Glasfaserförderung und Anschlusskosten in Dortmund

  • Bisher lese ich hier nur erstaunt mit. Ich frage mich aber schon seit einiger Zeit, worauf GlasfaserDO hinaus möchte?

    Es wurden viele Perspektiven aufgezeigt, diesen wird aber ständig widersprochen. Wen willst du überzeugen? Hier kann an der Sache ohnehin niemand etwas ändern.

  • Sie sind halt nicht drin in der Ausschreibung. Die schon Jahre zurückliegen wird. Daher kann man nun wirklich nicht mehr viel machen. Hätten sie vor Jahren das mehr verfolgt, hätten sie da was machen können. Jetzt ist aber der Zug abgefahren.

    So ist es bei uns

    https://www.kreis-lippe.de/kreis-lippe/ve…u-ortsteile.php

    Das ist doch quatsch.

    Ersten waren, die einzigen, die wussten, dass sie subventionierten Ausbaubetreiben wollen, die Stadtwerke. Und warum ist dem Giga-Koordinaten nicht aufgefallen, dass ein großer Teil nicht hineinfällt. Er hätte zum einen den Netzbetreiber entweder festnageln müssen als Behörde, dass sie ausbauen oder die Willensbekundung ignorieren.

    Zweitens ist er als Bediensteter der Stadt dafür verantwortlich, dass er über diesen Missstand proaktiv die Bürger über ihre Entscheidungen und Auswirkungen informieren muss.

    Das ist Teil des Verwaltungsrechts zwischen Bürger und Verwaltung.

    Euere Herleitung der Bürger müsse sich informieren über Projekte der Verwaltung, ohne, dass sie diese der Öffentlichkeit bekannt gemacht haben, ist falsch.

    Das besondere Geschmäckle ist ja dann auch noch, sich als OB und Koordinator später öffentlich und medienwirksam feiern zu lassen.

    Unser Bürgermeister hat sich solche Sachen auch erlaubt (nicht nur bei GF-Ausbau). Er hat nur 2 1/2 von 8 Jahren geschafft.

  • Wie gesagt hat es ein Geschmäckle dass Gigabitkoordinator/Oberbürgermeister sich (z.B. in dem Artikel) als die großen Helden darstellen die es geschafft haben den Anwohnern auch ohne Fördermittel einen kostenlosen Glasfaseranschluss zu verschaffen, und dann ausgerechnet der "Musterschüler" DOKOM21 da querschießt.

    Wie kommst du darauf, dass DOKOM21 ein Musterschüler ist? Stichwort verschobene Erwartungshaltung.

    Oder machen Stadt und städtisches Unternehmen gemeinsame Sache um sich an uns "gesundzustoßen"?

    Genau. Es ist ein städtisches Unternehmen. Die anderen haben Venture-Kapital oder große Anteilseigner und damit andere Möglichkeiten. Eben einen anderen Businesscase. Ein städtisches Unternehmen muss öffentliche Vergaberichtlinien, Steuergesetzgebung etc. im Auge haben. Niemand darf in den Verdacht der Veruntreuung kommen, und wenn man den Leuten außerhalb der Förderregion kostenlose Anschlüsse anbietet, dann könnte es schon genau das sein, denn wenn es kein Fördergeld für eure Anschlüsse gibt, müsste man eure Anschlüsse aus Steuergeld querfinanzieren, und das geht nicht.

    Und nein: Das ist für dich nicht relevant, weil die anderen Anbieter an anderen Orten agieren. Und es hat auch kein Geschmäckle, wenn sich der Gigabitkoordinator das auf die Fahne schreibt, denn er hat es geschafft, die an Land zu ziehen. Ihr solltet euch eher fragen, was an eurer Gegend so unattraktiv ist, dass es für solche Investoren uninteressant ist. Vielleicht ist es die Kundenstruktur? Hmm ... wie komme ich nur darauf?

    Was hilft uns denn dann, um diese Ungerechtigkeit zu beseitigen?

    Es gibt keine Ungerechtigkeit. Es gibt ein Angebot auf Basis der für euch gültigen Randbedingungen. Das könnt ihr annehmen oder ablehnen. Letzteres heißt, dass ihr euch für Jahre oder Jahrzehnte vom digitalen Zeitalter verabschiedet, aber es ist eure Entscheidung. Niemand zwingt euch. Ihr könnt auch in Erwägung ziehen, in ein Gebiet umzuziehen, in dem es bessere Angebote gibt.

    Es ist normal dass eine Kommune ihre Anwohner anschreibt ("Bringschuld") wenn es konkret deren Wohnadressen betrifft.

    Nein. Gab es bei uns auch nicht. Es gab Flyer, Informationen auf Webseiten, in unserem örtlichen Informationsblättchen und Stellwände mit Werbung vom Betreiber. Dann Informationsveranstaltungen. Aber niemand von der Gemeinde hat uns angeschrieben, dass es bei uns Glasfaser geben wird.

    Das ist auch nicht vergleichbar mit der Information über Diensteinschränkungen bei lebenswichtigen Versorgungen wie Strom oder Wasser.

