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Unsere Grüne Glasfaser UGG GmbH Telefonica O2

  • ofox65
  • 9. Mai 2021 um 18:45
  • glasbc
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    • 17. September 2026 um 16:27
    • #921

    Die UGG hatte im Dezember 2024 als erste Bautätigkeit den PoP mitten im Dorf montiert und auch aufwendig redundant mit Strom versorgt. Nach viel Vertrösten in 2025 kam dann im April 2026 wie (fast) überall die Pressemitteilung, dass der Glasfaserausbau der UGG beendet wird.

    Inzwischen wird GF in der Gemeinde nur gefördert ausgebaut, mit nicht wirklich nachvollziehbaren Kriterien, wer einen kostenlosen GF-Anschluss bekommt - im Kernort sind zumeist bis zu 250MBit per VDSL und in einigen Strassen auch HFC (Vodafone) verfügbar.

    12km GF-Trasse (inkl. 2km Spülbohrungen nur für ein Schützenhaus, teilweise durch Fels) für ca. 50 Homes Passed - was für eine Verschwendung von Steuergeld!

    Die Gemeindeverwaltung hat sich super um Alternativen bemüht, leider baut jetzt die Telekom nur einige Nachbargemeinden aus.

    Der montierte UGG PoP steht weiterhin, nur wird nicht dieser verwendet, sondern keine 50m entfernt ein neuer PoP gesetzt :( Ob die Bedingungen für eine Übernahme zu überzogen waren?!

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

  • mbo77
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    • 17. September 2026 um 17:15
    • #922

    Na Hauptsache die Schützen sind versorgt.

  • pufferueberlauf
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    • 18. September 2026 um 07:39
    • #923
    Zitat von glasbc

    12km GF-Trasse (inkl. 2km Spülbohrungen nur für ein Schützenhaus, teilweise durch Fels) für ca. 50 Homes Passed - was für eine Verschwendung von Steuergeld!

    Mmmh, die haben bestimmt auch Strassen, Wasser-, Strom- und eventuell auch Gas-Leitungen, auch das in Deinen Augen Verschwendung?

    Der Kapitalismus frisst seine Kinder... nun ja, ich halte Investitionen in Infrastruktur nicht nur fuer vernuenftig sondern sehe die auch als eine wichtige Aufgabe des Staates sich um seine Bewohner zu kuemmern.

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  • mbo77
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    • 18. September 2026 um 09:20
    • #924

    Da es für das Schützenhaus ausreichende Alternativen gibt, halte ich das für Verschwendung.

    Andere Infrastruktur ist nicht immer leicht zu ersetzen. Aber auch da mussten zersiedelte Gebiete in der Vergangenheit mit Alternativen leben. Zum Beispiel im Bereich der Kanalisation. Oder auch ganz simpel die Anbindung an ÖPNV oder Fernstraßen.

  • xrandr
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    • 18. September 2026 um 09:25
    • #925
    Zitat von glasbc

    Inzwischen wird GF in der Gemeinde nur gefördert ausgebaut, mit nicht wirklich nachvollziehbaren Kriterien, wer einen kostenlosen GF-Anschluss bekommt - im Kernort sind zumeist bis zu 250MBit per VDSL und in einigen Strassen auch HFC (Vodafone) verfügbar.

    Dann werden diese Anschlüsse nicht gefördert, es sei denn, die Anschlüsse wurden erst nach dem Förderbescheid auf VDSL 250 oder HFC aufgerüstet.

    Zitat von glasbc

    12km GF-Trasse (inkl. 2km Spülbohrungen nur für ein Schützenhaus, teilweise durch Fels) für ca. 50 Homes Passed - was für eine Verschwendung von Steuergeld!

    Warum ist das Steuergeld verschwendet, wenn es bei denjenigen ankommt, die es bezahlen; den Bürgern? Ich bin sicher dass die 50 Haushalte genauso Steuern zahlen wie Menschen in deinem Dorf. Bei "Verschwendung von Steuergeld" fallen mir ganz andere Sachverhalte ein.

    Zitat von glasbc

    Der montierte UGG PoP steht weiterhin, nur wird nicht dieser verwendet, sondern keine 50m entfernt ein neuer PoP gesetzt :(

    Von der Telekom?

  • xrandr
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    • 18. September 2026 um 09:30
    • #926
    Zitat von mbo77

    Da es für das Schützenhaus ausreichende Alternativen gibt, halte ich das für Verschwendung.

    Über eine gelegte Trasse kann man auch bspw. einen Mobilfunkmast anbinden, der kommt dann wieder mehr Menschen zugute. Ist diese nicht vorhanden, muss auf Richtfunk zurückgegriffen werden mit den üblichen Nachteilen.

