet

  • Mal sehen, was passiert, wenn sie demnächst (HüP ist schon im Keller) Gf bekommt von WestConnect/EON

    Hatten genau den Wechsel bei mir im Bekanntenkreis im Dezember. Vorher schönes teures Telekom MZRegio mit NetCologne-Leitung mit stabilen 50/10 Mbit/s. Speedport Smart 3, also keine uralte Technik.

    Ich habe den Westconnect-Anschluss in Betrieb genommen, erster Kommentar nach einer Minute: "Oh, jetzt lädt alles einfach!". :)

  • Ich bin über 40 jahre bei der Telekom, damals noch Bundespost und die Stabilität ist wirklich hervorragend. Seit 6 Jahren bin ich mit meinem Privatanschluss im Homeoffice und kann mich weder über SVDSL noch jetzt über Glasfaser an keinen einzigen Ausfall erinnern. Der Privatanschluss läuft Holz klopfend bisher wie ein Uhrwerk. Deshalb war ich auch lange Zeit ein absoluter Befürworter der Telekom

    Allerdings gab und gibt es immer wieder zunehmend lange Phasen, in denen kleine Webshops speziell in der Abendzeit so gut wie nicht mehr erreichbar waren. Es betraf auch diverse Finanzseiten und allgemeine Vergleichsportale. Selbst die Trackingsoftware zur Wertentwicklung meines Wertpapierdepots konnte ich phasenweise nicht mehr nutzen. Für mich alles mit erheblichen Einschränkungen verbunden, wenn man generell über die üblichen Google Seiten hinaus recherchieren wollte. Auch Reiseportale betraf es. Selbst die Buchung eines Arzttermins über einige Arztpraxisportale war teilweise nur noch schwierig möglich.

    ich kann mir nicht vorstellen, dass ein o2 oder 1&1 Anschluss über einen Telekom Zugang wesentlich instabiler sein sollte als Telekom pur. 1&1 unterhält ein großes Glasfasernetz und ist gerade im Businessbereich auch sehr aktiv und willkommen.

    Fritzbox 5690 Pro / Glasfaser 1000 Telekom

    1000/500 MBit/s

  • ich kann mir nicht vorstellen, dass ein o2 oder 1&1 Anschluss über einen Telekom Zugang wesentlich instabiler sein sollte als Telekom pur.

    Kann da nur einen Datenpunkt/eine Anekdote beisteuern, war seit 2013 bei der Telekom mit einem Umzug ohne Ausfaelle, bin dann zu O2 gewechselt (ueber Telekom VDSL2-Vorleistung) und auch da ein Umzug und auch da ohne Ausfaelle... (O2 hatte zwei kleinere technische Problemchen, hat diese allerdings ernst genommen und repariert).

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  • Ich hatte 2018 extreme Probleme mit YouTube und dachte seinerzeit, dass YouTube Mal wieder komplett überlastet ist. Streams liefen nur in 240p ruckelfrei.

    Zufällig hatte ich zu der Zeit den Wechsel zu 1und1 angestoßen. Am Tag des Anbieterwechsels waren alle Probleme verschwunden, da der Traffic nun über das Versatel-Netz geroutet wurde. Es lief vieles einfach wesentlich besser.

    Ende 2024 bin ich zu Congstar gewechselt, da letztes Jahr Glasfaser kommen sollte, was leider nicht passiert ist.

    Gegen Ende letzten Jahres bis Februar hatte ich extreme Probleme auf vielen Seiten, die ich regelmäßig besuche. Viele der Seiten wurden auf Cloudflare gehostet.

    Also habe ich den Wechsel zu easybell angestoßen und seitdem läuft es wieder einwandfrei. Aber auch die Telekom hatte schon etwas nachgebessert, sodass es aktuell wohl wesentlich besser läuft.

    Leider baut GlasfaserPlus hier im Ort aus, sodass ich dann leider wieder zurück zur Telekom gehen muss ?(

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  • Peinliches, effektheischendes Video. Extrem undifferenziert.

    Beispiel ca. 6:30. Wo er erzählt das Firmen den Standort Deutschland meiden weil kein schnelles Internet. Wir haben schon vor 10 Jahren an allen Standorten 10 GBIT GF gehabt. Man muss ja nicht zur Telekom gehen. Und warum hat Google in Deutschland/Berlin die größte Filiale in Europa und warum bauen sie hier die meisten Rechenzentren?

