Mit "Land" verstehe ich nicht das 200 Häuser umfassende, zusammenhängende Wohngebiet im ehemaligen Aussenbereich, sondern z.B. die an einer Bundes/Landstrasse verteilten Einzelhäuser. In ersterem sind die aktiv (Da kann ich die rel. niedrigen Kosten auch nachvollziehen), in letzterem nicht! Die Breko sollte evtl. mal ihren Begriff von "Ländlich" genauer erläutern.
Frisches Geld für Deutsche Glasfaser
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Ich frage mich allerdings, warum keiner der Provider auf dem Land eigenwirtschaftlich ausbaut, wenn selbst der eigene Verband sagt, dass es sich bei den Mehrkosten lediglich um Petitessen handelt!
Also DNS:NET, fast nur noch GF, als der Brandenburg ISP mit 1,8 Millionen aktive IPv4-Adresse baut nur eigenwirtschaftlich aus. Und bei den Anschlüssen ist im Standard nur CG-NAT Angeschaltet. Insgesamt wohl mit VDSL 2,5 Millionen anschlüsse in Berlin/Brandenburg.
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DNS:NET hat 2.5M VDSL Kunden ? Wirklich ? AS15366 DNS:NET Internet Service GmbH ? Die announcen gerade mal ~31k v4 Adressen, wie sollen die da 1,8 Millionen aktiv haben, geschweigedenn 2.5M DSL Kunden damit versorgen ?
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Mit "Land" verstehe ich nicht das 200 Häuser umfassende, zusammenhängende Wohngebiet im ehemaligen Aussenbereich, sondern z.B. die an einer Bundes/Landstrasse verteilten Einzelhäuser. In ersterem sind die aktiv (Da kann ich die rel. niedrigen Kosten auch nachvollziehen), in letzterem nicht! Die Breko sollte evtl. mal ihren Begriff von "Ländlich" genauer erläutern.
Die fragliche Grafik im Artikel hat die Überschrift:
"Durchschnittliche Kosten eines Glasfaseranschlusses nach Ausbaustufen (eigenwirtschaftlich)"
Es geht also nur um eigenwirtschaftlichen Ausbau.
Anders gesagt: dort wo auf dem Land eigenwirtschaftlich (also ohne Fördergelder) ausgebaut wird ist es nicht so viel teurer als in der Stadt. Weil die Gebiete in denen es tatsächlich deutlich teurer ist (z.B. "verteilte Einzelhäuser") eben nur mit Fördergeldern ausgebaut ist. Das ist ein klassischer Sampling Bias, die Daten sind einfach nach dem Kriterium "nicht zu teuer" vorgefiltert.
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Ausreißer kann man das ebenfalls nennen. Diese werden ebenfalls nicht berücksichtigt. Da würde ich jetzt keinen methodischen Fehler darin sehen, sondern ist bei dem eigenwirtschaftlichem Ausbau mal so.
Läge die Infrastruktur in staatlicher Hand könnte jede Milchkanne angeschlossen werden und nicht nur die Lindt-Pralinenschachteln der/für die Investoren.
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Die fragliche Grafik im Artikel hat die Überschrift:
"Durchschnittliche Kosten eines Glasfaseranschlusses nach Ausbaustufen (eigenwirtschaftlich)"
Es geht also nur um eigenwirtschaftlichen Ausbau.
Anders gesagt: dort wo auf dem Land eigenwirtschaftlich (also ohne Fördergelder) ausgebaut wird ist es nicht so viel teurer als in der Stadt. Weil die Gebiete in denen es tatsächlich deutlich teurer ist (z.B. "verteilte Einzelhäuser") eben nur mit Fördergeldern ausgebaut ist. Das ist ein klassischer Sampling Bias, die Daten sind einfach nach dem Kriterium "nicht zu teuer" vorgefiltert.
