Telekom baut nicht mehr auf Vorrat

  • Da bin ich auch voll dafür.

    ABER dann sollen auch die Statistik für Gf-Anschlüsse gefälligst nur noch 2 Kategorien haben Homes Passed =Anzahl Grundstücke und tatsächlich Anzahl von aktive Anschlüsse.

    Ob nun ein Hausstich vorliegt oder nicht ist dann egal und es entstehen nicht geschönte zahlen. Sonst wird ein Hausstich im MFH mit 30 Anschlüsse gleichgesetzt.

  • Wird dann interessant, wenn z.b. ungenutzte VDSL Karten im DSLAM abgebaut werden, was vermutlich irgendwann kommen wird. Ich hab hier auch VDSL Verfügbarkeit....theoretisch.... Da ich aber nicht vom Kabel weg bin, hatte ich 2 Jahre nach VDSL Ausbau mal die Verfügbarkeit bei Telekom angefragt und nix war. Max 16mbit, weil im DSLAM alles voll war.
    Zum Glück kommt jetzt die GF und der Tarif ist bestellt, die Speedpipe im Keller und der Rest wird sich dieses Jahr ergeben.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • ABER dann sollen auch die Statistik für Gf-Anschlüsse gefälligst nur noch 2 Kategorien haben Homes Passed =Anzahl Grundstücke und tatsächlich Anzahl von aktive Anschlüsse.

    "Homes Passed" und "Homes Activated" sind ja auch die üblichen Statistiken. Zahlen zu "Homes Connected" liest man selten.

    Der VATM gibt da Abschätzungen in seiner Marktstudie, die zumindest im Falle der Telekom nur eine grobe Schätzung sein dürfte weil es keine offiziellen Zahlen dazu gibt. Selten gibt es mal von der Telekom Angaben bei konkreten Ausbaugebieten, wie hier im Falle von Langenbach (80%).

  • "Homes Passed" und "Homes Activated" sind ja auch die üblichen Statistiken. Zahlen zu "Homes Connected" liest man selten.

    In meinen Augen ist Homes Connected bei den für die Gf-Provider vormals unbeliebten MFH eher sinnvoll als bei EFH. Bei letzteren kann man davon ausgehen, das Homes Connected = Homes Activated sind. Bei MFH mit 5 oder mehr Wohnungen ist das schon eher ein Unterschied, ob der einzelne Gf-Anschluss lediglich vorhanden (Connected) ist oder auch tatsächlich genutzt (Activated) wird.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Macht ja auch irgendwo Sinn, was soll man knappe Baukapazitäten (und auch Geld) in einen Hausnaschluss versenken, bei dem auf Absehbare Zeit kein aktiver Tarif gebucht wird.

    Zumindest für EFH ist das in meinem Ausbaugebiet schon so, da haben sie bereits letztes Jahr im Dezember auf der Inforveranstalltung von vorneherein gesagt, es wird hier kein reiner Hausanschluss ohne Traifbuchung für EFH mehr angeboten.

  • Der VATM gibt da Abschätzungen in seiner Marktstudie, die zumindest im Falle der Telekom nur eine grobe Schätzung sein dürfte weil es keine offiziellen Zahlen dazu gibt.

    Ich habe das nicht verifiziert, jedoch soll einer Telekommitteilung nach von den 8,8 Mio Homes Passed lediglich 1,2 Mio Homes Connected sein: https://stadt-bremerhaven.de/telekom-mehr-a…faseranschluss/

    Das würde sich auch mit der oft kommunizierten, im Vergleich sehr niedrigen, Take-Up Rate bei dem Glasfaserausbau der Deutschen Telekom decken.

  • Ich habe das nicht verifiziert, jedoch soll einer Telekommitteilung nach von den 8,8 Mio Homes Passed lediglich 1,2 Mio Homes Connected sein: https://stadt-bremerhaven.de/telekom-mehr-a…faseranschluss/

    1,2 Mio Haushalte nutzen einen aktiven Glasfaseranschluss. Das sind also "Homes Activated".