    Und dann das 16 k Gelaber.

    PS: bin nicht bei der Telekom, weder als Kunde noch Mitarbeiter.;)

  • Und dann das 16 k Gelaber.

    Ja, die scheinen systematisch K statt M zu verwenden, unklar warum, aber dieser Fehler ist nicht ganz unueblich (z.B. bei Heise, aehnlich wie die Verwechslung von symmetrisch mit synchron). Na ja, ist letztlich kein Beinbruch und meist recht schnell klar was gemeint ist...

    Peinliches, effektheischendes Video. Extrem undifferenziert.

    Youtube halt ;) da kann man Glueck haben, ist aber alt auch viel Spreu dabei.


    P.S.: Das Ursprungsvideo und die Antwort der Telekom habe ich noch nicht gesehen, vielleicht tue ich mir das am Wochenende an, aber letztlich habe ich eine Ahnung was die Telekom wohl gesagt haben wird...

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  • Man muss ja nicht zur Telekom gehen.

    Die Telekom und viele Selbsternannte Profis sehen das aber als Selbstverständlichkeit. Führt im Ernstfall dazu, dass aus dem Ausland keine stabile Verbindung ins Firmennetz aufgebaut werden kann, obwohl der Kollege sogar selbst einen FTTH-Anschluss mit ähnlicher Geschwindigkeit wie die Firma hat.

  • P.S.: Das Ursprungsvideo und die Antwort der Telekom habe ich noch nicht gesehen, vielleicht tue ich mir das am Wochenende an, aber letztlich habe ich eine Ahnung was die Telekom wohl gesagt haben wird...

    So habe das gestern Abend nachgeholt und bin von der Antwort der Telekom nicht wirklich ueberrascht auch wenn sich da ein paar interessante Informations-Broesel verstecket haben:

    a) im Mittel scheint der Meter Tiefbau die Telekom ca. 70 Euro zu kosten. Unklar was da genau eingerechnet wird und ob es nur um das Zugangsnetz ging oder nicht, aber immerhin ist das mal eine Hausnummer.

    b) die Telekom kann/will homes passed nicht von homes connected unterscheiden und behauptet 12.8 Millionen Anschluesse koennten 1 Gbps per Glasfaser buchen... das ist technisch keine direkte Luege aber zumindest vorsaetzliche Informationsverschleierung...

    c) ca. 34 Millionen Anschluesse koennen >= 100 Mbps buchen

    d) ca. 25 Millionen koennen bis zu 250 Mbps buchen

    unklar was da genau aggregiert wurde aber ich vermute stark, dass zumindest die zweite Zahl nicht so zu interpretieren ist, dass tatsaechlich diese 25 Millionen das gleichzeitig tun koennten, sondern, dass 25 Millionen Anschluesse an DSLAMs mit Profil 35b-faehigen Linecards haengen (dass also im DSLAM mindestens eine solche Karte steckt).

    e) Die bescheidenen Tests, von Connect, Chip, und Computer Bild werden von der Telekom als PR-Waffe missbraucht, mal passender (ich hoffe/vermute die Abdeckungsmessungen sind halbwegs belastbar), mal weniger passend.

    f) wohl dem aktuellen Informationsembargo zum Thema vorsaetzliches Unterpeering folgend, gibt es nur den hier irrelevanten (aber per se nicht grundsaetzlichen falschen) Hinweis, dass Inhalteanbieter selber fuer den Sendeweg verantwortlich sind...


    Andererseits, weder das Ursprungsvideo, noch das Antwortvideo auf die Telekom haben mich wirklich ueberzeugt alles ein bisschen oberflaechlich, bin wohl weder die Zielgruppe noch im richtigen Alter um das cool oder ausreichend tief recherchiert zu finden...

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (18. April 2026 um 18:22)

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  • Zu Punkt d): Kein Netz auf dieser Welt ist so ausgelegt, dass irgendein Backbone die Summe aller Endgerätebandbreiten zu 100% wegschaffen kann. Die Kosten wären astronomisch hoch und das ist auch absolut nicht notwendig.

