DG Abends Download extrem langsam (um 1Mbit), Upload normal

  • Hallo Community,

    seit einigen Wochen bricht mein Upload massiv ein (400/200 MBit).

    Ab ca 18 Uhr bricht der Download extrem ein, teilweilse um 1 MBit herum, meist 5-6 MBit. Der Upload ist völlig normal.

    Die DG -und das ich echt schockierend daran- hilft nicht. Ich habe schon zig E-Mail geschrieben.

    Ich bekomme immer die fast gleiche Standardantwort.

    Es werden keine Probleme an der Leitung gefunden, es liegt an meinem Heimnetzwerk, etc.

    Der DG habe ich mehrfach mitgeteil das ich in der IT arbeite (PC Service, Netzwerktechnik, Softwareentwicklung). Ich kann mein Netzwerk als Fehler ausschliessen.

    Zudem habe ich alles abgeklemmt und nur den Router mit einem Patch Kabel am Glasfasermodem und dennoch die Probleme.

    Dann hat das ganze sich vor paar Wochen wieder "gefangen" es war alles wieder Okay, und jetzt seit einigen Tagen wieder.

    Die DG antwortet mal wieder mit Standardschreiben.

    Die DG verlang vor mir das ich mit der Breitbandmessung-App 30 Messungen mache. Genial diese App, es dauert mehrere Tage bis man die 30 Messungen durch hat, währenddessen arbeite ich also in meinem Büro mit 5 MBit. Neulich hat diese Drecks-App ein Update verlangt (man konnte dieses Update nicht überspringen, Messung waren nicht mehr möglich), nach dem Update waren aber alle meine Messungen weg und die App hat sich zurück gesetzt. Hersteller angeschrieben, Hersteller tut sich blöd antworter mit Standardschreiben. Ich bin echt entsetzt wie schwierig es ist heutzutage gute Software und Internet zu bekommen.

    In meiner Gegend (48619) ist DSL leider noch schlimmer (6MBit), keine Alternative, dennoch werde ich kündigen. Ich denke es wird eine Funklösung. Traurig da ich als ITler eigentlich auf ne schnelle Leitung angewiesen bin.

    Okay, das war jetzt viel Text, Eigentlich wollte ich nur mal Fragen ob es hier noch andere gibt die solch massiven Einbrüche bei der DG haben?

    Kleine Anmerkung, ich hatte von 1997 bis 2018 DSL. In all den Jahren gab es kaum probleme, wenn dann waren diese schnell gelöst.

  • Ich kann mein Netzwerk als Fehler ausschliessen.

    Um ehrlich zu sein, ist dieser Satz für mich immer der sicherste Hinweis, dass wir da anfangen sollten, zu suchen. Den liest man nämlich in jedem Thread, der so anfängt, wie deiner. Die wenigsten enden aber mit einem Providerproblem. Wenn jemand das nicht ausschließt und einfach nur um Hilfe bittet, dann kann man ergebnisoffen suchen. Aber wenn es schon so losgeht ... endet es meistens im Nichts.

    Dennoch die Frage: Du hast die anderen vergleichbaren Threads hier im Forum gelesen? Treffen die Randbedingungen, die dort geschildert wurden, auf dich zu? Analysiere das doch erst mal, und dann untersuchen wir alles Weitere.

    Zudem habe ich alles abgeklemmt und nur den Router mit einem Patch Kabel am Glasfasermodem und dennoch die Probleme.

    Auch da können die Probleme liegen. Traffic Shaper, RWIN Fenster, LAN Verbindung usw. Aber blöde Frage: Wie sieht das Netz denn aus, wenn der Router nicht mit einem Patch-Kabel am Glasfasermodem hängt?

    Genial diese App, es dauert mehrere Tage bis man die 30 Messungen durch hat

    Ja, und es gibt sehr detaillierte Vorgaben, wann man diese Messungen machen muss, um Tageszeit Effekte auszuschließen. Das hat schon seinen Grund, und das ist auch gut so.

