Telekom verdient nicht genug Geld mit Glasfaser-Internet

  • Kommt mal in meine Funkzelle mit 5G aufm Dorf. Tagsüber ca. 2-3 Mbit, Nachts bis zu 9 Mbit.

    Spoiler anzeigen

    ISP: HTP Surf & Fon 1.000 MBit/s Download / 500 MBit/s Upload (Glasfaser)

    Router: MikroTik CCR2004-16G-2S+ (RouterOS 7.22.1) + Genexis Fibertwist F2110-2 (Rev2.0) @ AON (1000BASE-BX)

    VoIP: Gigaset N670 IP Pro Mini Multicell (Firmware 2.67.0), Cisco ATA-191-MPP 2-Port Phone Adapter (Firmware 11-3-2MPP0001-225), Gigaset Fusion (Firmware 2.0.1)

    Handset: Gigaset SL800H Pro (Firmware 131.013.04)

  • Alle Mobiledevices mit LTE/5G Möglichkeit benutzen diese dann auch und eben nicht das heimische WLAN. Da gerade im ländlichen Bereich die Funkzellen größer zugeschnitten sind als in der Stadt, sind diese in windeseile überbucht und faktisch ist der Mobilfunk nicht mehr nutzbar.

    3,6 GHz 5G reicht nicht weit genug für "größeren Zuschnitt" und im Städtischen hat man immer deutlich mehr Nutzer auf der Zelle als aufm Dörp. Wir reden hier ja nicht über 700-MHz-Fake-5G.

    Den Datenverkehr, den mobile Endgeräte selbst fabrizieren, kann man prozentual vernachlässigen. Das Zahlenverhältnis hat pufferueberlauf ja schon genannt. (< 7 %).

    Und dass alle plötzlich einen 500€-Router für 5G kaufen - davon sehe ja sogar ich ab.

    Es verdichten sich Informationen, dass auch bei Deutsche Glasfaser die wirtschaftliche Lage deutlich schlechter ist, als bisher angenommen.

    Die Idee der private Pensionsfonds war, die Altersvorsorge in der Erde zu vergraben und die Rente von künftigen Glasfasernutzer zu kassieren.

    Ging am Ende wirtschaftlich nicht auf. Pech gehabt. Die gesetzliche Rentenversicherung spart sich den Umweg über den Tiefbau und legt den Rentenbeitrag direkt um.

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  • Nicht überall wo "5G" draufsteht, ist auch 5G drin. Auch mit Richtfunk (häufig auf dem Land) kann man nicht mehr erwarten.

    Stimme ich dir völlig zu. Ich wollte nur darauf hinaus, dass eben Mobilfunk nicht überall gut ausgebaut ist.

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    ISP: HTP Surf & Fon 1.000 MBit/s Download / 500 MBit/s Upload (Glasfaser)

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  • Den Datenverkehr, den mobile Endgeräte selbst fabrizieren, kann man prozentual vernachlässigen. Das Zahlenverhältnis hat pufferueberlauf ja schon genannt. (< 7 %).

    Ich teile diese Einschaetzung nicht. Ich schaetze viele Nutzer verwenden ihr Smartphone auch daheim, da allerdings per WiFi und erzeugen einen Teil der Festnetzlast auch mit eigentlich mobilen Geraeten.


    Aber mir ist gar nicht klar was Dein eigentliches Argument ist...

  • Siehe Gleichzeitigkeitsfaktor. Ist ja bei "DOCSIS mit Laserpointer" (Zitat: Heise-Forum) nicht anders. Der Hauptgrund, warum die Telekom nur derart gedrosselte Tarife anbietet.

    Die uebliche Segmentgroesse bei PONs ist bei uns maximal 32-64 Anschlusse (und oft sind nicht annaehernd alle in Nutzung) die Standards erlauben bei GPON bis zu 128 und bei XGSPON bis zu 256 ONTs, ich wette in den meisten Mobilfunkzellen gibt es weitaus mehr Endgeraete...

    Die Hauptgruende warum die Telekom unterschiedliche Zugangskapazitaeten zu unterschiedlichen Preisen anbietet duerften sein: hoehere Kapazitaet ist (etwas) teurer in er Produktion (bzw. hat hoehere Kosten) und wichtiger, die Endkunden akzeptieren das intuitiv als Preisdifferenzierungskriterium...

