Brauche Tipps, Glasfaserleitung durch die Gästetoilette (Spülkasten Hohlraum) verlegen

  • Für die Sockelleistenlösung muss die Toilette weg. Dann braucht es, wenn man waagerecht nach außen bohrt, mindestens einen 45-50 cm langen Bohrer (Fliesen, Putz, 24er Tragwand, 5cm Isolierung, 12 cm Klinker) . Soll das ganze diagonal gebohrt werden (Biegeradius, Optik (die Einführung verschwindet dann unterm Zierkies) muss man natürlich damit rechnen, in der Bodenplatte zu landen, und lt. Murphys Law, eine Armierung zu treffen. Dann braucht es schon einen 60-70 cm langen Bohrer. Ok, die Toilette hat geschätzt 1,12 breite. Sollte inklusive Bohrmaschine reichen.

    Aber letztendlich ist sich jeder seines glückes Schmied.

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  • Ja, das hatte ich mir auch überlegt, aber wenn man sich im Video die kleine Treppenstufe am Eingang anschaut, liegt der Fußboden innen ein paar cm höher, so dass man hoffnungsweise bei einer etwas diagonalen Bohrung noch über der Betonplatte herauskommt. :/

    Aber der Techniker wird sich das auch sehr genau anschauen und evtl. hat der noch eine andere Lösung...

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  • Üblicherweise sind die Geberit Unterputzspülkästen mit Trockenbauwänden verkleidet. Dies lässt zumindest das Video des WC-Raumes erahnen.

    Mit einem Dremel könnte man die Fugen der unteren Fliesen einschneiden und dann versuchen mindestens die rechte und linke Fliese zu entfernen. Die Trockenbauwand wäre dann ca 15 x 15 cm auf beiden Seiten zu öffnen und darin ein Wellrohr oder ein Aquarienschlauch mit 25 mm Durchmesser mit eingezogenem Zugdraht zu verlegen. Darin kann das Mikrokabelrohr von außen kommend bis in den HWR durch die Gf-Monteure verlegt werden.

    Folgende Herausforderungen sehe ich:

    • Reicht diese Öffnung für das Bohren des Loches zur Hauseinführung aus?
    • Wie umfangreich ist die Beschädigung der Trockenbauwand durch das Ablösen der Fliesen?
    • Sind Ersatzfliesen in ausreichender Anzahl vorhanden, falls es zum Bruch der Fliesen kommt?
    • Kann der Fliesenkleber so entfernt werden, das bei einer Montage der Fliesen nach Verlegung der GF die wieder eingesetzten Fliesen nicht auftragen?
    • Ist evtl. der Einbau zweier kleiner Revisionsklappen nicht besser als erneute Verfliesung?

    Alles Fragen, die mir so einfallen...

    Die Verlegung an der Decke entlang ist gar keine schlechte Idee. Allerdings würde ich die Hauseinführung erst oberhalb des Fliesenspiegels vornehmen lassen. Natürlich muss dann an der äußeren Hauswand ein Kabelschutz aus Metall um das Kabelrohr der GF angebracht werden. Leider ist im Video nicht zu erkennen, ob dies ein gangbarer Weg wäre. Letztlich muss auch der Provider sein OK dazu geben.

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  • Üblicherweise sind die Geberit Unterputzspülkästen mit Trockenbauwänden verkleidet. Dies lässt zumindest das Video des WC-Raumes erahnen.

    Wie lässt sich das anhand des Videos erahnen? Meine sind gemauert und sehen genauso aus. Wenn es eine Giswand ist, hat der TE Glück und kann sein Vorhaben durchführen. ICH würde das nicht machen. Aber jeder wie er kann.

    Reicht diese Öffnung für das Bohren des Loches zur Hauseinführung aus?

    Da heißt es dann von Außen bohren. Gutes messen vorausgesetzt. Wenn die Außenwandstärke zum Nachbarn bekannt ist, kann er von der vorhandenen Dehnfuge in den Klinkersteinen messen. Zwischen den beiden Wänden sollte eine Schallisolierung von 2-4 cm sein. Dann die Mauerwerksstärke plus die halbe Vormauerung. Die Fubodenhöhe noch nach außen übertragen. Die Giswand jedoch ist bis zum Rohboden offen.

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  • Grundsätzlich muss man feststellen: Wer beim Hausbau heute zukunftsfähige Anschlüsse ausser acht läßt, ist selber schuld.
    Aber! Leider sind heute vielfach weder Elektroplaner noch Architekten auf diese Thematik wirklich geschult oder darüber informiert. Das trifft vielfach auch für regenerative Energien als auch Hausautomatisierung bzw. IoT oder allgemeine Netzwerktechnik zu.

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  • Ein Neubau braucht es nicht, umfangreiche Renovierung reicht aus. Das TKG verlangt dies seit dem 10.11.2016 im §77k, aktuell §145 "Netzinfrastruktur von Gebäuden".

    Jedoch gebe ich dir Recht, das bringt im aktuellen Thread nichts.

    Allerdings und das ist auch meine Beobachtung, kümmern sich die Architekten nicht darum. Nun ja, die haben auch eine gute Versicherung für solche Fälle...

  • Allerdings und das ist auch meine Beobachtung, kümmern sich die Architekten nicht darum. Nun ja, die haben auch eine gute Versicherung für solche Fälle...

    Dem kann ich nicht beipflichten. Da ich im Bauhauptgrwerbe als Polier tätig bin, hat sich in den letzten 5 Jahren sehr viel getan. Sollte mir etwas zu wenig vorkommen, spreche ich das mit dem Planer oder Bauherrschaft ab. Auch die Executive darf mitdenken.

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  • Da bist Du natürlich näher dran als ich.

    Beim Glasfaserausbau bei uns (2018/2019) habe ich in sehr erstaunte Gesichter gesehen, als ich bei einem Multiplikatorentreffen die Regelung in §77k TKG erwähnte und zur Antwort bekam, das die Vorbereitungen in zur Zeit stattfindenden Neubauten nicht eingeplant/vorhanden sind.

    Die Arbeit als Polier ist auch nicht zu unterschätzen, ein Bekannter von mir hat mindestens einmal im Jahr die Kripo wegen eines tödlich verlaufenden Unfalles im Baucontainer stehen...

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  • Bis jetzt ( nach über 30 Jahren Polier) nicht einmal einen schwerwiegenden Unfall bei mir. Betrieblich noch nie ein Todesfall. Kleinigkeiten ja. Und so darf es die restlichen paar Jahre auch noch bleiben. T T Toi

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  • Danke für die vielen Tipps. Ich werde noch die Meinung der Ausbaufirma abwarten, um zu sehen, was sie vorschlagen. Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es ausgegangen ist.


    Wegen der Doyma Dichtung an der Außenwand könnte man ja im Bereich des weißen Zierkies ein Loch graben. dann sieht man ja was da unten ist.

    Stimmt, sobald ich mehr Zeit habe, werde ich die Stelle freilegen.

  • Würde ebenfalls versuchen mit Werkzeug ein Leitungsrohr für Kabel zu verlegen und das möglichst direkt zum HWR. In einer Gästetoilette herrscht meistens eh Platzmangel.

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