1und1 Glasfaser an Anschluss von Glasfaser Nordwest

  • Hmpf, ich habe ein interessantes Gerät gefunden. Ein GPN-100, hat Datenraten von 2.5Gbps Downstream und 1.25Gbps Upstream. von Planet. Gibt es irgendwelche Hinweise darauf was darin verbaut ist?

  • Das sind die üblichen maximalen Up- und Downraten für GPON auf der Glasfaserseite. Nichts ungewöhnliches.

    Wenn ein Provider diese Raten auch verkauft (z.B. Deutsche Giganetz mit deren MyNet 2500 Tarif) sollte natürlich auf der Ethernetseite auch ein 2,5 Gbps Interface vorhanden sein. Mit einem 1 Gbps Interface ist diese Bandbreite natürlich nicht nutzbar bzw. nur bis 1 Gbps nutzbar.

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  • Ja, das weiß ich. Und es muss auch noch beachtet werden das es da unterschiedliche Standards gibt für mehr als 1gbit, SGMII und RGMII gehen bis 1gbit , HSGMII bis 2.5gbit und QSGMII bis 10gbit. ja und da muss man da auch noch die Kompatibilität zwischen den verschiedenen Geräten beachten, man ist das ein Spaß..


    aber an meinem gpon anschluß gibt es nur default bis 1gbit.

    ich frag mich warum man überhaupt ausbaut, wenn sowieso nur bis 1gbit geboten wird, grade bei Glasfaser könnte man ja mal höher gehen...

    die Technik ist da, warum wird sie nicht eingesetzt?

    2 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (8. September 2025 um 16:26)

  • Weil das eh kaum einer bucht, da lässt man das Geld jetzt erst einmal im Tiefbau und betreibt das Netz mit vergleichsweise günstig eingekaufter GPON-Technik.

    Wo GFNW baut, ist ja vielerorts auch VDSL von EWE ohne Vectoring angesagt, da ist dann auch der 150er Tarif schon ein Upgrade.

  • Die angebotenen Bandbreiten müssen auch gebucht werden. Es bucht ja auch nicht jeder CuDA Nutzer SVDSL.

    Ein anderer Aspekt ist der Anspruch auf die bezahlte/gebuchte Bandbreite. Es gibt dort Vorgaben von der BNetzA, die mit DGN MyNet 2500 und 10 Gbps XGS-GPON technisch gar nicht einzuhalten sind. Also ein Quell steten Ärgernisses, wenn der unbedarfte PowerUser/EarlyAdaptor den Marketingsprüchen glaubt.

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  • Ja gut, das ich mir auch bewusst, theoretisch zumindest müssten mit xgs-pon aber 10gbit möglich sein(aber reeell natürlich nicht möglich)

    xgs-pon geräte selbst zu testen wird mir aber in naher zeit nicht möglich sein


    naja mit GPON hat man ja auch meist nicht die volle gebuchte geschwindigkeit zur verfügung, oder?

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (8. September 2025 um 19:00)

  • Weil Du gefragt hast, hier meine Notizen zu GPN/XGSPON und erzielbarem Durchsatz:

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  • Nein, es muss alles bis ins kleinste Detail analysiert, klassifiziert, getestet und ausgewertet werden. und dann einen über 800 seitigen Bericht darüber erstellen. Und dann müssen noch Leute eingestellt werden, die Zeit haben, diesen Bericht durchzusehen. Um dann letztendlich zum Schluss zu kommen das PON letztendlich keinen einzigen Vorteil bringt(außer Kosteneinsparungen für den ISP in dem letztendlich weniger an den Endkunden geliefert werden muss).

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  • Ich würde mich hier mit einer hoffentlich zum Thema passenden Frage anschließen. Vorweg: Ich wohne im Ausbaugebiet von Glasfaser Nordwest (GFNW) und habe aktuell einen Tarif über EWE gebucht. Da EWE aber nicht in die Pötte kommt ihre Tarife mal anzupassen will ich davon weg. Ich arbeite im EWE Konzern (Bei einer Tochter) und habe dadurch einen kurzen und direkten Draht zum Service und Support, den ich schon öfter genutzt habe und den auch schätze, aber eben nicht um jeden Preis. Mein Anschluss ist wie gesagt ein neuer GFNW-Anschluss, dementsprechend GPON und nicht AON. Ich habe ein Unifi Cloud Gateway Fiber mit dem Zyxel-Modul erfolgreich im Einsatz.

    Jetzt lange Rede kurzer Sinn meine eigentliche Frage: Aktuell habe ich vom Backbone her nichts mit Telekom zu tun und bin dank der Peering-Problematik auch dankbar. Ich habe jetzt gesehen, dass 1&1 ja auch die GFNW-Netze mit vermarktet und die Preise sind analog zu Telekom. Kann man sagen, ob die 1&1-Leitung über den Telekom-Backbone (=potentielle Peering-Probleme) oder über den EWE-Backbone (=bisher sehr zufrieden) oder über was eigenes (hatte mal was von Versatel gelesen?) läuft?

    Ich will einfach vermeiden am Ende irgendwie Peering-Probleme zu bekommen. Wäre mir das egal könnte ich auch direkt Telekom buchen.

