Mehrfamilienhaus Problem mit Nachanschluss

  • Hallo,

    ich habe seit ca. Juli 2022 einen Glasfaseranschluss von der Deutschen Glasfaser.

    Das Haus gehört meinem Vater und leider ist beim Vertrag für seine Wohnung irgendwie was schiefgelaufen, jedenfalls ist uns das damals bei der Hausbegehung erst aufgefallen, wo gesagt wurde, dass ihnen nur ein Vertrag für einen Anschluss vorliegt, und zwar meiner. Deswegen habe ich direkt nach der Hausbegehung damals für meinen Vater ein weiterer Vertrag abgeschlossen. Leider wartet er jetzt seit über 2 Jahren auf seinen Anschluss, nach mehreren Anrufen meinerseits wurde immer wieder gesagt, er fällt in die zweite Ausbauphase, deswegen kann dies noch etwas dauern. Nach meiner Nachfrage, warum das denn so lange dauern soll, die Erdarbeiten sind ja schon erledigt, ich würde ja mal davon ausgehen, dass in ein Mehrfamilienhaus nicht nur eine Faser verlegt wird, beim Ausbau, wurde nur gesagt, man werde sich die nächsten Tage melden. Bedauerlicherweise habe ich diese Aussage, die nächsten Tage melden, jetzt bestimmt schon 4-mal innerhalb von 2 Jahren am Telefon gehört, war dabei immer höflich und habe nie eine Rückmeldung bekommen. So langsam weiß ich nicht mehr weiter und überlege einfach den Vertrag zu kündigen und Starlink für meinen Vater zu holen. Was meint Ihr? Wie sollte ich weiter vorgehen?


    Gruß Sascha

  • Bei uns am Kaiserstuhl hat die "Nachverdichtungsphase" 3 Jahre nach dem Ende des Grundausbaus stattgefunden. Ja, abderer Netzbetreiber, aber ich denke halbwegs realistisch....

  • Ja, das sind aber doch dann die kompletten Nachanschlüsse, also mit Erdarbeiten, oder? Hier wurden ja Erdarbeiten schon durchgeführt, verwende ja meinen Anschluss seit über 2 Jahren.

    Die werden ja bei einem Mehrfamilienhaus, nicht nur eine Faser durchblasen?

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  • Hallo,

    ich habe seit ca. Juli 2022 einen Glasfaseranschluss von der Deutschen Glasfaser.

    Das Haus gehört meinem Vater und leider ist beim Vertrag für seine Wohnung irgendwie was schiefgelaufen, jedenfalls ist uns das damals bei der Hausbegehung erst aufgefallen, wo gesagt wurde, dass ihnen nur ein Vertrag für einen Anschluss vorliegt, und zwar meiner. Deswegen habe ich direkt nach der Hausbegehung damals für meinen Vater ein weiterer Vertrag abgeschlossen. Leider wartet er jetzt seit über 2 Jahren auf seinen Anschluss, nach mehreren Anrufen meinerseits wurde immer wieder gesagt, er fällt in die zweite Ausbauphase, deswegen kann dies noch etwas dauern. Nach meiner Nachfrage, warum das denn so lange dauern soll, die Erdarbeiten sind ja schon erledigt, ich würde ja mal davon ausgehen, dass in ein Mehrfamilienhaus nicht nur eine Faser verlegt wird, beim Ausbau, wurde nur gesagt, man werde sich die nächsten Tage melden. Bedauerlicherweise habe ich diese Aussage, die nächsten Tage melden, jetzt bestimmt schon 4-mal innerhalb von 2 Jahren am Telefon gehört, war dabei immer höflich und habe nie eine Rückmeldung bekommen. So langsam weiß ich nicht mehr weiter und überlege einfach den Vertrag zu kündigen und Starlink für meinen Vater zu holen. Was meint Ihr? Wie sollte ich weiter vorgehen?


    Gruß Sascha

    Ich würde aufhören zu telefonieren und stattdessen einen Brief per Einschreiben an die Geschäftsführung schicken. Darin kurz erklären, dass der Anschluss seit über zwei Jahren aussteht und man trotz mehrfacher Zusagen nie zurückgerufen wurde. Ziel wäre einfach eine ehrliche, verbindliche Aussage, wann der Anschluss kommt,denn so langsam weiß man sonst nicht mehr, woran man ist.

  • Ja, das sind aber doch dann die kompletten Nachanschlüsse, also mit Erdarbeiten, oder? Hier wurden ja Erdarbeiten schon durchgeführt, verwende ja meinen Anschluss seit über 2 Jahren.

    Die werden ja bei einem Mehrfamilienhaus, nicht nur eine Faser durchblasen?

