Welche Kabel zum Endgerät?

  • Guten Morgen,

    meine Eltern bekommen bald ihren Glasfaseranschluss im Haus eingebaut. Leider haben wir damit überhaupt keine Erfahrung. Ich hoffe, dass mir hier jemand (verständlich) helfen kann:-)


    Der Aufbau wäre ja HÜP > GFTA > Modem > Router.

    Wir haben aktuell die Fritzbox Homeserver Speed+ als Router. Angenommen, wir kaufen uns die Fritzbox 5590. Kann man dann das Modem weglassen und den GFTA direkt an der Fritzbox anschließen?

    Von dem bisherigen Router gingen Kabel (Cat 5e) zu den Endgeräten. Können wir diese an der Fritzbox 5590 weiter benutzen oder müssen diese zwangsweise ausgetauscht werden?

    Es wird wohl Glasfaser mit 300 MBit/s. Wenn am Ende 100 MBit/s am Endgerät ankommen, wäre das ausreichend.


    Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe

    Alexa

  • Dies dürfte wesentlich einfacher werden als du befürchtest. ;)

    Bei der 5590 liegt ein Glasfaserkabel bei. Dies passt meistens in die verbaute Gf-TA. Alternativen sind bei Amazon zu bestellen. Wenn du uns mitgeteilst, welcher Anbietern es ist, können wir genaueres sagen.

    Die vorhandene Verkabelung von Ethernet funktioniert weiterhin. Bei der Kombnation GF und 5590 wird an allen Endgerät die volle Internetgeschwindigkeit anliegen. Bei Cat 5e ist bis 1 Gbit kein Problem.

  • Eine kleine Hürde gibt es doch!

    Beachte bitte bei der Installation des Anschlußes durch den Netzbetreiber, dass die Glasfaser (mit Stecker) bis zu jetzigen Aufstellungsort (Nähe TAE) der vorhandenen FritzBox geführt werden müsste um den identischen Platz für den Router zu nutzen oder der Router muss in der Nähe der GF-TA, die leider manchmal nahe dem HÜP, also dort wo die Faser in das Gebäude kommt, montiert wird, seinen Platz bekommen. Das ist im Regelfall im Keller bzw. Hausanschlußraum. Dadurch könnte dann der WLAN Empfang schlechter sein. Auch die Verbindung mit den anderen LAN-Anschlüssen wird schwieriger.

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  • Hallo zusammen,

    der Anbieter ist 1&1.

    Der HÜP soll im Keller platziert werden. Von dort aus müsste das Kabel "nur" die Treppe hinauf, einmal durch die Wand und von dort aus noch etwa 4-5 Meter zum Router. Das Kabel müsste vom Keller zum Router in 7 Ecken verlegt werden, ca. 20 Meter. Ich hatte gelesen, dass die Glasfaser nicht so biegsam ist. Wäre es da besser, doch ein Modem einbauen zu lassen und dieses dann mit der alten DSL-Fritzbox zu verbinden?

    Oder wäre es besser, den GF-TA (wenn möglich) in der Nähe vom neuen Router (Fritzbox 5590) zu platzieren und dann das Kabel von dort in die Fritzbox?

  • Wäre es da besser, doch ein Modem einbauen zu lassen und dieses dann mit der alten DSL-Fritzbox zu verbinden?

    Das ist in aller Regel die einfachere Variante.
    Zum einen wollen die meisten Provider (mehr oder weniger zwangsweise) ihren ONT (Modem) installieren und zum anderen ist die Verlegung von Netzwerkkabel (min Cat5e, besser Cat7) sehr unproblematisch (im Vergleich zu Glasfaser)

  • ItsAlexa Glasfaserkabel sind deutlich biegsamer als ein Cat7 Kabel. Du musst hier lediglich darauf achten, das 90° Winkel nicht erlaubt sind. Auch in rechtwinklig verlegten Kabelkanälen, z.B. Außen- und Innenecken kann man Glasfaserkabel einlegen (nicht einziehen!) ohne die Faser zu knicken.

    Ich bin immer ein Freund davon den passiven Netzabschluss (Gf-TA) in räumlicher Nähe des Routers zu haben, da dort das Endgerät eingesteckt wird. Es gibt jedoch auch adere Meinungen, die jeweils für den konkreten Anwendungs-/Betriebsfall ihre Berechtigung haben.