    IMHO ist hoehere Rate-> hoeherer Preis weit aus sinnvoller als die begrenzen "Datenguthaben" im Mobilfunk*, aber auch da haben die Endkunden das als Preisdifferenzierungskriterium akzeptiert.


    *) monatlicher Datenumsatz korreliert nur indirekt mit den Kosten die ein Kunde verursacht.

  • Kommt mal in meine Funkzelle mit 5G aufm Dorf. Tagsüber ca. 2-3 Mbit, Nachts bis zu 9 Mbit.

    Bei meinem Provider im Dorf mit 4.500 Einwohner immer 650-700/100 Mbps. Bestimmte Dienste, die von der besseren Bandbreite profitieren, habe ich darüber geroutet.

    Alle anderen Applikationen profitieren von der besseren und beständigeren Latenz und allgemein vom höheren Upload. Das muss ich aber teuer bezahlen. 65€ vs 5€ im Mobilfunk.

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  • 65€ vs 5€ im Mobilfunk.

    Die Latenz unterscheidet sich hier kaum noch, selbst mit 5G NSA. 65 € sind allerdings frech. Bei den 300-500 Mbit/s ist mein Endgerät das Limit, hier ginge bestimmt noch mehr.

    Ich würde mir wünschen, dass die Telekom den überflüssigen Traffic-Shaper mal weglässt, damit man das "Glasfaser-Festnetz" tatsächlich mal merkt. So ist es halt simuliertes "DSL150" und das kann mit 5G nicht ganz mithalten (vor allem nicht preislich). Allerdings wäre beim "Aufmachen" dann "Gigabit" schnell als Lüge entlarvt. Die Telekom muss alle anderen drosseln, damit der eine Haushalt im 80€-Tarif zumindest gefühlt schnell ist.

    Dass das dann 85 % der Nutzer nicht überzeugt, stellt jetzt keine Überraschung dar.

  • Die Latenz unterscheidet sich hier kaum noch, selbst mit 5G NSA

    Auch unter Last? Wuerde mich wundern.

    Ich würde mir wünschen, dass die Telekom den überflüssigen Traffic-Shaper mal weglässt,

    Mei, hoehere Endkundenkapazitaet erzeugt hoehere Kosten (also wenn der ISP dafuer Backbone/Harware/Uebergaben entsprechend dimensioniert) daher ist ein hoeherer Preis nachvollziehbar. (Und wird auch vom Massenmarkt akzeptiert).

    So ist es halt simuliertes "DSL150" und das kann mit 5G nicht ganz mithalten (vor allem nicht preislich).

    Haengt halt davon ab was man genau miteinander vergleicht, und wie man seinen Datenumsatz einschaetzt. Bei unlimited Tarifen wird es beim Mobilfunk schnell teuer, waehrend das im Festnetz der Standard ist.

    Allerdings wäre beim "Aufmachen" dann "Gigabit" schnell als Lüge entlarvt. Die Telekom muss alle anderen drosseln, damit der eine Haushalt im 80€-Tarif zumindest gefühlt schnell ist.

    Unklar ob Dir bewusst ist, dass quasi alle ISPs ihr Zugangsnetz ueberbuchen (schon allein mit den verkauften "gedrosselten" Vertragsraten*) und wie selten das in der Praxis zu Problemen fuehrt (zumindest bei kompetenten ISPs). Und wie niedrig die mittlere Kapazitaetsnutzung auch un der Spitzenzeit so ausfaellt? (Die Pressem Daten von 2024 sprachen fuer deren Kunden-Kunden (Preseem bietet Software fuer ISPs an) von 10 Mbps im Down- und 2.5 Mbps im Upload, aber die neuen Zahlen werden am 3. 12 vorgestellt, duerfte such aber nicht um Groessenordnungen verschoben haben).

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (19. November 2025 um 15:18)

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  • Am Ende ist GPON/AON/XGS-PON eine Zugangstechnik wie jede andere auch. Jede hat ein Limit, aber dem PoP kommen weitere Limits dazu, die in der Regel stärker überbucht sind.

    Und ich kann jedes Byte nur einmal runterladen. Entweder Anno 117 ist in 15 Minuten installiert oder in 7,5.

  • aber unser durchschnittlicher Verbrauch liegt umgerechnet auf eine Datenrate eher um 1 Mbit/s..

