Start der Glasfaser-Kampagne des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)


  • Moin,

    Ich bin heute zufällig auf die Kampagne „Das beste Internet“ gestoßen – eine Info-Plattform vom Bundesministerium. Dort wird auf echt verständliche Weise erklärt, was Glasfaser ist, warum der Ausbau so wichtig ist und was man als Mieter oder Eigentümer wissen sollte. Das Beste: Es gibt richtig witzige kurze Videos dazu und sogar einen Hinweis zur Verfügbarkeitsprüfung.

    Ich finde, die Kampagne ist wirklich gut gemacht.

    Alle Infos über Glasfaser | Das beste Internet

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  • Mmmh, ist halt zum Teil Marketinggesuelze von zweifelhafter Korrektheit:

    Zitat

    Schnelles Internet ist nur ein Vorteil. Glasfaser bietet zudem niedrige Latenzzeiten. Das bedeutet: Wer klickt, erhält schon in 2 bis 10 Millisekunden eine Reaktion, während vergleichbare Kabel-, DSL- oder VDSL-Zugänge oft 20 bis 40 Millisekunden Verzögerung haben. Niedrige Latenzen sorgen für direkte Rückmeldungen – es gibt weniger Verzögerungen in Online-Games und bei Videokonferenzen fallen sich die Beteiligten nicht mehr unbeabsichtigt ins Wort, weil die Verbindung hängt.

    Das ist unlauter, bzw. verwirrt. Die Zugangslatenz bei GPON liegt bei ca. 2 ms und bei VDSL2 mit G.INP bei 4 ms (was die Telekom quasi ueberall schaltet wo sie Vectoring betreiben darf und wo mehr als ADSL geht). Ja, das ist immer noch ein Unterschied zugunsten FTTH aber die 20-40 ms sind in der Form FUD. (Auch Kabelanschluesse liegen i.d.R. unter 10ms Zugangslatenz).

    Zitat

    Ein weiterer Pluspunkt der Glasfasertechnik ist ihre Stabilität. DSL-Leitungen verlieren mit zunehmender Entfernung zum Verteilerkasten an Geschwindigkeit. Glasfaser hingegen liefert auch über lange Strecken konstante Leistung und ist weniger anfällig für Störungen.

    Freunde beim BMDS, die Geschwindigkeit (Strecke/Zeit) ist bei Licht in Glasfaser und bei Elektronen in Kupferleitern in etwa gleich, 2/3 der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, was sich unterscheidet ist die Kapazitaet. Und ja die Stabilitaet (oder besser Empfindlichkeit gegenueber Stoerungen) ist bei FTTH hoeher als bei DSL, aber das ist nur zu geringem Mass eine Funktion von der Entfernung zum Verteilerkasten.

    Zitat

    Was bringt die hohe Internet-Geschwindigkeit im Alltag? Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein 5 Gigabyte großes Familienvideo online mit Verwandten teilen. Mit DSL würde dieser Vorgang etwa 17 Minuten dauern, mit Glasfaser hingegen nur rund 40 Sekunden.

    Das ist auch wieder Gruetze, weil (8*5*1000^3/(17*60))/1000^2 = 39.2156862745 Mbps und (8*5*1000^3/(40))/1000^2 = 1000 klar ist, dass hier nicht DSL mit Glasfaser verglichen wird (ein Vergleich der IMHO eine einfache Antwort hat, beides sind unterschiedliche Kategorien), sondern ein hoher mit einem niedrigen Upload.

    Zitat

    Der entscheidende Nachteil des Kabelinternets: Es ist ein geteiltes Medium. Alle Nutzerinnen und Nutzer eines Straßenzuges teilen sich die verfügbare Bandbreite. Bei hohem Datenaufkommen, besonders abends, kann die Geschwindigkeit im Kabelinternet spürbar sinken. Da wir alle von Jahr zu Jahr mehr Daten austauschen, stößt Kabelinternet immer öfter an Grenzen.

    Das waere vielleicht ein Argument, wenn in Deutschland nicht bei Glasfaseranschluessen i.d.R. eines der PONS zum Einsatz kaeme, das sind halt auch geteilte Medien. Und selbst bei DSL oder AON, wo der eigentliche Zugangslink exklusov ist, da ist i.d.R: der Uplink vom DSLAM/Switch bereits wieder geteilt...


    Um positiv abzuschliessen, das ist wesentlich besser als ich befuerchtet hatte (hat aber noch "Luft nach oben").

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (5. Oktober 2025 um 15:23)

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  • Ich finde 1000 Mbps Upload durchaus ehrlich. Denn es geht hier um reale Möglichkeiten. 40 Mbps ist Ende der Fahnenstange bei DSL.

    1000 Mbps Upload existiert bei der Telekom und vielen lokalen Netzbetreibern.

    Und wenn man technische Möglichkeiten vergleicht, warum dann einmal das Maximum hernehmen und sonst nicht?

  • Das waere vielleicht ein Argument, wenn in Deutschland nicht bei Glasfaseranschluessen i.d.R. eines der PONS zum Einsatz kaeme, das sind halt auch geteilte Medien. Und selbst bei DSL oder AON, wo der eigentliche Zugangslink exklusov ist, da ist i.d.R: der Uplink vom DSLAM/Switch bereits wieder geteilt...


    Um positiv abzuschliessen, das ist wesentlich besser als ich befuerchtet hatte (hat aber noch "Luft nach oben").

