Router + Switch + APs für neuen Glasfaseranschluss

  • Hallo zusammen,

    ich bekomme demnächst einen Glasfaseranschluss von TNG ins Neubau und plane gerade das Hausnetzwerk/WLAN.

    Im Haus wurde von der Baufirma bereits ein Homeway System installiert, 6 Ethernet Ausgänge sind auf den zwei Wohnetagen verstreut und mit Cat7 Kabeln mit dem Technikraum im Keller verbunden. Dorthin kommt auch der Glasfaseranschluss durch die Mehrsparte. An zwei von den Ethernet Anschlüssen sollen über POE Access Points jeweils auf einer Etage hängen. An den restlichen Anschlüssen sollen Computer/Drucker direkt angeschlossen werden. Im Netzwerk sollen noch ein RPi und ein NAS Platz finden (gerne im Keller).

    Wenn ich das mit meinem Laienvwissen verstanden habe: ich brauche einen Router und einen Switch oder eine Kombilösung. Geräte wie die FB 7530 oder 7590 kann man im Vertrag dazubuchen. Sie haben aber zu wenige LAN Ports, so dass ein Switch eh notwendig sein wird. Lohnt sich dann die Anschlaffung einer FB, wenn man z.B. die WLAN Funktion gar nicht nutzt?

    Welche Empfehlungen würden Ihr aussprechen für die notwendigen Komponenten?

    APs - seamless Roaming, PoE, möglichst klein, keine Notwendigkeit 100e Geräte gleichzeitig zu unterstützen oder einen großen Bereich abzudecken
    Switch - 12 Ports, Gigabit mind., gerne 2,5GB, PoE(+?)
    Router - ?? Man muss die Zugangsdaten für den Internetzugang hier eingeben? Oder macht man das im Modem, der mitgeliefert wird?

    Das ganze Geraffel soll idealerweise aufgeräumt in einem 10 Zoll Schrank untergebracht werden.

    Besten Dank im Voraus!

  • Ich würde da vielleicht die Firma Ubiquiti mit der Serie UNIFI empfehlen.
    Du schließt per Ethernetkabel einen Router an das Modem des ISP an.
    Von dort auf den Switch und dahinter die AP

    In dem Fall wäre es wohl diese Kombination. Passt alles in eine kleinen 10" SChrank
    Router UniFi Express 7  190 € 
    Der hat schon einmal WLAN verbaut, kann man auch im Keller gebrauchen. ;) Konfiguration für Internet, aber auch dein Netzwerk mit Fw, VLAN und verschidenen WLAN erfolgt zentral hier.

    Switch Flex 2,5 G PoE  200 € 
    8-port 2.5 GbE PoE++ switch with a 10 GbE RJ45/SFP+ combination uplink port that can be powered with PoE+++ or an AC power adapter.
    Hier kannst du auch gut ein NAS anschließen mit 10 GB/s

    UNd dann noch die AP U7 Pro


    Die Oberfläche ist gut handelbare, lässt aber auch sehr detaillierte Einstellungen zu.

  • Ich werde im September die 5690 Pro in Rente schicken, da ich mit dem WLAN total unzufrieden bin. Bei der 6690 Cable war es besser.

    Ich hatte mich mit Phino bereits ausgetauscht und werde dann netzwerkseitig auf Ubiquiti umsteigen. Cloud Gateway, PoE Switch(e) und APs.

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  • Der Router sieht sehr verlockend aus! Vielen Dank für den Hinweis!


    Ist man auf einen UniFi Switch angewiesen, oder kann man einen beliebigen unmanaged 2,5Gb Switch benutzen?

    Bei den APs würde ich eher die Lite Variante nehmen, die bei halbem Preis für meine Bedürfnisse vollkommen ausreichen dürfte. Vielleicht am Anfang sogar mit einem.

  • Ja kann man, aber man würde sich extrem viele Möglichkeiten berauben. Es muss kein unifi-Switch sein, aber er sollte auf jeden Management sein und mit VLAN können. Als Nachteil bleibt, dass man an mehreren Stellen konfigurieren muss.

    Das mit den Lite ist vollkommen in Ordnung. Bei allen AP nehmen die Datendurchsatz Raten mit zunehmenden Entfernung /Mauerwerk immer gleich ab, dies liegt an den gesetzlichen Vorschriften.

    Für das private Umfeld ist es häufig effektiver einfache AP zu nutzen und dafür lieber einen mehr.

    Die Pro und Enterprise Versionen spielen ihre Stärken bei sehr vielen Clients aus.

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  • Ist man auf einen UniFi Switch angewiesen, oder kann man einen beliebigen unmanaged 2,5Gb Switch benutzen?

