Leerrohr bei Erstellung Hausanschlüssel durch Versorger / anfallende Nutzungskosten

  • Moin zusammen!


    Kurze Vorgeschichte: Wir hatten 2019 ein EFH neu errichtet. Im Zuge der Herstellung der Hausanschlüsse hatte der lokale Versorger gleich direkt ein LWL-Schutzrohr für eine zukünftige Glasfaser bis in den HTR durch die Mehrspartenhauseinführung mitverlegt. Soweit, so gut.


    Nun ist es so, dass der lokale Versorger bei uns keine Glasfaser anbieten wird, da die Ausschreibung dafür die DG gewonnen hat. In unserem Ortsteil fanden sich dann auch ausreichend Haushalte und ein Vertrag wurde auch direkt abgeschlossen. Die Hausbegehung fand vor ein paar Tagen statt, die Bauarbeiten starten im November.


    Bei der Hausbegehung fragte mich dann der Servicemitarbeiter des von der DG beauftragen Generalunternehmens (Volker Wessels Telecom), wo dieses Leerrohr denn an der Straße wieder herauskommt, damit es dann gezielt freigebuddelt werden kann. Das konnte ich nur ungefähr sagen und hatte dann direkt beim Versorger nach einem Plan gefragt.


    Diesen bekam ich dann auch einen Tag später, was mich ersteinmal positiv überraschte. Auf meine Rückfrage, welchen Plan denn konkret das Leerrohr zeigen würde (es waren mehrere), stellte sich heraus, dass die DG das LWL-Schutzrohr dem lokalen Versorger quasi abkaufen müsse, um es nutzen zu dürfen.


    Da sah ich natürlich sofort den ersten Stolperstein und fragte konkret nach, von welcher Höhe denn da auszugehen sei und warum nochmals Kosten anfallen. Denn die eigentlichen Hausanschlüssel haben wir natürlich teuer bezahlt. Und wir sprechen von über den dicken Daumen geschätzen 10 Meter Leerrohr. Und dann bin ich kurz vom Stuhl gerrutscht:


    Es sind ca. 1.000,00 EUR (in Worten: eintausend) von der DG für die Übernahme zu entrichten. Außerdem noch der obligatorische Hinweis, alle Zuleitungen bis zum Zähler sind weiterhin EIgentum des Versorgers (nie in Abrede gestellt). Eine Übernahme durch privat ist natürlich nicht möglich (bei dem Preis käme es für mich auch sowieso überhaupt nicht in Betracht).


    Natürlich ist jetzt anzunehmen, dass die DG dieses Leerrohr verständlicherweise nicht nutzen wird und alles aufmachen will bzw. aufgemacht haben möchte. Das wäre dann die halbe Auffahrt und Zuwegung am Haus.


    Ich habe ein erhebliches Störgefühl, wie der Versorger hier agiert und möchte den Sachverhalt fast schon prophylaktisch an die Bundesnetzagentur melden. Gibt es bei Euch ähnliche Erfahrungswerte dazu? Wie ist Eure Einschätzung?


    Ich bin gespannt.


    Viele Grüße,

    Bo

  • Bist du sicher, dass es kein "Telekommunikationsrohr" ausgehend von der Mehrsparteneinführung bis zur Straße gibt, das euch gehört und in dem das Schutzrohr des Versorgers liegt? Dann könnte die DG ihr Schutzrohr ebenfalls dort einziehen.

  • Telekommunikation ist neben Strom, Wasser und Gas eine der Sparten, für die üblicherweise ein Rohr zur Verfügung steht. Ich vermute, dass die Mehrspartenhauseinführung mit den Rohren für die Sparten euer Eigentum ist, aber die darin liegenden Rohre und Leitungen bis zum Übergabepunkt im Anschlussraum dem/den Versorger/n gehören. Das solltest du klären.

  • Ich weiß leider nicht, ob es ein "Telekommunikationsrohr" gibt. Wir haben einen regulären Hauanschluß von der Telekom erhalten.

    D.h. die Leitung der Telekom kommt nicht aus der Mehrspartenhauseinführung?


    Hast Du dem Versorger explizit und schriftlich eine Genehmigung für die Verlegung des LWL-Schutzrohres auf deinem Grund und Boden erteilt?

  • Ich weiß leider nicht, ob es ein "Telekommunikationsrohr" gibt. Wir haben einen regulären Hauanschluß von der Telekom erhalten.


    Wie ist Deine Einschätzung hinsichtlich des ja vorhandenen LWL-Schutzrohrs?