    Übrigens, nur so als genereller Hinweis: Rund um Borken war der ursprüngliche Ausbau der DG, und dort ist das Backbone hervorragend ausgebaut, da von dort das Netz in viele Regionen verteilt werden. Ich hänge selber am Core Router in Borken und habe absolut keine Probleme. Haben deine Nachbarn das gleiche Problem? Ansonsten würde ich ein Problem im Backbone ausschließen. Ich könnte mir noch ein lokales Problem in eurem Anschlussbereich/POP vorstellen. Aber dann müssten deine Nachbarn auch betroffen sein. Ein Einzelschicksal kann man bei AON Ausbau (den es in Heek gibt) ausschließen, vor allem, wenn das Problem zeitlich begrenzt ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von frank_m (17. September 2022 um 09:49)

  • Du hast meinen Beitrag nicht vollständig gelesen und/oder verstanden. Sorry wenn ich das so schreibe.

    Daher nocheinmal der Satz -obwohl ich wiederholungen hasse- Ich Arbeite in der IT! Mit Netzwerktechnik habe ich täglich zu tun.

    Was gibt es daran nicht zu verstehen wenn ich sage das lediglich 1 Router mit einem sehr kurzen Kabel am Glasfaser Modem angeschlossen ist, und lediglich 1 Rechner am Router und das Ergebnis das gleiche ist? Es ist ALLES abgeklemmt, kein WLAN, nichts. Und ich habe im Keller 2 Server stehen und diverse andere Netzwerkgeräte, alles abgeklemmt. Und ja, es soll nämlich tatsächlich Leute geben die mehr machen als einfach nur Youtube Videos zu schauen.

    Selbst der Router ist zurück gesetzt und zeitweise gegen einen anderen ersetzt.

    Zudem habe ich heute schon mehrere totalausfälle zu vermelden. Also hier macht Glasfaser keinen Spaß.

    Also, bitte nicht falsch verstehen meine Antwort, aber ich mag es nicht wenn man mir sagt das es an mir liegt und es mein Beruf ist. Und dennoch komme ich da auch mit meinem Wissen nicht weiter da ich in das Netz nicht "reinschauen" kann.

    Das Drama nimmt aber ein Ende, ich habe heute morgen den Vertrag gekündigt. Mit meinem Thread hier wollte ich nur fragen ob auch andere solche Probleme haben.

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  • Daher nocheinmal der Satz -obwohl ich wiederholungen hasse- Ich Arbeite in der IT!

    Wenn du in der IT arbeitest, dann weißt du ja auch, was man alles wissen muss, um ein solches Problem analysieren zu können. Davon fehlt so gut wie alles in deinem Beitrag. Dazu solltest du wissen, wie man sich so einem Problem analytisch nähert, Ursachen identifiziert und ausschließt. Auch das fehlte komplett. Deshalb meine Skepsis. Bislang kann man überhaupt noch nicht einschätzen, woran es liegt. Ja, es kann ein Provider Problem sein, aber ausschließen können wir auch alles andere noch nicht. Jedenfalls nicht mit den Informationen, die du bislang hier veröffentlicht hast.

    Was gibt es daran nicht zu verstehen wenn ich sage das lediglich 1 Router mit einem sehr kurzen Kabel am Glasfaser Modem angeschlossen ist, und lediglich 1 Rechner am Router und das Ergebnis das gleiche ist?

    Die Frage war ja auch, wie es sonst aussieht, wenn der Router nicht mit einem kurzen Patchkabel am ONT hängt. Außerdem ändert das kurze Patchkabel noch nicht die Konfiguration des Routers und der beteiligten Endgeräte. Ein Traffic Shaper lässt sich von der Länge eines Kabels nicht beeindrucken. Ein falscher RWIN Wert auch nicht. Bei der Gelegenheit: Wie hängen die Endgeräte am Router? Nicht, dass wir am Ende über ein WLAN Problem reden.

