Anschlussmöglichkeiten für UDM PRO SE bei DNS:NET oder Open Infra

  • Das SFP Modul der Fritzboxen bekommst du in anderen Geräten nicht zum laufen, aus verschiedenen Gründen.

    Ist es AON oder GPON? Wenn es AON ist, kannst du ein geeignetes SFP eines anderen Herstellers verwenden. Bei GPON wirst du wohl oder übel die Fritzbox anschließen müssen.

  • Hi,

    ich klinke mich hier mal ein. Ich habe eine UDM PRO SE (bisher mit Telekom VDSL) und seit heute auch DNS:NET FTTH. Ich habe mich ein bisschen gefreut, als ich sah, dass die 5530 ja ein SFP Modul hat - aber leider wird kein Link an der UDM erkannt (das Modul aber sehr wohl - nur bleibt es grau).

    Habt ihr das ganze schon zum Laufen bekommen? Fritzboxen kann man ja leider nicht mehr zum Modem degradieren.

    Das grundsätzliche Problem wird sein, dass dein Anschluss an der MAC-Adresse gebundelt ist.
    Die MAC wird aber durch die Chips in den Geräten festgelegt. Sprich dasselbe SFP-Modul hat, wenn es funktioniert in der FB eine andere MAC als in der UDM Pro SE.
    Was klappen könnte ist in der FB die MAC auslesen und sie in der UDM ändern.

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  • Das AVM SFP ist explizit nur für die Fritzboxen geeignet, in der Fritzbox funktioniert auch nur das AVM Modul

    Das wäre ja schlimmer als HPE-Hardware.
    Da mecker zwar ein Switch, wenn man was anderes reinsteckt als HPE, aber es funktioniert trotzdem. :D
    Auf den Seiten von EWE gibt es eine Anleitung zum Tausch des SFP-Moduls der FB, wenn man umzieht und es ein anders "GF-Netz ist. EWE hat wohl unterschiedliche Netzstrukturen von GPON und AON in ihrem Gebiet.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (27. Mai 2022 um 19:40)

  • Das wäre ja schlimmer als HPE-Hardware.

    Der Vergleich hakt ein wenig. HPE oder auch beispielsweise Cisco verlangen Mondpreise für ihre branded Hardware.

    Das FRITZ!SFP Modul für GPON ist direkt bei AVM für die Hälfte des Preises des verlinkten FS.COM GPON Modules zu beziehen. Schlimm finde ich das nicht, ganz im Gegenteil.

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  • Grundsätzlich bietet AVM ja ihre GF-Boxen mit zwei Module an, wenn sie nicht vom ISP kommen. Diese sind wohl so intelligent, dass sie erkennen, ob GPON oder AON.

    Ich finde dieses Video von AVM dazu sehr interessant. Da werden auch alle Steckervarianten erklärt.

    FRITZ! Talk XL 04 – Glasfaser: alles zu GPON, AON, aktiver und passiver Anschluss.

    Dort wird auch erklärt, warum die SFP-Module nur in der FB funktionieren. Liegt wohl daran, dass sie sehr "doof" sind und alles die Software in der Box händelt, z.B. auch erkennen, ob das falsche SPF-Modul verwendet wird für GPON od. AON.

  • Wisst ihr das mit MAC und Co sicher, oder sind das Vermutungen? Bei der Telekom geht es ja sehr wohl mit dem "Telekom" GPON Zyxel Modul in der UDM. Das SFP Modul wurde ja auch nicht von AVM gebaut. Es wird auch erkannt in der UDM - nur gibt es mit dem wohl einen Bug, den auch andere Module haben, sodass der Link nicht erkannt wird.

    Ach ja - auf der Box ist GPON drauf, dann hoffe ich auch, dass GPON drin ist.

    Habe mir auf Gut Glück einfach mal das Zyxel Modul bei der T bestellt.

    xvzf/zyxel-gpon-sfp: Telekom FTTH with OpenWRT/PfSense/VyOS/... (Reverse engineering Zyxel PMG3000-D20B GPON SFP) (github.com)

    Ubiquiti EdgeRouter on Deutsche Telekom GPON Fiber | blog.jaseg.de

    da geht einiges... Mal schauen wie weit ich bei DNS:NET komme. Ich will keine Fritzbox - hab ne Dream Machine und das ganze Haus voll mit Unifi Produkten - die FB macht alles kaputt.