Ich glaube, es ist auch extrem abhängig von der Geologie des Gebietes. Hier in Brandenburg gibt es nur Sand und nichts als Sand.
Da ist es wahrscheinlich deutlich leichter, schneller und kostengünstiger (weniger schweres Gerät), als z.B. im Bayerischen Wald zu bauen.
Die haben bei uns mit einem Trupp (8-10 Leute) in die Straße und bis in die Häuser am Tag ca. 20–25 geschafft.
Gerade hier in Brandenburg sind die Ortschaften überwiegend EFH. Wir haben in der Gemeinde auf 850 ha bei 12000 Einwohnern ca. 95 % EFH. -
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Das "frische" Geld in der Höhe von 1,2 Mrd. Euro ist offensichtlich gesichert: https://www.handelsblatt.com/technik/it-int…/100220966.html
Jetzt lautet die Devise vorsichtig mit dieser Geldspritze umgehen und homes activated sollte das vorrangige Ziel sein und damit der Ausbau von MFH...
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Es gibt einen Link zu einem Golem Artikel in einem anderen Post hier im Forum.
Darin wird Andreas Pfisterer, CEO von DG zitiert:
Zitat...die laufende Transformation von einem stark baufokussierten Unternehmen hin zu einem kundenorientierten Breitbandanbieter vorantreiben...
Da bin ich ja mal gespannt. Der Support kann ja nur besser werden. Meiner Meinung nach wäre ein Vokabeltraining "Glasfasertechnologie" mit anschließendem technischem Lehrgang "Vom OLT zum ONT" gefolgt von "Internetaccess und Telefonie" die ersten Schulungsmaßnahmen des 1st Level. Man hat ja den Eindruck gewonnen, das ausgeliehene und fachfremde Telefonsupporter eingesetzt werden
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Es ist doch immer das Gleiche: die Insolvenz war weit näher als man zugegeben hat. Klar: eine drohende Insolvenz ist jetzt nicht unbedingt sehr werbeträchtig...
Aber als (potenzieller) Kunde sieht man ja was los ist - oder eben nicht los ist: Der Stillstand bei bereits angefangenen Projekten hat Bände gesprochen - während an anderen Stellen munter angefangen wurde zu buddeln.
Die DG hat versucht ein großes Stück des "Glasfaserkuchens" abzubekommen - hat dabei aber auch viel falsch gemacht: in der Ausbauphase ist die Kommunikation mit dem Unternehmen katastrophal - und der ewige Verweis auf den jeweiligen Subunternehmer macht einen Kunden auch nicht glücklich. Manchmal erinnert der sich doch daran mit wem er den Vertrag hat...
Bleibt zu hoffen, dass das, was bisher passiert, ist die Geschäftsführung der DG mal ordentlich wachgerüttelt hat und man tatsächlich was dazugelernt hat.
...auch wenn ich da grundsätzlich immer erst einmal vorsichtig/skeptisch bin.
Aber wenn man in der Geschichte etwas zurückschaut: auch andere große ISPs haben in der Vergangenheit schon halbwegs erfolgreich Service-Offensiven gestartet - also sollte man da abwarten und fair bleiben.
Gruß Crazyalex
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Man darf jedoch nach wie vor nicht vergessen, dass DG einer der drei größten Gf-Ausbauer in D ist und die Quote Homes Passed zu Homes Connected ein mehrfaches der Telekom beträgt.
Auch der Schuldenberg von DG mag sich mit 7 Mrd € riesig anhören, wer weiß denn schon, das die Telekom mehr als 100 Mrd. € Schulden hat?
Damit will ich aber nichts schönschreiben. Wichtig ist nun, das das bestehende Netz von DG gut ausgelastet wird, Kooperationen mit Resellern (Vodafone, 1&1, easybell,...) problemlos realisiert werden können und vor allem der Kundendienst auf akzeptables Niveau angehoben wird.
