Altbau/Außenwandsanierung: Mauerdurchführung für GF einbeziehen

  • Hi zusammen,

    wie hier beschrieben wurde gerade mein Keller von innen saniert und ab nächster Woche soll die Außenwand aufgegraben und abgedichtet werden. Das war so nicht geplant, aber der Bauunternehmer hat plötzlich doch kurzfristig Zeit dafür, und ich will ihn nicht aufhalten.

    Da (wie schon seit zwei Jahren) "im nächsten Quartal" die DG mit den Tiefbauarbeiten anfangen möchte, bisher aber noch keine Hausbegehung stattgefunden hat, möchte ich gerne, dass die Baufirma mir ein passendes Loch in die Außenwand bohrt, durch das ich ein (Flex?)Rohr bis zur Grundstücksgrenze (ca. 3-4 m) legen kann. Dann kann die Wand fachmännisch abgedichtet und aufgefüllt werden und später die Glasfaser von der Grundstücksgrenze aus eingeblasen werden.

    Ich habe mich ein wenig durchs Forum gelesen, bin aber unschlüssig, ob ich

    a) einfach ein Mikrorohr (7mm?) wie hier oder hier gezeigt durch die Wand führen oder

    b) ein ausreichend dickes Flexrohr (das hier?) nehmen, ggfs. selbst schon ein Mikrorohr in dieses einziehen

    soll.

    Das Ganz muss wohl bis Mitte nächste Woche passieren, wenn die Firma am Montag anfängt wollen sie am Mittwoch die Wand frei haben.

    Insbesondere die kurzfristige Ankündigung der Arbeiten setzt mich ein wenig unter Druck. Ich möchte auch gerne auf Materialien zurückgreifen, die ich als Privatanwender kaufen kann, also z.B. möglichst keine 50m-Rolle Flexrohr.

    Habt Ihr andere Ideen oder Anregungen?

    Hier noch ein Foto des Kellers von innen, links neben die Einführung der Stromleitung soll die Wanddurchführung erfolgen:

    Vielen Dank

    beo

  • Moin!

    Das erwähnte Wellrohr Betonfest ist zur Verlegung in der Rohbetondecke gedacht, im Erdreich würde ich es nicht verwenden.

    Schnelle, dauerhafte und ausreichend stabile Lösung ist ein zölliges HDPE-Rohr, auch als Trinkwasserleitung bekannt.

    Und, für diese gibt es Ringraumdichtungen, die sowohl Wasserdicht als auch Gasdicht sind.

    Genau darauf solltest du bei Verlegung der Glasfaserleitungen hinweisen.

    Bei Problemen mit stehenden oder drückenden Wasser geht nichts über eine ordnungsgemäß eingebaute Mehrsparteneinführung.

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    Frage: auf dem Bild, links neben dem HAK (Hausanschlusskasten Niederspannung) ist das ein HÜP (HausÜberrgabePunkt Kabelanschluss)?

    Könnte Kathrein draufstehen.

    Möglicherweise kann die HE (Hauseinführung) mitbenutzt werden.


    GrussGruss

  • Ich würde sogar so weit gehen das blaue Kunstoffwasserrohr nur von Straßenrand bis Hauswand zu verlegen, die Kopflöcher offen lassen und die Monteure der Glasfaseranbieters die Hausbohrung durchführen zu lassen. Dies ist auf alle Fälle ein kleineres Loch als irgendein vorverlegtes Rohr um das noch zusätzlich eine Ringdichtung mechanisch angebracht werden muss. So wird aus einem 10 mm Loch gerne mal eine notwendige Kernbohrung.

    Das "Löchelchen" wird von den GF Tiefbauern mit einer gas- und wasserdichten Masse verschlossen.

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  • Danke für den Link, sieht sehr interessant aus - vor allem da ich gerade daran bin, dass die Stadtwerke den Wasseranschluss ebenfalls neu verlegen (da liegt innen eine verrostete Schraubmuffe teilweise im Betonboden - vor dem Wasserzähler, daher ist das in deren Interesse).