    Wenn alle Anwohner bezahlen müssten würden wir das auch ohne Einwände tun und dann gäbe es diesen Dialog hier nicht.

    Es müssen alle Anwohner zahlen, die unter die entsprechenden Randbedingungen fallen. Also keine Förderung und keine strategisch wichtige Adresse. Wie gesagt, es gibt keine Ungerechtigkeit.

    Warum hast du dir dein jetziges Grundstück gekauft und nicht eins auf der anderen Seite? Oder eins an einer strategischen Adresse? Oder im anderen Stadtteil mit den anderen Anbietern? Bist du jetzt selber Schuld an der Situation? Nein. Aber die Betreiber sind auch nicht daran Schuld, dass du da wohnst, wo du wohnst. Die machen dir ein Angebot auf Basis ihrer kommerziellen Betrachtung in Abhängigkeit von Fördermöglichkeiten und Ausbaustrategie. Das ist nicht ungerecht. Das ist Marktwirtschaft.

    WTF meinst Du denn damit?

    Auf Kunden wie euch verzichtet man besser als Anbieter. Viel Ärger, wenig Einkommen. Damit rechnet sich der Businesscase nicht, auch nicht, wenn man die Anschlüsse zum Tarif vorher teuer verkauft.

    4 Mal editiert, zuletzt von frank_m (14. Februar 2024 um 17:28)

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  • Die Stadtwerke haben die Ausschreibung gewonnen oder waren die einzigen, die bei der Ausschreibung mitgemacht haben.

    So und zwischen Prüfung und Ausschreibungen vergehen auch schon mal gerne bis zu 2 Jahren. Sagen wir mal so eine Ausschreibung läuft ca. 6 Monate. Und bis dann überhaupt was passiert, vergehen auch noch mal gerne 1 oder 1 1/2 Jahre. In der ganzen Zeit kann natürlich vieles andere noch passieren. Daher ist so eine Prüfung Jahre her. Man kann dann leider nichts mehr ändern. Würden sie das machen, würde eine neue Prüfung gemacht werden, eine neue Ausschreibung. Und alles verzögert sich noch mehr.


    NACHTRAG

    Das Ganze ist wie ein Corona Schnelltest. Eine Momentaufnahme, die Jahre zurückliegt.

    Einmal editiert, zuletzt von Crash Override (14. Februar 2024 um 17:40)

  • Dieses zynische Bla kannst Du Dir sparen.

    Und das ist das Problem: das ist nicht zynisch, sondern die Realität, nur du erkennst es nicht oder willst es nicht erkennen.

    Aber zu spät, also man hat uns bzgl. der Entscheidungen vor vollendete Tatsachen gestellt.

    Das ist überall anders auch so. Auch in den Gebieten mit den anderen Anbietern. Und bei uns war es auch so.

    Nö, nicht alle. Wenn man nicht im DOKOM21-Ausbaugebiet ist hat mit dem Fördermist nichts zu tun.

    Damit fällt man aber nicht unter die Randbedingungen, folglich sind es doch alle.

    Das Problem ist, dass DOKOM21 sich ausgerechnet unsere Wohngegend als Ausbaugebiet ausgesucht hat, mit einer halbherzigen Fördersituation.

    Du kannst es noch so oft vorbringen, es wird trotzdem keine Ungerechtigkeit daraus.

    Wenn Stadt und/oder DOKOM21 keinen Schmufix machen würden, gäb's keinen Ärger.

    Sie haben keinen Schmufix gemacht, und trotzdem schiebst du hier ne Welle.

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  • Ich wollte zwar nichts mehr dazu sagen, aber eins muss ich noch loswerden. Du kannst uns ja in ein paar Monaten ja berichten, was aus der ganzen Sache geworden ist.

    Denn ihr werdet ein Kampf führen wie Don Quijotes.


    NACHTRAG

    Denn dieses, was ihr zurzeit versucht, ist in ganz Deutschland des Öfteren passiert. Das hängt aber mit den alten Förderrichtlinien zusammen. Daher werden diese ja auch immer wieder überarbeitet und angepasst. Nur geht das Ganze nicht rückwirkend. Das wer zwar für viele super, nur dadurch entstehen mehr Kosten. Die aber nicht mit dem Fördergeld abgedeckt sind.

    Darum sagte ich ja es bleibt euch nur 2 Möglichkeiten!

    1 Auf eine weitere Ausschreibung warten, wenn ihr Pech habt nie kommen wird. Denn es wird bestimmt so einige geben, die jetzt lieber ein FTTH Anschluss haben wollen, als noch zu warten. Damit wird es aber schwer, wenn sagen wir mal jedes 5 Haus ein FTTH Anschluss hat noch mal Förderungen zu beantragen.