    Das Problem bei Durchschnittswerten ist, dass das Mittelungsinterval wichtig ist. Ein monatliches Mittel ist wenig hilfreich fuer die Bestimmung der notwendigen Kapazitaet, aber z.B. das Mittel der taeglichen Spitzenlaststunde ist schon nuetzlicher. (Mittlere Auslastung alleine reicht noch nicht, aber das Produkt aus Anzahl der Kunden im Segment und der mittleren Spitzenlast ist schon mal eine wichtige Komponente zur Bestimmung der notwendigen Kapazitaet).

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (19. November 2025 um 22:31)

  • Selbst wenn die Telekom (und andere Größen im Glasfaserbereich) angeblich nicht genug Geld verdienen sollten, noch teurer können die ihre Tarife ja nicht machen.

    Kaufkraftbereinigt sind die deutschen Tarife durchweg im Vgl. zu manch anderen westeuropäischen Ländern nicht gerade günstig.

    Mehr als meine 50 Euro für 500 Mbit symmetrisch würde ich auf gar keinen Fall bei egal welchem Anbieter bezahlen.... Auch bei den verhältnismäßig günstigen 50 Euro im Anbietervergleich ( was Preis-/Leistung angeht) habe ich mir schwer getan, den Preis zu rechtfertigen.

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  • Bei unlimited Tarifen wird es beim Mobilfunk schnell teuer, waehrend das im Festnetz der Standard ist.

    Der "Unlimited"-Tarif der kostet bei der Telekom im Festnetz 80 €, was eben genau nicht der "Standard" ist. So teuer wird es im Mobilfunk eben nicht. Ich verstehe schon, dass du aufs (monatliche) Datenvolumen abzielst, das ist aber völlig irrelevant beim Vergleich der erzielbaren Downloadgeschwindigkeit.

  • Habe jetzt schon von mehreren Leuten gehört, dass z.B. o2 einem nach der MVLZ gekündigt hat, wenn man ein bestimmtes, monatliches Datenvolumen verbraucht hat. Wohlgemerkt, in einem "unlimited" Tarif. Wo da genau deren monatliche "Grenze" liegt, weiß ich nicht, einer der Betroffenen meinte, er habe monatlich etwa 3.5-4 TB verbraucht. Inwiefern das jetzt alle Mobilfunkanbieter handhaben weiß ich nicht. Ich glaube aber zumindest nicht daran, dass es die Mobilfunk-ISP gerne sehen, wenn deren unlimited-Tarife dauerhaft mit mehreren TB im Monat ausgelastet werden. Vielleicht akzeptieren sie das in ihren teureren Business oder M2M-Tarifen.

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  • Der "Unlimited"-Tarif der kostet bei der Telekom im Festnetz 80 €, was eben genau nicht der "Standard" ist.

    Erm, wie das?

    Hier die aktuellen Telekom FTTH Preise:

    150/65: 45.95
    300/150: 50.95
    600/300: 60.95
    1000/500: 70.95
    (2000/1000: 140.95)

    Keine Ahnung wo Du da 80€ siehst und was Du unter "unlimited" verstehst, weil alle diese Tarife mit Traffic-Shaper/Policer produziert werden. Ich meinte mit "unlimited" das nominell unlimitierte Datenvolumen im Mobilfunk.

    So teuer wird es im Mobilfunk eben nicht.

    Na ja der MagentaMobil M, das ist wohl der kleinste Tarif mit unlimited Option, kostet dann 69.90 Euro, das fuer 300/50 Mbps. Also ich weiss ja nicht wie Du das siehst, aber 300/150 mit unlimitiertem Volumen fuer 50.95 ist ein besseres Angebot als 300/50 fuer 69.90 Euro. Zumindest fuer Festnetznutzung...

    Ich verstehe schon, dass du aufs (monatliche) Datenvolumen abzielst, das ist aber völlig irrelevant beim Vergleich der erzielbaren Downloadgeschwindigkeit.

    Ja, in der Tat sehen wir das anders. Fuer meine Nutzungen (meist interaktiver Kram, wie Webbrowsing, Videokonferenz, VoIP, Remote Desktop, Gaming, und etwas weniger interaktiv Video-Streaming) spuere ich keinen Zugewinn ab ca. 50 Mbps Kapazitaet, daher ist mir die maximale Downloadgeschwindigkeit darueber hinaus relativ humppe, aber begrenzte "Datenvolumen" mit schmerzhaft spuerbarer Drosselung bei Ueberschreitung finde ich schon bei meinem Telephon aergerlich (aber noch aergerlicher faende ich im Monat 69.90 Euro fuers Mobiltelephon zu berappen).

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (19. November 2025 um 17:06)