    Und wo wir gerade dabei sind: Wie hast du die erwähnten Einstellungen gesetzt? Als IT Fachkraft waren das ja bestimmt die ersten Schritte.

    Selbst der Router ist zurück gesetzt und zeitweise gegen einen anderen ersetzt.

    Das hast du bislang verschwiegen. Was war das für ein Ersatzgerät? Hast du die Zwangspause beim Wechsel eines Routers bedacht? Wie war er konfiguriert? Was waren die Ergebnisse?

    Zudem habe ich heute schon mehrere totalausfälle zu vermelden. Also hier macht Glasfaser keinen Spaß.

    Was waren die Symptome? Waren beide Adressen weg oder nur eine? Gibt es Log-Informationen davon?

    Also, bitte nicht falsch verstehen meine Antwort, aber ich mag es nicht wenn man mir sagt das es an mir liegt und es mein Beruf ist.

    Das habe ich ja nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, dass wir es nicht ausschließen können.

    Mit meinem Thread hier wollte ich nur fragen ob auch andere solche Probleme haben.

    Das hättest du über die Suche ja einfach herausfinden können. Und ja, es gibt solche Probleme, auch seitens des Providers, und es gibt typische Symptome und Anzeichen dafür. Deshalb meine Frage, ob die bei dir zutreffen. Aber sowohl darauf als auch auf die Frage, ob weitere Kunden in deinem Anschlussbereich betroffen sind, hast du ja nicht beantwortet.

  • Da bleibt dir nichts anderes übrig, als die Messung mit der App durchzuführen! Mittlerweile müssen die Provider ja ihre Geschwindigkeitsangaben in relativ engen Grenzen einhalten. Und da hilft auch kein lamentieren bzgl. des Aufwands! Als ITler sollte dir ja klar sein, das Momentaufnahmen bei der Analyse von Netzwerkproblemen nix bringen!

  • Probleme mit tageszeitabhängigen Geschwindigkeitsschwankungen, auch so extreme, hat es schon gegeben. Die waren immer regional begrenzt, aber keine Einzelfälle. Es war stets schwierig, die Deutsche Glasfaser dazu zu bewegen, diese Probleme einzugestehen, und es hat stets länger als aus Kundensicht vertretbar gedauert, bis die Probleme recht plötzlich wieder verschwanden. Die Symptomatik ist vergleichbar mit überlasteten Segmenten im Kabelnetz.

    ABER: Ob es bei dir so ein Netzbetreiberproblem ist, ist alles andere als klar und nicht leicht zu belegen, ganz besonders nicht, wenn du dich sträubst, die Möglichkeit anzuerkennen, dass es auch auf deiner Seite liegen könnte. Die Tageszeitabhängigkeit spricht zwar dafür, dass dein Netz grundsätzlich in der Lage ist, die Leistung abzurufen, aber sicher ist das nicht.

    Da du den Vertrag bereits gekündigt hast und es als ITler sowieso besser weißt, spare ich mir, mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.

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  • Die Sache lässt mir ja keine Ruhe, da ich eben selber relativ nah dran bin.

    Wie schon beschrieben, hänge ich auch am Router in Borken, von da aus geht es ins Anexia Netz in die Niederlande und von da in die große weite Welt. Diese Verbindung ist nicht betroffen, sonst hätte ich es selber bemerkt. Die Leitung von Borken geht ja über Heek Richtung Neuenkirchen und von da aus Richtung Rheine und ins Emsland. Da hängen ziemlich viele Kunden dran, entsprechend ist sie ausgelegt, und das auch schon seit Jahren. Das waren damals 2016 -2017 die Ausbaugebiete, die alle noch AON bekommen haben.

