SFP-Modul mit Telekom/Vodafone

  • Hallo

    ab Neujahr ziehe ich in eine Wohnung, in der die Baugenossenschaft selbst Glasfaser verlegt hat. Ich kann somit fast frei wählen, und hänge gerade zwischen der Telekom oder Vodafone.

    Bisher nutze ich Vodafone Cable Max mit einem TC4400 und pfSense. Ich möchte das gerne mit Glasfaser so beibehalten, nur dass ich das TC4400 durch ein SFP-Modul ersetzen möchte, das direkt in den Switch gesteckt wird.

    Meine Frage ist nun, ob das sowohl mit Vodafone als auch Telekom möglich ist? Leider habe ich mit der Suche noch kaum Informationen hierzu gefunden.

    Danke!

  • Ich kann somit fast frei wählen

    Möchtest du den Gedanken erläutern? Wieso kannst du deinen Anbieter fast frei wählen, nur weil irgendwo irgendjemand ein Glasfaserkabel reingelegt hat? Kläre doch erst einmal, welcher Netzbetreiber im Hintergrund tatsächlich vorhanden ist. Wenn Telekom und Vodafone Glasfaser-Tarife verfügbar sind, scheint ja ein Glasfaseranschluss der Telekom zugrunde zu liegen und da wären o2 oder 1&1 meine ersten Anlaufstellen, Vodafone eher weniger und die Telekom schon gar nicht...

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  • Man sollte schon den genauen Netzbetreiber wissen, wenn man irgendwie irgendwo ein GPON-SFP-Modul anschließen will. Wenn man sich den Aufwand dann macht, sollte man vielleicht auch einen Provider auswählen, der eine Verbesserung zum vorherigen Zustand darstellt. Die Erfahrungen zu Vodafone FTTH gegenüber Kabel sind ja eher so lala...

  • Richtig ist, dass die Auswahl der Komponenten vom Netzbetreiber abhängt, nicht vom Provider, den man auswählt.

    ab Neujahr ziehe ich in eine Wohnung, in der die Baugenossenschaft selbst Glasfaser verlegt hat.

    Da solltest du sehr genau recherchieren, was das für ein Konstrukt ist. Denn dass bei einer kleinen Ausbaugemeinschaft hinterher freie Providerwahl herrscht, wäre mehr als ungewöhnlich. Also entweder steht da wirklich ein großer Name dahinter, oder die Sache wird nicht so einfach, wie du dir vorstellst. Nicht zuletzt ist die zugrundeliegende Technologie von entscheidender Bedeutung für die Auswahl der Komponenten, die du benötigst.

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  • Man sollte schon den genauen Netzbetreiber wissen, wenn man irgendwie irgendwo ein GPON-SFP-Modul anschließen will.

    Richtig ist, dass die Auswahl der Komponenten vom Netzbetreiber abhängt, nicht vom Provider, den man auswählt.

    Da solltest du sehr genau recherchieren, was das für ein Konstrukt ist.

    Danke für die Antworten. Ich bin noch Laie was die Glasfaser-Technologie angeht und müsste mich erst einmal einlesen.

    Ich hatte bei der Baugenossenschaft nachgefragt, welcher Anbieter denn hier Glasfaser ausgebaut hat (mein Plan war einfach bei diesem Anbieter zu bestellen). Die Antwort war jedoch, niemand, sie hätten alles auf eigene Kosten gemacht. Der Grund dafür war, dass es sonst wahrscheinlich noch länger gedauert hätte und sie nicht länger warten wollten.

    Aber irgendwo müssen die Glasfaserkabel ja angeschlossen werden, und die weitergehende Frage, die ich an die Baugenossenschaft stellen muss, ist wohl, an welchen Netzbetreiber? Verstehe ich das richtig?

    Es gibt einen Rahmenvertrag mit der Vodafone für Kabelfernsehen (5€/Monat). Vielleicht ist das schon ein erstes Indiz...