    Frage: auf dem Bild, links neben dem HAK (Hausanschlusskasten Niederspannung) ist das ein HÜP (HausÜberrgabePunkt Kabelanschluss)?

    Könnte Kathrein draufstehen.

    Das ist tatsächlich der HÜP Kabel und da steht "Kathrein". Und darüber "1984" und noch weiter oben "POST". Wie es von innen aussieht, ist da einfach ein Loch gebohrt und das Kabel durchgezogen worden.

    Möglicherweise kann die HE (Hauseinführung) mitbenutzt werden.

    Hm, Hauseinführung würde ich das nicht nennen :)

  • Also gerade die Einführung von Strom und Kommunikation scheint ein Schwachpunkt bei der Abdichtung zu sein.

    Heute werden bei Neubau verpflichtend Mehrsparten Einführung genutzt. Diese sind absolut dicht auch gegen drückenden Wasser. Es gibt nur einen Durchbruch im Mauerwerk. Darüber geht dann Strom, Gas, Frischwasserund Kommunikation ins Haus. Auch bei spätere Anschlüsse bleibt alles dicht.

    Dies solltest du bei der anstehenden Bauwerksabdichtung unbedingt machen.

    Je nach Hausform verschiedene Modelle.

    https://www.mehrsparte.de/p/hauff-mehrsp…it-keller_11054?

  • Also gerade die Einführung von Strom und Kommunikation scheint ein Schwachpunkt bei der Abdichtung zu sein.

    Heute werden bei Neubau verpflichtend Mehrsparten Einführung genutzt. Diese sind absolut dicht auch gegen drückenden Wasser. Es gibt nur einen Durchbruch im Mauerwerk. Darüber geht dann Strom, Gas, Frischwasserund Kommunikation ins Haus. Auch bei spätere Anschlüsse bleibt alles dicht.

    Dies solltest du bei der anstehenden Bauwerksabdichtung unbedingt machen.

    Je nach Hausform verschiedene Modelle.

    https://www.mehrsparte.de/p/hauff-mehrsp…it-keller_11054?

    Ich hab gerade mit den Stadtwerken gesprochen, die legen den Wasseranschluss neu, allerdings nicht mit der oben verlinkten Einspartenhauseinführung (aus "Haftungsgründen"). Eine Mehrspartenhauseinführung könnten sie legen, da bin ich aber bei einer Kernbohrung von 30cm und Kosten von 600-800 Euro.

    Momentan hat die Mauer schon vier Löcher, je eines für Strom, Wasser, Telekom und Kabelanschluss. Der Telekomanschluss ist passenderweise an der linken Hausseite, der Rest rechts in verschiedenen Höhen. Die kann ich nicht einfach zusammenlegen, schon gar nicht innerhalb einer Woche.

    Die Stadtwerke sollen den Wasseranschluss jetzt einfach neu legen, ich bin ja schon froh, dass die überhaupt so flexibel sind und innerhalb weniger Tage bereit stehen.

    Für den zukünftigen GF-Anschluss müsste ich dann entweder

    a) ein PE-Rohr durch die Wand legen (wie oben vorgeschlagen) und die DG zieht dann später das Mikrorohr durch oder

    b) eine Wanddurchführung für das Mikrorohr anbringen und das Mikrorohr bis zur Grundstücksgrenze (gut geschützt durch ein PE-Rohr) führen.

    Wo ich ein Mikrorohr in endkundenfreundlicher Länge von ca. 10m herbekomme, habe ich noch nicht herausgefunden.

    Ist echt blöd, wenn alles so schnell gehen muss - leider haben die wenigen Tiefbauer, die überhaupt ein Angebot geschickt haben meist 4-6 Monate Vorlaufzeit.

