Gebuchte Leistung kommt nicht an,warum?

  • Hallo,

    ich habe Win10 und heute meine Glasfaser-freischaltung erhalten.

    Ich habe (laut Vertrag) folgende Leistung: 1000MBit Down- / 500MBit Upload.

    Leider kommt bei mir nur ein Bruchteil der Leistung an?

    Verbunden habe ich das Modem mit folgenden Repeater: TP-Link TL-PA7019P KIT AV1000. Ist sonst nichts angeschlossen,

    nur der Repeater zum PC.

    Ich habe eine FritzBox 5490 erhalten und dort IpV6 eingeschaltet, weil ich dachte es läge daran.

    Weiß jemand warum ich nur einen Bruchteil der Leistung erhalte?

    Das Mainboard ist ein Asus Maximus X Hero.


    Muss in Windows 10 etwas einstellen? Hatte vorher die Lan-Verbindung über die Telekom (Speedport 3) dran mit 100/40 Leistung.


    Danke schonmal...

  • Bei Powerlan ist es schon ein mittleres Wunder, dass mehr als 100 MBit/s durch die Leitung gehen. Außer für massive Störungen sämtlicher Elektrogeräte in größerer Umgebung sind die Dinger nämlich für nichts gut.


    Oder anders ausgedrückt: Weg damit. So schnell wie möglich. Die Dinger gehören verboten.

  • Hallo und willkommen im Forum!

    Du hast deinen PC über zwei Powerline-Adapter mit dem ONT verbunden. Das ist grundsätzlich in Ordnung. Wo befinden sich die beiden Powerline-Adapter? Im gleichen Stockwerk oder in unterschiedlichen Stockwerken? Ich Frage deshalb, weil der Datendurchsatz bei der PLC Technologie stark abhängig von der Leitungslänge und störenden Elektrogeräten abhängig ist.

    Aus der Ferne betrachtet sind die von dir berichteten Up- und Download-Raten für diese Technologie gar nicht mal schlecht. In der Praxis sind Raten zwischen 3 und 30% der aufgedruckten "Herstellerbandbreiten" üblich.

    Von daher ist Powerline die Bremse. Hast Du die Möglichkeit ein Netzwerkkabel zwischen deinem PC und den ONT übergangsweise zu verlegen um den Test zu wiederholen? Ich bin mir sicher, da kommen dann Werte heraus, die der gebuchten Bandbreite entsprechen.

  • Oder anders ausgedrückt: Weg damit. So schnell wie möglich. Die Dinger gehören verboten.

    So schlecht wie oft hingestellt, ist diese Technologie nun auch nicht. Die Funkamateure, die ich kenne, äußern sich auch nicht abwertend über diese angeblichen Störsender.


    Tatsächlich ist Powerline ein "Bandbreitenvernichter", auch wenn sich durch Einführung von G.hn die Nettobandbreite im Vergleich zu Homeplug AV(2) schon verdoppelt hat. Aus diesem Grunde mag ich auch nur die Devolo Magic 2 Serie empfehlen und nichts anderes mehr, sofern man auf Powerline angewiesen ist.

  • Verbunden habe ich das Modem mit folgenden Repeater: TP-Link TL-PA7019P KIT AV1000. Ist sonst nichts angeschlossen,

    nur der Repeater zum PC.

    Schön das du den Flaschenhals schon selbst gefunden hast :))


    Powerline-Adapter sind eine Produktkategorie für sich. Da wird von nahezu allen Herstellern das blaue vom Himmel versprochen.


    Im Fall von TP-Link findet man dann im Kleingedruckten immerhin noch grobe Hinweise zur tatsächlichen erwartbaren Leistung:
    (Spoiler: Alles, aber nicht das was groß auf der Packung steht.)


    *3) Maximale Powerline-Signalraten sind die aus den HomeplugAV/AV2-Spezifikationen abgeleiteten physikalischen Raten. Der tatsächliche Powerline-Datendurchsatz und die Powerline-Reichweite werden nicht garantiert und können je nach Netzwerkbedingungen und Umgebungsfaktoren, einschließlich elektrischer Interferenz, Verkehrsaufkommen und Netzwerk-Overhead, AFCI-Schutzschalter und Powerline, die sich in einem separaten Stromkreis befinden, variieren.


    Um es kurz zu machen: Verlege ein CAT7a-Kabel um die gebuchte Bandbreite stabil und frei von Störeinstrahlungen komplett ausnutzen können.

  • So schlecht wie oft hingestellt, ist diese Technologie nun auch nicht.

    Doch. Wenn du mit Waschmaschinen konfrontiert wirst, die sich nicht mehr öffnen lassen oder den Einfluss der Kisten auf VDSL Spektren siehst, dann willst du damit einfach nichts mehr zu tun haben. Hochfrequenz hat auf Stromkabeln nichts verloren.


    Mit g.hn kann ich ja leben, solange man es über Koax Kabel überträgt.

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  • Doch. Wenn du mit Waschmaschinen konfrontiert wirst, die sich nicht mehr öffnen lassen oder den Einfluss der Kisten auf VDSL Spektren siehst, dann willst du damit einfach nichts mehr zu tun haben. Hochfrequenz hat auf Stromkabeln nichts verloren.