  • Aber irgendwo müssen die Glasfaserkabel ja angeschlossen werden, und die weitergehende Frage, die ich an die Baugenossenschaft stellen muss, ist wohl, an welchen Netzbetreiber? Verstehe ich das richtig?

    Exakt so ist es. Bei uns in der Umgebung haben einige Bauernschaften mit der Deutschen Glasfaser ausgebaut. Aber ich könnte mir auch andere Kooperationen vorstellen, e.on, Telekom, EWE Tel oder wen es da alles gibt. Kleine, flexible Anbieter halte ich für wahrscheinlicher, als die großen Behörden, aber wir werden sehen. Wenn du das weißt, können wir mit großer Wahrscheinlichkeit helfen, die passenden Komponenten auszuwählen - und du hast nebenbei auch alle Infos, die du brauchst, um einen Provider auszuwählen.

  • Also bezüglich Kabelfernsehen kannst du mal einen Blick auf diese Regelung werfen: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digital…r-kabeltv-53330

    Die Baugenossenschaft wird sich vermutlich um die Netzebene 4 (und 5) gekümmert haben. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die ein eigenes Netz aufgebaut haben.

    Ist aber auch egal. Sie werden dir wohl sagen können, welche Provider bei euch Dienste anbieten und welche Voraussetzungen du zu schaffen hast.

    Im Idealfall ist in jeder Wohnung eine Gf-Dose gesetzt und je nach Technik (AON oder PON) kannst du einen eigenen aktiven Netzabschluss setzen, z.B. mithilfe eines passenden SFPs. Dazu aber mehr, wenn du mehr Infos von der Baugenossenschaft hast.

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  • Aber irgendwo müssen die Glasfaserkabel ja angeschlossen werden, und die weitergehende Frage, die ich an die Baugenossenschaft stellen muss, ist wohl, an welchen Netzbetreiber? Verstehe ich das richtig?

    Es gibt einen Rahmenvertrag mit der Vodafone für Kabelfernsehen (5€/Monat). Vielleicht ist das schon ein erstes Indiz...

    Zufälligerweise darf der Vermieter 5€/Monat als sogenanntes Glasfaserbereitstellungsentgelt (§72 TKG) pro Monat geltend machen. Allerdings auf eine Laufzeit von 5 Jahren begrenzt. Kann er durch ausführliche Darlegung von Rechnungen dir gegenüber belegen, das die 300€/Wohneinheit nicht reichen, dann darf auf maximal 9 Jahre verlängert werden.

    Garantieren kann ich das natürlich nicht, es scheint jedoch ein Vodafone Glasfaservertrag dahinter zu stecken.

    Übrigens darf ein Vermieter dir ab Juni 2024 kein Kabelfernsehen über die Nebenkostenabrechnung in Rechnung stellen!

  • Es gibt einen Rahmenvertrag mit der Vodafone für Kabelfernsehen (5€/Monat). Vielleicht ist das schon ein erstes Indiz...

    Das gibt es so ähnlich (noch) in Millionen Haushalten. Würde ich nicht unbedingt als Indiz sehen.

    Was sagen den die Verfügbarkeitsprüfungen von Telekom, 1&1, o2 und Vodafone an Deiner Adresse? Bei welchem der Anbieter werden Dir Glasfasertarife angeboten?

  • Was sagen den die Verfügbarkeitsprüfungen von Telekom, 1&1, o2 und Vodafone an Deiner Adresse? Bei welchem der Anbieter werden Dir Glasfasertarife angeboten?

    Mir werden bei allen vier Anbietern Glasfasertarife angeboten. Von den Leistungen her sind die ähnlich (max. 1000 down/max. 200 up).

    Anbei noch ein Bild vom Multimediaverteiler aus der Wohnung.

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  • Mir werden bei allen vier Anbietern Glasfasertarife angeboten. Von den Leistungen her sind die ähnlich (max. 1000 down/max. 200 up).

    Diese Konstellation an Verfügbarkeit und die 200 Mbit/s Upload sprechen stark dafür dass die Telekom der Netzbetreiber ist.