    Daraufhin hab ich bei Alle Störungen geschaut. Da ist aber nichts Aktuelles, was zu dieser Meldung passt, dass sich abends ab 18 Uhr der Download extrem verlangsamt. Auch auf Twitter findet man nichts Passendes. Die letzten Twittermeldungen auf Alle Störungen - die bei einer flächigen Störung immer durch die Decke gehen - sind von Juli und August, und auch das sind nur Einzelmeldungen.

    Also hab ich einen alten Bekannten aus Heek angerufen, bei dem ich mich schon viel zu lange nicht gemeldet habe. Dem ist nichts aufgefallen. Er ist zwar nicht der absolute IT Experte, aber immerhin Maschinenbau Ingenieur. Wenn wir wirklich über 1-5 MBit/s ab 18 Uhr reden, und das über Wochen, dann hätte er das früher oder später bemerkt.

    Also: Das zentrale Backbone ist es nicht, das hätte ich bemerkt. Heek ist zumindest nicht komplett betroffen. Nun kann Heek ja durchaus über mehrere PoPs verfügen, von denen nicht alle betroffen sind. ABER: an so einem PoP kommen ja nicht plötzlich tausende Kunden dazu, die für einen Einbruch in der Bandbreite sorgen. Klar können Upstream Verbindungen betroffen sein, aber das würde man dann auch im Upload bemerken, vielleicht nicht so stark, aber sehen würde man es.

    Klar, das sind alles nur Indizien, aber es macht ein Provider Problem unwahrscheinlicher.

  • Solche Fehler können durch defekte Geräte oder überlastete Verbindungen im Aggregationsbereich auch ziemlich kleinteilig auftreten. Dass sich sonst noch niemand gemeldet hat, würde ich nicht als Ausschlusskriterium betrachten. Aber die Suche ist halt Zeitverschwendung, wenn der Anschluss sowieso gekündigt ist.

  • Trotzdem steht der Vorwurf gegen den Anbieter im Raum, bei dem ich ja selber auch einen Vertrag habe, und da interessiert mich halt, wie belastbar der ist. Da recherchiere ich gern mal ein bisschen, zumal ich hier in der Gegend direkt selber die Möglichkeit dazu habe.

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  • Beelen liegt deutlich zu weit östlich, und die anderen Orte zu südlich. Wenn es ein großflächiges Problem wäre, dann könnte man Heek damit reinziehen. Aber dann müsste es mich auch erwischen. Wenn es regionale Probleme in den Orten sind, dann passt es nicht.

  • Hallo Frank_m und natürlich auch alle anderen,

    ja ich weiß das meine Beschreibung nicht "komplett" ist. Ich habe es mir erspart hier un der Nachbarschaft rumzufragen, weil ganz ehrlich, es wäre mir ein wenig zu blöde, wobei es die Kommunikation zur Nachbarschaft fördert ;)


    Ein WLAN Problem kann ich auch ausschliessen da sämtliche Messungen ohne WLAN stattfinden.

    Jetzt gibt es aber eine Neuigkeit. Ich habe gestern nachmittag erstmalig eine E-Mail von der DG erhalten das die DG das Problem erkannt und daran arbeitet. Nach einigen Ausfällen (Arbeiten am Netz?) waren die Probleme Abends weg (hoffentlich dauerhaft). Gestern über die Abendstunden waren dann volle 400/200 da.

    Ob die DG aufgrund der Kündigung oder meiner Problemschilderung losgelegt hat, ich weiß es nicht, aber ich hoffe das es so bleibt. Ne Kündigung sollte man ja zurück nehmen können.

    Abschließend will ich noch sagen das ich immer viel von DG gehalten habe, seit 2018 Kunde und bei Fragen wurde schnell und freundlich geholfen. Also schlecht ist der Laden nicht, weil man ja auch öfters negatives hört. Evtl. vom eigenen Erfolg überrant.

    Sobald ich Neuiggkeiten habe -die DG wollte sich nochmal melden- gebe ich ein Feedback ab.

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  • Hallo zusammen!

