Neues Mietshaus: Telekom ONT installiert - Fritz!Box 5690 Pro?

  • Hallo Leute,

    das Glasfaser-Thema erzeugt bei mir im Kopf langsam Kabelsalat. Je mehr ich google und chatGPT bemühe, desto unwissender bin ich gefühlt.

    Also es ist so: Ich ziehe zum Mai in ein Mietshaus und dort wurde jetzt kürzlich ein Telekom ONT installiert - ohne Vertragsabschluss. Ich möchte aber nicht zur Telekom - u.a. in der Hoffnung auf besseres Peering. Ich werd auf alle Fälle mal o2 testen, der abgeschlossene Vertrag ist monatlich kündbar. Der Vertrag beinhaltet aber kein Endgerät. Das möchte ich mir selbst beschaffen. Und hier liegt das Problem begraben: Ich weiß nicht, ob eine 4690 oder 5690 Pro mehr Sinn macht. "Brauchen" tu ich beide nicht wirklich. Ich hab die Dinger halt nur oft sehr lange und möchte dann nicht wegen "fuchzig Euro rauf oder runter" nach 2-3 Jahren doof dastehen. Von daher bietet sich ja eigentlich die 5690 Pro an, die bereits ein Glasfasermodem drinnen hat - und selbst, wenn ich nochmal umziehen sollte, hätte die ein VDSL-Modem. Die 4690 hätte ne Super-Ausstattung bzgl. LAN-Ports.

    Die Frage ist nun jetzt: Kann ich das Glasfasermodem der 5690 Pro überhaupt nutzen / kann die Telekom den Gebrauch untersagen? Eigentlich hat doch das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass der Netzabschluss "vor" dem ONT liegt, oder verstehe ich das jetzt falsch? Was würdet ihr mir raten?


    Beste Grüße

  • Ich glaube dir auf anhieb nicht, dass die Telekom ohne einen Vertragsanschluss ein ONT installiert hat, kannst du mal Bilder posten? Ich gehe hier davon aus du verwechselst die GF-TA mit dem ONT.

    Bei der Telekom (direkt) registrierst du deine Geräte immer selbst, es ist also fast schon egal was du für einen Router hast, durch den Onboarding Prozess kommst du durch. Die Telekom untersagt dir da quasi gar nichts, die 5690 Pro bekommst du auch problemlos registriert und einen neuen registrierungslink bekommst du jederzeit online im self-service.

    Bei o2 wirst du dein Gerät meine ich im Kundenportal hinterlegen müssen, dass geht aber (glaube ich) auch jederzeit selbstständig. Bei o2 bekommst du auch zu 100% das Peering von o2.

  • Bedenke, dass die 5690 Pro wohl nur GPON und AON kann und kein XGS-PON Modul aufnimmt. Also schauen, was bei dir anliegt. Und beim nächsten Umzug kann's natürlich wieder anders aussehen.

    Substantiell billiger wäre die 4630.

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  • das Glasfaser-Thema erzeugt bei mir im Kopf langsam Kabelsalat. Je mehr ich google und chatGPT bemühe, desto unwissender bin ich gefühlt.

    In Fragen der Netzwerktechnik sind die Ergebnisse dieser Automaten auch so gut wie immer fehlerhaft. Besser darauf verzichten und die Fundstellen der Suchmaschine lesen. Aber ja, es wird auch bei Google und Co sehr viel Unsinn geschrieben und Falschauskünfte munter weiter verteilt.

    Aus diesem Grund bist Du ja letztlich hier gelandet.

    Von daher bietet sich ja eigentlich die 5690 Pro an, die bereits ein Glasfasermodem drinnen hat - und selbst, wenn ich nochmal umziehen sollte, hätte die ein VDSL-Modem. Die 4690 hätte ne Super-Ausstattung bzgl. LAN-Ports.

    Am flexibelsten im GF-Umfeld bist Du mit einer Fritze der Baureihe 55x0. Diese Router können GPON, AON und auch XGS-PON, jedoch kein VDSL. Bleibst Du bei Glasfaser ist eine Fritze ohne Modem auch keine schlechte Wahl. Da benötigst Du jedoch immer einen externen ONT. Es ist eine Frage des persönlichen Geschmackes, wobei ich persönlich immer einen Glasfaserrouter wählen würde.

    Die Frage ist nun jetzt: Kann ich das Glasfasermodem der 5690 Pro überhaupt nutzen / kann die Telekom den Gebrauch untersagen? Eigentlich hat doch das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass der Netzabschluss "vor" dem ONT liegt, oder verstehe ich das jetzt falsch? Was würdet ihr mir raten?