    Wenn Ubiquiti/Unifi, dann auch der Switch von Ubiquiti/Unifi. Die sind auf einander abgestimmt und du hast nur eine Oberfläche und das macht die Einrichtung, Konfiguration und Wartung in der Regel einfacher. Das Ubiquiti/Unifi erfordert auch eine Einarbeitungszeit und man muss sich mit der Materie auseinander setzen. Das muss man wollen und auch technisch umsetzen können. Ubiquiti/Unifi Ist natürlich auch teurerer als andere Geräte und man muss prüfen, ob es Sinn macht mehr Geld auszugeben. Weiterhin ist der Zauber von Unifi auch etwas verblasst.

    Was auch geht mit zentraler Steuerung ins das TP-Link Omada. Die Preise sind hier auch moderater. Beide Systeme sind im Semi/Professionelllen Bereich angesetzt. Das sollte man sich als Endanwender, mit geringer technischer Erfahrung 2x überlegen, ob man so Systeme einsetzt. Es sei denn du bist ein Spielkind und deine Familie macht es nichts aus, wenn es mal nicht funktioniert. Meistens wir im Privaten Bereich was in Betrieb genommen und konfiguriert und dann spielt man nur noch Updates ein. Das geht bei wenig Geräten immer noch ohne eine Zentrale Verwalrung.

    Bei deinen Anforderungen könnte ein 8 Port Switch reichen oder mit etwas Reserve 12 Port für

    1 x Router Internet Anschluss (Fritz!box oder was ähnliches für Provider Internet Anschluss)
    6 x Ethernet Anschlüsse
    1 x NAS
    1 x RasPi
    2 x WLAN APs (das nehme ich in einen Haus mit Keller an, das man mit min. 2 APs arbeiten muss, vielleicht teilst du auch mit die Etagen und qm, Wände mit. Da kann man besser was empfehlen)

    Wenn du nicht alle 11 Ports direkt brauchst kannst du ein 8 Port nehmen, wenn du schon mit 11 Anschlüsse planst, dann würde ich einen 16 Port nehmen, am besten mit PoE und managed, somit hast du alle Optionen für die Zukunft. Hier gehen die üblichen Verdächtigen wie: TP-Link, Netgear, Zyxel, usw.

    Beispiel für Switch:

    1x TP-Link TL-SG1016PE 16-Port Gigabit Easy Smart Switch mit 8-Port PoE+, bis zu 30 W pro Port und 150 W insgesamt, geschirmte RJ-45-Ports, 802.3af/at, Plug and Play, mit Lüfter (130 €)

    1x Zyxel Multi-Gigabit Web-Managed Switch 12 Ports, davon 2 Ports mit 2,5 G und 2 Ports mit 10G SFP+, Desktop/Wandmontage, 5 Jahre Garantie [XGS1210-12]

    Oder wenn du mit 8 am Anfang auskommst

    1x TP-Link TL-SG108PE Managed PoE Switch, 8 Port Gigabit Network Switch mit 4 PoE+ Ports (64 W, 802.3af/at PoE+, Lüfterlos, Plug-and-Play, Robustes Metallgehäuse) Schwarz (45€).

    Ist Managedbar, z.B. VLANs und hat PoE für die APs oder Kamera falls benötigt und später holst du dir ein einfachen 2,5 G 4/8 Port wie

    1x TP-Link 5-Port 2.5 Gigabit Switch (TL-SG105-M2) (45€) oder

    1x Zyxel 8-Port 2.5G Multi-Gig Unmanaged Switch mit 1 x 10G SFP+ | Tisch- oder Wandmontage [XMG-108] (100 €)

    Als WLAN APs kann man sowas nehmen:
    TP-Link: Archer BE550 (190€), Archer AX55 Pro (50€) , Archer BE3600 (75€),
    je nach dem was du brauchst, 2 davon haben auch 2,5 G Ansclüsse. 2 von den Archer AX5t könnten schon passen.


    TP-Link Archer AX73 (100€) könnte auch was sein. Oder wenn etwas unter die Decke sollst, dann kannst du ein „UFO“ nehmen wie: TP-Link TP-Link EAP773 Wi-Fi 7 Access Point (200 €) oder TP-Link EAP673 Wi-Fi 6 Access Point (125€).

    Beim WLAN müssten auch mehr Informationen von dir kommen, um ein Gerät zu empfehlen. Natürlich kann man hier auch andere nehmen, wie Asus, Netgear, …

    Wenn deine Ansprüche im Rahmen bleiben und die normalen Bedürfnissen eines Privat Haushalt mit 3 bis 5 Personen habt, dann kommst du mit ein Budget von 200,00 bis 250,00 € aus und du wirst sehr wahrscheinlich keinen unterschied merken.

