Deutsche Glasfaser schafft keine 1000 Mbits, Upload passt aber
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Bedeutet das, für alles über 2,5 bzw. 1 Gbit/s müssen irgendwann in Zukunft wieder neue Kabel in die Erde?
Nein, das bedeutet, das man am Übertragungsverfahren etwas ändern muss. Das Kabel überträgt problemlos mehrere hundert Gbps. Der nächste Ausbauschritt, der bereits stattfindet, bedingt natürlich ein Tausch des Endgerätes beim Teilnehmer und Upgrades am OLT des Providers.
Dieser nächste Schritt wird XGS-PON sein (10 Gibt symmetrisch [Up- und Download], das OS2 Kabel bleibt das Gleiche. AVMs 55x0 er Serie ist durch bloßen Modultausch (ca. 75€) umzurüsten (https://avm.de/produkte/fritz…chnische-daten/). Die 5690Pro nicht, die muss dann weg.
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Nein, das bedeutet, das man am Übertragungsverfahren etwas ändern muss. Das Kabel überträgt problemlos mehrere hundert Gbps. Der nächste Ausbauschritt, der bereits stattfindet, bedingt natürlich ein Tausch des Endgerätes beim Teilnehmer und Upgrades am OLT des Providers.
Zwei Fragen dazu: Was genau ist ein OLT?
Und dann noch ganz generell als "Glasfaserleihe" gefragt: Kann man sich das vereinfacht so vorstellen, dass die Telekom einfach einen stärkeren Laser an das eine Ende stellt?
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Ein OLT ist das Gegenstück zu deinem Endgerät (ONT oder Gf-Router) an der Glasfaser.
Nein, auch vereinfacht hat das mit Signalstärke nicht zu tun, sondern mit der Signaltechnik. Also z.B. ISDN zu VDSL.
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(...)sondern mit der Signaltechnik. Also z.B. ISDN zu VDSL.
Ahja okay, also eher sowas wie Wellenlänge oder ähnliches. Alles klar - besten Dank für den kurzen u. informativen Einblick 👍
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Weil auf einem der hier geposteten Diagramme sieht es ja so aus, als ob der Upload bereits komplett ausgelastet ist.
Die Fritzbox kann für den Upstream nur die zugeteilten Zeitschlitze sehen. Ob dann von den anderen ONTs tatsächlich Nutzdaten übertragen werden, sieht sie aber nicht.
Wahrscheinlich verhalten sich zumindest manche OLTs einfach so, dass sie die "überschüssige" Kapazität auf die ONTs verteilen. (Ansonsten wäre natürlich auch ein Anzeigefehler denkbar.)
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Ja, mir ist noch keine Erklärung bekannt, wie eine Glasfaserfritze die Leitungsauslastung für den Upstream bestimmt. Jeder ONT/Gf-Router bekommt die gleiche Zeitschlitzlänge vom OLT zugewiesen (TDMA), die Anzahl der Zeitschlitze ebenso. Letzteres kennen die anderen ONTs natürlich nicht. Ein OLT steuert den ganzen Vorgang mittels DBA und Ranging.
Ich gehe davon aus, dass FRITZ!OS schätzt (!) aufgrund der Daten aus dem Download und den zugewiesenen Zeitslots beim Upload die Gesamtallokation aller ONTs für den Upload. Das alles ist jedoch nur eine Vermutung und ich kann es nicht mit Tatsachen untermauern.
Wenn jemand genaueres weiß, dann nur her damit.
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Ja, mir ist noch keine Erklärung bekannt, wie eine Glasfaserfritze die Leitungsauslastung für den Upstream bestimmt. Jeder ONT/Gf-Router bekommt die gleiche Zeitschlitzlänge vom OLT zugewiesen (TDMA), die Anzahl der Zeitschlitze ebenso. Letzteres kennen die anderen ONTs natürlich nicht. Ein OLT steuert den ganzen Vorgang mittels DBA und Ranging.
Ich gehe davon aus, dass FRITZ!OS schätzt (!) aufgrund der Daten aus dem Download und den zugewiesenen Zeitslots beim Upload die Gesamtallokation aller ONTs für den Upload. Das alles ist jedoch nur eine Vermutung und ich kann es nicht mit Tatsachen untermauern.
Wenn jemand genaueres weiß, dann nur her damit.
Viel interessanter ist doch, dass es bei manchen diese Anzeige gibt und bei anderen nicht. Für mich bedeutet das eigentlich, dass es eine Möglichkeit gibt, dass der OLT das dem ONT mitteilt und diese Mitteilung bei manchen Providern erfolgt und bei anderen nicht.
Wäre es eine solche Schätzung wie Du vermutest (was ich ja ansonsten auch vermutet hätte), dann gäbe es diese unterschiedlichen Darstellungen nicht.
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Ahja okay, also eher sowas wie Wellenlänge oder ähnliches. Alles klar - besten Dank für den kurzen u. informativen Einblick 👍
Genau so. Rotes licht wenig Informationen, grün schon mehr und Blau richtig viel. Und dann kann man noch Blau für down und Grün für Upload nutzen. Es gibt da viele Spielarten. Einige funktionieren auch parallel.
Letztendlich eine Entscheidung des Netzbetreibers nach Kosten/Nutzen.Insgesamt stehen wir bei den privaten Nutzern noch am Anfang.
Aber alles über dieselbe Faser. Deshalb ist es so wichtig zu sagen, ich will jetzt Gf, weil zukunftsfähig.
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Wäre es eine solche Schätzung wie Du vermutest (was ich ja ansonsten auch vermutet hätte), dann gäbe es diese unterschiedlichen Darstellungen nicht.
Oder aber es hängt von der Anzahl an aktiven ONTs im Segment ab. Je mehr desto höher die geschätzte Auslastung. In dem zitierten Bildchen von mir werkeln 55 ONTs. Diese Anzahl ist von dir und millen nicht bekannt. Ich würde jetzt mal schätzen, das diese deutlich geringer ist.
Das FRITZ!OS ein Schätzeisen eingebaut hat, wissen wir von der Anzeige der Leitungslänge im DSL-Umfeld. Diese ist nicht gemessen, sondern geschätzt.
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Wo kann man diese Auswertung in der Fritzbox aktivieren? Bin zu blöd das zu finden 😅
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Oder aber es hängt von der Anzahl an aktiven ONTs im Segment ab. Je mehr desto höher die geschätzte Auslastung. In dem zitierten Bildchen von mir werkeln 55 ONTs. Diese Anzahl ist von dir und millen nicht bekannt. Ich würde jetzt mal schätzen, das diese deutlich geringer ist.
Bei mir 3.
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Insgesamt stehen wir bei den privaten Nutzern noch am Anfang.
Ist halt nur immer die Frage, ob die Provider einen Businesscase in höheren datenraten sehen die nächsten Jahre. Wenn nur 1% der Nutzer mehr als ein Gigabit wollen, wird das vermutlich noch dauern bis sowas verfügbar ist. Ich find das ja bisschen schade - ich habe z.B. einen Bekannten aus Rheinland-Pfalz dem wurde schon vor Jahren ein 500/500 Tarif angeboten von der BBV. Hat er natürlich zugeschlagen, jetzt gibt es solche Tarife nicht mehr und die Telekom braucht ja offenbar sowieso sehr lange um mal den Upload zumindestens ein bisschen zu erhöhen und das Verhältnis anzugleichen. Wenn man überlegt was schon möglich ist müsste das eigentlich alles viel schneller gehen.
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Liegt wahrscheinlich daran, dass nur sehr, sehr wenige User in der Praxis solch hohe Uploadraten benötigen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
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Wo kann man diese Auswertung in der Fritzbox aktivieren? Bin zu blöd das zu finden 😅
Auf diese Frage hatte ich in #31 bereits geantwortet.
Push Service in FRITZ!Box einrichten | FRITZ!Box 5530 FiberDer Push Service informiert Sie auf Wunsch per E-Mail über Verbindungs- und Nutzungsdaten Ihrer FRITZ!Box, wie z.B. über eingehende oder verpasste Anrufe, neue…avm.deDie Anzahl an ONTs/ONUs in deinem Segment, erhälst du, wenn du in der Diagnose/Support-Datei nach "Max num ONUs" unterhalb von "FIBER 24 Hours Stats" suchst. Leider fehlt die numerische Anzeige in der GUI.
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Ist halt nur immer die Frage, ob die Provider einen Businesscase in höheren datenraten sehen die nächsten Jahre.
Das Marketing auf alle Fälle.
Und schon heute ist es so, das GPON und XGS-PON auf einer Faser koexistieren, es werden unterschiedliche Wellenlängen genutzt. kingpin42 hat berichtet, das die Multiprotokollkarten im OLT bereits jetzt günstiger sind als eine 96er VDSL-Karte, insofern wird schon allein der technologischen Fortschritt bei den Zulieferern für eine Verfügbarkeit von höherer Bandbreite sorgen. Der Endverbraucher muss sie nur buchen, da wird sie sein.
Ich gehe davon aus, das im Jahr 2030 ein zweistelliger Prozentsatz an Teilnehmern XGS-PON gebucht hat.
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Der Endverbraucher muss sie nur buchen, da wird sie sein.
Der Bedarf ist einfach nicht da. GF per se hat kleine Latenz, da freut die Zocker. Aber Bandbreite? 4k Stream reißt ein Loch von 30 Mbit/s