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  • Hallo zusammen,

    der Anbieter ist 1&1.

    Der HÜP soll im Keller platziert werden. Von dort aus müsste das Kabel "nur" die Treppe hinauf, einmal durch die Wand und von dort aus noch etwa 4-5 Meter zum Router. Das Kabel müsste vom Keller zum Router in 7 Ecken verlegt werden, ca. 20 Meter.

    ...

    Man kann auch durch Betondecken bohren (habe ich schon vor über 20 Jahren gemacht). Wichtig ist, das die Betondecke an der Stelle keine Fußbodenheizung oder andere Leitungen führt (Elektro, Heizung, Wasser etc.) . Grundsätzlich ist das machbar. Wenn Du einen Baufachmann kennst, solltest Du ihn mal befragen. Durch dies Bohrung dann ein Wellrohr einziehen und eingipsen und der Durchbruch ist vorhanden. Daran kannst Du mit einem Verbinder später das Wellrohr verlängern und weiter unter Putz legen.

  • Man kann auch durch Betondecken bohren. Wichtig ist, das die Betondecke an der Stelle keine Fußbodenheizung oder andere Leitungen führt (Elektro, Heizung, Wasser etc.) .

    Bei mir hat ein Elektro-Betrieb vom Keller durch die Stahlbeton-Decke gebohrt trotz vorhandener Fußbodenheizung (hatte darauf hingewiesen) und vom Router ein Ethernet-Kabel ins EG verlegt.
    Daran hängt ein AVM 2400 Repeater als LAN-Brücke zur FRITZ!Box.

  • trotz vorhandener Fußbodenheizung

    Ich schrieb ja: "an der Stelle". Normalerweise liegen die Heizschlangen einige cm von der Wand entfernt und typischerweise bohrt man in der Ecke des Übergangs von Boden zur Wand von unten und von oben jeweils im 45° Winkel Richtung Wand so dass sich die Bohrungen natürlich treffen.

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  • typischerweise bohrt man in der Ecke des Übergangs von Boden zur Wand von unten und von oben jeweils im 45° Winkel Richtung Wand so dass sich die Bohrungen natürlich treffen.

    Hast du das schonmal so gemacht?

    Zum einen dürfte es dann echt schwierig sein das Kabel durch das gebohrte Loch zu ziehen (weil ja in der mitte ein 90 Grad Knick ist).
    Und zum anderen ist sowas in der Praxis, in einem fremden Haus das man vor ein paar Minuten das erste mal gesehen hat, meiner Meinung nach nicht realistisch (wenn man einen Handwerker beauftragt).

    Wenn man das selber macht, sich da lange genug Gedanken dazu gemacht hat und wichtige Faktoren wie Deckenstärke und Wandstärke (in beiden Stockwerken) kennt und dann mit dem Geodreieck den Boschhammer ansetzt, kann das klappen.

    Einmal editiert, zuletzt von hetti72 (24. Juli 2024 um 07:14)

  • Bei meinen handwerklichen Fähigkeiten würde das nur klappen, wenn ich eine 20cm-Kernbohrung von beiden Seiten durchführe. Dann habe ich eine kleine Chance, dass die Bohrungen sich wenigstens zum Teil treffen.

  • Hast du das schonmal so gemacht?

    Zum einen dürfte es dann echt schwierig sein das Kabel durch das gebohrte Loch zu ziehen (weil ja in der mitte ein 90 Grad Knick ist).

    Ja. So 35 mal. Da man sowieso den 45 ° Winkel nicht wirklich einhält, gibt es da auch nicht wirklich einen 90° Winkel. Und ja, Für die damals 16er Wellrohre mit Bosch Bohrhammer und 32 Bohrer war das immer ein lustiger Job. Jeweils Leerrohr durchgezogen, eingegipst und ggf. auch ein Stockwerk höher dasselbe noch einmal. Geht in den Keller und dort in Kabelkanäle.
    Die "Grundbohrung" ist der Durchbruch und wenn das Leerohr unter Putz soll, wird der Winkel zum Fußboden sowieso flacher, da der Schlitz in der Wand in der Tiefe den Winkel mildert.

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