    Sonst bin ich gespannt, ob DNS:NET mir eine Alternative anbieten kann. Der 1. Support verneinte das.... wenigstens PPPoE Passthrough wäre nett...

    Einmal editiert, zuletzt von isdnsnetnett (28. Mai 2022 um 21:49)

  • Ich sage es mal kurz und knapp: Der Provider muss die Provisionierung von kundeneigener Hardware im GPON aktiv unterstützen, sonst ist die Wahrscheinlichkeit groß das es gar nicht funktioniert.

    Mir ist aktuell dies nur von der Telekom bekannt und von Deutsche Glasfaser. Bei letzterem sind es nur Glasfaser-FRITZ!Boxen, die provisioniert werden können.

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  • Ich sage es mal kurz und knapp: Der Provider muss die Provisionierung von kundeneigener Hardware im GPON aktiv unterstützen, sonst ist die Wahrscheinlichkeit groß das es gar nicht funktioniert.

    Mir ist aktuell dies nur von der Telekom bekannt und von Deutsche Glasfaser. Bei letzterem sind es nur Glasfaser-FRITZ!Boxen, die provisioniert werden können.

    Also schauen wir mal, wenn es bei mir so weit ist. DNS:NET bietet ja keine FB mit Glasfaser an. Da AVM und DNS:NET nun in einer Region sitzen und AVM nach meiner Erfahrung sehr serviceorientiert ist, kann da ja mal was funktionieren. Der Sprung zu UNIFI UDM ist dann aber sicher noch einmal ein gewaltiger. :(

  • Um weiterzuhelfen noch folgende Infos. Die 5530 stellt in der Variablen "macdsl" die MAC-Adresse der WAN-Schnittstelle zur Verfügung. In "gpon_serial" steht die GPON-Seriennummer = Serial = serial number = S/N = GPON S/N = PON password = ONT installation identifier = Modem-ID

    Das SLID = ONT ID = PLOAM Password = PLOAM-ID = ONT Kennung = ONT-Installationskennung erfährst Du hoffentlich vom Provider. Formatvorgaben sind hier 10 Stellen ASCII oder 20 Stellen Hexadezimal. Üblich ist das Auffüllen mit 0en bis zur Maximalanzahl. Bei einigen Providern kann der Eintrag auch leer sein bzw. komplett aus 0en bestehen.

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  • Aktuell bietet DNS:NET die FritzBox 5530 an, welche einen Glasfaseranschluss bietet. Ich möchte meinen eigenen Router (Opnsense) nutzen und hatte dazu an zwei unterschiedlichen Stellen nach dem ONT gefragt. Es wurde mir von beiden Stellen gesagt, dass der ONT einen RJ45 bietet und eine Stelle nannte mir FiberTwist 2120 und 2410 als ONT-Modelle, welche in der Regel verbaut werden.

  • Wisst ihr das mit MAC und Co sicher, oder sind das Vermutungen?

    Was wir wissen, dass die Informationen, die der Anbieter auswertet, stimmen müssen. Welche das sind, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, und nicht alle Endgeräte erlauben das Auslesen aller dieser Werte.

    Bei der Telekom geht es ja sehr wohl mit dem "Telekom" GPON Zyxel Modul in der UDM.

    Ja, bei der Telekom ist bekannt, welche Informationen benötigt werden, bzw. man kann über ein Portal einen anderen ONT anlernen.

    Es wird auch erkannt in der UDM - nur gibt es mit dem wohl einen Bug, den auch andere Module haben, sodass der Link nicht erkannt wird.

    Nein, das ist kein Bug, das ist einfach die fehlende Software im Modul, die auf der Box läuft. Ohne Software kein Link.

    da geht einiges... Mal schauen wie weit ich bei DNS:NET komme.