    Alleine der DECIX müsste dann irgendwas um die > 6000 TBit/s durchsetzen. Tatsächlich liegen die Spitzen im DECIX max. bei 18 TBit/s, im Schnitt 16 TBit/s.

    Selbst in Rechenzentren wir das nicht gemacht. Da aggregieren 43 x 40Gbit/s auf einen TOR-Switch, der mit 100 oder 2 x 100 GBIT/s nach oben angeschlossen ist (Gibt natürlich Ausnahmen, aber die sorgen dann für erhebliche Mehrkosten).

    Das war, und ist, übrigens auch schon im alten Telefonnetz (weltweit) so - Stichwort Erlangverteilung...

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  • Zu Punkt d): Kein Netz auf dieser Welt ist so ausgelegt, dass irgendein Backbone die Summe aller Endgerätebandbreiten zu 100% wegschaffen kann. Die Kosten wären astronomisch hoch und das ist auch absolut nicht notwendig.

    Das ist mir klar, mir ging es um die Frage ob die Telekom aktuell 25 Millionen Profil-35b-faehige Linecard-Ports im Feld hat... und bereits das bezweifle ich...

    Ansonsten muss ein ISP sein Netz so dimensionieren, dass er die tatsaechliche Last zufriedenstellend transportieren kann, wenn es gelegentlich mal zwickt und zwackt, kein Ding, aber wenn es zu regelmaessiger Ueberlast kommt, muss er halt die Kapazitaet erhoehen oder die Last erniedrigen... das ist aber wie gesagt gar nicht der Punkt gewesen den ich da machen wollte, habe ich aber wohl missverstaedlich formuliert, dafuer bitte ich um Entschuldigung.

  • Da brauchst du dich nicht für entschuldigen! Zum Thema 35b: Mir ist in Bekannten-/Verwandtenkreis schon lange keine "Nur 100 MBit möglich" Situation mehr untergekommen. Ich kann mir schon vorstellen, dass im Rahmen von Neubau/Ersatzmaßnahmen/Modernisierung diese Zahl erreicht wird. Wahrscheinlich werden mittlerweile gar keine anderen Karten mehr produziert.

  • Da nützt ja nichts. Man bestellt eine Übertragungsleistung. Also z.B. 100/40 Mbit/s. Das wird im Regelfall mit dem Protokoll 17a dargestellt, obwohl die verwendete Karte möglicherweise mit 35b auf die 250Mbit/s anbietet. Aber wenn 17a die 100/40 nicht bringt, wird natürlich nicht versucht mit 35b diese 100 zu erfüllen.Nein. Man bleibt bei 17a mit dann verminderter Datenrate.

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  • Mir ist in Bekannten-/Verwandtenkreis schon lange keine "Nur 100 MBit möglich" Situation mehr untergekommen.

    Hier ist es 50:50. In Dörfern hier bei mir sind vorletztes Jahr noch neue Kästen in Betrieb genommen worden, wo kein 35b rauskommt. Zu Beginn wollte man nicht einmal Vectoring einschalten.

  • Wahrscheinlich werden mittlerweile gar keine anderen Karten mehr produziert.

    Aktuell werden meinen Informationen nach von den Ausruestern der Telekom gar keine Linecards mehr fuer FTTC produziert, egal welches Profil ;)

    Aber wenn 17a die 100/40 nicht bringt, wird natürlich nicht versucht mit 35b diese 100 zu erfüllen.Nein. Man bleibt bei 17a mit dann verminderter Datenrate.

    Klar, weil sonst halt ein Techniker rausgeschickt werden muss um umzuklemmen und das ist aus ISP Sicht halt recht teuer, zu teuer, da nimmt man lieber das Risiko in Kauf eventuell einer Minderung zustimmen zu muessen...

    Mir ist in Bekannten-/Verwandtenkreis schon lange keine "Nur 100 MBit möglich" Situation mehr untergekommen.

    Das heisst aber erst mal nur, der DSLAM hat mindestens eine Profil 35-b-faehige Linecard mit mindestens einem freien Port... mehr braucht es nicht dass der Tarif buchbar ist, oder? Ich bin da vielleicht zu zynisch, aber ich wette die Telekom zahlt ihrer PR Abteilung viel Geld solche Aussagen maximal positiv fuer die Telekom zu formulieren und daher bin ich vorsichtig mit naiv-optimistischen Interpretationen ;)