Hausanschluss in der Wohnung verteilen

  • Ich habe seit ein paar Wochen Glasfaser in Bremen bei der LWLcom. In meiner Wohnung ist ein Hausanschluss gelegt, ich habe da vier Abgänge im Verteilerkasten, in dem auch die Sicherungen für Strom sind. Nun sind in der Wohnung mehrere Unterputzdosen für Glasfaser angelegt. Die sind aber leer. Also habe ich meinen Router neben dem Verteilerkasten aufgestellt und am Verteiler angeschlossen. Das funktioniert nicht ideal, weil ich das schnelle WLAN nicht mehr auf der Loggia empfange.

    Gern würde ich den Router zentraler in der Wohnung aufstellen, eben an einer der angelegten, aber noch leeren Dosen. Nur wie kommt die Glasfaser dort hin? Kann ich das selbst verlegen? Mein Hausmeister sagt zwar, dass der Anbieter das legen könnte, aber das kostet sicherlich einen Haufen Geld. Das möchte ich sparen. Bin selbst Handwerker und traue mir das zu, sofern nichts dagegen spricht.

    Allerdings brauche ich dafür mindestens ein paar Ratschläge. Geht das überhaupt? Was brauche ich dafür genau? Gibt es dazu gute Tutorials auf Youtube? Sollte ich lieber die Finger davon lassen?

    Für diese Fragen bin ich auf die Hilfe der Community angewiesen. Ich bedanke mich im Voraus für Meinungen und Ratschläge!

  • Wichtig zu klären ist, ob zwischen Verteilerkasten und den Räumen Leerrohre verlegt sind.

    Also am besten mal eine Dose aufschrauben und gucken, ob es Leerrohre gibt.

    Dabei könnten wir auch gleich klären, was du mit Gf-Dose meinst. Also mal von allen Sachen ordentliche Fotos machen.

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  • So sieht das bei mir aus. Das obere Bild ist gekippt, damit ich nur ein Bild hochladen musste. Das zeigt den "Hausanschluss", an den vier "Pigtails" angeschlossen werden können. Ich habe da aktuell eine Glasfaser für 1640nm (Blau) dran. Normalerweise gehört das Grüne für 1550nm dran. Habe ich aber gerade nicht zur Hand.

    Das zweite Bild zeigt die LAN-Kabel, die in der Wohnung verteilt worden sind. Ich habe drei Dosen a zwei RJ-45 Anschlüsse, also sechs (Q1-6). Bild 3 zeigen Q3+4. Bild 4 zeigt die für die Glasfaser vordesehene Leerdose (Bild 3 - Blende), durch die die CAT6-LAN-Kabel geführt sind. Eben durch so ein Rohr bzw. Schlauch, das wohl im Beton vergossen wurde. Da müsste wohl auch die Glasfaser durch, denke ich.

  • Selber machen wird wohl eher nicht gehen. Aber es gibt Inhouse Speedpipes die man evtl. noch in die Leerrohre einziehen könnte um dann GF einzublasen. Such Dir mal in Deiner Gegend Unternehmen, die so etwas anbieten und kläre das mit dem Eigentümer ab. Wäre aber schon eine sehr moderne Lösung ...

  • Verstehe. Ja, dort z.B. mit einem LC-Stecker durch wird sicherlich problematisch. Ich frage gleich mal beim Anbieter, was die haben wollen. Vielleicht versuche ich es aber doch. Wenn es nicht klappt, bleiben zumindest zwei Schläuche für die Profis.

    Einen Repeater will ich nicht wirklich in der Wohnung. Aktuell verwende ich einen zweiten Router als Access Point für Außen. Aber da kommen sich die Netze in die Quere. Mein Handy wechselt nicht automatisch, was ein bissel nervt.

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  • Also ich habe gerade mit denen telefoniert. "Für Geld ist alles machbar", hießes. Aber allein für den Besuch nehmen die hundert Euro. Entgegen meiner Erwartung machen die das nicht täglich. Die wussten erst gar nicht, was ich von denen wollte.

    So oder so: Ein Repeater wäre billiger. Alternativ könnte ich mir einen Medienkonverter für 30 Euro in den Sicherungskasten einbauen und die Fritz!Box 5590 dann einfach über WAN anschließen und als AC betreiben. Den Kauf hätte ich mir sparen können und einen günstigeren aber ebenfalls leistungsfähigen WLAN-AC besorgen können.

    Es ist ärgerlich, dass die hier Dosen einbauen und dann keine Faser da hineinlegen. Wer plant sowas?!

    Da hätten sie auch darauf hinweisen können. Ja, da ist Glasfaser, mit Fingerzeig auf die Dosen. Da gehe ich natürlich davon aus, dass ich die FB dort anschließen kann. Pustekuchen!

    Ich denke, einen Versuch mache ich. Zehn Meter Glasfaser mit LC kosten 10 Euro. Die ordere ich, klebe vorn einen runden Kopf auf und versuche die da durchzuziehen. Oder ich ziehe erstmal eine Schnur durch? Oder die Speedpipe, wenn da auch ein LC durchgeht. Irgendwie werde ich das schon lösen. Ich schlafe eine Nacht darüber, dann sehe ich weiter.

