1und1 Glasfaser an Anschluss von Glasfaser Nordwest

  • Momentan haben die meisten Anbieter ja Probleme ihre Segmente auch nur annaehernd voll zu bekommen... was IMHO andeutet, dass es momentan wenig Probleme geben duerfte (wenige ONTs mit meist niedrigen Tarifstufen) aber das macht es schwer vorherzusehen wie das aussehen wird, wenn die Segmente voller werden und die Buchungsrate von Gigabittarifen ansteigt. Aber hey, wenn es dann eng wird kann ein kompetenter ISP ja immer noch reagieren, entweder mit Segmentsplit (z.B. 2x32 statt 1x64) oder durch Migration von Kunden hin zu XGSPON... d.h. fuer das bis jetzt eher theoretische Problem gibt es bereits praktisch umsetzbare Loesungen...

  • Wenn ich es entscheiden könnte, würde ich auch immer PtP und AON bevorzugen. Aber der Staat hat sich für ein anderes Modell entschieden und damit hat es damit dem Markt überlassen.

    Zumindest was PON angeht ist das nicht nur in Deutschland die präferierte Lösung. Laut FTTH Council Europe lag der Anteil von PON im September 2023 (in Europa, nehme ich an) bei 60%, mit steigender Tendenz (erwartet >80% bis 2029) (Seite 13)

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  • Bei PtMP Netzen besteht keine realistische Chance auf echten Technik Wettbewerb, da laeuft es letztlich auf OpenAccess via Bitstromzugang raus, besser als nichts, aber der Betreiber bestimmt die Grenzen der Technik. Bei PtP lassen sich einzelne Fasern entbuendeln und Mitbewerber koennen dann eigene Technik verwenden. Das nutzten z.B. in der Schweiz die Mitbewerber der SwissCom ueber deren PtP Netz, so betreibt salt.ch ueber gemietete Fasern ihre eigenen XGSPON Segmente mit eigenem OLT (das erlaubt salt.ch diese Anschluesse fuer 40 CHF anzubieten) und Init7 bietet ueber solche Fasern 1, 10 oder 25 Gbps AON an (an den PoPs die Init7 bereits erschlossen hat). Egal was man vom Init7 Angebot haelt, diese Vielfalt an unterschiedlichen Technologien wird letztlich nur dadurch moeglich, dass es da nicht einen ISP gibt der die finale Kontrolle hat welche Technik zum Einsatz kommt.

    Und um es zu erwaehnen, die SwissCom hat eigenmaechtig versucht sich aus diesem Wettbewerbsproblem (zu viel echter Wettbewerb) zu loesen in dem sie angefangen hat den weiteren Netzausbau in PtMP Struktur durchzufuehren; die SwissCom musste dann erst gerichtlich gestoppt und gezwungen werden zur PtP Struktur zurueckzukehren, zum Vorteil der schweizer Internetkunden.

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (10. Oktober 2025 um 11:31)

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  • kann man bei 1&1 wenn man Glasfaser hat, eigentlich genau so alles verändern von den Zugangsdaten her, wie man das vom DSL-Anschluss kennt?

    also PPPoE passwort neu festlegen, sowie VoiP PWs?

  • soo neuer GoodTop Switch(ZX530S-8S, das ist ein 10GB 8Port SFP-Switch mit web-management, meine Version hat auch einen Console Port) getestet, wirklich Top funktioniert der ^^.

    hat alles was man braucht für ein einfaches und fortgeschrittenes Netzwerk

    musste aber mehrere Geräte versuchen, bis eins mal nicht sofort defekt gegangen ist(instant sehr heiß geworden)

  • Ich habe eine Info bezüglich der Buchung eines 1&1 Tarifes über die Infrasruktur von Deutsche Glasfaser: 1&1 verlangt die Bekanntmachung der Glasfaser-ID während der Bestellung. Diese Glasfaser-ID/Home-ID gibt es in der Infrastruktur der Deutschen Telekom und besteht dort aus einer siebenstellige Zeichenfolge aus Buchstaben und Zahlen. Diese ID befindet sich auf dem Gf-TA/Glasfaser-Dose der Telekom.

    Na, wird die Problematik klar? DG hat in den Anfangsjahren kein Gf-TA verwendet (obwohl seit 2016 der passive Netzabschluss gesetzlich vorgeschrieben ist). Zusätzlich kennt DG die Begrifflichkeiten Glasfaser-ID/Home-ID gar nicht.