Zu letzteren kann ich sagen, dass die Portierung einer Telefonnummer von DG zu einem SIP/VoIP-Anbieter völlig unauffällig war und natürlich funktionierte. Zweimal hat mich der Support proaktiv angerufen, um sich zu versichern, dass wirklich nur eine Nummer portiert werden soll.
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Da wird von mir kein Widerspruch kommen - nur die Anmerkung, dass die DT einen ordentlichen Cashflow hat und operativ Gewinne ordentliche schreibt. Sie steht nicht vor einer Insolvenz.
Die DG hingegen täte gut daran, tatsächlich angefangene Projekte zu vollenden und damit mehr Cashflow zu generieren. Sonst hat die 1,2Mrd€-Finanzspritze auch nichts gebracht.
Aber daran möchte man ja wohl arbeiten. Hoffen wir es!
Gruß Crazyalex
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Ja, da stimme ich auch mit dir überein. Nicht zuletzt durch die Bereitstellung der "letzten Meile" und damit verbundene Einnahmen ohne im Gegenzug große Investitionen in die CuDA ist die Telekom deutlich liquider als beispielsweise DG.
Da hat die DTAG den Vorteil des offenen Geldhahnes, der nicht geschlossen werden will. Umso wichtiger, das hier eine wirksame und faire Regulierung durch die BNetzA stattfinden muss.
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Eine CuDa Regulierung gibt es, zumindest bis auf TAL VL-Preise, nicht mehr. Oder sie war schon immer zu hoch angesetzt, dazu gab es auch mal ein Gutachten der WIK.
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Die Preisfestsetzung durch die BNetzA meinte ich in #32.
Für die Telekom war diese Festsetzung immer zu niedrig, für die Mitbewerber immer zu hoch
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Die Preise waren absichtlich hoch, nach dervinzwischen eigentlich diskreditierten Leitertheorie der Investitionen im TK Markt, sollte es langfristig lukrativer fuef eiffiziente Mitbewerber sein eigene TALs zu bauen statt diese zu mieten, daher wurden die TAL Vorleistungspreise nicht nach den tatsaechlichen Kosten berechnet, wenn ich mich richtig erinnere. Da laeuft ein grosses neoliberales Experiment ob die Privatwirtschaft auch Infrastruktur kann, europaweit, und bisher sieht es mMn. nicht danach aus als wuerden sich die vollmundigen Versprechen bewahrheiten... (aehnliche Experimente gibt/gab es bei der Bahn, in England beim Wasser (Frisch- und Ab-), und bisher zeigt sich relativ deutlich, dass die Privatwirtschaft Infrastruktur nur suboptimal betreibt, was Marktfetischisten meist nicht anficht, sollen die Leute hat dahin ziehen wo Infrastruktuf existiert und lukrativ ist, kommt dann dem Sinn nach als Gegenargument). Das traurige ist, Maerkte koennen sinnvoll und allgemeindienlich sein, aber nur wenn man sie richtig strukturiert und die Einhaltung der Regeln ueberwacht...
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Für die Telekom war diese Festsetzung immer zu niedrig, für die Mitbewerber immer zu hoch

Na ja, Telekom und BNetzA haben da ein Spiel gespielt, die Telekom als Betreiber und Besiter der Informationen hat versucht so viel Kosten wie moeglich auszuweisen, und die BNetzA hat die groebsten Schnitzef ausgeglichen, ohne die Telekom fuer ihre Versuche die Kosten aufzublaehen abzustrafen. Da grosse Unternehmen die Fairness und Selbstkontrolle eines Kleinkindes mit dem analytischen Verstand eines Erwachsenen kombinieren, ist klar was die Telekom da machen wuerde... mit dem resultat hohef TAL Preise (was allerdings der BNetzA nicht ganz unrecht war, siehe Leitertheorie).
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Das Problem ist: Infrastrukturausbau in privater Wirtschaft muss nicht zwingend gut laufen - siehe aktuelle Probleme.
