GF von UGG und Telekom

  • Hi,

    nun ist es dann soweit. Nachdem letztes Jahr die UGG und auch die Telekom unser Dorf ausbauen wollte, ist die UGG jetzt abgesprungen, mit dem Hinweis auf den Überbau durch die Telekom was aber von Anfang an klar war.

    Da wurde wohl die interne Vorbestellerquote nicht erfüllt. Kann mich noch erinnern wie vehement die UGG bei der Infoveranstaltung drauf bestanden hat, auszubauen trotz Telekom Überbau.

    Mal schauen wann dann der offizielle schrieb von der UGG kommt. Zum Glück habe ich bei beiden unterschrieben.

    Nun ja, dann halt nur eine GF im Haus. ^^

  • Da hast Du ja alles richtig gemacht und nicht so viel Pech wie Markt Wartenberg gehabt. Dort hat UGG den Ausbau aller Ortsteile beabsichtigt, obwohl oder trotzdem die Telekom (lediglich) den namensgebenden Zentralort mit Glasfaser erschließen möchte. UGG hat sich nun zurück gezogen und alle anderen Ortsteile außer Wartenberg stehen nun ohne Glasfaser da.

    Wie schon häufig hier im Forum von einigen geschrieben, empfiehlt es sich immer bei jedem der ausbauenden Mitbewerber einen Vertrag abzuschließen. Die Erfahrung zeigt, das sich einer immer bei Parallelausbau zurückzieht.

    Die Bürgermeister und Magistratsmitglieder müssen jedoch auch so viel Schneid haben und bei einem Ausbau auf "alle Ortsteile oder keiner" vor dem Vertragsabschluss beharren (auch und gerade wenn die Telekom dabei ist), sonst kommt es zu den hässlichen Situationen wie in Markt Wartenberg.

    Das schützt natürlich nicht vor plötzlicher Insolvenz (die gar nicht so unerwartet kam) wie im Falle von helloFiber/Liberty Global. Da jedoch der Glasfaserausbau begehrt ist, wird hier wohl GVG in die nun entstandene Lücke springen.

  • Ich rede von Wartenberg, genau das ist die Situation hier. :lol:

    Und ja, unsere Außenbezirke haben jetzt echt die Arschkarte und unser Bürgermeister ist wohl recht angefressen, mal von den Einwohnern abgesehen. <X

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  • Oops...

    Dann halte uns doch bitte auf dem Laufenden wie es nun weitergeht. Nach den Blätterrauschen soll nun die Telekom gebeten werden, den Ausbau in allen Teilen durchzuführen. Das ist eindeutig die schwächere Position gegenüber dem Exmonopolisten mit gefüllter Kriegskasse und ohne Zugeständnisse von Seiten der Gemeinde wird nicht viel gehen.

    Das war ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch die Telekom?

  • Ich glaube tatsächlich dass die UGG so gut rüber gekommen ist, dass der BÜ sich hat ein wenig von der Telekom einlullen lassen, anstatt zu sagen, alles oder nichts. Ich sag mal, es wurde gepokert aber leider ein wenig zu hoch seitens der Gemeinde.

    Bei der Infoveranstaltung kam klar von der T-kom rum, dass es sich wirtschaftlich nicht lohnt. Es sind auch einige km für die Zuleitungen zu den kleineren Dörfern rund um Wartenberg. Und ja, es ist ein eigenwirtschaftlicher Ausbau von der T-kom, so deren Aussage.

    Das Blätterrauschen habe ich so auch gelesen, kenne aber keine Interna. So wie ich aber unseren BÜ einschätze, wird er sich da schon drin verbeißen.

    Bin auf jedenfall auch gespannt wie es weiter geht. Denke aber, was immer auch kommt, erst einmal wird Wartenberg angefangen und da wird dann noch genug Zeit zum Verhandeln bleiben.

  • Durch den eigenwirtschaftlicher Ausbau hat die Telekom die Karten in der Hand. Von Seiten der Gemeinde kann da nur verzögernd gestört werden. Die Konsequenz davon wird Unzufriedenheit mit dem Wahlamt des Bürgermeisters sein, also schon mal keine gute Idee...

    Aus dem Bauch gesprochen bliebe noch die Androhung eines geförderten Ausbaus durch einen Mitbewerber der Magentafarbenen. Die Streckenlänge und "Bevölkerungsdichte" der anderen Ortsteile sollten die Kriterien erfüllen. Das ist jedoch nur eine schnelle Idee, die mir da gerade kommt. Es bleibt spannend.

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  • Aus dem Bauch gesprochen bliebe noch die Androhung eines geförderten Ausbaus durch einen Mitbewerber der Magentafarbenen.

    "Androhen" kann man da höchstens eine Ausschreibung. Für die in diesem Artikel genannten betroffenen Ortsteile wäre es aber auch nicht so überraschend wenn die Telekom da nicht früher oder später noch selbst tätig wird. In fast allen bietet sie bereits FTTC an, hat die Glasfaser also schon mal bis zum Verteiler. Und für die Aussenlagen macht sie sowieso den geförderten Ausbau.

