• Ich habe meinen Vorvertrag direkt wieder gekündigt, weil die Experten bei Vodafone weder telefonisch erreichbar sind, noch lesen können.
    Da bieten sie in ihrem PDF: https://www.vodafone.de/infofaxe/120.pdf
    Router an, die man nicht wirklich auswählen kann.

    Man wählt diverse Optionen und sie ändern einfach einige und wollen, dass man den Vertrag neu unterschreibt. Was sind denn das für Gängelungsallüren?
    Erst auf Nachfrage nach 2 Wochen wird einem dann der Widerruf bestätigt.
    Ähnliches habe ich auch schon vor über 20 Jahren mit DSL erlebt.
    Sorry, aber da warte ich lieber mit DSL, bis die Mitbewerber da sind.
    Mit so einem Saftladen gehe ich keine Geschäftsbeziehung ein.

    Von den katastrophalen Absprachen und Beschädigungen am Eigentum und Verzögerungen von dem Bautrupp zuvor mal ganz abgesehen.

  • HubeBube

    Die Verlegung des Glasfaserkabels ist nicht vom Abschluss eines Vertrages abhängig. Die Infrastruktur wird von Breitband MKK gebaut.
    Im Anschluss wurde europaweit ausgeschrieben, welcher Anbieter als Internetdienstleister auf dem Netz tätig wird. Ein Vertrag mit einem bestimmten Anbieter ist daher nicht Voraussetzung für den Ausbau.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • OK, dann ist das ein geföderter Ausbau?

    Es wäre auf der anderen Seite sehr leichtsinnig den Glasfaseranschluss der Immobilie abzusagen. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass ein Überbau durch einen Mitbewerber stattfindet und mittlerweile ist ja auch von Seiten der Bundesnetzagentur die Kupfer zu Glasmigration aka DSL-Abschaltung im Gespräch. Der "Glasfaser-Nachanschluss" bei einem Provider ist mit jahrelanger Wartezeit verbunden, falls er überhaupt stattfindet.

    Ich gehe davon aus, dass in Zukunft tatsächlich auch die Preise für den Nachanschluss aufgerufen werden (Minimum: 800€).

    Die Luftschnittstelle aka 5G ist keine Alternative, schon gar nicht im Falle eines Ausfalles von mehr als einer Hauszuleitung.

  • Es wäre auf der anderen Seite sehr leichtsinnig den Glasfaseranschluss der Immobilie abzusagen.

    Davon schrieb er doch explizit nicht.

    Die Luftschnittstelle aka 5G ist keine Alternative, schon gar nicht im Falle eines Ausfalles von mehr als einer Hauszuleitung.

    Auch da muss man mal über den Tellerrand schauen. In anderen Ländern liegt die Nutzung im Mobilfunk um Faktoren höher als in Deutschland.

  • Die Mobilfunknutzung ist ja eine Sammelbezeichnung für Daten und Sprache. Ich bezog mich auf die Mobilfunkalternative Datentransfer zu einem Festnetzanschluss in D.

    Die Erfahrung lehrt, dass eine Mobilfunkzelle überlastet ist, sobald eine Festnetzstörung vorliegt, die über einen einzelnen Hausanschluss hinaus geht. Deshalb ist Mobilfunk keine Alternative, sondern eine Ergänzung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Die Erfahrung lehrt

    Das ist mir zu anekdotisch (ersetze "Die" durch "Meine"). Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, wie sehr sich das digitale Leben bereits in den Mobilfunk verlagert hat. Andere Länder (siehe Baltikum) zeigen, wo wir ebenfalls in ein paar Jahren stehen werden.

    Vielen fällt überhaupt nicht mehr auf, falls sie mal nicht in ein WLAN eingeloggt sind.

  • Doch, es fällt auf, zwar nur im Falle einer größeren lokalen Störung, dann aber umso schmerzlicher.

    Ich spreche auch gar nicht die intensive Nutzung von mobile devices ab, sondern widerspreche der Vorstellung, dass Mobilfunk eine Alternative bei einem Ausfall leistungsgebundener Datenkommunikation ist. Zur Zeit läuft die AVM Werbemaschinerie mit dem Argument der Redundanz des Internetzuganges via Mobilfunk-USB-Stick an der Fritze. Sinvoller wäre in meinen Augen die Redundanz durch ein USB-VDSL-Modem an der Fritze zu schaffen...