    Das Analogon in der Infrastruktur von Deutsche Glasfaser ist die Anschlusskennung/WE-ID. Diese entspricht folgendem Muster: <PLZ>-<3-Stellen Großbuchstaben>-<Hausnummer>--<weitere Angaben wie Hausnummerzusätze und Anschlussnummer in der Immobilie>. Nur bei ganz neuen Anschlüssen gibt es ein Label mit der Anschlusskennung/WE-ID auf dem Gf-TA. Für alle ohne Label: schaut im DG-Portal und/oder eurer Rechnung nach. Dort findet ihr die benötigte ID.

    Nachtrag: Oops, falscher Thread. Sofern es nicht stört, lasse ich dieses Posting hier stehen, falls mal jemand darüber stolpert.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (12. Oktober 2025 um 09:03)

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  • Ja, ich denke das kann ich so stehen lassen. Nur sollte jedem klar sein, das ich einen Anschluss von Glasfaser NordWest habe und der Beitrag #89 somit themenfremd für diesen Thread ist.

  • und ich will jetzt nochmal darauf eingehen warum ich XGS-PON an menem Standort bezweifle: xgs-pon ist mit Sicherheit nur da, wo es sich auch rentiert, also d.h. bei genügend Nachfrage, an meinem Standort denke ich wird es noch ziemlich lange dauern bis sich es lohnen würde, das ein Anbieter entsprechende Technik zur Verfügung stellt.

    die einzigen Standorte wo es aktuell zur Verfügung steht wo ich xgs-pon sehe sind Großstädte, klar da sind Ballungsgebiete da gibts immer genügend Leute die sowas wollen..

    oder irre ich mich da?

  • Also die Telekom setzt XGSPON OLTs primaer in gefoerderten Gebieten ein. Die Foerderung nach Gigabitrichtlinie 2.0 verlangt dass (mindestens) symmetrisches Gigabit buchbar ist, und in solchen Gebieten bietet die Telekom als maximalen Tarif Glasfaser2000 an das mit 2/1 Gbps die Anforderung uebererfuellt. Bei GPON ist ein 1 Gbps Downstream wohl ganz passabel moeglich, aber mit einer nutzbaren Segmentskapazitaet von < 1.2 Gbps im Upload wird das eng darueber 1 Gbps Upload-Tarife zu schnitzen. Ansonsten wird sich zeigen wann und wo XGSPON Tarife angeboten werden. Solanage die Kundschaft allerdings solche Tsarife die nur mit XGSPON realisiert werden koennen in grosser Stueckzahl nachfragt und auch zu buchen bereit ist, sehe ich wenig Motivation fuer ISPs den wohl kommenden Wechsel hin zu XGSPON zu beschleunigen. IMHO duerfte da eine Umstellung irgendwann im Rahmen des normalen Hardwareaustauschs kommen, also wenn der GPON OLT am Ende ist und dann XGS oder Combo OLT nicht oder nur wenig teurer sind als ein neuer reiner GPON OLT. Aber das ist Spekulation...

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (13. Oktober 2025 um 23:48)

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  • Also die Telekom setzt XGSPON OLTs primaer in gefoerderten Gebieten ein.

    Bezogen auf die Anzahl der Haushalte glaube ich das nicht. Die vor allem in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln/Bonn eigenwirtschaftlich gebauten XGS-PON Gebiete (siehe Karte) beinhalten sicherlich deutlich mehr Haushalte als die versprengten XGS-PON Gebiete in Fördergebieten.

    IMHO duerfte da eine Umstellung irgendwann im Rahmen des normalen Hardwareaustauschs kommen, also wenn der GPON OLT am Ende ist und dann XGS oder Combo OLT nicht oder nur wenig teurer sind als ein neuer reiner GPON OLT.

    Mit Adtran hatte die Telekom z.B. bereits vor über 5 Jahren einen Vertrag über GPON+XGS-PON-fähige OLTs geschlossen. Ich würde vermuten dass ein großer Teil der in den letzten Jahren verbauten OLTs grundsätzlich XGS-PON unterstützt.

  • Aktuelle OLT-Linecards beherrschen mehrere Standards auf dem Segment.

    Es würde mich wundern, wenn die nicht bereits in der Fläche eingesetzt werden.

    kingpin42 , wie ist da deine Erfahrung?