    Ich vermute es ist auch Teil der Strategie, zunächst mal den besonders interessanten Kernort per FTTH auszubauen. Die kleineren Ortsteile kann man dann auch später machen. Es ist dann auch weniger wahrscheinlich dass die von einem anderen Anbieter "weggenommen" werden - wie man ja gerade in diesem Fall sieht.

  • Man darf die Telekom nicht unterschätzen, da wird schon strategisch vorgegangen. Bei einer Ausschreibung bestehen zwei mögliche Szenarien:

    1. Ein Mitbewerber erhält den Zuschlag
    2. Die Telekom will den ganzen Kuchen haben

    Gleich wie es ausgeht, der Bewohner erhält das Objekt der Begierde: Gf-Anschluss

  • Ich vermute es ist auch Teil der Strategie, zunächst mal den besonders interessanten Kernort per FTTH auszubauen.

    Ich glaube, Teil der Strategie war erst mal den Konkurrenten auszustechen. Das machen sie ja immer wieder mal gerne wie man so hört.

    Zweiter Part wird dann vermutlich ein Ausbau der Außenbereiche aber möglicherweise mit Zugeständnissen seitens der Gemeinde, oder durch den Wegfall der UGG lohnt es sich dann wieder, weil ja dann alle zur Telekom gehen würden.

    Gut gepokert wenn auch nicht unbedingt nett.

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  • Gleich wie es ausgeht, der Bewohner erhält das Objekt der Begierde: Gf-Anschluss

    So hart es ist, aber ja, das ist das einzige was mich interessiert und ich bin zum Glück im Ausbaugebiet.

    Trotzdem leide ich ein wenig mit den Außenbezirken mit und hoffe inständig das beste.

  • Und für die Aussenlagen macht sie sowieso den geförderten Ausbau.

    Da sich die Konkurrenz auch aus den anderen Außengebieten zurückgezogen hat, wäre ich sehr überrascht, wenn die Telekom die Gießkannenglasfaserförderung liegen lassen würde. Meine Prognose: Da wird nichts gemacht, bis die Verwaltung ins Steuersäckel greift. Förderung gibt es bekanntlich nicht mehr nur für unterversorgte Gebiete sondern auch und gerade, wo mit dem FTTC-Ausbau den reinen FTTH-Unternehmen schon einmal in die Suppe gespuckt wurde.

  • Ich glaube, Teil der Strategie war erst mal den Konkurrenten auszustechen.

    Wobei in diesem Fall die Telekom wohl vorher da war, zumindest laut dem schon verlinkten Zeitungsartikel bzw. des Bürgermeisters:

    "Schon damals [=als die UGG sich im Markrat vorstellte], so Pröbst, sei [der UGG] klar gewesen dass die Telekom den Hauptort ausbauen werde"

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  • Sowieso
    Steht so drin. Auf jedenfall wusste die UGG vom Telekomplan, das war bei der Infoveranstaltung bereits klar.
    Aber ehrlicherweise muss man auch sagen, dass hier die meisten auf die Telekom geschielt haben. Vielleicht hat das auch die Anzahl der Unterschriften für die UGG in den Keller gerissen.

  • Das deckt sich mit vielen Beobachtungen und auch bei unserem Ausbau gab es Stimmen, man solle auf ein Angebot der Telekom warten. Wozu das auf dem Lande führt sieht man mal wieder hier. Der größte Ortsteil wird ausgebaut, der Rest schaut in die Röhre.

    Ich bemühe da gerne die Analogie mit einem Zug am Bahnhof: Nur wer ein Ticket kauft und einsteigt, der fährt auch mit. Wer zu lange wartet, bleibt am Bahnsteig stehen. Der Zug ist abgefahren.

  • Ich frage mich immer, wie man so schlecht informiert sein kann, dass man trotz Ausbauinteresse der UGG auf einen Telekom-Ausbau schielt. Besser und fairer als o2-Tarife auf UGG-Technik geht doch kaum.

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  • Das ist die Angst vor Veränderungen, dem neuen. Das alte und bekannte gibt Sicherheit und Vertrauen. Wer 30 Jahre Telekom-Kunde war, der wechselt nicht so schnell. Das weiss auch die Telekom und wirft gerne mal das Handtuch wird plötzlich aktiv, auch in Gestalt von Ranger Marketing, in den Ring. Und sei es nur um zu verunsichern. FUD hat man zu meiner Zeit dazu gesagt.

    Berichtigung: Die Verwendung der Redewendung "das Handtuch in den Ring werfen" ist von mir falsch (= gegenteilig) verwendet worden. Gemeint habe ich nicht aufgeben, sondern den Kampf aufnehmen.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (27. Januar 2023 um 06:58) aus folgendem Grund: Analogie falsch verwendet

  • Sehe ich auch so wie hubebube. Veränderung….uhhhh…..neeee….bloß nicht. :?

    Ich kann’s auch nachvollziehen. Der erste reflex war bei mir auch erst mal Ablehnung zur UGG und O2, aber vor allem der Unmöglichkeit, auf der UGG GF auf einen anderen Provider gehen zu können. Da ich aber doch ein wenig Technikaffin bin, hat das nur ne Sekunde oder zwei gedauert. :/ 8o

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