    Ich schalte mich auch mal ein, da ich selbst betroffen bin.

    Hier ein kleiner Erfahrungsbericht (Hinweis: Ich bin kein ITler):

    Donnerstag, 15.09.2022, ca. 20:00 Uhr: Seit Donnerstagabend haben wir Störungen mit dem Glasfaseranschluss von der DG (PLZ 48485) - oder zumindest ist es mir da aufgefallen.

    Der Ookla-Speedtest auf der HP von DG hat an dem Abend ergeben, dass die Ping- und Jitterwerte erhöht (Ping zwischen 50 und 60 ms - normalerweise 6 - 7 ms, Jitter zwischen 180 und 200 ms - normalerweise 0 ms) sowie der Download schwankend zwischen 80 und 130 Mbit/s lagen (gebucht sind 1000 Mbit/s Download, 500 Mbit/s Upload). Der Upload war kaum betroffen (ca. 450 anstatt sonst 500 Mbit/s). Der streamenden Partei im Hause ist das (kaum) aufgefallen. Netflix & Co. liefen eigentlich fast normal. Die zockende Partei allerdings hatte massive Probleme mit Lags, Verbindungsabbrüchen zu Servern oder gar keine Möglichkeit der Verbindung zu diesen. Da ich erst vor kurzem eine Fritzbox 5590 direkt an der Glasfaser in Betrieb genommen hatte, kamen mir natürlich Zweifel, dass da alles korrekt läuft. Ich habe dann einfach mal den Router vom Strom genommen und nach ein paar Minuten wieder eingestöpselt. Hat nichts gebracht. Da es schon spät war, habe ich mich erstmal nicht weiter damit befasst.

    Freitag, 16.09.2022, 6:00 Uhr: Alles läuft normal. Messungen ergeben: Ping 8 ms, Jitter 1 ms, Download 930 Mbit/s, Upload 500 Mbit/s. Ok, entweder hat meine Fritzbox nach der Zwangspause etwas gebraucht, um sich wieder zu berappeln oder es handelte sich um eine kurzzeitige Störung seitens der DG. Auf ins Homeoffice.

    Freitag, 16.09.2022, ca. 21:00 Uhr: Streaming und Co. haken hier und da, alles andere geht gar nicht. Messwerte ähnlich wie am Donnerstag. Mehrere Tests ergeben auch starke Schwankungen bei den Werten. Nachdem ich etwas rumprobiert habe (neue Patchkabel eingesetzt, Router neu gestartet, rumgeflucht....was der Nicht-ITler halt in solchen Situationen eben macht), habe ich einen Screenshot davon gemacht und ihn der DG rübergemailt. Innerhalb weniger Minuten (!) bekomme ich als Antwort, dass mein Anschluss synchronisiert wird und ich in ca. 10 - 15 Minuten meinen Router vom Netz nehmen und neu starten soll. Umgesetzt: Keine Verbesserung. Erneut eine Mail mit neuem Screenshot geschrieben. Da war es bereits ca. 22:00 Uhr und ich habe an diesem Abend aber keine Rückmeldung mehr bekommen - kein Problem!

    Samstag, 17.09.2022, 6:00 Uhr: Alles läuft normal. Messungen ergeben fast identische Werte wie am Freitagmorgen zu dieser Zeit. Von der DG hatte ich bereits eine Mail mit dem Vorschlag erhalten, den Router auf seine Werkseinstellungen zurückzusetzen. Davon habe ich dann vorerst aus folgenden Gründen Abstand gehalten: 1. Es funktionierte ja gerade wieder alles reibungslos, 2. siehe Forumsbeitrag Fritzbox 5590 direkt an HÜP anschließen; kein Gf-TA im Einsatz

    Samstag, 17.09.2022, 21:00 Uhr: Wiederum gab es die genannten Störungen, die Messwerte waren wie oben beschrieben. Ich habe mich dann doch dazu durchgerungen, meine Fritzbox 5590 auf den Werkszustand zurückzusetzen (Profil der Box vorher gespeichert). Nach ca. 60 Minuten sollte dann laut DG die Verbindung wieder normal laufen.