    Also eine Mehrsparteneinführung hat üblicherweise 4 Rohre. Je eins für Wasser, Gas und Strom ins Haus. Und dann gibt es noch das Rohr für weiteres. Hier ist üblicherweise die Telekommunikation/Kabelfernsehen etc. drin. Es können hier eine Vielzahl von Leitungen eingeführt werden. Wenn ihr kein Gas habt, kann man diese auch noch nutzen, ich habe bei mir darin 3x Strom für Outdoor gepackt.

    Die Mehrsparteneinführung ist fester Bestandteil des Hauses. Wem gehört denn das Haus?


    [Blockierte Grafik: https://www.mehrsparte.de/media/image/e0/18/f4/Titelbild_KRASO_BKP_Boden_90_Basis_4-fach.jpg]

  • Letztlich ist die große Frage auch - nutzt der DG diese Speedpipe (so nennen sich diese LWL-Röhrchen) überhaupt etwas... Selbst wenn die Nutzung kostenlos wäre oder der Versorger der DG 1000 Euro zahlen würde, weil er sich so über die nachhaltige Nutzung freut... Es gibt einige Glasfaseranbieter die nutzen wie die Telekom dicke Speedpipe (10mm?), solche kommen bei der DG nur bei Transitstrecken vor oder um die DPs mit einem vorkonfektionierten 96-Faser Kabel zu versorgen... Für die Hausanschlüsse werden deutlich dünnere Pipes genutzt... Das liegt daran das die DG auch nur dünne Glasfaserzuleitungen nimmt, mit minimalem Mantel, während die Telekom fast schon starre Kabel verwendet mit dickem Mantel... Ich könnte mir vorstellen, dass das das selbst mit passender Kupplung an der Straße zu erheblichen Problemen führen könnte, wenn die Faser nicht zielgerichtet eingeblasen wird und zu viel Spiel um sich zu bewegen, rollen hat etc....

  • D.h. die Leitung der Telekom kommt nicht aus der Mehrspartenhauseinführung?


    Hast Du dem Versorger explizit und schriftlich eine Genehmigung für die Verlegung des LWL-Schutzrohres auf deinem Grund und Boden erteilt?

    Doch, die Telekomleitung kommt aus der Mehrsparte. Das Schutzrohr wurde einfach so mitverlegt. So nach dem Motto: Guck mal, machen wir proaktiv und alles ist hübsch.

    Also eine Mehrsparteneinführung hat üblicherweise 4 Rohre. Je eins für Wasser, Gas und Strom ins Haus. Und dann gibt es noch das Rohr für weiteres. Hier ist üblicherweise die Telekommunikation/Kabelfernsehen etc. drin. Es können hier eine Vielzahl von Leitungen eingeführt werden. Wenn ihr kein Gas habt, kann man diese auch noch nutzen, ich habe bei mir darin 3x Strom für Outdoor gepackt.

    Die Mehrsparteneinführung ist fester Bestandteil des Hauses. Wem gehört denn das Haus?

    Ja, 4 Rohre ist korrekt. Wir haben kein Gas. Allerdings gehen durch ein Rohr die Außenkabel zurück, also ähnlich wie bei Dir. Das Haus gehört uns.


    Letztlich ist die große Frage auch - nutzt der DG diese Speedpipe (so nennen sich diese LWL-Röhrchen) überhaupt etwas... Selbst wenn die Nutzung kostenlos wäre oder der Versorger der DG 1000 Euro zahlen würde, weil er sich so über die nachhaltige Nutzung freut... Es gibt einige Glasfaseranbieter die nutzen wie die Telekom dicke Speedpipe (10mm?), solche kommen bei der DG nur bei Transitstrecken vor oder um die DPs mit einem vorkonfektionierten 96-Faser Kabel zu versorgen... Für die Hausanschlüsse werden deutlich dünnere Pipes genutzt... Das liegt daran das die DG auch nur dünne Glasfaserzuleitungen nimmt, mit minimalem Mantel, während die Telekom fast schon starre Kabel verwendet mit dickem Mantel... Ich könnte mir vorstellen, dass das das selbst mit passender Kupplung an der Straße zu erheblichen Problemen führen könnte, wenn die Faser nicht zielgerichtet eingeblasen wird und zu viel Spiel um sich zu bewegen, rollen hat etc....