Infrastrukturbau in Staatshand muss nicht zwingend besser sein (siehe Schienenausbau).
Bei der Wasserversorgung klappt das recht gut (kommunale Hand), bei den Stromversorgern sieht es häufig ähnlich aus.
Es ist nicht einfach.
Meckern ist leicht, es besser machen nicht immer trivial.
Aber trotzdem muss man sich nicht immer alles gefallen lassen.
Gruß Crazyalex
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as Problem ist: Infrastrukturausbau in privater Wirtschaft muss nicht zwingend gut laufen - siehe aktuelle Probleme.
Gegenfrage: Hast Du Beispiele fuer gelungene Realisierung von allgemeindienlicher Infrastruktur durch die private Wirtschaft die nicht komplett durchreguliert sind?
Infrastrukturbau in Staatshand muss nicht zwingend besser sein (siehe Schienenausbau).
Der hat im UK auch in privater Hand nicht funktioniert, bzw. so schlecht, dass er wieder verstaatlicht werden musste. Aber ja, gerade der deutsche Staat mit seinem absurden "schwarze Null"/keine Steuererhoehungen fuer Reiche Fetisch hat sich auch nicht mit Ruhm bekleckert, aber der Staat erkennt momentan halt die Unterinvestition in Infrastruktur an und faengt an diese zu beheben (siehe Sondervermoegen, was letztlich auch nur ein Weg ist auch Gaeubig der schwarzen Null dazu zu bringen Re-Investition en in Infrastruktur gut zu heissen, ohne ihren Fetisch/Kink aufgeben zu muessen.)
Bei der Wasserversorgung klappt das recht gut (kommunale Hand), bei den Stromversorgern sieht es häufig ähnlich aus.
Ja, aber das ist zum einen nicht wirklich Privatwirtschaft, weil eine Kommune nicht privatwirtschaftlich arbeitet und zum anderen sind beide Bereiche so weit ich das sehen kann ziemlich hart durchreguliert und mit Versorgungsverpflichtungen versehen. Zumindest kommunale Stadtwerke sehe ich nicht als echte privatwirtschaftliche Unternehmen an... (nicht falsch verstehen, organisatorisch ist es sinnvoll so etwas z.B. als GmbH zu organisieren, aber das alleine ist mehr eine juristische Einteilung, als dass es sich um echte Privatwirtschaft mit echter Konkurrenz handelt).
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Das mit den kommunalen Versorgern hatte ich anders gemeint - aber zugegebenermaßen nicht sauber formuliert: die hätte ich eher auf staatlicher Seite als aus privater Seite verordnet - aus den von dir angegebene Gründen.
Einigen wir uns also auf "irgendwo dazwischen"

Ein Beispiel von "gelungener Realisierung von allgemeindienstlicher Infrastruktur" zu finden ist, zugegebenermaßen, nicht einfach. Die Mobilfunknetze - mit allen jüngeren Varianten (!) - wäre da zu nennen. Da scheint das halbwegs zu klappen (und sogar im gleichen Themenbereich).
Ich wiederhole mich aber gerne - um allen gegenüber fair zu sein: es ist nicht einfach.
Gruß Crazyalex
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Ein Beispiel von "gelungener Realisierung von allgemeindienstlicher Infrastruktur" zu finden ist, zugegebenermaßen, nicht einfach. Die Mobilfunknetze - mit allen jüngeren Varianten (!) - wäre da zu nennen. Da scheint das halbwegs zu klappen (und sogar im gleichen Themenbereich).
Mmmmh, ich sage nur, die Netzbetreiber kommen regelmaessig ihren Zusagen zur Flaechenabdeckung nicht nach, und ohne solche Pflichten, wuerde ich wetten, gaebe es Mobilfunk in der Pampa eher noch weniger. Allerdings ist das D1-Netz aelter als die Telekom (bzw. als die Privatisierung der Telekom).
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