    Nein, weil bei uns keine Erdarbeiten mehr stattfinden müssen. - Bei und 7 Familien-Haus, ich habe den einzigen FTTH Anschluss. - Es wurde damals auch nur mein Anschluss gebaut, ABER es liegt eine 2. Speedpipe (Leerrohr) von der Straße bis in den Keller. - Da muss man einfach nur voin der Straße aus die Faser mit mindestens 12 Adern einblasen. - Und ja, der Ausbau bei uns IM HAUS, der muss noch für die anderen 6 Wohneinheiten vollständig gemacht werden, vom Eingang im Keller bis in die Wohneinheiten in den 3. Stock.

    Einmal editiert, zuletzt von alex_k (10. Januar 2026 um 14:30)

  • Ok, also wenn die hier wirklich auch so agieren, kann ich verstehen, dass in Deutschland beim Ausbau nix läuft.... Da bläst man doch gleich alle Fasern mit ein, in meinen Augen völlig unwirtschaftlich, es so zu machen.

    Der Innenausbau ist kein Thema, habe ich bei der Renovierung alles schon vorbereitet....

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  • Ok, also wenn die hier wirklich auch so agieren, kann ich verstehen, dass in Deutschland beim Ausbau nix läuft.... Da bläst man doch gleich alle Fasern mit ein, in meinen Augen völlig unwirtschaftlich, es so zu machen.

    Da hast du absolut recht. Eigentlich ist die Regel das wenn ein Mehrfamilienhaus erschlossen wird, direkt so viele Fasern eingeblasen werden wie für den Maximalausbau des Gebäudes notwendig sind, auch wenn vielleicht nur ein oder zwei Anschlüsse bestellt wurden.

    Teilweise wird dann ja auch die komplette Inhouseverkabelung in alle Wohnungen gemacht und nicht nur die Wohnungen die bestellt haben.
    Wenn bei alex_k wirklich nur ein Kabel mit einer Faser eingeblasen wurde (was ich mir nicht vorstellen kann) ist das natürlich total hirnrissig und macht Nachanschlüsse nur unnötig teuer und aufwändig.

    In deinem Fall gehe ich von einem Dokumentationsproblem bei der DG aus, das wäre zumindest eine logische Erklärung warum das so lange dauert.

    Aber mal ne andere Frage: Warum teilst du denn nicht deinen Anschluss mit deinem Vater? Bevor ich auf Starlink zurückgreifen würde wäre das doch eine viel günstigere Lösung. Das ist Bandbreitentechnisch ja kein Problem und mit etwas Geschick kann man die Netzwerke auch sauber trennen.

  • Da hast du absolut recht. Eigentlich ist die Regel das wenn ein Mehrfamilienhaus erschlossen wird, direkt so viele Fasern eingeblasen werden wie für den Maximalausbau des Gebäudes notwendig sind, auch wenn vielleicht nur ein oder zwei Anschlüsse bestellt wurden.

    Teilweise wird dann ja auch die komplette Inhouseverkabelung in alle Wohnungen gemacht und nicht nur die Wohnungen die bestellt haben.
    Wenn bei alex_k wirklich nur ein Kabel mit einer Faser eingeblasen wurde (was ich mir nicht vorstellen kann) ist das natürlich total hirnrissig und macht Nachanschlüsse nur unnötig teuer und aufwändig.

    In deinem Fall gehe ich von einem Dokumentationsproblem bei der DG aus, das wäre zumindest eine logische Erklärung warum das so lange dauert.

    Aber mal ne andere Frage: Warum teilst du denn nicht deinen Anschluss mit deinem Vater? Bevor ich auf Starlink zurückgreifen würde wäre das doch eine viel günstigere Lösung. Das ist Bandbreitentechnisch ja kein Problem und mit etwas Geschick kann man die Netzwerke auch sauber trennen.

    Ich weiss nicht, wie viele Adern eingeblasen sind. - Ich Weiss aber, dass ich nur den aktuellen einzigen FTTH Anschluss im Haus habe. - Es spielt aber auch keine große Rolle, ob in dem 2. Kabel, was ins Haus kommt noch 10 oder 15 Adern drin sein müssen.

    Es ist ja auch egal, ob man dann noch 6- oder 12 Adern auf der Straße und im Haus Spleißen muss. - Das Spleißén als solches geht ja nur ein paar Sekunden pro Ader.

  • Es spielt aber auch keine große Rolle, ob in dem 2. Kabel, was ins Haus kommt noch 10 oder 15 Adern drin sein müssen.