    Unverständlich findet ich es, wie in einem extra3-Beitrag gezeigt, dass eine Waldhütte mit Glasfaser angebunden wird aber die Mitverlegung eines Stromkabels (bislang gar nicht vorhanden!) nicht zulässig ist.

    Die Förderrichtlinien halte ich generell in weiten Teilen für irrsinnig und zu sehr von behördlichem Starrsinn und Interesse der Industrie geprägt.

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  • mbo77
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    • 18. September 2026 um 09:33
    • #927

    Dem stimme ich zu 100% zu.

  • derlioon
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    • 22. September 2026 um 07:10
    • #928

    UGG in 51545 Waldbröl, baut doch weiter, nachdem eigentlich mittgeteilt wurde, die Anschlüsse zu reduzieren.


    Rolle rückwärts: UGG möchte jetzt doch am Ausbauziel festhalten
    www.oberberg-aktuell.de
  • pufferueberlauf
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    • 22. September 2026 um 07:57
    • #929
    Zitat von xrandr

    Die Förderrichtlinien halte ich generell in weiten Teilen für irrsinnig und zu sehr von behördlichem Starrsinn und Interesse der Industrie geprägt.

    Also, so unsinning ist das was in der Gigabit-Richtlinie 2.0 lese mMn. jetzt nicht... Klar, das Foerdervebot fuer Gebiete mit DOCSIS3.1 Netzen ist natuerlich im Interesse der Kabel-ISPs, aber realistisch besteht in solchen Gebieten aktuell ausreichende Versorgung die zumindest nominell das 1 Gbps Ziel der EU (zumindest in Downloadrichtung) erreichbar macht.
    Das nicht jede Foerdermassnahme zwingend jeden ueberzeugt, liegt in der Natur der Dinge, die Frage ist hier fuer mich, wie hoch ist da der "Verschnitt"... Und im ernst, wenn wir Milliarden in Benzinrabatte verpulvern (die quasi keine langzeitige Wirkung haben werden) koennen ohne mit der Wimper zu zucken, dann kann ich mich ueber die eine oder andere Waldhuette mit Glasfaseranschluss nicht so richtig aufregen.

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  • xrandr
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    • 22. September 2026 um 09:53
    • #930
    Zitat von pufferueberlauf

    Also, so unsinning ist das was in der Gigabit-Richtlinie 2.0 lese mMn. jetzt nicht...

    Zugegeben, die Richtlinie 2.0 halte ich für einen deutlichen Fortschritt und ich zitiere sie hier auch gerne. In der Praxis darf DSL mittlerweile komplett gefördert überbaut werden:

    • 1.2 Förderfähig ist der Netzausbau in Gebieten, in denen noch kein Netz vorhanden ist, das
      jedem Endnutzer zu Spitzenlastzeitbedingungen eine Datenrate von mindestens 300
      Mbit/s im Download und mindestens 150 Mbit/s im Upload
      zur Verfügung stellt und voraussichtlich auch nicht zur Verfügung stellen wird.

    Es werden aber immer noch (oder gerade) Projekte realisiert, die noch auf älteren Richtlinien beruhen, bis hin zum Weiße-Flecken-Programm. In älteren Projekten führt die Trennschärfe bei DSL-Geschwindigkeiten - oder deren Auslegung insbesondere beim Betreibermodell - zu absurden Situationen: Tiefbau erfolgt nur zu einem Teil eines Straßenzuges, die Belastung tragen alle Anwohner. Im Zweifel erfolgt der Nichtanschluss, weil ein unabhängige Analyse eine im einstelligen Megabitbereich zu hohe Maximalgeschwindigkeit ermittelt hat.

    Auch in der Richtlinie 2.0 finde ich den konkreten Passus nur beim Wirtschaftlichkeitslückenförderungsmodell (was für ein Wort):

    • Die privatwirtschaftliche Mitverlegung von Leerrohren für privatwirtschaftliche Ausbau-
      maßnahmen in anderen Gebieten ist im Rahmen des geförderten Ausbaus gegen Kosten-
      beteiligung zulässig.

    Kommunale Betreiber fixieren sich dann zum Unverständnis der Bürger rein auf die Förderadressen.

    Zitat von pufferueberlauf

    Klar, das Foerdervebot fuer Gebiete mit DOCSIS3.1 Netzen ist natuerlich im Interesse der Kabel-ISPs, aber realistisch besteht in solchen Gebieten aktuell ausreichende Versorgung die zumindest nominell das 1 Gbps Ziel der EU (zumindest in Downloadrichtung) erreichbar macht.