    Wer die Wahl hat, hat auch die Qual :) Ich freue mich schon auf die Diskussion und in welcher Richtung du tendierst.

    2 Mal editiert, zuletzt von Sworzi (1. August 2025 um 10:36)

  • Es ist zu erwarten, dass der Einsatz von mobilen Endgeräte steigen wird. Somit ist die gute Abdeckung wichtig. Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften ist mehr Sendeleistung nicht möglich. Um so höher die Frequenzen (6Ghz) um so kürzer.

    Somit sind mehr AP hilfreich. Aber wichtig, immer mit Kabelanbindung. ;)

    Für den Hausgebrauch kann auch AVM reichen, allerdings sollten es auch dort die guten AP sein.

    AVM hat gerade für den privaten Bereich mit Kids einige Vorteile, die so kein anderer Anbieter mitbringen.

  • Vielen Dank noch mal für Eure Tipps!

    Das Netzwerk Router -> Endgeräten ist einigermaßen klar, ich muss noch entscheiden, wie viel Geld da reingesteckt wird.

    Noch mal zum Router -> wie erkenne ich, ob ein Router für den konkreten Glasfaseranschluss geeignet ist? Die Kette ist APL -> ONT -> Router. Wenn ich das richtig verstehe, werden die Zugangsdaten im Router angegeben. Geht das in jedem beliebigen Router?

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  • Noch mal zum Router -> wie erkenne ich, ob ein Router für den konkreten Glasfaseranschluss geeignet ist?

    Du kannst jeden Router benutzen der für den Betrieb an einem externen Modem geeignet ist und per Ethernet (RJ45) mit diesem verbunden wird, das dürften die allermeisten sein.

    Laut TNG Webseite muss der Router ausserdem PPOE und VLAN (am WAN Port) beherschen.

  • Nein, CG-NAT. Ich würde mir aber dennoch die Möglichkeit offen halten, zu einem alternativen Provider wechseln zu können, wenn die Zeit gekommen ist und daher nicht "auf Krampf" einen UniFi Router betreiben, wenn es sich vermeiden lässt.

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  • Vielen Dank noch mal für Eure Tipps!

    Das Netzwerk Router -> Endgeräten ist einigermaßen klar, ich muss noch entscheiden, wie viel Geld da reingesteckt wird.

    Noch mal zum Router -> wie erkenne ich, ob ein Router für den konkreten Glasfaseranschluss geeignet ist? Die Kette ist APL -> ONT -> Router. Wenn ich das richtig verstehe, werden die Zugangsdaten im Router angegeben. Geht das in jedem beliebigen Router?

    Der APL / Gf-TA sind immer der erste Teil, bei dem nur Glasfaser im Spiel ist. Dies ist der passive Netzabschluss.

    Der ONT ist das aktive Teil des ISP TNG. Daran kann man jeden Router anschließen.
    Bei TNG, wenn es auch nicht auf der Webseite steht, werden auch Router mit direktem Glasfaseranschluss akzeptiert (Stand März 2025). Man muss nur bei der Hotline die Modem-ID angeben.

    Die Zugangsdaten für PPPoE werden immer im Router eingegeben, PPPoE und VLAN können alle Router.

  • TNG hat übrigens ganz normal Dualstack mit CGNAT was man mit einem Anruf abschalten lassen kann. Auch die Zwangstrennung lässt sich entfernen ohne mehrkosten.

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  • TNG hat übrigens ganz normal Dualstack mit CGNAT was man mit einem Anruf abschalten lassen kann.

    Da ein Kollege demnächst einen TNG-Anschluss bekommt: heißt das, man erhält per Anruf bei der Hotline dann eine öffentliche (gerne dynamische) IPv4?

  • Ich weiß nicht, ob das Thema noch aktuell ist, vlt. noch ergänzend interessant. Ich nutze derzeit eine Kombi aus Fritzbox 4060 und dahinter ein TP-Link Omada System. Zwei Vorteile die ich in diesem System sehe:

    1) Fritzboxen bedienen nahezu alle Konfigurationen, denen man bei Glasfaser Anbietern heutzutage in D so begegnen kann.

    2) TP-Link Omada, bietet sehr viel Gegenwert fürs Geld. Die Switche haben den großen, flexiblen Vorteil, dass sie auch ohne Controller funktionieren. Man kann die Managed Switche sogar - im Fall der Fälle - mit der eigenen GUI bedienen, falls sie mal ohne Omada Controller funktionieren müssen. Der Controller kann als Hardware, als Software ODER Cloud-Lösung genutzt werden.

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