Hallo zusammen,
ich befinde mich aktuell im Neubau meines Hauses, und stehe leider vor einer zwicklichen Situation was das Thema "Internet" angeht:
Aktuell ist in der zukünftigen Straße (kein Neubaugebiet, da wir nachverdichten) nur Kupfer verfügbar. Die Telekom wollte ursprünglich den Ortskern sowie alle umliegenden Dörfer - darunter auch meine zukünftige Adresse - mit Glasfaser ausrüsten. Nach vielem hin&her hat sich die Telekom inzwischen zurückgezogen und möchte nur noch im Ortskern auf Glasfaser wechseln. Die Deutsche Glasfaser hat hingegen entschieden auch alle benachbarten Ortsteile auszurüsten.
Laut Homepage wurde bereits Stufe 2 "In Prüfung" erreicht. Laut Angaben der Gemeinde streitet sich DG wohl aktuell mit der Telekom bzgl. der Nutzung von "Ortsverteilerkästen".
Nun aber zu meinem eigentlichen Problem: Das Haus wird vorraussichtlich Oktober 2024 fertig gestellt und bezugsfähig werden. Das Grundstück ist bisher nicht erschloßen, daher stehen wir nun vor der Wahl Kupfer oder Glasfaser. Selbstverständlich würde ich am Liebsten nur Glasfaser verlegen lassen, und mir Kupfer direkt sparen. Gleichzeitig sind sowohl ich als auch andere Bewohner des Hauses stark abhängig von einer stabilen Datenleitung (Arbeit). Unser Energieversorger (Bayernwerk) möchte direkt den Hausanschluß via Telekom einfädeln. DG gibt eigentlich gar keine Auskunft über Prognosen, antwortet lieber ständig mit dem Antragsformular das man doch einfach ausfüllen soll... ![]()
Was ich aber unbedingt vermeiden möchte: Telekom 800 Euro in den Rachen werfen um mir ein olles Kupferkabel legen zu lassen und/oder am Ende doppelt zu bezahlen oder gar ganz ohne Internet dazustehen.
Wenn ich mir diverse "Ausbaugeschichten" der DG so durchlese, werde ich mit irgendwelchen Prognosen nicht arbeiten können. In Planung heißt erstmal garnichts, besonders nicht wenn sie sich bereits mit der Telekom bzgl. irgendwelcher Verteilerkästen vor Gericht streiten. Es kann noch ein Jahr dauern, aber auch fünf.
Wie also am Besten vorgehen? Wenn ich mir das DG Antragsformular genauer ansehe, scheint es so als ob DG bereits wenige Wochen nach Antragsstellung die Auftragsbestätigung versendet und mit dieser der Vertrag rechtskräftig ist. Gleiches Spiel auf Telekom Seite. Angeblich soll der Telekom Antrag bis "zur Ausführung" kündbar sein, was auch immer das bedeutet.
Daher die Frage ans Forum: Wie leicht komme ich auf beiden Seiten aus der Sache heraus, sofern noch keine Arbeiten zur Installation angekündigt wurden? Mein Plan war eigentlich, beide Anträge auszustellen, bis zur Telekom Ankündigung (also Ausführung der Installationsarbeiten) schlicht zu warten und bei Bedarf bis dahin den DG Antrag wieder zu kündigen.
Wie würdet ihr in dieser Situation umgehen? Es kam bei uns auch schon die Idee auf nur den Glasfaser Anschluß zu beantragen, und eine mögliche Downtime mit Mobilfunklösungen oder über's Nachbargrundstück (es gäbe zumindest temporäre Lösungen) zu arbeiten. In Hinblick auf die eher wackeligen Prognosen der DG fühle ich mich dabei aber ehrlich gesagt nicht sonderlich wohl. (Am Ende habe ich ein Jahr im Haus ohne Internet gesessen, und das Projekt wird einfach eingestampft).
Vielen Dank im Vorraus!
Gruß