  • Womit wir wieder bei meiner Frage wären. Peering-technisch würdest du dich mit einem Wechsel zur Telekom auf jeden Fall verschlechtern und FTTH läuft bei Vodafone über eine andere Struktur, als die Kabelanschlüsse. Kann sein, dass du dich da auch verschlechtern würdest.

    Meine dringende Empfehlung: Setze dich mit 1&1 auseinander (momentan extrem gute Preise) oder schau dir o2 an (moderate Preise, immer Dual Stack und verlässliches Peering).

  • Peering-technisch...

    Ich hätte hierzu noch eine Verständnisfrage:

    Gehen wir beispielhaft davon aus, dass die Telekom der Netzbetreiber ist und ich hole mir Glasfaser von o2. Wie funktioniert das genau? Landen die Pakete zuerst im Telekom-Netz und werden dann an das o2-Netz übergeben? Müssen hierfür Telekom und o2 peeren bzw. Transit einkaufen? Diese Thematik ist mir noch nicht ganz klar.

    Und könnte ich dann das GPON SFP-Modul von der Telekom mit o2-Zugangsdaten nutzen?

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  • Landen die Pakete zuerst im Telekom-Netz und werden dann an das o2-Netz übergeben?

    Ja, o2 nutzt L3-BSA. Da findet die Übergabe der IP-Pakete an ausgewählten Punkten (gibt ungefähr eine Hand voll ein paar Dutzend) statt. Die sind aber ausreichend dimensioniert, da würde ich mir keine Peering-Sorgen machen. (Edit: Ich bin mir nicht mehr sicher, ob dort IP-Pakete oder auch Ethernet übergeben wird, in meiner Erinnerung sah ich einen Trace von o2 mit Telekom-Router als erstem Hop, kann mich aber irren..., macht heutzutage für den Endanwender aber in der Regel eh keinen Unterschied)

    Bei Vodafone und 1&1 ist es anders, da (größtenteils) L2-BSA verwendet wird. Da wird der Datenstrom als Ethernet-Frames übergeben, und zwar an einem der in vierstelliger Zahl vorhandenen BNG-Standorte.

    Wie das GPON-Onboarding bei den einzelnen ISPs auf Telekom-Technik gemacht wird, weiß ich nicht. Ich denke, das übernimmt der jeweilige Support mittels einer von der Telekom bereitgestellten Schnittstelle.

    Einmal editiert, zuletzt von DLMttH (2. Dezember 2023 um 15:48)

  • Lass dich nicht ins Bockshorn jagen, DP_

    Du hast die Frage zwar gar nicht gestellt, aber wirf mal ein Blick auf unabhängige Tests. "Connect" testet zum Beispiel regelmäßig die Qualität der Netze.

  • Mir werden bei allen vier Anbietern Glasfasertarife angeboten. Von den Leistungen her sind die ähnlich (max. 1000 down/max. 200 up).

    Anbei noch ein Bild vom Multimediaverteiler aus der Wohnung.

    Leider hast du die entscheidenden Daten verpixelt. Mit den Daten kann keiner Schindluder treiben*, sie sind nur an deinen Anschluss nutzbar, sie könnten uns aber vielleicht sagen, wer der Netzbetreiber ist aufgrund des Gerätes. Es scheint ein passiver Abschluss zu sein, da kein Stromanschluss erkennbar ist.

    * es könnte dich vielleicht jemand stören, der an euren Anschluss hängt, abhängig von der Technik.

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  • Lass dich nicht ins Bockshorn jagen

    Glaub mir, jemand der mit TC4400 und pfSense unterwegs ist, hat gewisse Ansprüche und möchte nicht in die Falle des großen T tappen. Und vermutlich auch nicht zwischen IPv4 only und DS Lite wählen müssen wie bei Vodafone DSL/FTTH, wenn er Vodafone Dual Stack gewöhnt ist.

    Darüber hinaus hat Connect keine Peering-Tests durchgeführt, das Thema hatten wir ja schon. Aber morgen gern wieder, ich habe Geduld.