Leitungsauslastung AVM 5530 Deutsche Glasfaser

  • Es wird aber dringend von den Herstellern empfohlen, die Bandbreite dynamisch zuzuweisen. Da kann dann auch besser auf QOS-Anforderungen (VOIP, IP-TV, normaler Traffic) eingegangen werden.

    Ja, aber auch das ist kompatibel mit dem was wir sehen... der OLT kann immer alle Slots zuweisen aber trotzdem dafuer sorgen, dass jeder ONT ausreichend versorgt wird, d.h. wenn nur ein ONT aktiv ist mit 1000/500er Tarif bekommt der etwa die Haelfte der Slots und die anderen den Rest... der Vorteil einer solchen Loesung ist, dass jeder ONT jederzeit zumindest ein paar Slots hat die er direkt nutzen kann, statt erst welche anfordern zu muessen.


    0.9ms Latenz und Jitter schafft man bei XGS aber mit hohem Overhead so das nur noch etwa 7.4-7.7Gbit/s Nutzdatenrate möglich sind.

    XGPSPON mit FEC hat brutto: 9.95328 * (216/248) = 8.66899 Gbps

    Damit liesse sich mit der Verkapselung der Telekom unter IPv4/TCP ohne weiteren Overhead maximal:

    9.95328 * (216/248) * ((1500-8-20-20) / (1500-8+34)) = 8.25 Gbps

    Der Control Traffic frisst auch noch ein bisschen, da waere 7.4-7.7 statt <8.25 gar nicht so schlimm...

  • Für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, gibt es hier

    https://www.ericsson.com/en/reports-and-papers/research-papers/a-comparison-of-dynamic-bandwidth-allocation-for-epon-gpon-and-next-generation-tdm-pon

    eine schöne Beschreibung der Zusammenhänge zwischen DBA Polling, also der periodischen Abfrage der Bandbreitenbedarfe der ONUs durch den OLT, und der Bandbreite/Jitter. Nicht wundern, der Beitrag ist uralt, aber die PON-Standards sind auch uralt!

  • So, ganz frisch - Ich habe die letzten 1,x Stunden meinen Upstream mit IPERF gequält.

    Die FritzBox Statistik sieht so aus:

    Upstream alles in kBit/s
    Stunde Used Idle Ovhd ONUs Summe
    15 153073 849326 102912 30 1105311
    14 151177 853002 102715 30 1106894
    13 69 1021858 92341 30 1114268

    Idle geht um den Betrag zurück, den ich übertrage. Sonst nutzt keiner groß den Upstream!

    Meine Grafik für die Zeit sieht so aus:

    EDIT: Man sieht schön, dass im Downstream der Auslastungsverlauf dem Trafficverlauf am DECIX folgt und selbst am Championsleaguetag 11.2. nur ein bisschen der Schnitt gerissen wird. Sonntags wird wohl viel und länger gestreamt, ist aber auch nicht der Rede Wert ...

    2 Mal editiert, zuletzt von gponner (13. Februar 2025 um 16:00)

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  • Durch die logarithmische Darstellung und wegen der geringen Auflösung schwer zu deuten.

    Aber die Tendenz ist trotzdem gut zu erkennen. Baseline aufgrund der fest zugeteilten Slots und dann deine Nutzlast.

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  • millen Du musst in der Nähe von Frankfurt wohnen. Bei mir sind es 8 ms bis f-ed11-t.F

    pufferueberlauf In einem älteren (knap 5 Jahre alt) Video von DGF über einen GPON POP bei München konnte man HUAWEI-Equipment sehen. Das setzt GF Nordwest/Telekom auch ein. DGF hat die Splitter dort im POP eingebaut, allerdings mit 64 Usern je PON!

  • Das Video von dem DG PoP kenne ich, aber die haben 2024 oder 23 angekuendigt zukuenftig anders arbeiten zu wollen und Splitter (und OLTs) in groessere MFGs "ins Feld" zu packen aber ob die das schon machen kann ich nicht sagen. Ich fand den Ansatz Splitter im POP mit PtP Fasern eigentlich ziemlich weit in die Zukunft gedacht, da lassen sich einzelne Fasern schnell auf AON umstellen, z.B. fuer bessere/teurere Geschaeftskundentarife.