    Untersagen kann dir die Verwendung einen standardkonformen Gf-Router (das sind alle AVM/FRITZ!-Produkte) niemand. Seit 2016 besteht im deutschen Rechtsraum die freie Wahl des Endgerätes, die fälschlicherweise als Routerfrei* in der Presse bezeichnet wird. Das TKG kennt die Begrifflichkeit der Routerfrei* nicht, sondern den viel weitreichenderen Begriff der Endgerätewahlfreiheit. Letztlich ist jedoch gerade die Telekom, das Unternehmen, welches am Besten unterschiedliche Endgeräte (ONTs und auch Gf-Router) unterstützt. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Verortung des passiven Netzabschlusses vor dem aktiven Endgerät (= ONT/Gf-Router) im Einklang mit EU-Regularien beschlossen und auch gegen anderslautende Forderungen der Provider mit Zwangs-ONT verteidigt.

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat noch einmal bei Glasfaserverträgen klargestellt, dass die Vertragslaufzeit ab Auftragsannahme durch den Provider beginnt und nicht ab Datum der Anschlussaktivierung. Anderslautende AGB (in diesem Falle war es Deutsche GigaNetz) sind ungültig.

  • millen Öhm, klar, hier das Bild:


    tobix Mit ChatGPT (ich weiß, ich weiß... aber woher soll ichs sonst wissen?): Telekom-Ausbaugebiet, max. 1 Gbps spricht zu sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit für GPON und selbst wenn, baut die Telekom so gut wie immer GPON parallel zu XGS-PON ausgebaut, so dass beides verfügbar ist. Korrekt? Soll ich bei O2 oder Telekom nochmal anrufen und nachfragen?

    Die 4630 hatte ich ja noch gar nicht aufm Radar. Sieht sehr interessant aus, check ich mal ab. WLAN ist eigentlich nicht soooo wichtig, weil ich fast alles verkabel und für den Garten einen Fritz!Repeater 3000 AX im Bridge-Modus nutzen will. Die 2,5 Gbits Ports find ich schon mal super, den Preis auch.


    HubeBube Genau. Als sich alles immer mehr widersprochen hat und Dinge durcheinandergeworfen wurden hab ichs irgendwann aufgegeben und mir gedacht: Jetzt fragst mal irgendwo ein Fachpublikum. Ich find es ja eigentlich selbst dreist, wenn man statt selbst mal nachzulesen aus Faulheit Leute fragt, aber hoffe ihr könnt euch meiner erbarmen.


    Hier ist ja richtige Fachkompetenz. Dann frag ich einfach Mal ganz frech noch was. Es gibt ja gerade bei Reddit im deutschen Raum die Peering-Diskussion (auch: netzbremse.de). Verfügbar wäre bei mir u.a. easybell und o2. Was würdet ihr nehmen? Bei o2 zahle ich für 12 Monate, monatlich kündbar, 300 Mbps 35€/Monat und einmal 10€. Für "deutlich besser" würde ich aber auch mehr zahlen.

    3 Mal editiert, zuletzt von Rolfdafiftynine (9. März 2026 um 14:26)

  • Andere wissen sicher mehr, aber wenn das Ding keinen Stromanschluss hat, ist das ein GF/TA und nicht das ONT.

    Bzgl. Anschlussart solltest du nachfragen. Bei mir hat die Deutsche Glasfaser erst ein GPON-ONT an die Wand geschraubt, und es bei der Aktivierung dann gegen ein XGS-PON getauscht. Ob hier GPON funktionieren würde - keine Ahnung. Buchbar sind trotzdem nur 1 Gbit/s (und ich hab nur 400 gebucht).

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  • Gibt es denn in deinem Ausbaugebiet XGS-PON? Sonst gibt es nur Tarife bis 1GBits.

    mir ist zumindest kein (ausgerolltes) XGS-PON Gebiet bekannt, wo es nur Tarife bis 1Gbit gibt

    Solltest deinen ISP aber auch notfalls fragen können, was für Anschlüsse er bei dir anbietet..

    4 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (9. März 2026 um 18:56)

  • Es ist ja scheinbar die Telekom, durch Telekom GF-TA + Glasfaser-ID. Heißt also XGS bei Tarifen >1000 Mbit/s und GPON bei Tarifen <=1000Mbit/s, solange also kein 2000er Traif gebucht wird, ists also GPON.

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  • Nachdem durch dein Bild geklärt ist, dass dies nur ein passiver Netzabschluss (Gf-TA) ist, wie seit Jahren üblich bei der Telekom, stellt sich die Frage, was du einkaufen möchtest. Grundsätzlich benötigst du einen ONT und einen Router oder einen Router mit integriertem ONT(FritzBox). Die 2. Lösung ist in deiner Situation praktischer.
    Du hast als Beispiel 300er angeführt. Somit wird es ein GPON Anschluss sein.
    Somit kommen alle 55xx/56xx-Modelle von AVM infrage. Es ist damit eher eine Kosten/Nutzen-Entscheidung. Welches Modell bietet dir die Funktion, die du dir wünscht?