    Zu "Homes Connected" gibt es keine offiziellen Zahlen der Telekom, außer eben in Einzelfällen für Einzelprojekte wie hier in Langenbach. Dort sind eben 80% "Homes Connected" und 30% auch "Homes Activated".

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • "Homes Passed" und "Homes Activated" sind ja auch die üblichen Statistiken. Zahlen zu "Homes Connected" liest man selten.

    Der VATM gibt da Abschätzungen in seiner Marktstudie, die zumindest im Falle der Telekom nur eine grobe Schätzung sein dürfte weil es keine offiziellen Zahlen dazu gibt. Selten gibt es mal von der Telekom Angaben bei konkreten Ausbaugebieten, wie hier im Falle von Langenbach (80%).

    Das Problem ist aber, sie geben bei Home Passed zurzeit immer die dahinterliegenden Wohnungen an, was sie schon alles erschlossen hätten.

    Sinnvoller wäre die Bezeichnung "property passed"

    Bei meiner Mutter sind es 54 Wohnungen in drei Aufgängen mit einem Stich auf einem Grundstück. In ihrem Aufgang haben aber nur 2 Wohnungen GF-Anschlüsse. In den anderen sind es bisher auch nicht mehr und wir reden hier von Berlin-Mitte. Durchschnittsalter in den Gebäude (Baujahr 1959) liegt so bei 70 Jahren, meine ist 89 Jahre.

    Da sieht man, wie stark man die Daten interpretieren kann.

  • Dort sind eben 80% "Homes Connected" und 30% auch "Homes Activated".

    Wobei diese 30% für die Deutsche Telekom schon sensationell viel sind. Die Take-Up Rate liegt bei der DTAG bei 13% (sieht man auch in #8), die des Mitbewerbes bei 35%. https://www.telecom-handel.de/consumer-commu…ht-2920096.html

    Letzteres kann man sich bei eigenwirtschaftlichem Ausbau aus der verlangten Quote ableiten. Liegt diese deutlich unter 30% findet in der Regel kein eigenwirtschaftlichem Ausbau statt.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (10. August 2024 um 15:17)

  • Das Problem ist aber, sie geben bei Home Passed zurzeit immer die dahinterliegenden Wohnungen an, was sie schon alles erschlossen hätten.

    Sinnvoller wäre die Bezeichnung "property passed"

    Letztlich stellt "Homes Passed" die Verfügbarkeit aus Sicht der Anbieter dar. Also wie viele Haushalte einen Glasfaseranschluss buchen könnten, sofern Interesse besteht und evtuelle Eigentümer sich dabei nicht querstellen.

    Klar könnte man sagen dass man das lieber auf die Anzahl der Adresspunkte bezogen haben möchte, also unabhängig davon ob an einer Adresse ein Einfamilienhaus steht oder ein Wohnblock. Daraus lässt sich aber schwerer erkennen welcher Anteil der Bevölkerung abgedeckt ist. Insofern sehe ich da keinen wirklichen Mehrwert.

    Ist vielleicht auch Geschmackssache, aber letztlich ist "Homes Passed" auch die international übliche Größe für die Verfügbarkeit von FTTB/H.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Aus meiner Sicht ist das einzig neue in dem Artikel, das man auch Homes Passed Plus (jede Hausnummer kriegt ca. 1m Leerrohr bis zur Grundstücksgrenze schon aus der Trasse herausgeführt, also z.B. von 40cm tiefer Trasse hoch auf 20cm Grundstücksstich-Höhe.

