Hallo Schnurz ,
vielen Dank für den Link zum Video. Das kannte ich noch nicht, wirklich interessant!
Der optische Splitter steht ca. 500m von hier entfernt, der POP ist genau so eine "Klinker-Fertiggarage" (allerdings mit weißen Klinkern meine ich, aber augenscheinlich gleiches Modell) in ca. 2,5km Entfernung).
Ich war bislang in der irrigen Annahme gewesen, das Signal einer Faser würde im Splitter (besagter "Anschlusskasten" hier in der Straße) bereits rein passiv auf eine Faser zusammengefasst, so dass dann nur eine Faser vom Anschlusskasten zum POP weiterführen würde. Angesichts der "Faserbündel", die hier im Video gezeigt und erwähnt werden, läuft hingegen pro Anschluss eine Faser bis zum POP. Wie gesagt: Interessante, technische Einblicke, die da gewährt wurden, das gibt mir zumindest ein besseres Verständnis.
Tja, nun wird es vermutlich das ewige Geheimnis der DG bleiben, bis zu welchem Punkt die "passiven Anschlüsse" seinerzeit vorbereitet wurden. Aus rein wirtschaftlicher Sicht würde ich vermuten, dass man die Leitung nur bis zum Splitter/Anschlusskasten soweit "verdrahtet" hat. D.h. im ungünstigsten Fall muss vom Anschlusskasten zum POP eine Leitung aufgespleißt oder aufgepatcht werden, und im POP selbst müsste meine Leitung noch aufgeschaltet werden. Das ist nicht "mal eben", aber dass das locker 1 Jahr dauern kann (weil die Firma, die die Arbeit ausführt erst noch per Ausschreibung "gefunden" werden muss), damit hätte ich nicht gerechnet.
Schlussendlich ist es aber auch unerheblich. Wenn ich als Kunde in einem Netz, dass seit nunmehr 3 Jahren läuft, einen Antrag auf FTTH Anschluss stelle, hätte ich erwartet, dass der Betreiber mich zeitnah aufschaltet. Zumindest verstehe ich das Geschäftsmodell eines Internet-Providers so, dass wenn er eine Leitung (schnelles Internet) anbietet auch dafür von mir Geld kassiert
Da scheinen die Uhren bei staatlich geförderten Anschlüssen anders zu gehen. Immerhin wurde die Förderquote erfüllt.
Was mich eigentlich wurmt: Die ganze Sache fühlt sich an wie "Kunde droht mit Auftrag" und hinterlässt bei mir einen bitteren Beigeschmack. Bestätigt sie doch wieder alle Vorbehalte, die ich gegenüber einem bestimmten Provider hatte. Die Info-Emails von den entsprechenden Stellen enthielten allesamt so unterschwellige Bemerkungen, dass mein Antrag ja "weit nach der offiziellen Bauphase" eingetroffen sei.. Das klingt alles schon fast vorwurfsvoll nach "Na, das fällt ihnen aber früh ein, dass sie auch noch mit ans Netz wollen!". Sieht man ja auch am Post von 8KBluRay den ich oben verlinkt habe, in dem er ja durchblicken lässt, dass die DG von jeder Art von "Nachzügler"-Anfragen genervt zu sein scheint. Kunden-orientiertes Denken und Handeln geht m.E. anders. Meine Meinung: Dann hätte man diese Passivanschluss-Geschichte" besser gar nicht erst anbieten dürfen oder so weit vorbereiten müssen, dass sie recht einfach aktivierbar ist. So ein Telekommunikationsnetz ist nie statisch. Kunden kommen, Kunden gehen. Sei es, weil Immobilien den Besitzer wechseln, sich die Lebensumstände ändern, oder oder oder. Da hätte man mit rechnen können und müssen.
Aber wer weiß, vielleicht habe ich hier auch völlig übersteigerte Erwartungen gehabt. Nun denn, warten wir mal ab, ob und wann Bewegung in die Sache kommt. Ich werde berichten. Bis dahin wünsche allen hier schon mal einen Guten Rutsch, frohe Weihnachten und Frohe Ostern 