    Danke an die Community!

  • Es ist ärgerlich, dass die hier Dosen einbauen und dann keine Faser da hineinlegen. Wer plant sowas?!

    Wenn ich mir die Bilder so Anschaue ist die Abdeckung eine einfache Blindabdeckung ohne jegliche Funktion. Wie kommst du denn darauf das das eine Glasfaser Dose ist?

    Zehn Meter Glasfaser mit LC kosten 10 Euro. Die ordere ich, klebe vorn einen runden Kopf auf und versuche die da durchzuziehen.

    Verstehe ich das richtig du willst einfach ein Glasfaser Installationskabel zusätzlich zu dem Cat7 Kabel in das Leerrohr einziehen? Wenn das ein 20er Wellrohr ist, wird das wahrscheinlich nicht ganz einfach bis unmöglich.
    Und wenn die Faser dann wirklich eingezogen ist, wie bekommst du da dann die passenden Stecker angespleist?

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  • Glasfaser geht im Verteiler auf ONT (braucht Strom) und von dort per Kupfer-Kabel auf beispielsweise Q3. Im Raum dann per Patchkabel auf den Router (zum Beispiel Fritzbox).

  • Wenn ich schon den blauen LC/[U]PC Stecker in einer grünen LC/APC Buchse sehe, dann scheidet Glasfasertechnik aus.

    Auch meine Empfehlung ist bei CAT-Verkabelung zu bleiben...

  • Ich verstehe irgendwie immer noch nicht das Problem 😞

    Es kommt GF ins Haus. Dann gibt es einen Verteilerkasten in dem.der.ONT ist und ein Patchfeld für 6 Anschlüsse. Warum soll jetzt irgendwohin GF innerhalb der offensichtlich kleinen Wohnung gelegt werden. cat 7 reicht doch vollkommen für 10 GB.

    Router in den Schrank und an den Cat Dosen ein AP.

    Hier ein Model für die Wand. Das kann aus dem Verteilerschrank direkt mit Strom (PoE) versorgt werden und hat außerdem noch eine Ethernet-Port, um ein weiteres Gerät anzuschließen.

    Bei der Firma Unifi gibt es auch kostenlose Software, um seine Wohnung zu skizzieren mit entsprechenden Wandstärken und Material und dann verschiedene APs hin und her zu schieben.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (18. Juni 2024 um 17:40)

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  • Glasfaser geht im Verteiler auf ONT (braucht Strom) und von dort per Kupfer-Kabel auf beispielsweise Q3. Im Raum dann per Patchkabel auf den Router (zum Beispiel Fritzbox).

    Ich denke, du meinst die Variante mit Medienkonverter?! Also Licht zu Kabel und dann den Router über LAN an WAN. Ja, das wäre günstig möglich. Das war eine Variante, die ich im Kopf hatte.

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  • Ich verstehe irgendwie immer noch nicht das Problem 😞

    WLAN in der Loggia am anderen Ende der Wohnung ist das Problem. Da reißt das Signal immer wieder ab und ist so schlecht, dass ich im hinteren Teil der Wohnung kein flüssiges Netz habe.

    Der Router muss gleich im Eingangsbereich am Stromkasten stehen, da er nur dort an die Glasfaser angeschlossen werden kann. Schon im Schlafzimmer vor der Loggia geht die Leistung von 1000Mbit manchmal unter 100Mbit. Draußen geht gar nichts mehr. WiFi ist bei unter 40%. Ich habe hinter der Loggia auch noch einen kleinen Grünstreifen. Dort habe ich bisher noch gar nicht getestet. Aber auch da möchte ich WLAN haben.

    Der Router müsste also zentraler in der Wohnung stehen oder ich brauche einen Repeater, der nicht günstig ist und eben auch Strom verbraucht.

    Also verlege ich entweder eine Verlängerung für die Glasfaser zu einer der Buchsen zentraler in der Wohnung und schließe den Router dort an, oder ich kaufe einen Medienkonverter, schließe den an die Glasfaser an, schleife es durch Q3+4. Einen Switch um die anderen LAN-Ports verfügbar zu machen, brauche ich bei beiden Varianten.

    Aktuell denke ich an einen Repeater, oder ich lasse es bei dem Access Point über den zweiten Router, der jetzt im Schlafzimmer steht. Aber das ist nicht optimal, weil mein Handy sich immer wieder trennt.

    Momentan bin ich also gedanklich beim Kauf eines Repeaters. Einen weiteren Stromfresser brauche ich eh, oder ich bohre ein fettes Loch in die Wand, fädle die ganzen Kabel (1x Glasfaser, 3x LAN) da durch, stelle die Fritzbox in die Wohnküche und hoffe, dass das WLAN-Signal reicht. Ich brauche noch Zeit für die Entscheidung. Oder jemand hat eine Lösung, an die noch nicht gedacht wurde.