    Nominell kann auch 5G "ausreichende Versorgung" gewährleisten. Das ist in der Praxis aber Glücksspiel. Wenn es beim Kabel zur David-gegen-Goliath-Situation kommt, weil ein Kabelnetzbetreiber das marode oder überbuchte Netz in einem Versorgungsbereich nicht verbessern möchte, dann hilft es nicht, dass er dort auch noch das Quasi-Monopol besitzt. Der frustrierte Kunde wechselt (wenn er kann) zu VDSL - ja, das habe ich häufig erlebt. Langsamer, aber stabil.

    Dass das reine Vorhandensein von einem Koaxialnetz in einem Straßenzug schon ausreicht, um FTTH-Förderung zu verhindern, ist ebenso schwer vermittelbar: "Der Nachbar erhält einen höherwertigen Anschluss kostenfrei, ich müsste für Hunderte von Euros einen Kabelanschluss bestellen - trotzdem beeinträchtigt mich der bauliche Ausbau fast gleichermaßen."
    Die neu gebaute Infrastruktur bleibt somit weit hinter ihrem Potential zurück und ist vielleicht sogar unterdimensioniert, bis wieder Tiefbau erfolgt. Das ist Unsinn.

    In meinen Augen hätte zumindest ein (wenn auch ggf. mit Kostenbeteiligung verbundener) Mitanschluss im Nahbereich ausdrücklich erlaubt oder geboten werden müssen, so wie es beim Wirtschaftlichkeitslückenfördermodell oft schon gelebt wird.

    Zitat von pufferueberlauf

    dann kann ich mich ueber die eine oder andere Waldhuette mit Glasfaseranschluss nicht so richtig aufregen.

    Das sehe ich genauso.

  • Schnurz
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    • 22. September 2026 um 10:03
    • #931

    Hier hätten alle Anträge der vorherigen Förderprogramme automatisch auf die Bedingungen des 2.0 upgegradet und die entsprechenden Förderungen der Gebiete angepasst werden müssen. Das wäre die sinnvollste Vorgehensweise gewesen. Aber Verwaltungen sind eben so.

  • pufferueberlauf
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    • 22. September 2026 um 10:18
    • #932
    Zitat von Schnurz

    Hier hätten alle Anträge der vorherigen Förderprogramme automatisch auf die Bedingungen des 2.0 upgegradet und die entsprechenden Förderungen der Gebiete angepasst werden müssen. Das wäre die sinnvollste Vorgehensweise gewesen.

    Das waere meiner Meinung nach daran gescheitert, dass die unterschiedlichen Richtlinien unterschiedliche Anforderungen hatten, und daher die Angebote der ISPs nicht zwingend uebertragbar sind. Da gibt es dann keine elegante Loesung, weil unklar ist ob der ausbauende ISP zu den neuen Bedingungen:

    a) ueberhaupt den Zuschlag bekommen haette

    B) bereit ist zu diesen Bedingungen zu bauen.

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  • pufferueberlauf
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    • 22. September 2026 um 10:20
    • #933
    Zitat von xrandr

    Nominell kann auch 5G "ausreichende Versorgung" gewährleisten. Das ist in der Praxis aber Glücksspiel. Wenn es beim Kabel zur David-gegen-Goliath-Situation kommt, weil ein Kabelnetzbetreiber das marode oder überbuchte Netz in einem Versorgungsbereich nicht verbessern möchte, dann hilft es nicht, dass er dort auch noch das Quasi-Monopol besitzt. Der frustrierte Kunde wechselt (wenn er kann) zu VDSL - ja, das habe ich häufig erlebt. Langsamer, aber stabil.

    Ich erwarte, dass der Bestandsschutz, den Kabel aktuell noch geniesst, nicht ewig halten wird. Und die Kabelbetreiber sehen das mMn. aehnlich und statt groesserer Investitionen in die Koaxialnetze versuchen die selber FTTH auszubauen.

  • Funker
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    • 22. September 2026 um 16:30
    • #934
    Zitat von xrandr

    Nominell kann auch 5G "ausreichende Versorgung" gewährleisten. Das ist in der Praxis aber Glücksspiel.

    Die Technik bleibt aber nicht stehen. Parallel zur Weiterentwicklung von Wi-Fi 7, welches die Glasfaseranbieter brauchen, um ihre Übertragungsraten überhaupt auf moderne Endgeräte zu bringen, geht es auch mit 5G/6G/7G weiter. Der Abstand wird sich also nicht nennenswert verändern.