    Kann hier nur für Nokia sprechen: Es gibt Kombolinecards, die via Softwarelizenz beide PON Standards auf einem Port unterstützen. Wenn das deine Frage war.

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  • Bezogen auf die Anzahl der Haushalte glaube ich das nicht. Die vor allem in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln/Bonn eigenwirtschaftlich gebauten XGS-PON Gebiete (siehe Karte) beinhalten sicherlich deutlich mehr Haushalte als die versprengten XGS-PON Gebiete in Fördergebieten.

    Lass es mich anders formulieren, buchen kannst die den 2000er laut Aussage der Telekom in gefoerdert ausgebauten Gebieten und in zwei zusaetzlichen Pilotgebieten (eines davon Berlin). Ob/wie weit in eigenfinanziert ausgebauten Gebieten XGSPON oder Combo-OLTs verbaut wurden kann ich nicht sagen (wobei das verlinkte Video andeutet, dass Combo-OLTs weiter verbreitet sind).

  • Bei GPON ist ein 1 Gbps Downstream wohl ganz passabel moeglich, aber mit einer nutzbaren Segmentskapazitaet von < 1.2 Gbps im Upload wird das end darueber 1 Gbps Upload-Tarife zu schnitzen.

    Das geht auch bei GPON, Privatkunden nutzen nicht viel Upload und Download auch nicht.
    Durch den niedrigen Gleichzeitigkeitsfaktor geht das.

    1/1G jeder Kunde.

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  • Lass es mich anders formulieren, buchen kannst die den 2000er laut Aussage der Telekom in gefoerdert ausgebauten Gebieten und in zwei zusaetzlichen Pilotgebieten (eines davon Berlin).

    Das ist halt auch schon wieder 8 Monate her.

    Ich hatte ja die Karte verlinkt. Gehe da auf "Festnetz" und deaktiviere alles bis auf "2000 Mbit/s". Dann hast du die XGS-PON-Gebiete. Dann schau dir Berlin an, schau dir Hamburg an, schau dir den Großraum Köln/Bonn an. Gibt noch ein paar weitere kleine eher städtische Gebiete (in Stuttgart und Grünwald bei München). Und das dürfte alles eigenwirtschaftlicher Ausbau sein.

    Im Vergleich dazu dürften die geförderten Gebiete deutlich weniger Haushalte umfassen. Die sind ja auch auf der Karte zu erahnen (z.B. in Franken/Nordbayern, oder südlich von Hannover). Bei Reinzoomen ergeben sich da meist doch recht kleine Gebiete mit wenigen Haushalten.

  • Mmmh, also wenn ich die Kapazitaetsbemessungsmethode eines befreundeten ISPs anwende und von einem 64er Segment ausgehe, komme ich auf:

    GPON brutto it FEC:

    2488.32 * 239/255 = 2332.19 Mbps
    1244.16 * 239/255 = 1166.10 Mbps

    Dazu noch sagen wir 1 Mbps OMCI Traffic pro ONT (Huaweis Standard ist wohl 5 Mbps pro ONT):

    ((1244.16-(64*1)) - (1000)) / 64 = 2.815 Mbps.

    D.h. dieses Segment erlaubt den einzelnen ONTs eine durchschnittliche Last in der Spitzenzeit von 2.815 Mbps. Das ist ziemlich nahe an den aktuellen Auslastzungszahlen fuer den Upload aus Preseems Network Report 2025 (der genau genommen nur fuer Preseem Kunden gilt).

    Kann man aktuell machen, aber das erscheint mir auf Kante genaeht... Wenn man allerdings nur 32er Segmente nutzt:

    ((1244.16-(32*1)) - (1000)) / 32 = 6.63 Mbps.

    Aber das muss natuerlich jeder ISP selber sehen wie er die Kapazitaet dimensioniert und solange die FTTH Netze eher nur ein paar vereinsamte Nutzer haben ist das ganze eher theoretisch. Allerdings scheint es kaum ISPs in Deutschland zu geben die per GPON 1000 Mbps Upload nbieten, oder mehr als 1000+Kleingeld im Download (mit Kleingeld meine ich den Umstand, dass die Telekom bei den nominellen 1000er Tarifen brutto eher 1200 Mbps provisioniert, damit netto ausreichend viel ankommt und die Kunden das Gefuehl haben etwas geschenkt zu bekommen).