    Richtig, schöne Kampagne aber mit der optischen Gestaltung hat man sich mehr Mühe gegeben als mit der technischen Tiefe.

    Bei den Kabelnetzen wäre es besser gewesen, darauf hinzuweisen, dass selbst bei HFC zahlreiche Gebäude an einem einzigen Kupferleiter hängen. Das maximiert die Chance, dass man von Ausfällen oder Überlastung betroffen ist, weil das Risiko nichtkorrigierbarer Störeinstrahlung wesentlich höher und gleichzeitig die Skalierung ohne bauliche Änderung (Segmentierung, DOCSIS 4.0) kaum möglich ist.

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  • Ich finde 1000 Mbps Upload durchaus ehrlich. Denn es geht hier um reale Möglichkeiten. 40 Mbps ist Ende der Fahnenstange bei DSL.

    Nicht wirklich, G.fast, eine DSL Variante, geht im Vollausbau unter optimalen Bedingungen bis 1000/1000 Mbps. Das ist aehnlich "real" fuer die meisten Nutzer wie der hypothetische 1000 Mbps Upload bei FTTH.

    1000 Mbps Upload existiert bei der Telekom und vielen lokalen Netzbetreibern.

    An den wenigen Anschluessen bei denen der Glasfaser2000 Tarif angeboten wird, das sind im wesentlichenm mit Foerderung gebaute Anschluesse wohl um da die Foerderbedingungen einzuhalten. Aber meines Wissens nach ist das nur ein kleiner Teil der FTTH Anschluesse der Telekom.

    Und wenn man technische Möglichkeiten vergleicht, warum dann einmal das Maximum hernehmen und sonst nicht?

    Nein, das momentane Maximum fuer Glasfaser ist, meine ich, 400 Tbps ueber eine Standardfaser, das ist komplett irrelevant...

    ABER ich es haette mich gewundert wenn wir Zwei bei dieser Webseite einer Meinung gewesen waeren, und das ist ja auch gut so, die Diskussion im Forum lebt ja nicht zuletzt von unterschiedlichen Standpunkten. ;)

  • Das ist aehnlich "real" fuer die meisten Nutzer wie der hypothetische 1000 Mbps Upload bei FTTH.

    Tut mir leid, das ist Quatsch. Jetzt versuchst du irgendwie dein Argument zu retten.

    g.fast war doch ab Tag 1 für FTTB geplant und nicht als Option bei FTTC.

    Realistisch ist DSL am Ende ohne jede Perspektive. FTTH liefert heute bereits in einigen Netzen mehr und XGS-PON ist auch in Deutschland die logische Folge auf GPON.

    Das ist wenigstens mal ein realistisches Szenario, wo Glasfaser sichtbar schneller ist.

    Wie man es wirklich unglaubwürdig macht, sieht man bei Greenfiber.

    Ansonsten ist mir diese Webseite ziemlich egal.

  • Tut mir leid, das ist Quatsch. Jetzt versuchst du irgendwie dein Argument zu retten.

    Mmh, ich akzeptiere, dass Du das als Quatsch ansiehst. Und ja, natuerlich streiche in nicht die Segel und werde zum uneingeschraenkten Lobhuddler der Marketinggruetze des Ministeriums nur weil Du der Meinung bist ein theoretisches 1000er Angebot waere an dieser Stelle eine faire Darstellung der Realitaet (die ist, die Masse der FTTH Anschluesse kann bestenfalls 500 Mbps im Upload buchen).

    g.fast war doch ab Tag 1 für FTTB geplant und nicht als Option bei FTTC.

    Nein, das ist nicht korrekt, in England wird das z.B. auch bei FTTdp, fiber-to-the-distribution-point, kleine vergrabene Boxen im Buergersteig, verwendet, und die Grenzen zwischen FTTC und FTTdp sind fliessend. Was stimmt ist, dass das in Deutschland aehnlich theoretisch ist wie der 1000er Upload bei aktuellem FTTH. Das mag sich bei FTTH im Laufe der Zeit aendern, aber Stand heute ist dieser Punkt uebertrieben.

    Realistisch ist DSL am Ende ohne jede Perspektive.

    Das ist nicht falsch, und wenn das das Argument gewesen waere haette ich es auch nicht kritisiert. Meine Kritik richtet sich da an ein Argument das mit nicht naeher spazifizierten Praemissen arbeitet, die IMHO so keine faire Darstellung der Realitaet sind. Kannst Du gerne anders sehen.

    Das ist wenigstens mal ein realistisches Szenario, wo Glasfaser sichtbar schneller ist.

    Nur fuer die unter uns, die ignorieren, dass Geschwindigkeit Strecke/Zeit ist, nicht Datenvolumen/Zeit... aber ja, dass Glasfaser hoehere Kapazitaeten erlaubt ist kein Geheimnis. Das Problem daran ist, dass die meisten Nutzer in Deutschland mit ihrer aktuellen Kapazitaet zufrieden zu sein scheinen.

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  • Wenn du jetzt aber im Textbeitrag „Ein eigener Artikel beschreibt die Vorteile gegenüber DSL und Kabelinternet.“ klickst: Kommt die Fehlermeldung…404

    Stimmt, im Artikellink kommt dann bei mir auch 404.

    Fritzbox 5690 Pro / Glasfaser 1000 Telekom

    1000/500 MBit/s