DSL Abschaltung lief durchwachsen

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  • belegdol 20. November 2024 um 21:22

    Hat den Titel des Themas von „DSL abschaltung lief durchwachsen“ zu „DSL Abschaltung lief durchwachsen“ geändert.
  • Zwei Sachen:

    Erstens waren die Testgebiete ein Witz:

    "In Wiesbaden 2 konnte die Zahl der Glasfaserkunden im Pilotzeitraum von 18 auf 57 mehr als verdreifacht werden. Von den 189 Kupferkunden bei Start des Pilotprojekts konnten 49 von einem Wechsel überzeugt werden. Darunter sind 27 bestellte Anschlüsse, die noch nicht aktiviert sind." Der Weg zu einer vollständigen Migration sei auch dort noch lang.

    Und zweitens. Wie lange hat es gedauert, bis von Einführung der Telefonie zur Vollversorgung aller Haushalte? 50, 80 oder 100 Jahre. Auch damals schon eine Sache des Preises/Förderung und der Ressourcen.

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  • Auch damals schon eine Sache des Preises/Förderung und der Ressourcen.

    Das war aber der Wechsel von nicht vorhanden auf Telefonie. Hier erfolgt der Wechsel von vorhandener Technik auf neue Technik. Wenn dann die vorhandene Technik abgeschaltet wird, kann man umsteigen wenn man nicht wieder ohne Anschluß dastehen will.

    Wenn ab 2xxx kein Verbrenner-PKw mehr fahren darf, gibt es auch nur die beiden Möglichkeiten zu Fuß / ÖPNV oder elektrisch betriebenes KFz.

  • Das war aber der Wechsel von nicht vorhanden auf Telefonie. Hier erfolgt der Wechsel von vorhandener Technik auf neue Technik. Wenn dann die vorhandene Technik abgeschaltet wird, kann man umsteigen wenn man nicht wieder ohne Anschluß dastehen will.

    Wenn ab 2xxx kein Verbrenner-PKw mehr fahren darf, gibt es auch nur die beiden Möglichkeiten zu Fuß / ÖPNV oder elektrisch betriebenes KFz.

    ;) wenn Kupfer abgeschaltet ist, ist es genau wie damals, man muss Geld haben um es zu bezahlen und es muss vorhanden sein.

    Und wie man es an den 3 Beispielen sieht, meckern sie beim Geld, aber wirklich vorhanden sind die Anschlüsse selbst bei diesem kleinen Gebiet nicht, schon gar nicht zu 100% der jetzigen Kupfer-Anschlüsse.

    Ich sehe Kupfer noch 2050, muss mich aber anstrengen, das ich dies noch schaffe. ;)

  • Kennt denn jemand die genauen Pilotgebiete? So lange auf dem Telekom-Standard-VDSL noch Nicht-FTTH-Provider flächendeckend in Gebieten buchbar sind, wo man VDSL abschalten möchte, muss man sich auch nicht wundern, dass es mit der VDSL-Anschaltung nicht klappt.

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  • Kennt denn jemand die genauen Pilotgebiete? So lange auf dem Telekom-Standard-VDSL noch Nicht-FTTH-Provider flächendeckend in Gebieten buchbar sind, wo man VDSL abschalten möchte, muss man sich auch nicht wundern, dass es mit der VDSL-Anschaltung nicht klappt.

    In den Pilotgebieten ist wohl kein VDSL mehr buchbar, auch nicht bei anderen Anbietern. Außer (in den beiden Gebieten in Wiesbaden) als Übergangslösung in Verbindung mit der Buchung eines Glasfasertarifs.

    So interpretiere ich zumindest die Aussage im Abschlussbericht. Demnach hat die Telekom "mit jedem Vorleistungsnachfrager, der in den Pilotgebieten tätig ist, Ende 2023 eine Pilotvereinbarung abgeschlossen" (Seite 13). Und diese Vereinbarung beinhaltete "das Commitment, ab dem Startzeitpunkt keine kupferbasierten Produkte mehr zu vermarkten und als Vorleistungsnachfrager zu bestellen (mit wenigen begründeten Ausnahmen) umgesetzt als „Stop Sell“ für Kupfervorleistungsprodukte."