    Die Telekom selber verbaut wohl auch Adtran OLTs aber der "Altbestand" ist wohl oft auch Huawei...

  • Die Investitionen sind einfach zu hoch, als dass man nur auf den Verdacht hin, das irgendein Haus unter vielen einen AON-Bedarf hat, alles auf AON-Basis aufbaut und auch noch den lfd. Betrieb finanziert! Alleine schon Platzbedarf und Stromverbrauch sind viel zu hoch.

    Du kannst alles durch 32 teilen, vor allem Platz und Energie! Steigende Bandbreitenbedarfe für die Zukunft werden durch XGS mit 10GBit abgefrühstückt.

    Stand der Technik heute sind Kombi-SFP mit XGS-PON und 2,5GPON mit integriertem DWDM-Splitter. Damit kannst du dann ohne großen Aufwand auf einem 1:32 PON Kabel 10G und 2,5G parallel fahren ohne dass der Kunde den ONU tauschen muß, wenn er nicht wechseln will. Das wird auch bei der Telekom kommen.

    Die vorherigen Aussagen gelten natürlich nur für den Mainstream-Markt.

    Und nein - 3ms Roundtrip und am besten 10GIG für Script-Kiddys, Computer-Nerds oder Profi-E-Sports Spieler sind kein Mainstream-Markt!

    Das sind Omma, Oppa, evtl. Papa für seine 3 Bundesliga Streaming Abos und die Kids, die sich aber meistens so wenig mit Ihrem Handy beschäftigen, als dass sie merken ob sie über wlan oder LTE/5G im Internet hängen ...

    Bei uns liegt die Take-Up Rate bei ca. 30%. Konnte ich neulich bei einem Blick in den offenen Verzweiger auszählen. Und das GF-Netz liegt seit 3 Jahren!

    Und wenn ich bei mir zu Hause unbedingt einen echten! GK-Anschluss mit z.b. 10 GBIT sym und garantierter Verfügbarkeit haben will, wird mir die Telekom auch einen dahin legen. Kostet natürlich!

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  • So, ganz frisch - Ich habe die letzten 1,x Stunden meinen Upstream mit IPERF gequält.

    Die FritzBox Statistik sieht so aus:

    Upstream alles in kBit/s
    Stunde Used Idle Ovhd ONUs Summe
    15 153073 849326 102912 30 1105311
    14 151177 853002 102715 30 1106894
    13 69 1021858 92341 30 1114268

    Idle geht um den Betrag zurück, den ich übertrage. Sonst nutzt keiner groß den Upstream!

    Wie kommst Du an die numerischen Stundenwerte ran?

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  • Auch bzgl. der Latenzen hat das GPON Protokoll viele Vorteile. Aufgrund der 8 KHz Taktung der Up- und Downstream-Frames hat jeder Teilnehmer am PON 8000 mal pro Sekunde die Chance ein Paket loszuwerden bzw. zu bekommen. Das Protokoll lässt nicht zu, dass ein Teilnehmer einen kompletten PON nur mit seinen Daten sättigt! 8000 mal pro Sekunde wird jeder Teilnehmer auf jeden Fall bedient.

    Man könnte sicher jedem ONT in jedem Frame eine Sendemöglichkeit geben, aber die Frage ist ob das wirklich sinnvoll ist. Vorgeschrieben ist es soweit ich sehe ja gerade nicht, der OLT hat die volle Kontrolle über die Zuteilung. Und in dem verlinkten Dokument von Ericsson wurden ja Polling-Intervalle im Bereich 0,5-3,5 ms untersucht.

    Jeder Upstream-Burst hat einen Overhead von 19 Bytes (2 Bytes TX-Enable + 2 Bytes TX-Disable + 12 Bytes Guard/Preamble/Delimiter + 3 Bytes Burst Header). Ein Upstream-Frame hat 19440 Bytes. Damit blieben gleicher Verteilung auf 32 Teilnehmern rein rechnerisch jeweils 588,5 Bytes für die Nutzdaten (wobei der GEM-Overhead, und evtl. Management-Daten noch nicht berücksichtigt ist).