    Tja gute Frage. Bei der Hausbegehung hat der Techniker jedenfalls nicht gezuckt. Ich habe der DG jetzt ersteinmal die Lage des LWL-Schutzrohrs aufgegeben.

  • Das LWL-Schutzrohr gehört dir nicht und die DG wird das nicht verwenden. Das Rohr der Mehrspartenhauseinführung, in dem das LWL-Schutzrohr liegt, gehöhrt wahrscheinlich dir, und wenn das so ist, dann kann die DG ihr eigenes LWL-Schutzrohr zu dem anderen in dieses Spartenrohr legen.


    Bitte kläre die Eigentumsverhältnisse der Mehrspartenhauseinführung, sonst bekommst du den Anschluss durch ein frisch gebohrtes Loch in deinem Haus oder gar nicht. Wenn du der DG die Erlaubnis erteilst, ein Rohr zu nutzen, obwohl du dazu nicht das Recht hast, handelst du dir Ärger und möglicherweise hohe Kosten ein.

  • Doch, die Telekomleitung kommt aus der Mehrsparte. Das Schutzrohr wurde einfach so mitverlegt. So nach dem Motto: Guck mal, machen wir proaktiv und alles ist hübsch.

    Ja, 4 Rohre ist korrekt. Wir haben kein Gas. Allerdings gehen durch ein Rohr die Außenkabel zurück, also ähnlich wie bei Dir. Das Haus gehört uns.


    Tja gute Frage. Bei der Hausbegehung hat der Techniker jedenfalls nicht gezuckt. Ich habe der DG jetzt ersteinmal die Lage des LWL-Schutzrohrs aufgegeben.

    Also ich verstehe es, richtig? Es ist dein Eigenheim auf deinem Grund und Boden.
    Da frage ich mich was ein LWL-Schutzrohr von einem Anbieter gelegt, den ich nicht beauftragt habe und der kein LWL anbieten auf meinem Grundstück zu suchen hat?
    Und dass du es jetzt abkaufen soll?
    Willst du uns sagen, welcher Versorger dies ist?

    Sollte dies während des Legens der Telefonleitung oder Stromleitung passiert sein, hätte sie maximal 30 Min Mehraufwand plus Materialkosten. Ich kenne nicht genau den Preis von LWL-Leerrohr, aber 1000 € finde ist schon als Wucher (§ 138 BGB) oder waren es 500 m auf deinem Grund? ;)

  • Also ich verstehe es, richtig? Es ist dein Eigenheim auf deinem Grund und Boden.
    Da frage ich mich was ein LWL-Schutzrohr von einem Anbieter gelegt, den ich nicht beauftragt habe und der kein LWL anbieten auf meinem Grundstück zu suchen hat?
    Und dass du es jetzt abkaufen soll?
    Willst du uns sagen, welcher Versorger dies ist?

    Sollte dies während des Legens der Telefonleitung oder Stromleitung passiert sein, hätte sie maximal 30 Min Mehraufwand plus Materialkosten. Ich kenne nicht genau den Preis von LWL-Leerrohr, aber 1000 € finde ist schon als Wucher (§ 138 BGB) oder waren es 500 m auf deinem Grund? ;)

    Genau so sehe ich das auch... Letztlich lässt sich hier sagen, dass sich da bei einem Entschädungsentgeld was "kostenlos" übersteigt, rein gar nichts seitens der DG abspielen wird...


    1. So ein Ausbau wird seitens der DG schon mit dem spitzen Bleistift gerechnet - alles passiert unter der Prämisse, dass sich der Kunde sagt "Super, jetzt habe ich meinen Anschluss und zahle dafür halt zwei Jahre (wobei das mit den Rabatten auch noch so eine Sache ist) und danach bin ich erst mal wieder weg, bei 1&1 oder so, bis ich die Faser wirklich brauche"...


    Klar bindet die DG viele Kunden auch dauerhaft, aber ereifern mit solchen Sonderausgaben wird sich die DG nicht, um einen Kunden mitzunehmen, der vielleicht gar nicht bleibt (aus dem Grund kommt die DG/Generalunternehmer auch nicht gleich für jeden Nachanschluss an, sondern es vergeht teils eine erhebliche Zeit, bis ein lohnenswertes Auftragsvolumen zustande gekommen ist, was je nach Sättigung des Gebiets schleppend sein kann)...