    Samstag, 17.09.2022, 22:15 Uhr: Router neu gestartet, aber ich komme über den Browser nicht auf fritz.box. Fehlermeldung: Die Seite ist nicht erreichbar (ERR_NAME_NOT_RESOLVED). ACHTUNG! Jetzt ein kleiner Exkurs für Nicht-ITler oder zumindest für Anwender, die so dusselig sind wie ich: Natürlich habe ich die Problematik versucht zu googlen, aber alle Ratschläge haben nichts gebracht. Die Fritzbox war über den Browser nicht erreichbar. Ich habe ca. eine Stunde gebraucht, um zu verstehen, wo das Problem lag. Ich hatte den 2,5-GHz-WAN-Port der FB als LAN-Port definiert und dort meinen PC dranhängen. Nach dem Reset auf die Werkseinstellungen wurde dieser natürlich wieder zum WAN-Port und ich hatte über diese Verbindung keinen Zugriff auf das Gerät. LAN-Kabel in LAN-Port gesteckt - Zugriff funktioniert. Uff! Auch alles andere lief dann (ca. 0:15 Uhr) wieder normal. Da ich die Tage vorher um diese Uhrzeit aber nie Messungen durchgeführt habe, kann ich nicht beurteilen, ob das jetzt bedeutet, dass das Problem behoben ist oder nicht.

    Sonntag, 18.09.2022, 9:25 Uhr: Alles läuft normal (und täglich grüßt das Murmeltier). Messwerte: Ping 7 ms, Jitter 1ms, Download 931 Mbit/s, Upload 500 Mbit/s. Es wird sich im Laufe des Tages oder spätestens heute Abend zeigen, ob es das jetzt war.

    Fakt ist: Es gibt gehäuft Meldungen über Störungen derart (siehe https://xn--allestrungen-9ib.de/stoerung/deutsche-glasfaser/). Es sind nicht sehr viele, was eventuell damit zusammenhängt, dass nicht in allen Bereichen die Downloadrate so arg runtergeht, wie bei glasfaser_ivan (siehe meine Messwerte) und das, was die meisten Leute mit ihrem Glasfaseranschluss machen dementsprechend auch nicht unbedingt eine Störung erkennen lässt. Aber die (mehr oder weniger qualifizierten) Kommentare zeigen ja ein ähnliches Störungsbild.

    Ich bin gespannt, wie es heute Abend aussieht und gebe gerne eine Rückmeldung.

    2 Mal editiert, zuletzt von KOJoe (18. September 2022 um 11:50)

  • Schau dir auch mal mit traceroute das Routing zu den guten und schlechten Zeiten an. Die Antwortzeiten des Traces liefern auch Hinweise darauf, ab welchem Hop es langsamer wird. Wie schon gesagt, hatten wir vor ca. einem Jahr mit ähnlichen Problemen bei Business-Anschlüssen zu kämpfen. Die Traces zeigten Performanceprobleme bei den Übergängen zu den Backbonenetzen (jeweils so ab ca 17:00 bis 23:00). Da hat DGF am falschen Ende gespart. Nachdem das Problem behoben war, konnte man an den Traces sehen, dass ein komplett anderes Routing über andere Provider lief. Hat aber elend lange Diskussionen mit inkompetenten Hotlinern gebraucht (Router zurücksetzten, Windows neu installieren etc.)

    Falls du keine Rückwärtsauflösung der Hop-Adressen bekommst, hilft eine Recherche mit whois. Da bekommst dann die Hinweise auf die Netzwerkprovider der Backbones.