    Die drei Gebiete (davon zwei in Wiesbaden) umfassten jeweils einen "MSAN-Bereich" (ich nehme an jeweils ein MFG), und damit wenige hundert Haushalte. In der Beschreibung der Gebiete auf Seite 9/10 sind die Nummern der MSAN-Gebiete angegeben, aber eine genaue Karte o.ä. gibt es da leider nicht.

  • Die drei Gebiete (davon zwei in Wiesbaden) umfassten jeweils einen "MSAN-Bereich" (ich nehme an jeweils ein MFG), und damit wenige hundert Haushalte.

    Genau:

    Wiesbaden 1: 17 Gebaeude mit 135 Anschluessen

    Wiesbaden 2: 64 Gebaeude mit 326 Anschluessen

    Bad Salzungen: 118 Gebaeude mit 261 Anschluessen


    Das faellt alles in den Bereich den die Telekom mit einen DSLAM/MAN Chassis abdecken kann (i.d.R. maximal bis 8 oder 10 Linecards a 48 DSL-Ports)

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  • Das ist ja selbst für uns im Dorf sehr wenig. Mindestens 5 Straßen habe ja schon mehr Häuser/Anschlüsse.

    Haengen die alle am selben DSLAM/MSAN Chassis?

    Laut einer Studie neulich, ist eine Annahme, dass DSLAMs im Schnitt 140-200 TALs versorgen, da erscheint die Wahl voll aus dem "Mittelstrahl" zu kommen, oder?

  • Das ergibt für mich schon Sinn, ich hätte nur trotzdem gern gewusst, ob an den betroffenen Adressen wirklich gar kein VDSL-Provider mehr gebucht werden kann. Hier bei uns bekommt es die Telekom selbst schon nicht hin, für jede Adresse die technisch korrekte Verfügbarkeit darzustellen, da frag ich mich, ob die Abkündigung bei den günstigen, auskunftsträgen Anbietern auch umgesetzt worden ist.

    Hintergrund halt der, dass mein Provider flächendeckend auf Telekom VDSL buchbar ist, aber keine Telekom Glasfaserprodukte hat.

  • Naja, der Abschlussbericht war da klar, freiwilliger Stop der Kupfervermarktung ABER wer Glasfaser bestellt das aber noch nicht geschaltet bekommen kann (z.B. wegen fehlendem Hausansachluss/Gf-TA) der bekommt uebergangsweise immer noch DSL...

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  • Haengen die alle am selben DSLAM/MSAN Chassis?

    Laut einer Studie neulich, ist eine Annahme, dass DSLAMs im Schnitt 140-200 TALs versorgen, da erscheint die Wahl voll aus dem "Mittelstrahl" zu kommen, oder?

    Das ist vollkommen unerheblich.
    Diese ganze Umstellung kann nur erfolgreich gelingen, wenn die Bevölkerung mitgenommen wird. Dazu muss man verschiedene Testgebiete mit unterschiedlichsten sozialen Strukturen berücksichtigen und es nicht an irgendwelchen technischen Unzulänglichkeiten fest machen.
    Alles andere hat einfach keine Akzeptanz bei der deutschen Bevölkerung. Die ist nun mal nicht Technik affin und zukunftsorientiert.

  • Die ist nun mal nicht Technik affin und zukunftsorientiert.

    Aber die Umstellung auf VoIP konnten sie auch alle. Da kann man ebenso auf die Technik Glasfaser umstellen. Ich sehe das Problem nur in der Tarifgestaltung. Und im Zweifelsfall muss der FTTH Provider die bisherigen DSL-Reseller eben zu kontrollierten Tarifen und Bedingungen auf das FTTH-Netz lassen.

  • Aber die Umstellung auf VoIP konnten sie auch alle. Da kann man ebenso auf die Technik Glasfaser umstellen. Ich sehe das Problem nur in der Tarifgestaltung. Und im Zweifelsfall muss der FTTH Provider die bisherigen DSL-Reseller eben zu kontrollierten Tarifen und Bedingungen auf das FTTH-Netz lassen.

    Nö, sowohl meine Mutter wie Schwiegermutter haben immer noch ein analoges Telefon.