    Ich kann mir also bei bestem Willen nicht vorstellen, vor allem wenn ich bedenke, dass die Speedpipes hier von Subs aus Osteuropa verlegt worden (und nicht von den eigenen teuren Arbeitern des GUs) und die auch mit einem Kompressor mit zwei Schläuchen/Erdraketen auf beiden seiten mit jeweils zwei Personen gleichzeitig arbeiteten und das pro Haushalt keine 30Minuten dauerte, dass das im Schnitt bei der Masse mit mehr als (da mag ich mich täuschen) 100 Euro veranschlagt wird, wenn man bedenkt, dass die Hausanschlüsse nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind, die haben auch ziemlich in Eilen bei dem reinen verlegen der Pipes gearbeitet, bei uns standen die plötzlich Samstag morgens in der Straße und haben in 3 Stunden etwa 12 Pipes gelegt...


    Was 1200 Euro wären, was dadurch das die nur jeweils eine Straße weiter ziehen müssen und genug folgearbeit haben im Ort, durchaus was ist...


    2. Ich kenne auch hier im Ort jemanden, der hatte gerade innerhalb des Ortes ein lange brachliegendes freies Grundstück bekommen und dort angefangen zu bauen, mit dem Wissen das hier FTTH gelegt wird, hat der sich bei der DG informiert und passende Speedpipe verlegte (nachdem für die ganzen Versorgungsleitung eh alles bis zur Straße auf war), was er aber auch nicht preislich berücksichtigt haben wollte, was die DG ohne Zweifel nicht mitgemacht hätte...


    Denn auch so geht die DG ein Risiko ein... Die DG ist verantwortlich dafür das die Leistung bis zum Übergabepunkt ankommt und weil dafur monatlich Geld haben... An wen wendet sich die DG, wenn der Kunde ein Problem hat? (Auch auf Hinsicht auf Qualität der Hauseinführung und wer bis zu welchem Punkt misst gebaut hat, Wasserschaden etc.) Der GUs wird mit den Schultern zucken und sagen der Kunde wollte das so und wird alle Schuld von sich weisen und der Kunde will nicht hören das er Schuld ist und wenn jetzt noch eine dritte Partei in Form des Versorgers kommt, wird der für das Geld auch nicht irgendwie in Zukunft eine Gewährleistung geben, dass die Pipe richtig verlegt wurde...


    Bei wem aus dem Ort musste im Garten noch mal gebündelt werden und ein Stück ausgetauscht, weil letztlich die Faser nicht am Ende ankam, ob es an der Verlegung lag oder ein Materialfehler in der Pipe - keine Ahnung, aber wer geht dem nach, wenn sich keiner Zuständig fühlt?


    Nebenbei: Ich weiß nicht ob das überall so ist, aber hier in der Gemeinde bzw. durch die Vorgehensweise hat es zu massiven Problemen geführt, wenn Häuser einen Mehrspartenanschluss hatten...


    Auch wenn ich schon von Ausbaugebieten gehört habe wo angeblich schon die Faser in der Pipe beim verlegen ist, wurde bei uns beides einzeln zunächst vom Fußweg bis zur Hauswand gelegt, dabei das Loch vor der Wand offen gelassen, um dann 2-3 Wochen später durch ein anderes Team die nur dafür zuständig sind die Fasern vom DP aus einzublasen, dafür stand jeweils ein an der Hauswand um die Pipe bzw. Faser in Empfang zu nehmen...


    Vorab wurde auch darauf hingewiesen bzw. es stand sogar in den Vertragsformalitäten, dass man dem GU und seinen Unternehmern einräumt ohne die eigene Anwesenheit erlaubt, jederzeit arbeiten auf dem Grundstück durchzuführen (anders würde man unter der Woche auch gar nichts schaffen)...


    Dies stellte aber die Arbeiter vor das Problem, dass die in den Sommerferien keinerlei Bewohner angetroffen haben und die dafür angeheuerten unternehmen nicht gerade um die Ecke kamen und auch vom Terminplan (bei der Nachfrage) her die arbeiten nicht unentlich in die Länge Strecken konnten, da sie für die Verlegung der Speedpipe ins Haus mussten, um zu wissen was da passiert und wiederum wenn musste das andere Unternehmen einen einen Termin machen, damit sich die Faser nicht schon längst 50 Meter durch den HWR schlängelt, in der Regel stand ja einer mit dem Funkgerät am DP und ein anderer mit dem Funkgerät an der Hauswand...