    Danke! :)

  • Mach doch mal den Test:

    # zeigt welche Adressen 1&1/Versatel selber per L2-BSA erschlossen hat

    GitHub - n-thumann/easybell-carrier-map: A map showing the carriers used by Easybell for their VDSL products
    A map showing the carriers used by Easybell for their VDSL products - n-thumann/easybell-carrier-map
    github.com

    # hier als Beispiel das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung ;)

    curl -s "https://www.easybell.de/api/provider-availabilities/TAL?exact_address=false&zip_code=10117&city=Berlin&street=Dorotheenstraße&house_number=84" | jq -r ".results[0].carrier"

    Wenn da als Antwort 1U1 rauskommt, dann wird es wohl L2-BSA als Peering von 1&1:
    Achtung, wenn man das jq Paket nicht installiert kann man im geschwaetzigen Output auch selber nach .results[0].carrier suchen.

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  • Hmh... Danke! Wenn ich da meine Adresse suche kommt DTAG raus, aber wenn ich das im GitHub richtig lese, dann bezieht sich das auf VDSL, was für hier tatsächlich der Fall wäre. Also VDSL ist hier von Telekom ausgebaut.

    Wenn ich an meinem aktuellen Anschluss mal eine traceroute zu heise.de mache kommt folgendes raus (wohlgemerkt über meinen GFNW-Tarif über EWE):

    Code
    traceroute to heise.de (193.99.144.80), 64 hops max, 40 byte packets
    1  unifi.internal (172.16.17.1)  9.570 ms  2.431 ms  2.501 ms
    2  xxx  5.735 ms  5.745 ms  5.466 ms
    3  90730207-26.ewe-ip-backbone.de (85.16.251.206)  7.780 ms  5.626 ms  6.557 ms
    4  * * *
    5  23730205-11.ewe-ip-backbone.de (212.6.114.38)  14.018 ms  13.064 ms  12.422 ms
    6  ae10-0.fra20.core-backbone.com (5.56.21.129)  13.079 ms  12.444 ms  14.274 ms
    7  ae2-2025.fra30.core-backbone.com (5.56.17.26)  12.916 ms  12.682 ms  14.104 ms
    8  core-backbone.plusline.net (5.56.18.114)  14.441 ms  13.201 ms  17.251 ms
    9  82.98.102.19 (82.98.102.19)  13.234 ms  13.794 ms

    Ich geh also davon aus, dass ich hier nichts mit Telekom zu tun habe. Wenn ich jetzt aber über Telekom einen Vertrag (mit derselben Leitung) abschließe würde ich erwarten, dass da irgendwo Telekom auftaucht. Frage ist jetzt halt, wer taucht auf, wenn ich die selbe Leitung der GFNW nun über 1&1 buche.

  • pufferueberlauf der Test hat doch da gar keine Relevanz.
    Da geht es nur um DSL.

    Bei Glasfaser muss doch jeder Provider eine eigene Glasfaseranbindung an den Netzbetreiber haben über die die Daten vom Endkunden in das Providernetz weitergeleitet werden.
    Das wird also dann mit 1&1 bei Glasfaser Nordwest sicherlich Versatel Peering sein.

  • Das bedeutet also bei Abschluss eines 1&1-Tarifs wird das nicht so ganz klassisch wie bei DSL über die Infrastruktur von Anbieter XY gemacht, sondern damit ein Anbieter "mitspielen" darf, brauch er einen eigenen Anschluss ans Netz und ich kann unbesorgt davon ausgehen, dass ich also 1&1 Peering bekomme? :)

    €: Ich lese gerade in diesem Presseartikel: https://glasfaser-nordwest.de/2024/01/22/gro…nsvereinbarung/

    Zitat

    1&1 wird bereits in Kürze sukzessive mit der Vermarktung von Regionen auf dem Netz der Glasfaser Nordwest starten. Grundlage hierfür ist die Anbindung der regionalen Netze der Glasfaser Nordwest an das bundesweiter Glasfaser-Transportnetz der 1&1 Versatel.


    Das hatte ich vorher nicht gesehen. Dann kann ich ja beruhigt sein einen großen Bogen um Telekom machen zu können :)

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  • Ist die Frage ob 1&1 da ueber direkten Kontakt mit der GFNW reinkommt oder aber als normaler Telekom-Bitstrom-Reseller. Im ersten Fall iost der Test in der Tat wohl eher irrelevant, im zweiten Wahl ist er eher relevant und deutet vorsichtig auf WIA (wholesale internet access) hin, also ein Telekom-Anschluss mit Telekom-Peering bei dem "nur" die Rechnung von 1&1 kommt ;)

  • er Test hat doch da gar keine Relevanz.

    Jain, der Test zeigt ob 1&1-/Versatel den Telekom-BNG Standort selber erschlossen hat. Wenn 1&1 bei der GFNW als individueller Partner auftritt, dann ist der Test in der Tat wohl irrelevant, nicht aber wenn 1&1 da als Telekom-Bitstromreseller agiert. Was davon der Fall ist, kann ich nicht sagen.