    Hier hat die Glasfaserplus ja 2023 ausgebaut und ehrlich gesagt bin ich froh das sie das so gemacht haben. So wird kaum noch jemand nur für einen neuen Hausanschluss an der Haupttrasse durch die viele aktive Fasern laufen, nochmal dran fummeln. Und es geht schneller für alle, weil keine neue Genehmigung der Stadt später eingeholt werden müsste

    Aber natürlich sind diese Abzweige (wurde in einem Rutsch bei intialer Bürgersteigöffnung mitgelegt) auch wegen der ganzen Dokumentierung etc. ein gewisser Mehraufwand. Hier waren übrigens ca. 20% "Homes connected", inkl. kostenlos ausgebauter MFH. Homes activated dürften die üblichen 10-15% gewesen sein.

  • Wobei diese 30% für die Deutsche Telekom schon sensationell viel sind.

    Ja, deswegen würde ich auch auf die 80% Homes Connected in diesem Einzefall nicht allzuviel geben für eine bundesweite Abschätzung. Da dürfte es je nach Region und Rahmenbedingung eine breite Streuung geben.

    Ich erinnere mich an die TelekomNetz Videos zum Glasfaserausbau auf Frauenchiemsee. Da gab es wohl eine "Homes Activated"-Quote von 100%. Waren aber auch nur um die 130 Haushalte, und das war ein geförderter Ausbau in einem Gebiet mit zuvor wenigen Mbit/s maximal... :)

  • Ich hatte es an anderer Stelle bereits mehr als einmal geschrieben. Mittlerweile interessiert die Investoren (= Geldgeber für den Ausbau) Homes Passed gar nicht mehr, da eine Faser ohne Licht nur Kosten verursacht, jedoch keine Rendite erwirtschaftet. Deshalb rückt nun Homes Activated, bei MFH Homes Connected, in den Fokus. In meinen Augen die einzige verlässliche Maßzahl aus Sicht eines Geldgebers, der auch seine Einlagen verzinst zurück erhalten möchte.

    Es ist hinlänglich bekannt, das Nachanschlüsse Jahre nach der Ersterschließung benötigen, wenn sie denn überhaupt realisiert werden und damit sind Homes Passed eher Lottozahlen als eine betriebswirtschaftliche Grundlage.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Es ist hinlänglich bekannt, das Nachanschlüsse Jahre nach der Ersterschließung benötigen, wenn sie denn überhaupt realisiert werden und damit sind Homes Passed eher Lottozahlen als eine betriebswirtschaftliche Grundlage.

    Klar, für Investoren ist eher die TakeUp-Rate "Homes Activated"/"Homes Passed" interessant. "Homes Passed" für sich genommen ist eher von Interesse für die Frage wie weit verbreitet die Verfügbarkeit von FTTB/H ist. Z.B. zum Vergleich verschiedener Städte, Regionen oder Länder. Je nachdem für was man sich interessiert sind unterschiedliche Größen interessant.

  • Ja, nur ist Homes Passed eben nicht gleich Verfügbarkeit FTTB/FTTH. Homes Passed sagt nur aus, das in dem betreffenden Straßenzug Glasfaser im Boden liegt. Teuer und aufwändig ist die Erschließung auf dem Grundstück/im Gebäude und zumindest FTTB wird erst mit Homes Connected erfasst. Die Wortschöpfung Homes Passed Plus sollte besser von Homes Prepared abgelöst werden...

  • Ja, nur ist Homes Passed eben nicht gleich Verfügbarkeit FTTB/FTTH. Homes Passed sagt nur aus, das in dem betreffenden Straßenzug Glasfaser im Boden liegt.

    Verfügbarkeit im Sinne von es ist ein Anschluss bestellbar. Klar, gerade wer den initialen Ausbau verpasst hat muss auch mit etwas Wartezeit rechnen.

    und zumindest FTTB wird erst mit Homes Connected erfasst.

    Warum sollte das so sein?

    Wenn ein Anbieter sagt "Wir haben in der Beispielstrasse Glasfaser ausgebaut und bieten allen Adressen an sich Glasfaser ins Haus legen zu lassen für FTTB" dann wären das "Homes Passed"-Adressen. Wenn ein Anbieter speziell nur FTTB anbietet, gilt das natürlich speziell für FTTB.

