Wann knipst die Deutsche Glasfaser das Licht an?

  • Ein Geheimnis ist das eigentlich nicht. Im Tiefbau werden zunächst Kabelrohre verlegt. Diese enthalten noch kein Gf-Kabel! Wenn die Anzahl an homes connected feststeht, dann wird das Gf-Kabel in die Leerrohre eingeblasen. Danach erfolgt die Aktivierung. Es können jedoch noch einige Wochen und Monate zwischen dem Einblasen und der Aktivierung vergehen. Die letzten Meter Gf-Kabel zwischen Street-Cabinet/Distribution-Point oder manchmal auch "Splitter-Kasten" und deinem Anschluss werden am Ende des Infrastruktur-Aufbaus verlegt.

    Hi HubeBube ,

    Das Netz hier in unserer Siedlung läuft seit 2023. D.h. bei uns liegt die Faser bereits im Keller und ist dort schon angeschlossen. Es wurde seinerzeit (2023) die Leitung gespleißt, der HÜP und ein Nokia ONT montiert. Der Techniker hatte die Faser auch durchgemessen und meinte "ist gut, diese!". Insofern glaube ich, dass die Hardware hier das kleinere Problem ist.

    Da ich seinerzeit Ende 2020 / Anfang 2021 bei der Nachfragebündelung einen "dunklen" Anschluss bestellt hatte, muss ich mit der Aktivierung des Anschlusses jetzt anscheinend warten, bis die Formalitäten erledigt sind und das Fördergebiet durch die Behörden offiziell abgenommen wurde. Und das kann noch eine ganze Weile dauern.

  • Bei hat leider ein geförderter Ausbau stattgefunden. Das "leider" deshalb, weil damit ein erheblicher Bürokratieaufwand für Kommune und Betreiber verbunden ist. Es war durchaus nicht ungewöhnlich, dass Kommunen die zugesagten Gelder nicht abgerufen haben, da der damit verbundene Aufwand zu hoch war.

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    Dies sollte nun Geschichte sein, wenn Du aber noch in einem Altpprojekt steckst, dann kannst Du tatsächlich nur abwarten und die örtlichen Gremien nerven.

  • Ich war bislang in der irrigen Annahme gewesen, das Signal einer Faser würde im Splitter (besagter "Anschlusskasten" hier in der Straße) bereits rein passiv auf eine Faser zusammengefasst, so dass dann nur eine Faser vom Anschlusskasten zum POP weiterführen würde. Angesichts der "Faserbündel", die hier im Video gezeigt und erwähnt werden, läuft hingegen pro Anschluss eine Faser bis zum POP.

    In der Gigabit-Richtlinie 2.0 ist das sogar Vorschrift:

    5.3 [...] Das entsprechende Gigabit-Netz muss für Point-to-Point-Lösungen ausgelegt sein.

    Das ganze Konzept hinter PON ist Point-to-Multipoint, insofern muss es nur dafür ausgelegt sein, d. h. "Distributed Split" mit Splittern im Feld dürfte nach meiner Auslegung nur in Ordnung sein, wenn trotzdem ausreichend viele Fasern direkt von der Wohneinheit bis zum PoP (nahe Aktivtechnik) vorgehalten werden.

    Viele Anbieter machen deshalb gleich "Centralized Split" mit vorhandenen Splittern nur im PoP.

    Allerdings dürfte es sich bei eurem Projekt noch um das Weiße-Flecken-Programm handeln (Vermutung anhand des Aufklebers auf dem Verteiler und dem genannten Zeitraum). Dazu findet sich der Satz:

    Die Leerrohre müssen groß genug für mehrere Kabelnetze und sowohl für Point-to-Point als auch für Point-to-Multipoint ausgelegt sein.

    Hier werden also nur die Leerrohre ausreichend dimensioniert vorgeschrieben, nicht das Netz selbst. Wenn DG trotzdem schon ausreichend LWL legt, dürfte das eine freiwillige Vorbereitung sein.

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