    Und zum Thema liegt es am Router oder am Netz: Performanceprobleme, die mit immer wiederkehrender zeitlicher Regelmäßigkeit, zu den gleichen Uhrzeiten auftauchen, liegen mit großer Wahrscheinlichkeit im externen Netz. Mir ist noch niemals ein Fehlerbild bei Netzwerkgeräten selbst untergekommen, dass täglich von 18-21 Uhr auftritt!

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  • Falls du keine Rückwärtsauflösung der Hop-Adressen bekommst, hilft eine Recherche mit whois. Da bekommst dann die Hinweise auf die Netzwerkprovider der Backbones.

    Man kann auch einfach mtr benutzen und sich die AS Nummer direkt anzeigen lassen.


    Und zum Thema liegt es am Router oder am Netz: Performanceprobleme, die mit immer wiederkehrender zeitlicher Regelmäßigkeit, zu den gleichen Uhrzeiten auftauchen, liegen mit großer Wahrscheinlichkeit im externen Netz. Mir ist noch niemals ein Fehlerbild bei Netzwerkgeräten selbst untergekommen, dass täglich von 18-21 Uhr auftritt!

    So einfach ist es nicht.

    Zum einen kommt sowas im WLAN regelmäßig vor. Die Störungen durch die Nachbarn nehmen zu, und das eigene WLAN geht den Bach runter. Und auch die Belastung im eigenen Netz nimmt zu, was ebenfalls Einfluss haben kann. Nicht zuletzt spielen die eigenen Netzwerk-Einstellungen eine Rolle, wie z.B. RWIN und andere TCP Parameter, die durch die höhere Last im Backbone beeinflusst werden. Solange das Netz unbelastet ist, funktionieren sie, aber für stärker ausgelastete Netze muss man sie anpassen, um wieder auf die volle Leistung zu kommen. Am Ende kann man sich auch noch die Congestion Control Algorithmen ansehen, aber das Thema ist komplexer und führt nur unter spezifischen Randbedingungen zum Ziel. Vor allem bei den letzten Punkten hat die Auslastung im Backbone Einfluss, ist aber nicht allein maßgeblich für die Probleme. Man hat selber noch Optimierungsspielraum.

  • Ich habe nicht von WLAN gesprochen! Da reicht eine vollgefressene Mücke vor der Antenne, um Einbrüche zu verursachen.

    Optimierung von RWIN, Congestion Control etc. sind für die letzten Paar % und nicht für die Optimierung einer Roundtripzeit von 150ms auf 8ms! Und die Roundtripzeit ist die stärkste Bremse beim TCP-Protokoll!

    Wenn, wie bein uns passiert, die 145ms beim 5. Hop aufaddiert werden, liegt es definitiv nicht an den eigenen TCP-Parametern, sondern an einem fetten Provider-Problem. Entweder Bandbreite gespart oder Router kaputt!

  • Optimierung von RWIN, Congestion Control etc. sind für die letzten Paar % und nicht für die Optimierung einer Roundtripzeit von 150ms auf 8ms! Und die Roundtripzeit ist die stärkste Bremse beim TCP-Protokoll!

    Doch, gerade bei großen Unterschieden in der Roundtrip Zeit helfen die TCP Optimierungen, denn dann schlagen die TCP Algorithmen zu. Der RWIN Wert entscheidet ja darüber, wie viele Daten ohne ACK auf die Reise geschickt werden. Da machen sich vor allem große Unterschiede bemerkbar, und nicht kleine, und da reden wir nicht über ein paar Prozent.

    Wenn, wie bein uns passiert, die 145ms beim 5. Hop aufaddiert werden, liegt es definitiv nicht an den eigenen TCP-Parametern, sondern an einem fetten Provider-Problem.

    Das stimmt vermutlich. Aber das kann es in diesem Fall nicht gewesen sein, denn beim Übergang in andere Netze sind sehr viele Kunden von dem Problem betroffen, und dann hätte es mich in diesem Fall auch treffen müssen, denn ich gehe mit Heek garantiert über das gleiche Gateway.

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