    Ende vom Lied war, dass die Häuser mit Mehrspartenanschluss alle als Nachanschlüsse behandelt worden und dann etwa 9 Monate später als alle anderen ihren Anschluss hatten, was vielleicht auch etwas an Corona war, denn ohne aktiv werden des Kunden und selbst vereinbartem Termin, hat sich der GU ist der GU ohnehin dazu übergegangen sich ncibt selbst mittels Karte im Briefkasten aufzudrängen...

  • Da frage ich mich was ein LWL-Schutzrohr von einem Anbieter gelegt, den ich nicht beauftragt habe und der kein LWL anbieten auf meinem Grundstück zu suchen hat?

    Es ist üblich das bei Stadtwerken die auch Internet anbieten grundsätzlich bei allen Neubauten im Stadtgebiet auch Speedpipes vom Gebäude bis zum Gehweg mitverlegt werden.

    Auch ich habe vor 5 Jahren einen Neubau errichtet in einer Straße wo weit und breit keine Glasfaserinfrastruktur in der Nähe ist, dennoch habe ich vom Versorger eine Speedpipe (die Telekom nennt es SpeedNetRohr) in den Hausanschlussraum gelegt bekommen.


    Und dass du es jetzt abkaufen soll?

    Ähm, man KANN das abkaufen, man muss es nicht.
    Es steht jedem anderen Netzbetreiber frei sein eigenes Rohr daneben zu legen, was sowieso besser ist, da wie oben schon erwähnt, es Speedpipes mit verschiedenen Innenduchmessern gibt.


    Verjüngt sich das Rohr auf den letzten Metern (vom DP/NVt zum HÜP) kann das Glasfaserkabel beim Einblasvorgang am Reduzier-Verbinder hängen bleiben oder es passt ggf. gar nicht erst durch das zu kleine Rohr. Solche unnötigen Probleme will der Netzerrichter unbedingt vermeiden.

    Maximal 30 Min Mehraufwand plus Materialkosten. Ich kenne nicht genau den Preis von LWL-Leerrohr, aber 1000 € finde ist schon als Wucher.

    Genau das ist der Springende Punkt warum das so teuer ist. Denn, was ist denn wenn der Netzbetreiber der das Rohr damals mitverlegt hat, die Immobilie Zukünftig doch an sein eigenes Netz anschließen möchte? Richtig, da ja das Rohr verkauft wurde, hat er wieder die kompletten Tiefbaukosten an der Backe. Und genau diese Kosten sind in den 1000€ enthalten. Die Materialkosten der Speedpipe selber sind Pfenningskram.



    Tipp an alle Mitlesenden Häuslebauer:

    Legt vorausschauend mindestens ein leeres KG-Rohr von der Hauswand bis zur Grundstücksgrenze/Gehweg und lasst die vom Architekten auch einzeichnen damit man die wiederfindet. Dann ist man relativ Safe was zukünftige Netzanbindungen-/Sanierungen angeht.

  • Das LWL-Schutzrohr gehört dir nicht und die DG wird das nicht verwenden. Das Rohr der Mehrspartenhauseinführung, in dem das LWL-Schutzrohr liegt, gehöhrt wahrscheinlich dir, und wenn das so ist, dann kann die DG ihr eigenes LWL-Schutzrohr zu dem anderen in dieses Spartenrohr legen.


    Bitte kläre die Eigentumsverhältnisse der Mehrspartenhauseinführung, sonst bekommst du den Anschluss durch ein frisch gebohrtes Loch in deinem Haus oder gar nicht. Wenn du der DG die Erlaubnis erteilst, ein Rohr zu nutzen, obwohl du dazu nicht das Recht hast, handelst du dir Ärger und möglicherweise hohe Kosten ein.

    Die Mehrspartenhauseinführung ist unser Eigentum. Es hat doch niemand die Eigentumsverhältnisse des LWL-Schutzrohrs in Abrede gestellt.


    Ich habe der DG nichts erteilt, sondern nur auf die Lage verwiesen, weil danach gefragt wurde. Das Rohr scheint den Anforderungen zu entsprechen, denn die Hausbegehung war ja schon.


    Also ich verstehe es, richtig? Es ist dein Eigenheim auf deinem Grund und Boden.
    Da frage ich mich was ein LWL-Schutzrohr von einem Anbieter gelegt, den ich nicht beauftragt habe und der kein LWL anbieten auf meinem Grundstück zu suchen hat?
    Und dass du es jetzt abkaufen soll?
    Willst du uns sagen, welcher Versorger dies ist?