    Das wird sicherlich spannend. Ist aber so gut wie aussichtslos, darüber muss man sich klar sein. Die Thematik ist komplex. Dennoch bin ich gespannt, wie es weitergeht.

    Sonst bin ich gespannt, ob DNS:NET mir eine Alternative anbieten kann.

    Wenn die internen Prozesse nicht darauf ausgerichtet sind, dann wird das nicht gehen.

  • FiberTwist 2120 und 2410

    Bei den Fibertwists kommt es auf den Buchstaben vor der Zahl an: Der P2410 ist ein AON ONT, der G2410 ist ein GPON ONT.

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  • Ein Weg der natürlich immer funktioniert, ist die RJ45 LAN Schnittstelle des ONT zu verwenden, das sollte bei alledem nicht vergessen werden.

    Das hat aber ein Geschmäckle, da damit die sogenannte Routerfreiheit (eigentlich: freie Wahl des Endgerätes) von den Providern missachtet wird und mittlerweile die Verbraucherzentrale gegen dieses Geschäftsgebaren vorgeht:

  • Das Problem ist, dass sich die ITU Spezifikation und die EU Gesetzgebung hier im Weg stehen. Die ITU hat GPON so spezifiziert, dass der ONT noch unter Kontrolle des Netzbetreibers steht und erst danach der Übergabepunkt ist. Die EU Gesetzgebung sieht aber den passiven Netzabschluss vor. Dieser Widerspruch sorgt für Probleme bei den Netzbetreibern. Wenn sie die EU Gesetzgebung erfüllen wollen, müssen sie zwangsläufig gegen die ITU Spezifikation verstoßen, nach der alles Equipment entwickelt worden ist. Und wie das so ist, wenn man den Pfad der Spezifikation verlässt: Dann kommt es zu Interoperabilitätsproblemen.

  • Das Problem ist, dass sich die ITU Spezifikation und die EU Gesetzgebung hier im Weg stehen. Die ITU hat GPON so spezifiziert, dass der ONT noch unter Kontrolle des Netzbetreibers steht und erst danach der Übergabepunkt ist. Die EU Gesetzgebung sieht aber den passiven Netzabschluss vor.

    Das kann ich aus ITU-T G.988 nicht herauslesen. Vielmehr ist darin der Informationsaustausch zwischen OLT und ONT spezifiziert. Das die Kontrolle des ONTs Aufgabe des Providers ist, geht meines Erachtens nicht daraus hervor.

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  • Das kann ich aus ITU-T G.988 nicht herauslesen. Vielmehr ist darin der Informationsaustausch zwischen OLT und ONT spezifiziert. Das die Kontrolle des ONTs Aufgabe des Providers ist, geht meines Erachtens nicht daraus hervor.

    Richtig und selbst wenn es wirklich so wäre: dann muss man die Finger von dem Schrott lassen und gleich AON ausbauen.

  • dann muss man die Finger von dem Schrott lassen und gleich AON ausbauen.

    Wobei ich als Kunde/Teilnehmer darauf keinen Einfluss habe. Höchstens zwischen Glasfaser ja oder nein liegt meine Entscheidungsmöglichkeit. Da nehme ich selbstverständlich das Angebot zum Glasfaseranschluss wahr.

    Letztlich ist es auch gar keine Diskussion über AON oder GPON, sondern die Notwendigkeit das die Provider Prozesse implementieren, die der gesetzlichen Pflicht zur freien Wahl von Telekommunikationsendeinrichtungen nachkommen. Aktuell kocht hier jeder sein eigenes Süppchen und das nun auch immer häufiger Glasfaserfritzboxen provisioniert werden können, nutzt beispielsweise den Ubiquiti Nutzern herzlich wenig. Es muss bei jedem Glasfaserprovider Kundenhardware provisioniert werden können, die

    TKG § 73 Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen, Abs. 3, S. 1 entspricht:

    Zitat

    Die Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und die Anbieter öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste dürfen den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen an das öffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn die Telekommunikationsendeinrichtungen die grundlegenden Anforderungen nach der Richtlinie 2014/30/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die elektromagnetische Verträglichkeit (Neufassung) (ABl. L 96 vom 29.3.2014, S. 79) erfüllen.