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  • Für den zukünftigen GF-Anschluss müsste ich dann entweder

    a) ein PE-Rohr durch die Wand legen (wie oben vorgeschlagen) und die DG zieht dann später das Mikrorohr durch oder

    b) eine Wanddurchführung für das Mikrorohr anbringen und das Mikrorohr bis zur Grundstücksgrenze (gut geschützt durch ein PE-Rohr) führen.

    Wo ich ein Mikrorohr in endkundenfreundlicher Länge von ca. 10m herbekomme, habe ich noch nicht herausgefunden.

    Ist echt blöd, wenn alles so schnell gehen muss - leider haben die wenigen Tiefbauer, die überhaupt ein Angebot geschickt haben meist 4-6 Monate Vorlaufzeit.

    Du kannst ja eine EIN-Sparteneinführung bauen.;)

    Es wird da eine Röhre durch dein Mauerwerk geschoben und abgedichtet. Auf die Röhre setzt du dann entsprechend den Kommunikationsaufsatz auf beiden Seiten. DAmit kannst du dann nachträglich sicher weiter Leitungen durchziehen, z.B. LAN zur Wallbox, Strom für den Vorgarten und Kabel für die Klingel/Gartentor.

  • Wo ich ein Mikrorohr in endkundenfreundlicher Länge von ca. 10m herbekomme, habe ich noch nicht herausgefunden.

    In das Mikrokabelrohr wird die Glasfaser eingeblasen. Aus Haftungsgründen wird jedoch kein Provider dein verlegt es Mikrokabelrohr nutzen, er müsste ja für evtl. Fremdverschulden geradestehen.

    Wie ich vorgehen würde habe ich bereits in #3 beschrieben.

  • In das Mikrokabelrohr wird die Glasfaser eingeblasen. Aus Haftungsgründen wird jedoch kein Provider dein verlegt es Mikrokabelrohr nutzen, er müsste ja für evtl. Fremdverschulden geradestehen.

    Wie ich vorgehen würde habe ich bereits in #3 beschrieben.

    Ok, dann werde ich wohl meine Vorbereitung aufgeben, lediglich ein Rohr zur Grundstücksgrenze verlegen und für jeden, der durch meine Hauswand bohrt eine umfangreiche Fotodokumentation der Bauarbeiten anlegen, damit ich weiß, wer für die jeweiligen Löcher zur Verantwortung gezogen werden kann.

    Schade, aber wer weiß, ob die Glasfaser überhaupt bis zu uns kommt.

    Danke für Eure Hilfe!

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  • So habe ich es auch gemacht. Ein festes Wasserrohr wie schon erwähnt mit Fotodoku und als der Bautrupp kam, haben die nur die beiden Seiten ausgeschachtet, von innen aus durchgebohrt und die Speedpipe durchgezogen. Dann mit diesem Zweikomponenten Zeug alles wieder dicht ausgeschäumt.
    Man muss nur drauf achten, dass sie diese Dichtmanschette nicht auf die Noppenbahn machen sondern auf die Wand….<X
    Das haben sie bei mir versucht und aufgrund sprachlicher Barrieren habe ich ihnen kurzerhand gezeigt wie es richtig gehen muss und das war auch dann ok. ^^

  • Man muss nur drauf achten, dass sie diese Dichtmanschette nicht auf die Noppenbahn machen sondern auf die Wand….<X
    Das haben sie bei mir versucht und aufgrund sprachlicher Barrieren habe ich ihnen kurzerhand gezeigt wie es richtig gehen muss und das war auch dann ok. ^^

    Dewegen wollte ich es ja selbst fachgerecht machen lassen. Aber der Einwand von HubeBube ist natürlich berechtigt, zumal mir auch die Stadtwerke klar gemacht haben, dass sie nur 08/15 machen und mit niemandem kooperieren wollen.

    Ich werde sicher keinem DG-Bautrupp zeigen, wie es richtig gehen muss.

    Ich werde während der Bauarbeiten Fotos machen und wenn es nicht fachgerecht gemacht wird, wird halt nachgearbeitet.

    Wo bleibt denn sonst der Lerneffekt?

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