    Sollte dies während des Legens der Telefonleitung oder Stromleitung passiert sein, hätte sie maximal 30 Min Mehraufwand plus Materialkosten. Ich kenne nicht genau den Preis von LWL-Leerrohr, aber 1000 € finde ist schon als Wucher (§ 138 BGB) oder waren es 500 m auf deinem Grund? ;)

    Du verstehst alles richtig. Es sind keine 500m sondern max. 20m.


    Genau das ist der Springende Punkt warum das so teuer ist. Denn, was ist denn wenn der Netzbetreiber der das Rohr damals mitverlegt hat, die Immobilie Zukünftig doch an sein eigenes Netz anschließen möchte? Richtig, da ja das Rohr verkauft wurde, hat er wieder die kompletten Tiefbaukosten an der Backe. Und genau diese Kosten sind in den 1000€ enthalten. Die Materialkosten der Speedpipe selber sind Pfenningskram.

    Das ist arg konstruiert. Der lokale Versorger hat eine Ausschreibung verloren und wird hier nicht Glasfaser verteilen lt. eigener Aussage. Und das LWL-Schutzrohr wurde dazugeworfen mit dem Hinweis, dass wenn einmal Glasfaser von $IrgendeinAnbieter kommt, dieses Rohr genutzt werden kann. Und der Wasser- und Stromanschluss wurde nicht verschenkt. Es sind also effektiv tatsächlich nur das Material des Schuitzrohrs als Kosten angefallen.


    Tipp an alle Mitlesenden Häuslebauer:

    Legt vorausschauend mindestens ein leeres KG-Rohr von der Hauswand bis zur Grundstücksgrenze/Gehweg und lasst die vom Architekten auch einzeichnen damit man die wiederfindet. Dann ist man relativ Safe was zukünftige Netzanbindungen-/Sanierungen angeht.

    Völlig richtiger Hinweis. Nur: Wenn der Versorger schon direkt von Anbeginn sagt, das wird alles schon direkt mit berücksichtigt, denkt man natürlich: Cool, da denkt mal jemand mit. Von daher kümmert man sich darum einfach nicht mehr.


    "Spielregeln" zu diesem Schutzrohr oder irgendwas vertragliches gibt es *nicht*.

  • Wenn es da wirklich nichts vertragliches gibt, auch nicht im Kleingedruckten, sprich in den AGBs des Versorgers, dann kannst Du den Spieß umdrehen und verlangst den Rückbau des widerrechtlich verlegten Leerrohres auf Kosten des Versorgers. Alternativ gibst Du dich mit einer Abtretungserklärung zu deinen Gunsten zufrieden und verzichtest auf weitere rechtliche Schritte.


    Ich gehe jedoch davon aus, das es irgendwo eine Klausel gibt, die dem Versorger die Verlegung gestatten. Allerdings kann dieser sich nicht auf das TKG berufen (können schon, jedoch kenne ich keine Stelle im Text, die so etwas auf Privatgrund ohne Einverständnis des Eigentümers erlauben würde).


    Ohne Rechtsbeistand wird da sicher nichts funktionieren und selbst wenn Du Eigentümer des Leerrohres werden würdest, dauert das sicherlich so lange, das der Glasfaserausbau schon lângst abgeschlossen ist.


    Das Ziel ist jedoch FTTH, deshalb würde ich mich vorrangig damit beschäftigen, wie DG das Glasfaserkabel in das Haus bekommt.

  • Das Ziel ist jedoch FTTH, deshalb würde ich mich vorrangig damit beschäftigen, wie DG das Glasfaserkabel in das Haus bekommt.

    Ja, genau. Und mir geht es auch nicht darum, zu streiten. Der Sachverhalt zeigt mal wieder deutlich, warum wird hier seit Jahrzenten am Kupfer nuckeln. Der Versorger könnte einfach sagen: Das Teil liegt, nutzen wir nicht, viel Spaß. Aber nö.


    Sie es drum. Ich warte mal auf die Rückmeldung der DG zum Lageplan und halte Euch zum Fortschritt informiert. Den Spaten halte ich griffbereit... ;)


    Dank Euch allen für die zahlreichen Antworten!

  • Falls Du wirklich selbst Hand anlegen möchtest, dann solltest Du dir überlegen anstatt eines KG Rohres die flexiblere Variante zu wählen, die ich hier erwähnte:


    Üblicherweise ist jedoch DG für den Leitungsweg bis zur Hauseinführung zuständig. Falls ein vorhandenes Leerrohr benutzt werden kann, wird das gerne genommen, es ist aber keine Voraussetzung für den Anschluss.