    Gerade die elektrischen Großverbraucher wie Waschmaschinen haben einen weitaus störenderen Einfluss auf die Qualität des Stromnetzes im Haus, als PLC. Wer sich über Hochfrequenz beklagt, darf gleich Mikrowelle, WLAN, DECT, Handy und Fernsehen über Koax verbannen. Und zu den VDSL Störungen: Devolo hat Kammfilter in den PLC Geräten, die gerade auf den VDSL Frequenzen wirksam sind (AVM hat diese Filter nicht). Als Totschlagargument zählt das also nicht.


    Diese Grundlagendiskussion möchte ich hier auch nicht mehr weiter führen.

  • Wer sich über Hochfrequenz beklagt, darf gleich Mikrowelle, WLAN, DECT, Handy und Fernsehen über Koax verbannen.

    Moment, das hab ich nicht gesagt. Ich habe explizit gesagt, Hochfrequenz hat auf Stromkabeln nichts verloren. Im geeigneten Umfeld und bei gesetzeskonformer Anwendung ist Hochfrequenz gut und wichtig. Das gilt eben auch für Waschmaschinen und Mikrowellen, die zwar auf ihre Weise Störungen erzeugen, aber eben auf kontrollierbare Weise, z.B. die Einfluss auf die Qualität des Stromnetzes, der eben durch die Schaltimpulse und Elektromotoren kommt. Darauf sind die anderen Verbraucher am Netz eingestellt. Die Störungen sind für Stromnetze üblich und werden im Rahmen der EMV und EMVU Prüfungen abgetestet.

    Worauf viele nicht eingestellt sind, sind 35 MHz mit signifikanter Sendeleistung, weil das durch die regulatorischen Vorgaben nicht gefordert wird.


    Jeder, der PLC einsetzt, braucht ne Menge Gottvertrauen und muss beten, dass es gut geht. Aber vom flackernden Licht über heulenden Kaffeemaschinen bis hin zu amoklaufenden Alarmanlagen hab ich alles schon gesehen.

  • So, habe nun diese "Stecker" abgemacht und nur über das CAT7 Netzwerkabel verbunden und das Glasfaserkabel verlängert.

    So das alles "direkt" am PC hängt.

    Dann habe ich einen Speedtest gemacht.

    Ist aber nicht bei allen Anbietern so hoch. Der Upload ist TOP, wie er sein soll.

    Der Download schwankt sehr stark.

    Sieht gut aus.

    Ps: Ich habe das ASUS Maximus X Hero, würdet ihr dafür eine interne Netzwerkkarte holen oder ist die verbaute ausreichend?

    Wenn ja, wäre die etwas? Asus PCE-C2500 ???

  • Die Werte im Screenshot sind optimal. Ein anderes Netzwerkinterface würde keine Verbesserung bringen. Es gibt Computer mit Onboard-Netzwerkkarten, die nicht schnell genug für einen Gigabit-Anschluss sind, aber das sind vergleichsweise alte Boards mit noch älteren Bussen. Ab PCIe ist das kein Flaschenhals für Gigabit-Ethernet mehr.

  • So, nun noch eine Frage.

    Mein On-Board Ethernet halte ich jetzt für nicht so toll. (Intel-I219V)

    Ich möchte gerne eine Interne Ethernetkarte.

    Muss ich bei der Karte Genau 1GBit wählen oder vom Wert lieber höher gehen?


    Welche Ethernet-Karte würdet Ihr mir ans Herz legen?



    Bei:

    1000 MBit/s Download
    und

    500 MBit/s Upload


    :?:

  • Ich hab auch eine Intel 219v auf meinem Mainboard, die eignet sich hervorragend für diese Geschwindigkeiten. Die 1000 MBit/s macht sie locker und langfristig stabil, ich kopiere öfter große Datenmengen auf mein NAS.


    Was willst du mit mehr als 1000 MBit/s, wenn das ganze restliche Heimnetz nicht auch darauf basiert? Sind alle deine Switches und Router in der Lage, mehr zu übertragen?

    Und dein NT hat auch nur 1000 MBit/s.


    Die Karte belegt nur unnötig einen PCIe Slot und verbraucht Energie.

  • Aus meiner Erfahrung, kann ich nur Gutes von den Intel Netzwerkkarten berichten. Die Arbeiten ganz hervorragend! Damit machst Du keinesfalls einen Fehler.

    Irgendwie erscheint es mir auch ein wenig seltsam im Wohnzimmer PLC zu verwenden und dann mit der I219v nicht mehr zufrieden zu sein...


    Leider musste ich für die 25 Gbit/s Interfaces auf Broadcom wechseln, in 6 Monaten weiß ich ob die so stabil sind wie die Intels.

    Wichtig ist jedoch bei allen: regelmäßige Firmware und Treiberupdates vornehmen! Im 1 GBit/s Bereich ist das nicht ganz so entscheidend, diese Technologie ist ausentwickelt, ebenso 10 GBit/s Ethernet. Spannend ist es bei den neuen Geschwindigkeiten 2,5 GBit/s und vielfaches davon.

  • Die weiter oben vorgeschlagene Netzwerkkarte "Asus PCE-C2500" ist eine 2,5 Gbit/s Karte (gut) mit einem Realtek-Chip (ähh). Den Vorteil der Unterstützung von 2,5 Gbit/s auf dem Kabel kann sie aber mit dem ONT nicht ausspielen. Das wird weiter eine Gigabit-Verbindung bleiben.

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