    Bei den Providern O₂ oder easybell würde ich eher zu easybell tendieren. Easybell ist etwas teurer. Aber zum einen kenne ich den Provider schon seit den 2000ern, beginnend als DSL-Anbieter. Zum anderen ist die Firma auch SIP-Anbieter. Dies bedeutet, du kannst deine Telefonnummern frei nutzen, aus jedem Netz, auch über Mobilfunk, und bei dem Wechsel des Internetanbieters bleibt man einfach dort mit den Telefonnummern.

    Sollte Festnetz-Telefonie mit Flat in Mobil oder europaweit interessant sein, hat O2 günstig Angebote.

  • du kannst deine Telefonnummern frei nutzen, aus jedem Netz, auch über Mobilfunk, und bei dem Wechsel des Internetanbieters bleibt man einfach dort mit den Telefonnummern.

    kann man auch bei dem "IP+SIP Tarif" bei easybell frei die SIP-Verbindung dynamisch nutzen?(also auch von nem anderen Standort aus?)

  • Ich bin nicht ganz sicher, aber ich meine Easybell ist stark in NRW, wenn man weiter weg wohnt kann man bei O2 mehr Glueck mit der Entfernung zum PoP haben (aber da sind 1&1 und Telekom noch besser, d.h. der PoP ist meist naeher dran). O2 als Mobilfunkcarrier schmeisst halt oft eine Mobilfunkflatrate mit rein, aber O2-SIP ist etwas eigen (iirc, geht nur ueber O2 DNS Server und auch da nur via IPv4 zuverlaessig).

    Easybell duerfte besseres SIP bieten aber nimmt wohl 5 Euro extra fuer Mobilfunkflat...

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (10. März 2026 um 07:05)

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  • ist das nicht ähnlich bei Vodafone Kabel? da funktioniert es auch nur mit vodafone dns

    aber witzig da ist, es funzt auch mit level3 dns resolver


    vllt gibt es bei o2 auch noch einen anderen übergeordneten DNS der dessen SIP Domain mitauflöst

    2 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (9. März 2026 um 19:17)

  • kann man auch bei dem "IP+SIP Tarif" bei easybell frei die SIP-Verbindung dynamisch nutzen?(also auch von nem anderen Standort aus?)

    Ich hatte in Berlin noch einen easybell‑VDSL‑Anschluss. Die Rufnummern bei easybell funktionierten schon 2011 auf der Smartphone-SIP-App auch in Thailand. Ich habe drei Rufnummern behalten, bin jetzt bei DNS:NET. Jetzt weiterhin hier im Havelland.
    Easybell ist auch ein SIP-Anbieter, bei dem man nur SIP-Telefonie buchen kann.

    Ich habe eine bunte Mischung. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (9. März 2026 um 20:04)

  • bei den meisten Internetanbietern ist es denke ich so, da bekommt man nur eine erfolgreiche Verbindung wenn man von der PLZ aus die Verbindung aufbaut in der der Anschlussinhaber wohnt. und auch nur von da aus bekommt man ne erfolgreiche Internet- sowie die VOIP-Verbindungen, zumindest war das früher mal so, aber kann sein das easybell da die Ausnahme ist.

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  • Bei easybell muss man Internet und Telefonie getrennt sehen. Easybell bietet nicht nur für Endkunden SIP, sonder sie machen es auch für kleine, lokale Internet-ISP. Zumindestens sind sie Telefon-Dienstleister für DNS:NET.

    Und die Lokalisierung per PLZ funktioniert nicht, weil z. B. DNS:NET die IP-Adresse verschiedenen Telefon-Ortsnetze zugeordnet werden können, die ich im Wechsel bekomme. So sehe ich es immer bei Suchanfragen, Mal Oranienburg, Michendorf oder Berlin.

    Dies wäre gerade bei Notrufe ein Problem.

    Aber grundsätzlich funktionieren die Festnetz-Rufnummer von jeden Anschluss.

    Internetanschlüsse von easybell können natürlich nur dort funktionieren, wo sie Verträge mit den Netzanbieter haben.

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  • Hey Leute,

    könntet ihr mir bitte nochmal schnell was erklären?
    Ich verstehe nicht, warum bei der 5590 und 5690 Pro als Anschlusstyp SFP bzw. SFP+ steht und bei der 5690 "non-pro" LC-APC.

    Welche Kabel müsste ich noch zusätzlich in meinem Falle kaufen? Netzwerkkabel hab ich natürlich, mir gehts nur drum, den GF-TA mit dem Router zu verbinden. Braucht man für eine 5690 "non-pro" dann noch ein separat beschafftes SFP-Modul?

    Laut Lieferumfang sollte ...
    ... bei der 5590 non-pro und pro alles dabei sein: https://fritz.com/products/fritz-box-5590-fiber-20002981 https://fritz.com/products/fritz-box-5690-pro-20003043 oder?
    ... bei der 5690 das SFP-Modul fehlen: https://fritz.com/products/fritz-box-5690-20003096

    Ist dieses LC-APC-Kabel, was dabei ist, passend für meinen GF-TA?

    2 Mal editiert, zuletzt von Rolfdafiftynine (14. März 2026 um 03:41)