Telekom startet neuen Magenta-Zuhause-Tarif mit Gigabit-Upload
Für FTTH-Haushalte bietet die Telekom in kürze den schnellsten Privatkunden-Internet-Tarif der Republik an.
www.digitalfernsehen.de
Nun ist es amtlich.
Nun ist es amtlich.
Neben dem im obigen Bericht genannten Gunzenhausen starten die 2 Gbit/s-Tarife (zumindest) wohl auch in einigen neuen Ausbaugebieten in Berlin:
"Demnach wird MagentaZuhause 2000 nach teltarif.de vorliegenden Informationen nicht nur im mittelfränkischen Gunzenhausen angeboten, sondern auch in Teilbereichen von Berlin. Konkret werden Wilmersdorf-Nord, Charlottenburg-Wilmersdorf West und Zehlendorf Krumme Lanke genannt."
So toll ist das aber nicht … erstens ist das nicht der 1. Privatkundentarif über 1GBit zum anderen sind 139,- € schon echt heftig - bei meinem DNSnet Anschluss kosten nach der Rabattierung 2,5Gbit 79,-€ komplett
Naja ich denke aber für größere Familien (Vater schaut über Internet die Telebörse, Mutter schaut sich auf YouTube Kochrezepte an, und die Kinder hängen in YouTube, an der Konsole und auf Netflix). Klar reicht für eine Person eine 250 Mbit/s-Leitung aber bei mehreren Leuten summiert sich das eben.
Also insbesondere Streaming ist etwas, was sehr gut ohne Glasfaser auskommt.
Die Streams liegen bei 5-15 Mbps. Selbst bei einem 5-Personen-Haushalt langweiligt sich ein SVVDSL-Anschluss.
Der Mehrwert liegt in der generell höheren Stabilität, besseren Latenz und man profitiert bei großen Downloads punktuell von der höheren Bandbreite.
man profitiert bei großen Downloads punktuell von der höheren Bandbreite.
Je nach Konstellation bleibt dies traurigerweise als einziger Vorteil übrig.
In unserem Haushalt reicht ein 400 Mbps Download / 200 Mbps Up Glasfaserzugang völlig aus. Dies war damals der günstigste Vertrag mit integrierter Telefon-Flatrate.
Der vorher bestehende VDSL-Vertrag mit bis zu 50 Mbps Down (war max 36 Mbps effektiv) hätte den mittlerweile benötigten Bandbreitenbedarf nicht mehr erfüllen können. Glasfaser ist bei uns kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Alternativen gibt es hier nicht.
Klar, 50 Mbps sind schwierig.
Ähnlich wie noch vor ein paar Jahren bei meiner Verwandtschaft in Spanien, wo wir zu fünft einfielen und wir plötzlich mit 4 Mbps ADSL konfrontiert waren.
Danach hat Spanien aber massiv in Glasfaser investiert.
Schwierig sind tatsächlich Kabel- und Vectoring-Kunden.
Gerade auch, weil der Bedarf im Festnetz mittlerweile deutlich langsamer steigt:
Das Groß der Privatkunden bucht keine Bandbreite.
Nur ist dies in Deutschland bei den ISP noch nicht angekommen.
Die Kleben immer noch auf ihren 50mbit 100mbit Abstufungen fest.
Naja, diese Art der Preispolitik ist allerdings sehr alt.
Der Kunde möchte gerne aussuchen können. Das war bei DSL und Kabel auch schon immer so.
Meines Wissens gibt es als prominentes Beispiel nur Init 7, die eine Einpreispolitik fahren.
Und bei keinem, weder Provider noch potentieller Kunde, sitzt das Geld locker.
Interessant ist der letzte Satz im verlinkten Artikel.
ZitatUm fast sieben Prozent wächst dadurch die Glasfaserversorgungsquote auf 35,4 Prozent, was 16,2 Millionen verfügbare Glasfaseranschlüsse ergibt. Fast 26 Prozent der verfügbaren FTTB/H-Anschlüsse sind gebucht.
Mit diesem miserablen Verhältnis zwischen Homes Passed und Homes Connected kommt der Provider bei seinen Investoren natürlich in Erklärungsnöte. Kein Wunder, das nun auch MFH in den Fokus geraten. Mit minimalem Tiefbau kann man viele Kunden gewinnen. Hoffentlich hat das auch positiven Einfluss auf die Möglichkeiten des In-house Glasfaserausbaus, gerade in MFH gibt es etliche Hürden die zu nehmen sind.
So toll ist das aber nicht … erstens ist das nicht der 1. Privatkundentarif über 1GBit zum anderen sind 139,- € schon echt heftig
Das würde ich anders sehen.
Der Tarif wäre super, wenn er 2024 halbwegs flächendeckend in den Glasfasergebieten verfügbar würde. Klar, der Normalo braucht kein Gigabit Upload. Aber frag mal ein Architekturbüro oder einen Fotografen/Grafiker der gerne auf die Cloud setzt, die wären sehr dankbar wenn es einen Tarif abseits der vierstelligen Enterprise-Tarife gäbe - denn den alten 500 Mbit Upload bekommt man ja nicht mehr (200 Mbit max in der Regel). Auch wer mehrere Standorte hat und die miteinander vernetzen will, samt Backup-Infrastruktur, ist dankbar.