    Die "offizielle Statistik" ist ja der Breitbandatlas. Der definiert "Homes Passed" so:

    34. Wie ist „Homes Passed“ definiert?
     Unter „Homes Passed“ fallen Adresspunkte und Endkunden, an deren Grundstücksgrenzen in unmittelbarer Nähe auf derselben Straßenseite ein Leerrohrverband vorhanden ist, der ein für den FTTB/FTTH-Ausbau dieses Grundstücks vorgesehenes Speedpipe-Leerrohr bzw. Glasfaserkabel enthält, oder ein HFC-Netz vorhanden ist, bei dem eine Abzweigung durch das Setzen einer Muffe möglich ist, sodass zu marktüblichen und erschwinglichen Konditionen sowie in angemessen kurzer Zeit die Einrichtung eines Hausanschlusses möglich ist.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Du hast es selbst zitiert

    Zitat

    der ein für den FTTB/FTTH-Ausbau dieses Grundstücks vorgesehenes Speedpipe-Leerrohr bzw. Glasfaserkabel enthält

    Der Ausbau ist vorgesehen, d.h. es ist eine Möglichkeit, eine Option, jedoch keinesfalls ein muss. Selbst der Zeitpunkt des Anschlusses ist undefiniert. Daher ist Homes Passed streng genommen ein Etikettenschwindel. Ehrlicher wäre eine Aussage wie: In Gemeinde X haben wir Y Kilometer Glasfaser verlegt.

    Sobald das Glasfaserkabel mindestens im Gebäude liegt (gleich mit HÜP/Gf-APL oder ohne), wäre das ein Home Connected. Sehr naheliegend ist der Schluss, das aus einem Home Connected (mindestens) ein Home Activated wird. Das mindestens berücksichtigt den Unterschied EFH und MFH. Ein MFH kann Home Connected sein, jedoch zu kleiner 100% aus Homes Activated bestehen.

  • Das sehe ich nicht so und das sollte man durchaus differenzieren.

    Unternehmen wie die Telekom, die eigene Netze haben, agieren am Markt anders als neue Marktteilnehmer.

    Die Telekom reagiert auf eine unerwartete Zurückhaltung der Kunden. Das ist nicht so überraschend. Auch auf dem mittlerweile sehr gut ausgebauten Vectoring-Netz haben bisher viele keine Tarife in der Größenordnung gebucht, sondern bleiben bei 16 oder 50 Mbps.

    Viele, die jetzt 100 bis 250 Mbps gebucht haben, scheuen den Aufwand auf Gf umzusteigen. Die Diskussionen kennen wir hier doch: Da ist den Leuten plötzlich die Optik im Treppenhaus wichtig. Dass das sonst ohnehin schon etwas abgeranzt aussieht und lediglich ein funktionaler Teil des Gebäudes ist - geschenkt. Der übertragene Grundsatz "Form follows function" scheint bei den Deutschen nicht abgekommen zu sein.

    Der große Unterschied zur Situation vor dem Glasfaserausbau ist aber, dass der Kunde jetzt buchen kann. Vorher gab es nur die sinnfreien "Mehr Bandbreite für mich"-Pseudoangebote. Ich kann mir zumindest gut vorstellen, dass die Telekom einer Buchung in einer "Homes passed"-Gegend mehr Priorität einräumt als bei den kleinen und neuen Netzbetreibern, die sich immer erstmal 30-40% Kunden sichern müssen, bevor sie fortfahren können.

    Von daher messe ich den "Homes passed"-Zahlen der Telekom eine wichtige Bedeutung zu. Da es hier tatsächlich rasch zur Umsetzung kommen kann.

    "weser connect" (ergo "net services") hingegen wird andere Prioritäten haben, wenn die hier im Ort erstmal abgezogen sind. Da geht es um die nächste Insel mit 30-40%, die es möglichst rasch zu erschließen geht. Deren "Homes passed"-Zahlen haben für mich eine ganz andere Qualität als die der Telekom.