    Es macht aber überhaupt keinen Sinn in einem Mehrfamilienhaus 2 Kabel durch 2 Speedpipes einzublasen nur um weitere Anschlüsse zu realisieren. Wenn das ein Anbieter so realisiert, hat er eindeutig zu viel Geld oder ein schlechtes Controlling.

    Du kannst mit aller höchster Wahrscheinlichkeit davon ausgehen das das Kabel welches in dein Haus geht mindestens so viele Fasern enthält wie es Wohnungen im Haus gibt, evtl. sind die im HÜP sogar schon auf Pigtails gespleisst.

    Das 2te Speedpipe wird von manchen Anbietern ins Haus gelegt als sogenannte Havarie Reserve. Das aber in der Regel kein Speedpipe was bis zum POP oder NVt auf der Strasse geht, sondern das endet irgendwo im Erdreich und lässt sich mit einer relativ kleinen Baugrube finden und in Betrieb nehmen.

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  • Aber mal ne andere Frage: Warum teilst du denn nicht deinen Anschluss mit deinem Vater? Bevor ich auf Starlink zurückgreifen würde wäre das doch eine viel günstigere Lösung. Das ist Bandbreitentechnisch ja kein Problem und mit etwas Geschick kann man die Netzwerke auch sauber trennen.

    Weil er in der Wohnung nicht direkt wohnt, das ist ein ehmaliger Bauernhof, der in verschiedene Wohneinheiten umgebaut wurde. Eine Wohneinheit, etwas abwärts vom Hauptgebäude ist meine Wohnung, die anderen sind an die Gemeinde vermietet, darin untergebracht sind ca. 20 Asylanten. Da ist jetzt leider nur eine 100mbit Leitung, die natürlich voll ausgelastet ist.

    Das alles läuft unter einer Hausnummer und der Übergabepunkt ist unser Heizungsraum. von dort aus habe ich alle Wohnungen schon bei der Renovierung mit einem Glasfaserkabel verseehn um den späteren Anschluss einfacher zu gestalten. Das wäre wiegesagt kein Problem.

  • Zwei Fragen sind zu stellen:

    1. Wie viele Fasern gehen vom Distribution Point zum HÜP?
    2. Wie viele unbelegte Fasern gehen vom PoP zu diesem Distribution Point?

    Aus den Antworten kann man ableiten, ob es mit vergleichsweise wenig Aufwand möglich ist noch weitere Endgeräte zu versorgen.

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  • Zwei Fragen sind zu stellen:
    Wie viele Fasern gehen vom Distribution Point zum HÜP?
    Wie viele unbelegte Fasern gehen vom PoP zu diesem Distribution Point?

    Aus den Antworten kann man ableiten, ob es mit vergleichsweise wenig Aufwand möglich ist noch weitere Endgeräte zu versorgen.

    Das wird ihm aber nur der Anbieter mitteilen können.

  • "... Das Spleißen als solches geht ja nur ein paar Sekunden pro Ader ..." - Hier sind ja alle Bundestrainer der Republik mal wieder versammelt!

    Warum gibt es eigentlich nicht zehntausende Provider, wo das doch alles so einfach ist ...

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  • "... Das Spleißen als solches geht ja nur ein paar Sekunden pro Ader ..." - Hier sind ja alle Bundestrainer der Republik mal wieder versammelt!

    Warum gibt es eigentlich nicht zehntausende Provider, wo das doch alles so einfach ist ...

    ?? - Weil unsere Bundesregierung un die EU es ja so wollten, viele kleine Anbieter, statt einen großen, der das Netz aufbaut, und dann Leitungen vermietet.

    Ob die heutige Situation besser ist, weiss ich nicht.

  • So kurzer Nachtrag, habe noch Bilder von der damaligen Montage gefunden.

    Dort sieht man eindeutig, dass schon mehrere Fasern eingeblasen wurden. Habe der DG jetzt noch einmal mit den Bildern geschrieben und hoffe, dass sie jetzt vielleicht verstehen, dass keine Erdarbeiten mehr nötig sind...

  • Wenn das aber ein MFH ist, dann ist die gezeigte Installation schon grenzwertig, da die GfTA neben dem HüP montiert ist. Das ist an sich so nicht korrekt da die GfTA als passiver Netzabschlußpunkt in die Wohnräume des jeweiligen Kunden gehört.

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  • Wenn das aber ein MFH ist, dann ist die gezeigte Installation schon grenzwertig, da die GfTA neben dem HüP montiert ist. Das ist an sich so nicht korrekt da die GfTA als passiver Netzabschlußpunkt in die Wohnräume des jeweiligen Kunden gehört.

    Er hat doch ein EFH mit Einliegerwohnung für den Vater. So habe ich den Eingangstext verstanden.