Ein aktueller Bericht der Börsenzeitung nach, ist Deutsche Glasfaser mit 7 Mrd Euro verschuldet. Allerdings vermag ich die Auswirkungen im Vergleich zu den Mitbewerbern nicht beurteilen. Immerhin stehen 2,6 Mio homes passed mit einer Take Up Rate von rund 35% dem gegenüber (also ca. 0,9 Mio homes activated). Der Plan sieht angeblich 3,2 Mio homes passed vor. Um die Lücke von 0,6 Mio zu füllen benötigt man 1 Mrd. Euro "frisches Geld".
Rechnet man dies auf die Kosten pro homes passed Wohnung herunter (wenn diese Arithmetik statthaft ist) kommt man auf rund 1700€/Wohnung. Wobei zu diesem Betrag noch die Arbeiten auf dem Grundstück und an/in der Immobilie hinzu kommen. Rechnet man sich dies ein wenig schön, kommt man auf rund 2000€ pro aktivem Glasfaseranschluss (homes activated).
Immerhin ist Deutsche Glasfaser die Nummer 3 oder auch 2 (je nachdem wie Vodafone gerade Zahlen veröffentlicht) in Deutschland. Von der Deutschen Telekom ist bekannt, das dort die Take Up Rate lediglich 13% beträgt. Nach dem Bericht von Golem https://www.golem.de/news/glasfaser…506-197396.html hat die Deutsche Telekom 10,9 Mio homes passed im Bestand. Bei der oben erwähnten Take Up Rate sind das lediglich ca. 1,5 Mio homes activated. So groß wie man gemeinhin annehmen könnte ist die Deutsche Telekom im FTTH Umfeld doch nicht. Die Verschuldung des magentafarbenen Riesen wird mit 115,8 Mrd. Euro angegeben: https://www.heise.de/news/Deutsche-…r-10297424.html
Es ist von daher verfrüht und unlauter von einer drohenden Insolvenz des Unternehmens aus Borken (DG) zu sprechen.