Mikrotik Router update Skripte für wechselnden ipv6 Präfix

  • Jein, die Googler sind recht deutlich, die haben befuerchtet, dass Mobil-Carrier in uebernahme alter IPv4 Konzepte Android-Smartphones nur ein /128 zuweisen wuerden und wollten genau das verhindern... (zusaetzlich scheinen die auch SLAAC Fans zu sein). So doof ich das im eigenen Netz finde, ich wuerde mich nicht wundern wenn Google/Android da richtig lag in der Einschaetzung...

  • Wie ich grad lernen musste, kann offenbar Windows kein Setzen eines statisch Interface Identifier für IPv6 (RFC 7217).. danke Microsoft :rolleyes:.

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    ISP: HTP Surf & Fon 1.000 MBit/s Download / 500 MBit/s Upload (Glasfaser)

    Router: MikroTik CCR2004-16G-2S+ (RouterOS 7.22.1) + Genexis Fibertwist F2110-2 (Rev2.0) @ AON (1000BASE-BX)

    VoIP: Gigaset N670 IP Pro Mini Multicell (Firmware 2.67.0), Cisco ATA-191-MPP 2-Port Phone Adapter (Firmware 11-3-2MPP0001-225), Gigaset Fusion (Firmware 2.0.1)

    Handset: Gigaset SL800H Pro (Firmware 131.013.04)

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  • Ja, es gibt dafür keine Option leider..

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  • Für sowas gibt es DAD - duplicate Address detection.

    Ja, völlig richtig. Daher habe ich die Quelle Wiki genannt, weil ich die Begründung auch nicht wirklich verstehe.

    Ganz abgesehen davon: Wenn man zwei Geräte mit gleicher MAC im Netz betreibt, dann hat man noch ganz andere Sorgen, als überschneidende IPv6 Adressen.

    Allerdings kann das bei Virtualisierung schneller passieren, als man denkt.

    Oder gar absichtlich (oder unabsichtlich) in Loadbalancing-, Failover- oder Hochverfügbarkeitsszenarien; nur wird man da hoffentlich eine feste IP-Vergabe haben und auch ansonsten wissen, was man tut.

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  • Weißt du eigentlich, ob man auf mobilen Geräten in der Google und Apple Welt auch einen statischen Interface Identifier setzen kann?

    Unter Android gibt es wohl keine Möglichkeit, den Interface Identifier manuell zu setzen.

    Im WLAN wird EUI-64 genutzt, wenn die Verbindung mit zufälliger MAC-Adresse konfiguriert ist. Bei Nutzung der Geräte-MAC-Adresse wird stattdessen eine Stable-Privacy-Adresse vergeben. In beiden Fällen werden zusätzlich temporäre Adressen genutzt (Privacy Extensions).

    Wenn man also will, dass der Interface Identifier unabhängig vom Präfix gleich bleibt, muss man die WLAN-Verbindung mit zufälliger MAC-Adresse konfigurieren (die zufällige MAC-Adresse ist bei Android standardmäßig persistent, und ändert sich nicht regelmäßig).

    Android und Chromebooks kennen gar kein DHCPv6!

    Das ist nur fast richtig: Android unterstützt mittlerweile tatsächlich DHCPv6, allerdings nur als Fallback, und auch nur Prefix Delegation. Also in der Praxis ziemlich nutzlos.

    Die Änderung wurde in einem Update für Android 14 eingeführt, aber da der Netzwerk-Stack seit Android 10 über Mainline aktualisierbar ist, geht es auch bei älteren Geräten.

  • Wenn mobile Endgeräte Schwierigkeiten haben, IPv6 Adressen vom Router zu bekommen, dann hilft es vor allem an Fritzboxen, die DHCPv6 Option für das Verteilen von Adressen zu aktivieren. Ich weiß, bei der Unterstützung von DHCPv6 in mobilen Betriebssystemen ist das nicht erklärbar, aber der positive Effekt in der Praxis lässt sich nicht wegdiskutieren.

  • Sofern MikroTik nicht was anderes mit der Aussage "DHCPv6 address delegation service" meint, soll in den nächsten ROS 7.17 Beta tatsächlich Unterstützung für DHCPv6 im Bezug auf Adressen kommen. War jedenfalls heute die Antwort von denen auf meine Frage, wie die Roadmap für DHCPv6 stateful support im LAN aussieht.

    Da MikroTik per DHCPv6 PD an andere LAN Clients vergeben kann und SLAAC kann, wüsste ich nicht, was das sonst sein soll.

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  • Kleines Update auf meine Nachfrage bei MikroTik: Damit ist normaler DHCPv6 Support für Clients tatsächlich gemeint. Dann kann man normal DHCP-Optionen und Adressen an IPv6-Clients gezielt ausgeben, wenn man das nicht per SLAAC machen will.

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  • Ich hab mich getraut und es mal ausprobiert, indem ich ROS 7.17 Beta 5 installiert habe, welches heute erschienen ist. Funktioniert soweit ohne Probleme.

    Entscheidend ist nur folgendes:

    1) Neighbor Discovery muss das M-Flag aktiviert haben.

    /ipv6/nd/set managed-address-configuration=yes

    2) Pool mit /128 Prefixgröße anlegen, das ist so zwingend notwendig laut MikroTik. Prefix gibt dann die Nutzbaren Adressen an. /112 wäre als Beispiel die letzten 16 Bits FD23::0000 bis FD23::FFFF, welche an Clients ausgegeben werden. Vergebene Beispiel IP an ein Client: FD23::4

    /ipv6/pool/add name=mypool prefix=fd23::/112 prefix-length=128

    3) DHCPv6-Server Anlegen und den Pool inkl. Interface zuweisen. Optional könenn dann weitere Optionen und ähnliches gesetzt werden.

    /ipv6/dhcp-server/add interface=bridge address-pool=mypool

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