    2 Es klingt vielleicht dumm und unlogisch für dich. Einen Anschluss nehmen, bezahlen und glücklich sein. Weil keine Firma hat was zu verschenken. Eure Stadtwerke sind nur für euch zuständig. Daher müssen sie mit ihren Geldern aus kommen. In den anderen Gebieten weiß ich zwar nicht, wer da nun ausbaut. Nur gehe ich davon aus das es große Unternehmen sind oder Unternehmen die mit anderen Unternehmen zusammen arbeiten. Daher können diese ganz anders kalkulieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Crash Override (14. Februar 2024 um 19:56)

  • Ich lese auch mit wachsendem Erstaunen mit und kann weder Ziel noch Sinn dieses Threads erkennen. Aufrütteln kann man am Besten mit lokalen Medien oder auch teltarif oder heise einschalten, nicht hier. Solidarisierung und unreflektierter Herdentrieb gibt es hier ebenfalls nicht, das dürfte schon deutlich geworden sein.

    Lasst es gut sein, mittlerweile ist es langweilig geworden. Macht das Beste aus eurer Situation, das ist eure Aufgabe und nicht die des Forums.

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  • Nur sind wir vielleicht die Einzigen die den Mut und die Entschlossenheit aufbringen um die Entscheidungsträger damit zu konfrontieren.

    Du kannst dich ja mal umschauen, wie viele Beiträge es allein hier im Forum rund um die Nicht-Beachtung beim geförderten Ausbau gibt.

    Perspektiven im Sinne von Hintergrundinformationen wie bestimmte Dinge technisch und organisatorisch funktionieren sind herzlich willkommen - danke dafür!

    Aber was hilft es dir, wenn du die Hinweise, die dir nicht in den Kram passen, einfach ignorierst oder widersprichst?

    Etwas anstrengend war der Umgang mit einigen Usern die das Narrativ "so ist das nunmal" und "findet Euch damit ab" pflegen ;)

    Dein "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" ist aber auch nicht besser. Wir haben wenigstens noch Gründe angeführt, warum es so ist. Bei dir kommt nur "aber es ist ungerecht".

    Was halt massiv stört, ist eure "Geiz ist geil" und "Silbertablett" Mentalität. Die Leistung, die die Verantwortlichen zweifelsohne erbracht haben, wird nicht respektiert. Den eingeschränkten Möglichkeiten und gesetzlichen Vorgaben einer städtischen Einrichtung wird nicht Rechnung getragen. Stattdessen wird nur gemosert und Vergleiche werden herangezogen, die nicht valide sind. So wird das nichts.

  • GlasfaserDO 16. Februar 2024 um 13:38

    Hat den Titel des Themas von „Merkwürdigkeiten bei Glasfaserförderung und Anschlusskosten in Dortmund!“ zu „Glasfaserförderung und Anschlusskosten in Dortmund“ geändert.
  • Das ist jetzt zu spät, und auch wenn ihr es nicht hören wollt: Auch das ist gut so. Denn wenn jeder mit einem laufenden Förderprojekt es einfach verzögern könnte, weil er auf bessere Förderbedingungen hofft, die es irgendwann vielleicht mal gibt, dann könnt ihr euch vorstellen, was passiert.

    Nein: Das Projekt wurde zu den damals geltenden Richtlinien bewilligt, und dabei bleibt es nun auch. Daran wird kein Gigabit-Koordinator der Welt was ändern.

    Nein. Die neuen Förderrichtlinien sind genau dafür da, um so etwas auszumerzen. Es muss halt nur nach den neuen Richtlinien für die Nachverdichtung gesorgt werden. Dies ist ein komplett neuer Vorgang mit neuer Antragsstellung.

    Ob der Themenersteller so lange warten möchte, bis dies durch ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber dies wäre genau jetzt die Aufgabe des Giga-Koordinator der Stadt solche Lücken zu schließen, mit den Mitteln, die ihn vom Gesetz-/Verordnungsgeber an die Hand gegeben worden sind. Ansonsten kann man seinen Sessel ersatzlos streichen.

  • Nein. Die neuen Förderrichtlinien sind genau dafür da, um so etwas auszumerzen. Es muss halt nur nach den neuen Richtlinien für die Nachverdichtung gesorgt werden. Dies ist ein komplett neuer Vorgang mit neuer Antragsstellung.

    Ja, genau, man kann die Richtlinien anpassen. Aber wie du sagst: Das ist ein neues Projekt mit neuer Ausschreibung, neuen Randbedingungen und neuer Antragstellung. Und damit ist es für den vorliegenden Fall nicht anwendbar.

    Und auch das muss klar sein: Durch das nun laufende Projekt werden die betroffenen Haushalte als "homes passed" geführt, denn die Leitungen laufen bei ihnen vor der Tür entlang, und sie können sich daran anschließen lassen. Damit fallen damit garantiert aus jeder Förderung - auch nach neuen Richtlinien. Nirgendwo steht, dass die Anschlüsse kostenlos sein müssen, die BNetzA fordert lediglich generell im TKG (unabhängig von irgendwelchen Förder- oder Ausbauprojekten), dass der Anschluss zu "marktüblichen Konditionen" erfolgen muss. Und da sind wir beim vorliegenden Angebot deutlich drunter.

    Fazit: Es kann nur teurer werden, wenn man jetzt nichts macht.

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