Das einige sich den 2000er-Tarif einfach nur holen weil sie es können / zum Angeben ist auch klar. Aber ist das schlimm, wenn diese dann das Netz für alle Nutzer in gewisser Weise mitfinanzieren? Und vielleicht wird dann ja auch der Gigabit Tarif günstiger ![]()
"Weil ich es kann".... ich glaube da wird es schon einige geben ![]()
Testen würde ich diesen Tarif auch gern mal so für 2-5 Monate.
Aber frag mal ein Architekturbüro oder einen Fotografen/Grafiker der gerne auf die Cloud setzt, die wären sehr dankbar wenn es einen Tarif abseits der vierstelligen Enterprise-Tarife gäbe
Da sollte man jedoch genauestens die geltenden AGB studieren. Berufliche Nutzung ist häufig explizit bei den Tarifen für Privatkunden ausgeschlossen!
Deutsche Glasfaser gleicht Anschriften der Privatkunden mit Geschäftsadressen ab und stellt bei Übereinstimmungen den Privatkunden zu Rede. Wir hatten hier den Fall eines selbständigen Physiotherapeuten im Forum, der in ein GK-Tarif gedrängt wird.
Das sog. mobile Arbeiten wird nicht unter die berufliche Nutzung fallen, Homeoffice mit einem richtigen Arbeitsplatz hingegen schon.
Das würde ich anders sehen.
Der Tarif wäre super, wenn er 2024 halbwegs flächendeckend in den Glasfasergebieten verfügbar würde. Klar, der Normalo braucht kein Gigabit Upload. Aber frag mal ein Architekturbüro oder einen Fotografen/Grafiker der gerne auf die Cloud setzt, die wären sehr dankbar wenn es einen Tarif abseits der vierstelligen Enterprise-Tarife gäbe - denn den alten 500 Mbit Upload bekommt man ja nicht mehr (200 Mbit max in der Regel). Auch wer mehrere Standorte hat und die miteinander vernetzen will, samt Backup-Infrastruktur, ist dankbar.
Das einige sich den 2000er-Tarif einfach nur holen weil sie es können / zum Angeben ist auch klar. Aber ist das schlimm, wenn diese dann das Netz für alle Nutzer in gewisser Weise mitfinanzieren? Und vielleicht wird dann ja auch der Gigabit Tarif günstiger
Du scheinst meinen Post nicht richtig verstanden zu haben? - ich habe nur mitgeteilt, dass es bereits Tarife mit mehr als 1gbit gibt ! Und preiswerter, als die Telekom sind die auch noch- ich bin ja zufrieden mit 2,5/1Gbit und zahle dann auch nur das, was die Telekom für 1Gbit/500mbit verlangt
Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Netzbetreiber OLTs verbaut haben, die entweder heute schon XGS-PON können oder wo die Linecards nachgerüstet werden.
Es gibt ja schon ein paar Provider, die nominell 10 Gbps im Download anbieten (auch wenn es nachher "nur" 8,x sind). Andere sind ehrlicher und bieten 8/8 Gbps an.
Seid Ihr sicher das die Telekom mit XGS-PON im Privatkundenbereich plant? In allen Artikeln stand jetzt XG-PON und eine Ratio von 2:1 macht bei XGS-PON irgendwie auch nur Sinn wenn die Telekom große Kosten im Transit für ihren Upload hätte (was bei ihr als großer ISP defacto nicht so ist afaik)
genauestens die geltenden AGB studieren
Habe mir diese Stand heute angesehen und kann keine Klausel entdecken, die generell die berufliche Nutzung, selbst als Betrieb, verbietet. Man hat halt keine 8 Stunden SLA und natürlich schlechteren Support als bei den Geschäftskundentarifen, aber solange man nicht selbst TK-Dienstleistungen darüber anbietet lese ich bei der Telekom kein Verbot raus. Bei anderen Providern mag das strikter sein
Eine Sache steht bei Zuhausetarifen tatsächlich drin die mich überrascht: Standortvernetzung soll man damit nicht machen. Keine Ahnung, vlt. um den Company-Tarifen dafür nicht zuviel Konkurrenz zu machen
Seid Ihr sicher das die Telekom mit XGS-PON im Privatkundenbereich plant? In allen Artikeln stand jetzt XG-PON und eine Ratio von 2:1 macht bei XGS-PON irgendwie auch nur Sinn wenn die Telekom große Kosten im Transit für ihren Upload hätte (was bei ihr als großer ISP defacto nicht so ist afaik)
Die Telekom spricht schon seit längerem konsequent von XGS-PON als nächstem Schritt, z.B. hier oder hier. Auch die Schnittstellenbeschreibung (hier mit Stand 06/2023 unter "xDSL und GPON" runterzuladen) spricht von XGS-PON. D.h. in allen Artikeln die von XG-PON sprechen fehlt ein 'S'.
Technisch ist der geringere Upload schon bei GPON nicht notwendig. Zwar wäre GPON bei symmetrischen Tarifen bis 1 Gbit/s doppelt so stark überbucht wie der Download. Da Privatkunden aber im Allgemeinen wesentlich mehr Daten runter- als hochladen wäre das in der Praxis vermutlich kaum relevant. Asymmetrische Tarife <= 1Gbit/s haben also auch bei GPON schon andere Gründe als die verwendete Technik.