    Der VoIP-Decoder steckt im DSLAM auf der Straße. :lol:
    Nur bei Muttern habe ich GF durchgedrückt, aber das alte Telefon musste bleiben. ;)

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  • Der VoIP-Decoder steckt im DSLAM auf der Straße.

    Aber sie telefoniert über VoIP. Die Merkmale und Technik sind eben anders. Bei FTTH ist der Wandler dann zu Hause. Es bleibt dem Netzbetreiber überlasssen, welche Technologie er einsetzt. Hauptsache die Sprache kann bidirektional übermittelt werden.

  • Naja, der Abschlussbericht war da klar, freiwilliger Stop der Kupfervermarktung ABER wer Glasfaser bestellt das aber noch nicht geschaltet bekommen kann (z.B. wegen fehlendem Hausansachluss/Gf-TA) der bekommt uebergangsweise immer noch DSL...

    Wäre das bei der Telekom diese Zuhause Sofort?

    Aber die Umstellung auf VoIP konnten sie auch alle. Da kann man ebenso auf die Technik Glasfaser umstellen. Ich sehe das Problem nur in der Tarifgestaltung. Und im Zweifelsfall muss der FTTH Provider die bisherigen DSL-Reseller eben zu kontrollierten Tarifen und Bedingungen auf das FTTH-Netz lassen.

    Für die Umstellung auf IP Telefonie musste auch nicht der Vorgarten umgegraben werden und Tante Gerdas Rosen mussten umgetopft werden. Das war was völlig anderes. Die wo eh DSL hatten wurde ggf. der IAD anders verkabelt oder getauscht und man brauchte im Worstcase noch ein neues Telefon wenn man gleich mal Modernisiert hat.

    Manche haben halt nen Router bekommen und da das bestehende Telefon angeschlossen, das war ziemlich Unaufwendigt ohne Tiefbau, neue Löcher in der Wand, ect. pp.

  • Manche haben halt nen Router bekommen und da das bestehende Telefon angeschlossen, das war ziemlich Unaufwendigt ohne Tiefbau, neue Löcher in der Wand, ect. pp.

    Nur hat der Netzbetreiber aber das Recht selber zu bestimmen, welche Technologie er verwendet. Daher im Zweifelsfall: Nimm GF oder verzichte auf leitungsgebundenen Anschluß. Ob die anderen Lösungen (Funkbasierend) mittel- und langfristig besser sind, lasse ich dahingestellt sein.

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  • Nur hat der Netzbetreiber aber das Recht selber zu bestimmen, welche Technologie er verwendet. Daher im Zweifelsfall: Nimm GF oder verzichte auf leitungsgebundenen Anschluß. Ob die anderen Lösungen (Funkbasierend) mittel- und langfristig besser sind, lasse ich dahingestellt sein.

    Klar, das ist das gute Recht des Providers - viele muss man so zum Glück zwingen, das war da gebe ich dir Recht bei der IP Telefonie auch so, aber es ist dann halt doch Aufwendiger also ist der ich sitze das bis zum Ende aus Anteil halt deutlich höher.

    Ich glaube ja auch heute würden nicht mehr alle Strom, Heizung und Wasser bekommen wenn sich da was ändern würde...

    Es läuft ganz gut mit Mobilfunk, ich habe es übergangsweise auch weil der Klingeldraht in der Wohnung kaputt ist und der Glasfaserausbau angekündigt ist und schon bestellt - hoffe trotzdem das kommt bald.

  • Zu dem LTE/5G Thema sage ich nur: es funktioniert, wenn viele andere leitungsgebundenen Internetaccess benutzen gut. Ich war leider in der misslichen Lage, das ich einen Bruch in der Gf hatte und sehr passabel mit einem LTE Zugang ausgekommen bin.

    So lange bis eine regionale Störung bei dem Gf-Provider auftrat. Da ging über die Luftschnittstelle gar nichts mehr, weil jedes Device mit SIM sich in das Mobilfunknetz einbuchte. Es ist sehr trügerisch anzunehmen, dass LTE/5G eine Redundanz bietet, wenn das Gf-Netz ausfällt.