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Also um das klar zu sagen, unsere Mobilfunknetze sind alle nicht darauf ausgelegt die > 20 Millionen DSL-Nutzer aufzunehmen. Da muesste man die Netze fuer FWA erstmal teuer ertuechtigen und die effektiven Zellgroessen massiv verkleinern (FWA mit 5g mmWave mit line-of-sight und Sendern an "jeder Strassenlaterne"*) aber wenn man schon viel Geld in die Hand nimmt, dann kann man auch direkt ein FTTH bauen, das ist zukunftssicherer... und das scheint dann auch gemacht zu werden... ein auslaendisches Beispiel sei erlaubt, T-Mobile US hat 5G-FWA angeboten (machen die immer noch) baut aber inzwischen auch FTTH aus, was IMHO dann erklaerbar ist, wenn die zu dem Schluss gekommen sind, dass FWA nicht guenstiger waere, oder?


    *) Hat die Telekom mal pilotiert, hat man nach der urspruenglichen Ankuendigung nichts mehr von gehoehrt.

  • *) Hat die Telekom mal pilotiert, hat man nach der urspruenglichen Ankuendigung nichts mehr von gehoehrt.

    Es gab vor Jahren mal eine - zumindest vorläufige - Absage: "Wir haben Fixed Wireless Access ausführlich getestet, aber von einer Markteinführung vorerst abgesehen.".

    T-Mobile US verfolgt nach eigenen Angaben die Politik dass man überschüssige Netzkapazitäten für FWA nutzt. Aber wenn das Netz in einem Gebiet zu voll wird ist FWA eben "ausverkauft". Weswegen je nach Region wohl auch nicht alle Interessenten bedient werden können. T-Mobile baut also kein spezielles FWA-Netz an jeden Laternenmast, sondern nutzt freie Kapazitäten des Mobilfunknetzes.

    Dabei hilft dass T-Mobile US im Vergleich zu deutschen Anbietern eine recht luxuriöse Frequenzausstattung hat. In vielen Gebieten der USA haben sie an die 200 MHz Bandbreite im 2,5 GHz-Band. Zum Vergleich: in Deutschland hat die Telekom im 3,6 GHz-Band (dem Band für "Gigabit-5G") 90 Mhz, die anderen Anbieter weniger.

    In Deutschland lief der Test glaube ich im 60GHz-Band. Da gibt's viel Bandbreite, aber die Datenübertragung ist natürlich extrem sensibel bei jedem Hindernis. Dafür braucht man dann auch ein spezielles Netz an Antennen z.B. an den Laternen in den Strassen.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Also um das klar zu sagen, unsere Mobilfunknetze sind alle nicht darauf ausgelegt die > 20 Millionen DSL-Nutzer aufzunehmen.

    Darum geht es nicht. Also nicht adhoc.

    Betrachtet mal den Zuwachs der Datenmenge im Festnetz/Mobilfunk.

    Der Zuwachs im Mobilfunk war relativ betrachtet erheblich größer als im Festnetz, grob überschlagen mit dem Faktor 3 in den letzten ca. acht Jahren.

    Das ist also ein schleichender Prozess. Man kann sich leicht ausmalen, wie es in 10 Jahren aussieht. Die Technik und der Netzausbau wachsen mit.

    Für viele Menschen wird es schlicht keinerlei Bedarf für Festnetzinternet geben. Kein PC, keinen Fernseher, alles wird am Tablet oder Handy erledigt. Und das passiert bereits seit Jahren.

  • Darum geht es nicht. Also nicht adhoc.

    Aber das ist das Endgame des "nimm doch Mobilfunk statt FTTH" Arguments. Daher halte ich es fuer relevant.

    Betrachtet mal den Zuwachs der Datenmenge im Festnetz/Mobilfunk.

    Beachte mal die absoluten Zahlen... und den absoluten Zuwachs, relativer Zuwachs kann leicht toll aussehen nur weil man z.B. von super niedrigen Werten startet:

    Monatliches Datenvolumen ist IMHO ein problematisches Mass, aber das klammere ich mal aus (aus der aktuellen VATM Marktstudie 2025):

    Jahr2022202320242025e
    Festnetz absolut [EB]122133144.1154
    Festnetz pro Anschluss [GB]275.9299.1321.5342.7
    Mobilfunk absolut [EB]6.89.211.915.1
    Mobilfunk pro Sim [GB]5.47.39.311.7
    Zuwachs zum Vojahr
    Festnetz absolut [EB] 1111.19.9
    Festnetz pro Anschluss [GB] 23.222.421.2
    Mobilfunk absolut [EB] 2.42.73.2
    Mobilfunk pro Sim [GB] 1.922.4

    Der Zuwachs ist im Mobilfunk absolut kleiner als im Festnetz. Relativ mag das beim Mobilfunk anders aussehen, aber das ist kein nuetzliches Mass, weil bei aktuellem Wachstum waechst die Differenz zu Gunsten des Festnetz an...