    Zudem gewinnt exklusiv zugeteiltes Spektrum immer gegen Allgemeinzuteilungen. Weshalb ein MFH voller Gigabit-Glasfaseranschlüsse nicht wirklich schnellere Endgeräte haben kann, denn die kloppen sich alle um die paar MHz, die allgemein zugeteilt sind. Mehr als ein Gigabit direkt aus der Luft über 5G sind in einem solchen Umfeld hingegen auch heute schon kein Problem. Denn es gibt dann nur EINEN Sender mit richtig Leistung und nicht Dutzende WLAN-Funzeln, die sich alle gegenseitig stören.

    Vor allem sehen wir schon seit längeren, dass drahtlose Heimvernetzung die drahtgebundene abgehängt hat, inzwischen auch beim Durchsatz.

    Natürlich könnte man auch einfach bei 4G und Wi-Fi 4 stehenbleiben. Aber für Wi-Fi 4 braucht eben niemand einen Glasfaseranschluss.

  • xrandr
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    • 22. September 2026 um 21:24
    • #935
    Zitat von Funker

    Der Abstand wird sich also nicht nennenswert verändern.

    Wo ich meine WLAN-Access-Points platzieren möchte kann ich mir allerdings selbst aussuchen. Wenn die nächste Mobilfunk-Basisstation weit weg oder ständig überbucht ist, habe ich außer einem Providerwechsel wenig Handhabe.

    Zitat von Funker

    Zudem gewinnt exklusiv zugeteiltes Spektrum immer gegen Allgemeinzuteilungen.

    Ja, merke ich daran, dass ich eine Mikrofon-Funkstrecke habe die ich seit einigen Jahren nicht mehr einsetzen darf. Digitale Dividende.

    Das Upper-6-GHz-Band wird wohl größtenteils exklusiv für Mobilfunk anstelle von WLAN freigegeben, das stimmt. Hier sehe ich mich an dein eigenes Argument (im Zusammenhang mit dem Glasfaserausbau) erinnert: Was rein kommerziell orientiert ermöglicht wird, ist nicht unbedingt der Allgemeinheit dienlich.

    FWA mag in Indien bei den dort vorherrschenden Bevölkerungsdichten sinnvoll sein. In Deutschland ist es Verschwendung des Äthers. Wir müssen nicht alles per Mobilfunk totschlagen. Den Stromverbrauch der zahlreichen Zellen für die enormen Datenraten mal außen vor gelassen; die Luft ist ein noch schlechterer "Leiter" für Information als Kupfer, da muss man mit Beamforming, dichterem Ausbau und rechenaufwendigen Multiplexen tricksen.

    Zitat von Funker

    Weshalb ein MFH voller Gigabit-Glasfaseranschlüsse nicht wirklich schnellere Endgeräte haben kann, denn die kloppen sich alle um die paar MHz, die allgemein zugeteilt sind.

    In der Realität hängen Spielekonsole, Desktop-PC, NAS und andere bandbreitenintensiven Systeme wohl eher an Ethernet. Und selbst FRITZ! forscht momentan an FTTR-Lösungen.
    Fürs Handy reicht den meisten Nutzern wohl 50 Mbit/s, was man am breiten Angebot entsprechender Mobilfunktarife sieht.

    Zitat von Funker

    Mehr als ein Gigabit direkt aus der Luft über 5G sind in einem solchen Umfeld hingegen auch heute schon kein Problem.

    Das stimmt, das habe ich schon erreicht - am Fenster in Sichtweite zu einem Funkmast.

    Zitat von Funker

    Denn es gibt dann nur EINEN Sender mit richtig Leistung und nicht Dutzende WLAN-Funzeln, die sich alle gegenseitig stören.

    Wenn die Kanalverteilung eingehalten wird (z. B. 1, 6, 11 bei 2,4 GHz) warten die Transceiver zumindest aufeinander. Ist nicht schön, das stimmt, aber in den meisten Fällen für den Anwendungsfall ausreichend. Und der massive Bedarf an Frequenzen für 5G ist mindestens genau so rücksichtslos wie der Einsatz von Steuergeld für den Glasfaserausbau.

    Zitat von Funker

    Vor allem sehen wir schon seit längeren, dass drahtlose Heimvernetzung die drahtgebundene abgehängt hat, inzwischen auch beim Durchsatz.

    In der Theorie vielleicht. In der Praxis ist es gar nicht so einfach/preiswert, im nächsten oder übernächsten Raum noch 1 Gbps oder (mittlerweile per Twisted Pairs auch billige) 2,5 Gbps zu erreichen. Und wer will, baut sich zuhause 10 Gbps über Singlemode-Faser - ist teuer aber sicher noch günstiger, als seine Bude mit Ruckus auszustatten.