Ich habe 1000/500 auf der Leitung. Wir sind ein technikaffiner Haushalt. Wenn ich mir meine Statistik über einen Monat anschauen, kommt eine Vollauslastung ca. 10 Min zum Tragen. Aber selbst mit 500/250 wären dies nur 25 min über den Monat verteilt. Nur ist der Tarif nur 4€ günstiger. Aber ich glaube mehr Bedarf gibt erst wenn 4 Personen zeitgleich 8k Streamen und auch noch zocken.

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Das sind Rechnungen des Istzustandes im September/Oktober 2024. Warten wir 2030 ab.
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Das sind Rechnungen des Istzustandes im September/Oktober 2024. Warten wir 2030 ab.
Dazu müssen in den bundesdeutschen Haushalten erst einmal 4 x 8k TV Einzug halten und 8k Inhalte produziert werden.

Und da der Bedarf nicht da ist wird auch nicht investiert,sondern die Nutzer weiter lieber mit hohen Tarifen belastet zur Gewinnoptimierung. Ist wie bei Cu, man sieht es wie lange sie daran festgehalten wird in Deutschland.

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Das sind Rechnungen des Istzustandes im September/Oktober 2024. Warten wir 2030 ab.
Auch mir fehlt da irgendwie die Phantasie, welche Anwendungen in der breiten Bevölkerung derart hohe Datenraten beanspruchen könnten. Manche Entwicklung lässt sich aber nicht vorausssehen.
Es lagen ja schon ganz andere mit ihren Einschätzungen daneben, so zum Beispiel Gottlieb Wilhlem Daimler: „Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten - allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.“

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