    Das ist also ein schleichender Prozess. Man kann sich leicht ausmalen, wie es in 10 Jahren aussieht. Die Technik und der Netzausbau wachsen mit.

    Sorry, wenn ich die Zahlen oben extrapoliere sehe ich das nicht...

    Für viele Menschen wird es schlicht keinerlei Bedarf für Festnetzinternet geben. Kein PC, keinen Fernseher, alles wird am Tablet oder Handy erledigt. Und das passiert bereits seit Jahren.

    Ein oft vorgebrachtes Argument, aber IMHO erst mal nur eine Hypothese die Bestaetigung braucht, und der Zuwachs des Datenvolumens ist IMHO keine solche Bestaetigung.

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (2. Mai 2025 um 10:43)

  • Wobei man gerade auch im Bereich Festnetz betrachten muss, das viele Unternehmen die Mitarbeiter wieder mehr ins Office holen (wollen) und daher auch der Traffic von den privaten Anschlüssen eher ein wenig sinkt. Während Corona hat das HO ja auch für ordentlich Traffic auf den privaten Anschlüssen gesorgt.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Das ist mir zu anekdotisch (ersetze "Die" durch "Meine"). Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, wie sehr sich das digitale Leben bereits in den Mobilfunk verlagert hat. Andere Länder (siehe Baltikum) zeigen, wo wir ebenfalls in ein paar Jahren stehen werden.

    Der Unterschied in der Bevölkerungsdichte (auch in den Städten) zwischen dem Baltikum und hier ist Dir aber schon bekannt?

    Beliebig viel mehr Funkzellen aufbauen kann man auch nicht, die stören sich dann auch mehr gegenseitig.

  • Hallo zusammen,

    mal wieder was Neues: Inzwischen ist bereits das vierte Unternehmen im Bereich Tiefbau (bei uns) insolvent gegangen. Langsam frage ich mich ernsthaft, was da eigentlich passiert.

    Liegt es an den Auftraggebern, die zu wenig bezahlen?

    Oder sind es die Unternehmen selbst, die mit Dumpingpreisen in die Aufträge gehen, ohne die tatsächlichen Kosten richtig zu kalkulieren?

    Oder vielleicht doch eher Unwissenheit und mangelnde Erfahrung, was für Kosten in so einem Projekt wirklich anfallen?

    Ich würde gern eure Einschätzung dazu hören. Habt ihr ähnliche Erfahrungen in eure Regionen gemacht? Und wie seht ihr die Ursachen dafür?

    Bin gespannt auf eure Meinungen!

  • Für viele Menschen wird es schlicht keinerlei Bedarf für Festnetzinternet geben. Kein PC, keinen Fernseher, alles wird am Tablet oder Handy erledigt. Und das passiert bereits seit Jahren.

    Ich habe mir mal die Datennutzung der letzten 2 Monaten bei uns angeschaut. Insgesamt 435 GB im Festnetz per Glasfaser.
    Davon sind 130 GB für 2x TV, 90 GB für 2 Handys. 2x Lappy 70 GB, 30 GB am PC. Der Rest ist Rauschen von NAS, HA, SIP und IoT.
    Warum sollte ich das alles per Mobilfunk machen, weil es dort deutlich langsamer/instabiler ist als meine Glasfaser Verbindung.
    Unser Haushalt sind 2 Personen Ü65. Das sind die Menschen, die aktuell den mengenmäßig größter Anteil in der Bevölkerung haben.

       

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Wir haben hier einen mittleren Netzbetreiber mit DNS:NET* in Berlin/Brandenburg. Bisher hat es geklappt. Für den tatsächlich Tiefbau haben sie in Brieselang (12.000 Einwohner, 3500 EFH/2500 davon angeschlossen) ca. 1/2 Jahre benötigt.

    *Selbstbekundung: Schon 2024 gab es mehr als 13 Millionen Anschlüsse mit 1.000 MBit/s+

  • 90 GB für 2 Handys

    Das ist bereits die Antwort. 22,5 GB je Handy und Monat. Das überfordert das Mobilfunknetz nicht so schnell.

    Heutzutage würden die meisten es nicht sagen können, ob sie gerade per Mobilfunk oder Festnetz online sind.