    Klingt jetzt tatsächlich erstmal nicht nach so einem riesigen Overhead (evtl. habe ich auch was übersehen). Aber ich bin trotzdem nicht überzeugt, dass eine Polling-Rate von 0,125ms sinnvoll wäre.

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  • Man könnte sicher jedem ONT in jedem Frame eine Sendemöglichkeit geben, aber die Frage ist ob das wirklich sinnvoll ist. Vorgeschrieben ist es soweit ich sehe ja gerade nicht, der OLT hat die volle Kontrolle über die Zuteilung. Und in dem verlinkten Dokument von Ericsson wurden ja Polling-Intervalle im Bereich 0,5-3,5 ms untersucht.

    Jeder Upstream-Burst hat einen Overhead von 19 Bytes (2 Bytes TX-Enable + 2 Bytes TX-Disable + 12 Bytes Guard/Preamble/Delimiter + 3 Bytes Burst Header). Ein Upstream-Frame hat 19440 Bytes. Damit blieben gleicher Verteilung auf 32 Teilnehmern rein rechnerisch jeweils 588,5 Bytes für die Nutzdaten (wobei der GEM-Overhead, und evtl. Management-Daten noch nicht berücksichtigt ist).

    Klingt jetzt tatsächlich erstmal nicht nach so einem riesigen Overhead (evtl. habe ich auch was übersehen). Aber ich bin trotzdem nicht überzeugt, dass eine Polling-Rate von 0,125ms sinnvoll wäre.

    Moin,

    du verwechselt da glaube ich was! Die 8 kHz Framerate mit maximal 125 μs Framelänge hat nichts mit der Pollingrate zu tun, die oben erwähnt wird. Die 8kHz/125 μs sind der grundlegende Parameter für das Grundsignal auf der Glasfaser.

    Wenn jemand was zu übertragen hat, dann exakt im 8 kHz Takt in max. 125 μs langen Frames. GPON hat da ziemlich hohe Anforderungen an das Timing, das vor allem zwischen OLT und allen ONUS synchron gehalten werden muß.

    Die Pollingrate ist ein Parameter des DBA Algorithmus. Der Standard sieht ein Statusreporting der aktuellen Bandbreitenanforderung der ONUs an den OLT vor. Der ONU sendet den Report allerdings nicht einfach nach Belieben, sondern der wird vom OLT angefordert.

    Das Stichwort ist da "piggyback status reporting" im Standard. Die Häufigkeit dieser Statusabfrage ist variabel.

    Nun ist es leider so, dass mit steigender Häufigkeit der Statusabfrage der OLT zwar besser auf Bandbreitenanforderungsänderungen reagieren kann, aber auch mehr Overhead über die Leitung geht, Genau dieser Einfluss der Häufigkeit der Abfrage auf Latenzen und Bandbreiten wird in dem verlinkten Papier untersucht.

  • gponner und millen Ihr seid beide bei der Telekom/im Telekom Netz?

    Die anderen PON Auslastungsdaten hier im Thread sind meine ich von der DG... ich wette das sind unterschiedliche OLTs....

    Ich würde das weiter bestätigen, ich bin im Telekom-Netz und bei mir sieht man den Upload auch im Detail. Die einzelnen Upload-Spitzen von mir sieht man auch im Gesamtupload als kleine Spitze.

    Bei mir sind 3 ONT im Segment, wenn ich der Fritzbox glauben darf.

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  • Ich würde das weiter bestätigen, ich bin im Telekom-Netz und bei mir sieht man den Upload auch im Detail. Die einzelnen Upload-Spitzen von mir sieht man auch im Gesamtupload als kleine Spitze.

    Bei mir sind 3 ONT im Segment, wenn ich der Fritzbox glauben darf.

    DREI 8|
    Das ist traumhaft und wohl dem Gießkannenausbau der Telekom, fest gespleißten dezentralen Splittern und häufig noch parallelem DSL/Kabel geschuldet.

    Ich wette, da langweilen sich so einige OLT-Ports...