    Zitat von Funker

    Natürlich könnte man auch einfach bei 4G und Wi-Fi 4 stehenbleiben. Aber für Wi-Fi 4 braucht eben niemand einen Glasfaseranschluss.

    Ja aber schon mit 802.11ac erreichst du in der Praxis schnell Upload-Bandbreiten, die über den VDSL-40-Mbps liegen.

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  • mbo77
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    • 22. September 2026 um 22:16
    • #936
    Zitat von xrandr

    mittlerweile per Twisted Pairs auch billige) 2,5 Gbps zu erreichen. Und wer will, baut sich zuhause 10 Gbps über Singlemode-Faser

    Da reicht bereits Cat.6

    Dürfte für die typischen Längen zu Hause bis 10G gut funktionieren.

  • xrandr
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    • 22. September 2026 um 22:38
    • #937
    Zitat von mbo77

    Dürfte für die typischen Längen zu Hause bis 10G gut funktionieren.

    Ja stimmt, die hatte ich gedanklich als "untauglich" gestrichen weil die SFP-Module so oft überhitzen. Scheint bei den neueren Generationen besser zu sein.

  • Funker
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    • 23. September 2026 um 09:42
    • #938
    Zitat von xrandr

    In der Theorie vielleicht. In der Praxis ist es gar nicht so einfach/preiswert, im nächsten oder übernächsten Raum noch 1 Gbps oder (mittlerweile per Twisted Pairs auch billige) 2,5 Gbps zu erreichen. Und wer will, baut sich zuhause 10 Gbps über Singlemode-Faser - ist teuer aber sicher noch günstiger, als seine Bude mit Ruckus auszustatten.

    Das meine ich doch, damit sind die teuren schnellen Glasfaseranschlüsse letztlich auch überflüssig. Wi-Fi auf allgemein zugeteilten Frequenzen bestimmt letztlich was geht. Und sobald Wi-Fi schneller wird, wird es auch die exklusiv zugeteilte Konkurrenz.

    Und dass sich dann irgendwelche Nerds eifrig Kabel ziehen, hat für den Massenmarkt praktisch keine Bedeutung.

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  • Schnurz
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    • 23. September 2026 um 09:51
    • #939

    Im gewerblichen Einsatz in Büros und Werkstätten sind kabelgebundene 1Git/s symetrisch immer noch normal und ausreichend. Und ein WAN Anschluß mit 1Gbit/s down und 500Mbit/s up sind für sehr viele Privatleute und SMB-Unternehmen immer noch vollkommen ausreichend. Der Fall, das alle Clients zum absolut identische Zeitpunkt die volle Datenraten benötigen, ist absolut selten.

  • xrandr
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    • 23. September 2026 um 16:23
    • #940
    Zitat von Funker

    Das meine ich doch, damit sind die teuren schnellen Glasfaseranschlüsse letztlich auch überflüssig.

    Warum denn? Sie dienen der Lastverteilung, sind effizient und bieten denjenigen mit Bedarf die nötige Anbindung. Wie es mit den Netzkapazitäten aussähe, wenn plötzlich alle DSL-, Kabel- und Glasfaserkunden auf Mobilfunk ausweichen müssten, will ich gar nicht wissen. Kann man ja schon auf Festivals beobachten.
    Und wenn es nach tatsächlichem und nicht zukünftigem Bedarf ginge, wären die 5G-Netze sicher auch nicht so dimensioniert wie sie es momentan immerhin schon sind.

    Zitat von Funker

    Und dass sich dann irgendwelche Nerds eifrig Kabel ziehen, hat für den Massenmarkt praktisch keine Bedeutung.

    Ist der Gelegenheits-Gamer ein Nerd, weil er auf Anraten seines Kumpels die Konsole per Netzwerk-Switch anschließt? Ist die unbeholfene PC-Benutzerin ein Nerd, weil sie den PC per LAN-Kabel anschließt, denn "der hat ja kein WLAN"? Besteht das junge Pärchen aus Nerds, weil ihr Hausbauer im Smart-Home-Paket alle Räume ohnehin mit Cat.-7-Verkabelung und -Dosen versieht? Ethernet ist im Privatbereich verbreiteter als man denkt, auch wenn viele davon sicher nichts wissen.

    Aber egal: Für denselben "Massenmarkt" ist auch 5G überdimensioniert, trotzdem laufen die fetten Funkzellen im 24/7-Betrieb. Mein Handy steht aus Akkuspargründen nur auf LTE (meistens eh kein 5G-NSA verfügbar) und das genügt mir völlig.

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