Eben. Der zusätzliche Traffic oder die Telefonate verursachen also unmittelbar Kosten für den Provider, das ist das beste Argument gegen deine Position.
Nur wenn man sie nicht versteht. Die Provider, die allen Grund dazu hätten, untereinander nach Verbrauch abzurechnen, tun das nicht. Pauschalen wo du hinschaust. Nur die ganz kleinen werden verbrauchsabhängig abgezockt.
Zum wiederholten Male die Frage: Wo ist die Grenze?
Die Grenze ist da, wo man die belegbare Realität ignoriert. Die Statistik zeigt deutlich, dass die Intensität der Netznutzung zu Geschäftszeiten niedriger ist als außerhalb der Geschäftszeiten. Das sind die gleichen Menschen, nur an verschiedenen Anschlüssen, und die Kosten für den Provider entstehen zur Spitzenzeit, nicht zu anderen Tageszeiten.
Wenn du das im allgemeinen nicht verstehst, dann schau dir den Einzelfall an. Nichts, was ein einzelner Therapeut im Internet macht, rechtfertigt einen Internetanschlusspreis von knapp 100€ im Monat. Seine Nutzung ist anscheinend von den AGB abgedeckt, trotzdem wird er vom Provider bedrängt, einen in jeder Hinsicht überteuerten Vertrag abzuschließen. Das geht nicht, und weil seine Situation ausgesprochen typisch ist, lasse ich der DG das auch nicht durchgehen. Das ist kein Versehen. Sie hat immerhin die AGB geändert, um die gewerbliche Mitnutzung von überwiegend privat genutzten Anschlüssen unterbinden zu können.
Den Vergleich mit Vodafone finde ich übrigens passend: Die Verträge mit denen lese ich aus Erfahrung sehr genau, und meistens lande ich dann woanders. Aber trotzdem kenne ich keinen Kunden, der von denen aus einem Privatkundentarif in einen Geschäftskundentarif genötigt wurde.